Die „Elite“ erklärt: Die Arbeiterklasse ist verschwunden, Klassenkampf – das war einmal … Stimmt das?

ArbeiterWarum wird heute nicht mehr von der „Arbeiterklasse“ gesprochen? Warum wird gesagt „Nie wieder Sozialismus“? Warum gibt es diesen „Genderismus“? Warum tagen die „Bilderberger“ insgeheim? Warum wird in den deutschen Massenmedien nur einseitig berichtet? Warum bezeichnet man Putin als Aggressor? Warum werden immer wieder neue Waffen in die Ukraine geliefert? Warum erwartet der deutsche Gesundheitsminister eine erneute Pandemie? Warum wird immer noch mit der Zwangsimpfung gedroht? Warum steigen die Benzinpreise? Warum wird ständig erklärt, es gäbe großes Interesse an der „Aufarbeitung des DDR-Unrechts“? Warum ist die Jugend so ungebildet und einseitig informiert? – Auf alle diese Fragen gibt es eine einfache Antwort: Wir leben im Kapitalismus! Wir wollen es uns hier aber nicht zu einfach machen. Deshalb lesen wir zunächst einmal nach, was Fred Oelßner uns über den Marxismus mitzuteilen hat…

Über dreißig Jahre sind vergangen, seit der Sozialismus als  selbständige Gesellschaftsordnung auf der Welt beseitigt wurde. Und die Lehrer in den Schulen, die Politiker und Propagandisten der herrschenden Klasse werden nicht müde ztu behaupten, er sei „gescheitert“, weil er uneffektiv und unwirtschaftlich gewesen sei, und weil die Menschen die ständige Bevormundung durch die Partei satt gehabt hätten.

Das klingt zwar einleuchtend, ist aber falsch! Schon vor hundert Jahren schrieb Lenin: „Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie richtig ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, die gibt den Menschen eine einheitlicher Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren läßt.“ [1] Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Doch zurück zur Arbeiterklasse! (Auf die vorab genannten Fragen werden wir noch zu sprechen kommen.)

Die Verfälschung der Lehre vom Klassenkampf

Aus der ökonomischen Analyse der kapitalistischen Produktions­weise ergibt sich die Erkenntnis der Klassenstruktur der bürger­lichen Gesellschaft. Das grundlegende Produktionsverhältnis dieser Gesellschaft ist die Ausbeutung des Proletariats durch die Bour­geoisie. Bereits im „Kommunistischen Manifest“ führten Marx und Engels den Nachweis, daß die Arbeiterklasse in der bürgerlichen Gesellschaft zum Träger des gesellschaftlichen Fortschritts wird, daß ihre historische Mission darin besteht, die bürgerliche Herrschaft zu stürzen und die kapitalistische durch die sozialistische Produktionsweise zu ersetzen. Indem sie im Klassenkampf die Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung entdeckten, ver­wandelten Marx und Engels den Sozialismus aus einer Utopie in eine Wissenschaft. Die Lehre vom Klassenkampf, der zur Herr­schaft des Proletariats führt, ist daher ein unabdingbarer Bestand­teil des Marxismus.

Die gespaltene Gesellschaft

Während der Marxismus die Unversöhnlichkeit des Klassen­gegensatzes zwischen Proletariat und Bourgeoisie nachgewiesen hat, waren die Verteidiger der Bourgeoisie stets bestrebt, zumindest die Versöhnlichkeit der gegensätzlichen Klasseninteressen zu be­haupten, wenn nicht das Vorhandensein des Klassengegensatzes überhaupt zu leugnen. Auch die Opportunisten innerhalb der Ar­beiterbewegung gingen stets von dem Gedanken der Klassenharmonie zwischen Proletariat und Bourgeoisie aus. In diesem Punkte waren sich alle Gegner des Marxismus stets einig, von den Reformisten, die den Arbeitern statt der Rolle des Totengräbers die Funktion des Arztes am Krankenbette des Kapitalismus zuschrieben, bis zu den Faschisten, die bekanntlich die „Volksgemeinschaft, Betriebs­gemeinschaften“ usw. predigten.

Das dumme Gerede von der Volksgemeinschaft

Es wäre ein Wunder, wenn die heutigen Marxkritiker in dieser entscheidenden Frage einen anderen Standpunkt einnehmen würden. Sie tun es nicht, sondern vertreten, wenn auch in neuer Form, die gleiche unmarxistische Idee der Klassenharmonie und Volks­gemeinschaft. Einige Beispiele mögen das belegen. Der Sozialdemokrat Ernst Tillich erklärte im „Sozialistischen Jahrhundert“:

„Es geht nicht mehr nur um den Arbeiter, sondern um den in der rationalen Gesellschaft entrechteten Menschen überhaupt. Das bedeutet für den Sozialismus den Schritt von der Klassenbewegung zur staatsbürgerlichen Gemeinschaftsbewegung.“ [2]

Der falsche „Sozialismus“

Hier wird mit nüchternen Worten erklärt, daß die sozialistische Bewegung keine Klassenbewegung des Proletariats oder der Werk­tätigen mehr ist, sondern cine staatsbürgerliche Bewegung. Der Unterschied zwischen dem proletarischen Sozialismus und dem bürgerlichen Pseudosozialismus ist völlig verwischt. In derselben Zeitschrift versuchte der Sozialdemokrat Ernst Lewalter ein paar Monate später den Nachweis zu erbringen, daß es überhaupt kein Proletariat mehr gäbe. Er schreibt:

„Der Arbeiter von heute ist kein Proletarier mehr. Proletarier hat seinen Sinn verloren.“ [3]

Das geheimnisvolle „Verschwinden“ des Proletariats

Lewalter versucht eine „wissenschaftliche“ Begründung für diese „Entproletarisierung“ zu geben. Er schreibt:

„Die Situation des Marxismus hat seitdem etwas Seltsames be­kommen. Die Entproletarisierung des Arbeiters ist immer weiter fortgeschritten. Sicherung der Eistenz durch Schutzbestim­mungen, Versicherungen und Arbeitslosenunterstützung, Teil­nahme an ·der Sozialpolitik durch Einschaltung der Gewerk­schaften in die Gesetzgebung und die Verwaltung, Einfügung in den kulturellen Organismus durch Schulreformen, Volkshoch­schulen, Volksbüchereien, Volksbühnen lauter Dinge, von denen sich 1848 noch nichts abzeichnete, all das müßte dem Marxisten als Blendwerk der Reaktion gelten, weil es faktisch von seinem Ziel, der proletarischen Diktatur, abführt, ja ihm entgegengearbeitet hat. Er hält darum, trotz der völlig ver­änderten Wirklichkeit, daran fest, daß die Arbeiterschaft, wie in den 1840er Jahren, identisch sei mit dem Proletariat.“[4]

Lewalter ist, wie schon gesagt, durchaus anderer Auffassung. Seiner Meinung nach wurde durch alle diese Errungenschaften das Proletariat in die Arbeiterschaft verwandelt.

Karl Marx deckt den falschen „Zauber“ auf…

Diese Beweisführung zeigt, wie wenig diese Leute vom Marxismus begriffen haben. Nach Marx hängt bekanntlich die Zugehö­rigkeit zu einer bestimmten Klasse von der Stellung ab, die der Mensch im gesellschaftlichen Produktionsprozeß einnimmt, beson­ders von seinem Eigentumsverhältnis zu den Produktionsmitteln.

„Die Eigentümer von bloßer Arbeitskraft, die Eigentümer von Kapital, und die Grundeigentümer, deren respektive Einkommen­quellen Arbeitslohn, Profit und Grundrente sind, also Lohnarbeiter, Kapitalisten und Grundeigentümer, bilden die drei großen Klassen der modernen, auf der kapitalistischen Produk­tionsweise beruhenden Gesellschaft.“ [5]

Nach dieser Definition ist das Proletariat also die Klasse, die von Dingen des persönlichen Bedarfs abgesehen, nichts besitzt als ihre Arbeitskraft. Das Proletariat kann nur leben, indem es ständig seine Arbeitskraft gegen Lohn oder Gehalt an die Eigen­tümer der Produktionsmittel, die Kapitalisten, verkauft. Proletarier ist jeder, der von Lohnarbeit lebt. An diesem Verhältnis ändert sich nichts und kann sich nichts ändern, solange die Proletarier vom Eigentum an den Produktionsmitteln ausgeschlossen sind, d.h. so­lange das kapitalistische Eigentum besteht.

 Der Kampf um den Zehn-Stunden-Arbeitstag

Wenn Lewalter in seinem Artikel behauptet, daß sich 1848 von der Sozialpolitik noch nichts abzeichnete,· so verrät er damit seine geschichtliche Unkenntnis. Gerade in diesem Jahr, am 1.Mai 1848, errang das Proletariat seinen ersten großen sozialpolitischen Er­folg, indem es in England den Zehnstundentag durchsetzte. Karl Marx hat diesen großen Sieg 16 Jahre später in der Inaugural­adresse der Internationalen Arbeiterassoziation gefeiert, als er schrieb:

„Darum war das Zehnstundengesetz nicht nur ein großer poli­tischer Erfolg, es war der Sieg eines Prinzips, es war das erstemal, daß im vollen Licht des Tages die politische Ökonomie der Bourgeoisie unterlag gegenüber der politischen Ökonomie der Arbeiterklasse.“ [6]

Proletarische Einigkeit macht stark!

Trotz der großen Bedeutung, die Marx dem Zehnstundengesetz zumaß, ist es ihm aber nicht im Traume eingefallen, daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, laß nun die Arbeiter aufhören, Pro­letarier zu sein. Auch die Inauguraladresse aus dem Jahre 1864 schließt mit dem Kampfruf des Manifests: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ Und dabei war die Zehnstundenbill, die von den Arbeitern in hartem Kampfe errungen wurde, wahrschein­lich eine bedeutendere Maßnahme als die Einrichtung von Volks­hochschulen und Volksbüchereien, die ja manchmal auch von den Kapitalisten selbst gestiftet werden, um die Arbeiter vom Klassenkampf abzulenken.

Der Trick mit den falschen Bezeichnungen

Wenn also die Marxkritiker heute von einer Verwandlung des Proletariats in die Arbeiterschaft sprechen, so zeigen sie damit nicht nur ihre volle Abkehr vom Marxismus, sondern auch ihre Verwandtschaft mit dem Nazismus, der bekanntlich auch den Ver­such unternommen hat, das Proletariat durch das „Arbeitertum“ zu ersetzen. Man soll nicht glauben, es handele sich hier um bloße Wort­klauberei, Proletarier und Arbeiter sei doch dasselbe. Gewiß, für uns Marxisten besteht zwischen Proletariat, Arbeiterklasse, Ar­beiterschaft, Lohnarbeitern kein Unterschied. Für uns sind das nur verschiedene Bezeichnungen für die Klasse, die ihre Arbeits­kraft verkaufen muß, weil sie keine Produktionsmittel besitzt, und die darum von den Kapitalisten ausgebeutet wird. Für die Marx­kritiker ist es aber nicht dasselbe. Sie sprechen ja von der „Ent­proletarisierung“ des Arbeiters.

Die mysteriöse „Entproletarisierung“ des Arbeiters

Hermann L. Bill erklärt in einem Artikel „Hundert Jahre Kommunistisches Manifest“ ausdrücklich:

„Man soll heute den Begriff Klasse und Klassenbewußtsein anders verstehen als im Kommunistischen Manifest.“ [7]

Wie man ihn ver­stehen soll, das kann man aus einem Artikel des Sozialdemokraten Karl J. Germer in derselben Zeitschrift entnehmen. In diesem Artikel wird nicht wie bei Lewalter der Arbeiter entproletarisiert, sondern umgekehrt der Kapitalist zu einem Proletarier gemacht. Germer schreibt:

„Proletarier ist aber doch jeder, der durch produktives Schaffen seine wirtschaftliche Eristeng gewinnt oder erstrebt. Hand­arbeiter und Künstler, Wissenschaftler und Angestellte sind Proletarier. Sogar dem ,mitarbeitenden Unternehmer‘ kann man den Charakter als Proletarier erst dann absprechen, wenn seine eigne produktive Arbeit nicht mehr in einem tragbaren Verhältnis zu seiner finanzwirtschaftlichen ,Ausbeutung‘ (in Anführung!!!) der von ihm Lohn oder Gehalt Empfangenden steht.“ [8]

Diese Sätze sind wirklich Perlen der Unwissenheit !!!


Marxfälscher – ganz im Sinne der Nazis!

Nach Germer ist also sogar der Unternehmer, der seine Arbeiter feste ausbeutet und gelegentlich selbst mit Hand anlegt, ein Proletarier. Die Ausbeutung wird dabei schamhaft in Anführungsstriche ge­setzt, was heißen soll, es gäbe tatsächlich gar keine Ausbeutung! Was es wirklich gibt, ist eine Betriebsgemeinschaft der „produk­tiv Schaffenden“, d.h. von Betriebsführer und Gefolgschaft, ganz so, wie es einst von Robert Ley verkündet wurde! Je mehr sich die sozialdemokratischen Literaten in ihrer Marxfälschung verrennen, desto klarer beziehen sie die ideologische Position der Nazis.

Die beabsichtigte Verwirrung

Eine Gegenüberstellung der Auffassung von Lewalter und Germer zeigt das geistige Durcheinander im Lager der Marx­fälscher. Der eine schafft die Proletarier ganz ab, der andere macht alle zu Proletariern. Doch man darf bei diesem Wirrwarr nicht verkennen, daß sie eins dabei gemein haben: Die Verfälschung und Verneinung der marxistischen Lehre vom Klassenkampf. Denn ob die Arbeiter entproletarisiert oder die Kapitalisten proletarisiert werden, in beiden Fällen verschwindet der Klassengegensatz, und an seine Stelle tritt angeblich die Klassenharmonie, die Volksgemeinschaft.

Natürlich handelt es sich bei all dem nur um windige Betrüge­reien. Tatsächlich haben die Marxkritiker die Klassen und den Klassengegensatz genau so wenig beseitigt, wie das den Nazis gelungen war. Denn dieser Gegensatz beruht letzten Endes auf dem kapitalistischen Eigentum an den Produktionsmitteln, und solange dieses Eigentum nicht beseitigt ist, solange wird auch trotz „Klassenharmonie und Volksgemeinschaft“ der unversöhn­liche Klassengegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie fort­bestehen.

Westdeutschland: Immer noch – Kapitalismus wie im Nazi-Reich !

Das kapitalistische Eigentum an den Produktionsmitteln ist aber bekanntlich in Deutschland noch nicht beseitigt. ln den westlichen Besatzungszonen ist bisher nicht einmal das Eigentum der Junker und Monopolkapitalisten beseitigt worden. Dort bestehen daher im wesentlichen die gleichen Klassenverhältnisse fort, die unter dem Faschismus bestanden. Und die robuste Politik der CDU Adenauers sowie die junkerfreundliche Agrarpolitik Schlange-Schöningens zeigen, daß die Besitzer der Produktionsmittel in Bizonesien ihre Klassenpolitik gegen die werktätigen Massen bereits wieder mit Hilfe staatlicher Institutionen durchführen können.

In der DDR wurde der Kapitalismus abgeschafft !

In der sowje­tischen Besatzungszone wurden die Klassenverhältnisse zum Teil geändert, indem die Junker und die Monopolkapitalisten enteignet wurden. Einerseits wurde durch die Verteilung des Bodens die bäuerliche Privatwirtschaft erweitert und gestärkt, andererseits wurde in den volkseigenen Betrieben ein Sektor der demokra­tischen Staatswirtschaft gebildet, in dem grundlegend neue soziale Beziehungen geschaffen wurden. Aber dieser Sektor umfaßt noch nicht die Hälfte der industriellen Produktion. Neben ihm bestehen noch viele Tausende kapitalistischer Privatbetriebe, in denen nach wie vor die alten Klassenverhältnisse zwischen Kapitalisten und Arbeitern bestehen. Zwar ist die Stellung der demokratischen Staatsorgane zu diesem Klassenverhältnis eine andere als früher, aber das kann die grundlegende Klassenbeziehung nicht ändern, denn in diesen Betrieben besteht das kapitalistische Eigentum an den Produktionsmitteln fort.

Fazit:

Eine Analyse der tatsächlichen Klassenverhältnisse in Deutsch­land zeigt also, wie falsch und irreführend das Gerede von der Änderung der Klassenbeziehungen ist. Es ist jedoch eine alte Er­fahrung, daß die Marxfälscher sich um die tatsächlichen Verhält­nisse wenig kümmern, wenn es ihnen darauf ankommt, die Arbeiter von ihren Klasseninteressen abzulenken und ins Fahrwasser der bürgerlichen Politik zu treiben. Das ist auch der Zweck der neuesten Verfälschung der Lehre vom Klassenkampf.

[1] W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag, Berlin, 1977, Bd. 19, S.3-4.
[2] „Das Sozialistische Jahrhundert“, Mai 1947, S. 197.
[3] Ebenda, Oktober 1947, S. 367.
[4] Ebenda, S. 366.
[5] Karl Marx, „Das Kapital“, Bd. III, 1933, S. 941.
[6] Karl Marx, „Ausgewählte Schriften in zwei Bänden“, Ring-Verlag, Zürich 1934, Bd. II, S. 451.
[7] „Das Sozialistische Jahrhundert“, November 1947, S 7.
[8] Ebenda, Februar 1948, S. 110.
Quelle:
Fred Oelßner: „Der Marxismus der Gegenwart und seine Kritiker“. Dietz Verlag, Berlin, 1948, S. 120-125. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Und nun zu den Fragen:

(in einem Satz!)

  1. Warum wird heute nicht mehr von der „Arbeiterklasse“ gesprochen? Es ist klar, daß die derzeit herrschende Ausbeuterklasse den Begriff „Arbeiterklasse“ nicht mehr erwähnt, weil die unmittelbar mit der materiellen Produktion verbundenen Werktätigen (die Arbeiter) diejenigen sein werden, die den Sturz des Kapitalismus herbeiführen werden, sobald sie ihre Lage erkannt haben. 
  2. Warum wird gesagt „Nie wieder Sozialismus“? Es ist klar, daß die herrschende Ausbeuterklasse alles in ihren Kräfte stehende unternimmnt, um den Begriff des Sozialismus in den Schmutz zu ziehen, da der Sozialismus die Abschaffung des Kapitalimus und damit die Beendigung der Ausbeutung bedeutet. 
  3. Warum gibt es diesen „Genderismus“? Diese unsinnige Überbewertung der menschlichen Geschlechtlichkeit ist nichts anderes als ein ideologisches Manöver der herrschenden Ausbeuterklasse, um die Bevölkerung von den tatsächlichen Problemen des Kapitalismus abzulenken.
  4. Warum tagen die „Bilderberger“ insgeheim? Die geheime Zusammenrottung der sogenannten „Bilderberger“  stellt eine kriminelle Verschwörung der selbsternannten „Eliten“ dar, die der Verhinderung revolutionärer Prozesse und der Stabilisierung der kapitalistischen Ausbeuterordnung dient. 
  5. Warum wird in den deutschen Massenmedien nur einseitig berichtet? Es ist klar, daß die Ausbeuterklasse ihre Macht nur durch Lüge und Betrug, durch Erpressung und psychischen Terror aufrechterhalten kann, was sich in der Einseitigkeit der Medienberichterstattung widerspiegelt.
  6. Warum bezeichnet man Putin als Aggressor? Es ist klar, daß die derzeit herrschende Ausbeuterklasse ein ausländisches Feindbild braucht, um vom Klassenkampf  im eigenen Land abzulenken.
  7. Warum werden immer wieder neue Waffen in die Ukraine geliefert? In einem Krieg steigen erwartungsgemäß die Profite der Rüstungindustrie, und nachdem die Impfkampagne als langfristige Profitquelle gescheitert ist, und die kapitalistische Überproduktionskrise nicht aufzuhalten ist, scheint der Krieg und der anschließende Wiederaufbau die einzige noch verbleibende Überlebensquelle des untergehenden Kapitalismus zu sein.
  8. Warum erwartet der deutsche Gesundheitsminister eine erneute Pandemie? Der deutsche Gesundheitsminister ist nur eine lächerliche Karikatur eines bürgerlichen Ministers, da er weder kompetent noch unabhängig ist – er ist ein Lakai des USA-Imperialismus.
  9. Warum wird immer noch mit der Zwangsimpfung gedroht? Es ist das Ziel der herrschenden Staatsmafia, die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen, was teilweise auch gelungen ist, erst war der der „Klimawandel, dann die angebliche „Pandemie“ und nun ist es der angeblich „völkerrechtswidrige Krieg Putins“ in der Ukraine. Siehe hier: Putin spricht mit UN-Sekretär Guterres)
  10. Warum steigen die Benzinpreise? Ganz einfach: weil der kapitalistische Staat die Bürger noch mehr schröpfen will, nachdem die Sanktionen gegen Rußland nach hinten losgegangen sind.
  11. Warum wird in den bürgerlichen Medien ständig erklärt, es gäbe großes Interesse an der „Aufarbeitung des DDR-Unrechts“? Das ist totaler Blödsinn: Es wird immer wieder behauptet, die DDR sei ein „Unrechtsstaat“ gewesen, doch das ist eine Lüge – die DDR war ein sozialistischer Staat, und davor haben die Kapitalisten immer noch eine Heidenangst… 
  12. Warum ist die Jugend so ungebildet und einseitig informiert? Ein dummes Volk läßt sich leichter verführen, das war schon in der Nazizeit so (und zuvor im deutschen Kaiserreich)!
  13. Letzte Frage: Ist die DDR gescheitert? Nein, die DDR ist nicht gescheitert, sie wurde zerstört. Siehe hier: 13 Fragen zur DDR und die Antworten eines DDR-Bürgers und
    Kurt Gossweiler: Der unsterbliche Frühsozialismus (Juli 2002)
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6 Antworten zu Die „Elite“ erklärt: Die Arbeiterklasse ist verschwunden, Klassenkampf – das war einmal … Stimmt das?

  1. hb schreibt:

    Das ist ja ein sehr umfassender Beitrag. Worauf geht man da zuerst ein?
    Im Grunde ist alles gesagt. Vielleicht ist die Kultur zu kurz gekommen, deshalb will ich mal einen Blick darauf werfen, was mit der Literatur im Kapitalismus geschieht, und das unter Bedingungen von Zensur und Repression. Wir haben uns alle ein wenig gewundert, warum es kaum Äußerungen von den deutschen Künstlern und Schriftstellern gab, sowohl bei der Plandemie als auch jetzt beim Krieg in der Ukraine. Das ist erklärlich, es geht den Künstlern an die Existenz, sobald sie den Mund auftun, und das nicht im Sinne des offiziellen Meinungsdiktats.

    Wenn man heute in irgendeinen Buchladen geht, sieht man, das Angebot an Büchern ist überwältigend. Und wenn man dann die Titel und Namen der Autoren liest, wird man in erster Linie feststellen, dass es sich größtenteils um anglo-amerikanische Namen handelt, und man kann ahnen, dass da Dinge abgehandelt werden, die mit unserer Wirklichkeit zwar Ähnlichkeit haben, aber letztlich doch eine Welt beschreiben, die eben nicht ganz die unsere ist. Ganz abgesehen davon, was und wie da inhaltlich abgehandelt wird, wer die Finanzierer der Verlage sind usw.

    Größtenteils handelt es sich um flaches Geschreibe, das man doch gleich auf deutsch lesen sollte, sofern man vom Buch lediglich den Unterhaltungseffekt erwartet. Viel Politik auch, Politik, wie sie im Kapitalismus erlaubt ist, ein wenig Kritik, ein wenig Spekulation, ein wenig Esoterik. Aber es gibt – seltene Perlen – auch Bücher, die es in sich haben. Zum Beiispiel habe ich vor kurzem das Buch „Das wahre Gesicht des Dr. Fauci“ von Robert F. Kennedy, Übersetzung von dem weltweit dank Internet bekannten Dr. Hockertz, erstanden. Ein Kompendium des kapitalistischen „Gesundheitswesens“, das wohl eher als Gesundheitsindustrie bezeichnet werden sollte. Wie gesagt, eine seltene Perle, sehr empfehlenswert, wenn man zum Beispiel wissen will, warum Lauterbach so auf 100 % Impfstatus dringt und angeblich vor Angst vor dem kommenden Herbst bibbert.

    Völlig vermisst wird in den Buchhandlungen aber zum Beispiel die DDR-Literatur. Wer sie heute noch erwerben will, und nicht nur die von „Dissidenten“, muss in antiquarischen Büchern kramen. Ein Zeichen dafür, dass sie in diesem deutschsprachigen kapitalistischen Lande nichts mehr gilt und dass nur „Außenseiter“ sich für sie noch interessieren. Ein völliger Gegensatz zu dem, was wir in der DDR erlebt haben. Sobald wir hörten, dies oder jenes Buch kommt jetzt heraus, waren wir da, manchmal bildeten sich sogar Schlangen. Unter heutigen Bedingungen nicht mehr vorstellbar.

    In dem Beitrag oben wird gefragt, warum die Jugend so ungebildet ist. Klar, je weniger einer weiß, desto besser lässt er sich manipulieren. Haben wir ja beispielsweise an Friday For Future gesehen. Natürlich verbreitet die Schule die Ideologie des Kapitalismus, gepaart mit Verachtung und Hetze gegen alles historisch Fortschrittliche. Man kann ja mal eine Umfrage unter Jugendlichen starten, wer von ihnen jemals in der Schule etwas von der Pariser Commune gehört hat. Das Ergebnis steht jetzt schon fest: Niemand. Ganz zu schweigen von den Kämpfen der Arbeiterklasse seit Bestehen des Kapitalismus, zumindest in Deutschland. Bestenfalls kennen einige noch Charles Dickens Bücher über das Elend der englischen Arbeiterklasse.

    Das Elend der Buchhandlungen wird noch elendiger werden, je weiter die Zeit fortschreitet. Die Fülle des Angebots täuscht. Und das Elend derjenigen, die mit ihrem Buch die Welt aufklären, ihr die Augen öffnen wollen, was sowieso unter heutigen Lebensverhältnissen eine Seltenheit darstellt, wird begreifen, dass niemand, wirklich niemand dieses Buch interessiert, kein Verlag wird es ihm abnehmen. Der Niedergang der Kultur im allgemeinen, insbesondere der Literatur, ist programmiert. Auch eine Erklärung für die Unbildung der heutigen Jugend.

    Hier mache ich mal Schluss. Es gäbe noch so unendlich viel mehr zum Niedergang der Kultur im Lande der Dichter und Denker zu sagen.

  2. Erfurt schreibt:

    „Man soll heute den Begriff Klasse und Klassenbewußtsein anders verstehen als im Kommunistischen Manifest.“

    Ich würde das mal so formulieren: Das Klassenbewußtsein ist hier nahezu Null. Ansonsten ist es natürlich ein oberfauler Propagandatrick die Bedeutung von Begriffen zu verdrehen. Es schwirren auch eine Reihe von Videos rum in denen erklärt wird daß es gar keine Viren gibt. Und was sagen wir dazu? Genau das hier: Ob es Viren gibt oder nicht gar nicht die Frage denn ist den Unterdrückern völlig Wurst!

    Es kommt immer darauf an das Wesentliche zu erkennen. Schönen Sonntag 😉

    • sascha313 schreibt:

      😉 bien dit! … Hermann Bill und Karl Germer sind die typischen Vertreter einer bürgerlichen Begriffsverdrehung (Irreführung) – sie haben ein bißchen was von Marx gelesen und machen sich ihren eigenen Reim drauf, ohne das Wesen des Gelesenen verstanden zu haben. Und klar – Klassenbewußtsein kommt erst dann auf, wenn die Arbeiterklasse ihre Lage erkannt hat.

      • Erfurt schreibt:

        Genau! Ein Bekannter will mir sogar erklären daß der Begriff „Profit“ falsch ist. Ich zitiere den Bekannten mal: Wenn andere Profite (falsches Wort) machen ist das deren Sache.

        Wow! Und das als Antwort auf meine Mail in der ich ihm erklärt habe wie Profite entstehen. Nämlich auf Kosten unserer Gesundheit, auf Kosten unseres Lebens. Menschen sterben damit ein paar Wenige Profite machen. Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben. Menschen werden ins Elend getrieben.

        Möglicherweise findet mein Bekannter das ja gut. Und vielleicht findet er auch gut, daß sein Vermieter jeden Monat Tausend EUR von ihm bekommt, plus Nebenkosten.

        Aber vielleicht ist Profit einfach nur der falsche Begriff 😉

        Schönen Sonntag weiterhin und viele Grüße!

      • sascha313 schreibt:

        )))) ich zitiere mal aus dem Kleinen Fremdwörterbuch (DDR, Lpz. – 1972): Profit: Vorteil, Nutzen; Gewinn des Kapitalisten aus der Ausbeutung der Lohnarbeiter (verwandelte Form des Mehrwerts).“

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