Sind die Nazis in Deutschland wieder an der Macht?

Nazis in der BRDEs gibt keinen anderen Ausweg aus der heutigen Situation als die Entnazifizierung und die Entmilitarisierung. Und das trifft nicht nur für die faschistische Ukraine zu, sondern für ganz Europa, und vor allem für die USA. Die Generation unserer Väter und Großväter, die den 2. Weltkrieg miterlebt haben, ist heute nicht mehr in der Lage uns vor den Folgen des Faschismus zu warnen. Sie hatten gewarnt, die Kommunisten hatten gewarnt – so jedenfalls bei uns in der DDR. Denn die DDR war vom ersten bis zum letzten Tag ein antifaschistischer Staat. Wir – in der DDR – haben gewußt, welche Folgen ein erneuter Kapitalismus mit sich bringen würde (oder hätten es wissen können!) Diejenigen, die glaubten, es würde nach 1990 alles besser werden – blühende Landschaften und dergleichen Lügen – sollten nun nach zwei Jahren Lügen-„Pandemie“ und acht Jahren Krieg in Europa wohl endlich aufgewacht sein! Der Faschismus zeigt sein wahres Gesicht! Ein Beitrag von Dr. Wolfgang Schacht.

Sind die Nazis in Deutschland wieder an der Macht?

von Dr. Wolfgang Schacht

Im Zusammenhang mit

  • dem widerlichen und beleidigenden Auftritt des neuen Bundeskanzlers, Olaf Scholz, am 15. Februar 2022 in Moskau (dort bezeichnete er die vom russischen Präsidenten, Vladimir Putin, mit großer Sorge gennannte Massenvernichtung russischer Menschen im Donbass, die seit dem Putsch der ukrainischen Faschisten und Nazis im Jahre 2014 jeden Tag dort praktiziert wird, einfach als „lächerlich“);
  • den offiziellen Reaktionen der USA und seiner Vasallen auf den Beginn der „Speziellen militärischen Operation“ Rußlands in der Ukraine zu ihrer Demilitarisierung und Denazifizierung am 24. Februar 2022;
  • der beispiellosen Hetze gegen Russland, gegen seinen Präsidenten, gegen seine Völker und Menschen (Russophobie) in „unseren“ Massenmedien;
  • der unverhohlenen Drohungen an Russland, an seine Völker und Menschen sie physisch zu vernichten;
  • den neuen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Sanktionen gegen Rußland, seine Völker und Menschen;
  • den amerikanischen und europäischen Waffenlieferungen (z.B. mehr als 100 Panzerhaubitzen 2000 aus Deutschland) an die nazistische Militärmacht Ukraine [1].

ist der nazistische Charakter der BRD in seiner Innen- und Außenpolitik beim besten Willen nicht mehr zu übersehen.

Dieser von der Bundesregierung Deutschland praktizierte Nazismus, die unverhohlene Unterstützung der Russophobie in der Ukraine und in den Ländern der Europäischen Union widerspricht im Geist und Buchstaben den Aussagen

  • im „Akt über die Kapitulation des faschistischen Deutschlands“ vom 8. Mai 1945 (Stalin: „Das imperialistische Deutsche Reich, dessen herrschende Klassen zweimal angetreten waren, die Weltherrschaft zu erobern, gehörte für immer der Vergangenheit an“);
  • in den politischen Grundsätzen die Siegermächte (Arbeitsanweisung des Alliierten Kontrollrates – Entnazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung Deutschlands);
  • im „Aufruf an das schaffende Volk in Stadt und Land“ des Zentralkomitees der KPD vom 11. 06. 1945 (… Keine Nachsicht gegenüber dem Nazismus und der Reaktion! Nie wieder Hetze und Feindschaft gegenüber der Sowjetunion, denn wo diese Hetze auftaucht, da erhebt die imperialistische Reaktion ihr Haupt!);
  • der Erklärungen, des Protokolls und der Politischen Grundsätze des „Potsdamer Abkommens“ vom 2. 10. 1945;
  • der Charta der Vereinten Nationen, die am 24. Oktober 1945 in Kraft getreten ist (es gab seitens der UN keine Verurteilung
    • des faschistischen Putsches in Kiew (Maidan) im Jahre 2014,
    • der verfassungswidrigen grausamen militärischen Überfälle auf die eigene ukrainische Bevölkerung in den Gebiete von Lugansk und Donezk von 2014 bis 2022,
    • der landesweit und im Ausland praktizierten Russophobie,
    • der Massenvernichtung (Genozid) von russischer Menschen in der Ukraine,
      des Verbots der russischen Sprache in der Öffentlichkeit,
    • der ständigen Verletzung des Minsker Abkommens (Der Weltsicherheitsrat der UN hat am 13. 02.2015 seine praktische Umsetzung gefordert!) und es gab keine Verurteilung
    • der beispiellosen massiven Kriegsvorbereitungen der Ukraine, USA und NATO gegen den Donbass und Rußland;
  • des Nürnberger Kriegsverbrecherprozesses vom 20. 11. 1945 bis 1. 10. 1946;
  • den Grundsätzen und Zielen des Vereinigungsparteitages von KPD und SPD zur SED vom 21./22.04.1946;
  • des Kriegsverbrecherprozesses in Japan vom 27. 04. 1946 bis 12. 11. 1948;
  • der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (Artikel 1 bis 30) vom 10. 12. 1948;
  • des „Grundgesetzes der BRD“ vom 8. 05. 1949 (Gründung der BRD am 21. September 1949);
  • der Grundwerte und Charta der Europäischen Union vom 3. 08. 1949 (EGKS – 1951, EWG und Euratom – 1957, EU – 1992) und den Aussagen in
  • der „Verfassung der DDR“ vom 7. 10. 1949 (Gründung der DDR am 07. 10. 1949).

Denjenigen, welche die Geschichte im neuen Jahrtausend (2000 – 2022) aufmerksam verfolgt haben, wird nicht entgangen sein, daß der russische Präsident, Wladimir Putin, den wirtschaftlichen und politischen Zerfall Rußlands ein für alle Mal beendet und eine positive Entwicklung in seinem Land eingeleitet hat. Die USA und ihre Vasallen versuchen seit der Wahl von Putin alles, um eine weitere erfolgreiche Entwicklung von Russland zu verhindern. Egal ob mit Krieg, terroristischen Aktionen, Diskriminierung, Hetze, Verleumdung, Lügen, feindlicher Propaganda oder mit Sanktionen, jedes Mittel ist ihnen dazu recht. Nachstehende Tabelle über ausgewählte Ereignisse in den Jahren 2000 bis 2022 belegen die teuflischen Verbrechen der USA u. a. Länder sehr anschaulich.

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Die Verbrechen des Imperialismus

Das Verhalten der USA, der NATO und der europäischen Länder ist ungeheuerlich. Obwohl wir inzwischen alle wissen, daß der große Überfall der nazistischen Ukraine auf die Volksrepubliken Donezk und Lugansk, auf die Krim und auf Russland im Zeitraum Ende Februar / Anfang März 2022 vorgesehen war [2], wird der russische Präsident, Wladimir Putin angesichts totaler Unkenntnis der tatsächlichen politischen, ideologischen und militärischen Verhältnisse in diesem Land von den Linken und von anderen Parteien Deutschlands als Aggressor und Kriegsverbrecher diskriminiert [3]. Putins ruhige und gelassene Antwort darauf lautet: „Einen neuen hinterhältigen und heimtückischen Überfall auf Rußland (wie am 22. Juni 1941) wird es nicht geben.“

Es ist Faschismus …

Jetzt ist endlich klar, daß die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre europäischen Vasallen lupenreine Nazis sind, die mit großer finanzieller und militärischer Unterstützung den faschistischen Putsch 2014 in der Ukraine organisiert haben. Ihr strategisches Ziel war, ist und bleibt die Vernichtung der russischen Zivilisation! Diesmal mit den Händen der ukrainischen Nazis.

Die DDR war immer ein antifaschistischer Staat

Angesichts dieser nazistischen Politik und dieser nazistischen Perspektive war unser Arbeiter- und Bauernstaat DDR ein wahrer Lichtblick in unserem Land. Sie war, ist und bleibt unsere geistige und politische Heimat, unser Vaterland. Die Freundschaft und enge Verbundenheit mit der Sowjetunion (jetzt Rußland), mit ihren Völkern und Menschen bleibt für uns immer eine Sache des Herzens. Deshalb haben wir beim Aufbau unserer Grundstoffindustrie aktiv mitgewirkt, deshalb haben freiwillig in unserer Volksarmee gedient, deshalb haben wir in der Sowjetunion studiert, deshalb haben wir gemeinsam mit den sowjetischen Menschen gearbeitet und unsere Feste gefeiert.

Die BRD ist ein feindlicher Staat  gegenüber Rußland

Als annektierter Bestandteil der nazistischen BRD sind wir jetzt – ob wir es wollen oder nicht – ein objektiver Feind von Rußland geworden. Denn wir stehen gemeinsam mit den aggressiven imperialistischen NATO-Ländern bereits wieder kampfbereit an der russischen Grenze! An der Vorbereitung und Realisierung des faschistischen Putsches in der Ukraine und an der 8-jährigen Vorbereitung des Krieges gegen Rußland war die BRD ebenfalls sehr aktiv beteiligt. Jetzt, nach dem Beginn der speziellen militärischen Operation in der Ukraine bekennen wir uns sogar offen zum ukrainischen Nazismus! Die Russophobie hat in Deutschland [3] wahrlich beispiellose Ausmaße angenommen!


Hallo, liebe Freunde, hallo, liebe Nachbarn!
Wann wachen wir endlich auf! Wir leben – wie schon von 1933 bis 1945 – wieder in einem nazistischen Staat, d.h. im Vierten Deutschen Reich! Ist das nur eine bösartiger Verleumdung? Leider, nein! Es ist eine sehr schmerzhafte Tatsache, eine bittere, grausame und niederschmetternde Realität! Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen! Muß uns der Russe erneut Entnazifizieren?

Wir, die Zeitzeugen aus der DDR …

Wir, die wenigen Zeitzeugen der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, der stürmischen Geschichte des Aufbaus unseres ersten Arbeiter- und Bauerstaates in Deutschland und seines beschämenden Untergangs im Jahre 1989, wir, die mitfühlenden und mitleidenden Beobachter von mehr als 200 imperialistischen Kriegen von 1946 bis 2019 mit mehr als 32 Millionen Toten, 23 Millionen Verwundeten und 50 Millionen Menschen auf der Flucht [4], werden ohne Zweifel in wenigen Jahren diese verkommene Welt verlassen haben. Dann – endlich – hat das Establishment des Kapitals freie Bahn und kann unwidersprochen in allen Schul- und Lehrbüchern weiterhin behaupten, daß

  • Stalin ein schlimmerer Diktator als Hitler war;
  • Stalin den Krieg gegen Deutschland begonnen bzw. provoziert hat;
  • die USA und Großbritannien den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben;
  • all die schrecklichen und grausamen Kriege in der Welt im Zeitraum von 1946 – 2019 durch die Sowjetunion bzw. von Russland inszeniert worden sind;
  • die DDR aus wirtschaftlichen Gründen untergegangen ist und ihre Menschen in der BRD endlich (im Sarg!) ihre glückliche Heimat gefunden haben.

Wer wird diese faschistischen Lügen widerlegen?

Niemand wird diese und viele andere Lügen jemals widerlegen, denn die ehemaligen Bürger der DDR werden wie die Indianer in den USA bereits ausgerottet und vernichtet sein! Sie merken nichts von ihrem Untergang, denn sie tappen satt, zufrieden, froh und glücklich, ggf. auch mit Hartz IV oder mit dem „neuen“ Sozialschutzpaket, in ein echtes Jammertal.

Verboten und abgeschaltet…

Denkende und nach Wahrheit suchende Menschen werden in den kolonial-nazistischen Bundesländern nicht gebraucht. Deshalb wurden für sie gute russische Fernsehstationen im Rahmen des „Vierten Paketes der Sanktionen gegen Rußland“ verboten und abgeschaltet. Einfach so! Jetzt sitzen wir in geistiger Umnachtung in einem „freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat“ in völliger Dunkelheit und … bald auch in eisiger Kälte! Was nun, was tun? Wo ist die große deutsche Partei, welche den Kampf gegen den deutschen Faschismus, Nazismus, gegen die Russophobie und gegen den amerikanischen Imperialismus zielstrebig führt und organisiert?

Massenverblödung durch deutsche Medien

Schalten Sie, verehrte Leserinnen und Leser, das deutsche Radio oder das deutsche Fernsehen ein, lesen Sie die kapitalistischen Zeitungen und Journale. Ohne Zweifel werden Sie schnell feststellen, daß wir jeden Tag bis zum Erbrechen belogen und betrogen werden. Es ist wie in der Reklame: Je dümmer und blöder der Kunde, desto mehr konsumiert er „unseren“ Fraß und „unseren“ geistigen Müll! Anders geht es in dieser Gesellschaft nicht, denn nicht der Mensch steht im Mittelpunkt unserer gesellschaftlichen Seins, sondern nur das Geld und der Profit.


Der Führer befiehlt!

Ja, es stimmt, daß deutsche Waffen zur Unterstützung der Faschisten und Nazis an die Ukraine geliefert werden. Der neue Führer und Kanzler des deutschen Volkes, Olaf Scholz, kündigte am 27. Februar 2022 im Bundestag nicht nur die größte und umfangreichste Aufrüstung in der Geschichte der BRD an, sondern bekräftigte auch noch den Beschluß seiner Regierung, zur Vernichtung Rußlands und seiner Menschen schwere Waffen an die Ukraine zu liefern. Unter dem erschütternden Eindruck der damit verbundenen Drohungen der deutschen Nazi-Regierung an Moskau hat eine Gruppe von russischen Veteranen des großen Vaterländischen Krieges einen beeindruckenden Brief an diese Regierung und an das deutsche Volk geschrieben [5].

Ja, es stimmt, daß auf diesen offenen Brief der russischen Veteranen des großen Vaterländischen Krieges die deutsche Öffentlichkeit und die Bundesregierung viel zu wenig Menschen reagiert haben. Im Gegenteil! Die Gedenkstätten für die sowjetischen Helden, für die Soldaten und Offiziere, die im Kampf gegen den Hitlerfaschismus ihr Leben gaben, werden geschändet und als Ort „russischer Propaganda“ diskriminiert. Unsere Bürgerinnen und Bürger werden durch die Medien des Establishments eingeschüchtert, verängstigt und offen bedroht. Russische Fahnen, Symbole und Abzeichen dürfen in der Öffentlichkeit nicht mehr gezeigt werden.

Wir, die ehemaligen Bürger der DDR haben inzwischen begriffen: Wer dem Feind seine entscheidenden Machtpositionen kampflos übergibt, der verdient unter Umständen als Verräter behandelt zu werden.


Der globale Kapitalismus = Untergang der Menschheit !

Die aktuellen Ereignisse in den USA beweisen, der globale Kapitalismus (IV) hat keine Überlebenschance und wird zwangsläufig untergehen. Ohne Zweifel wird die vom russischen Präsidenten, Wladimir Putin, eingeleitete Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine die Welt wirtschaftlich, politisch und ideologisch im starken Maße verändern. Oder denken Sie, verehrte Leserinnen und Leser, tatsächlich, daß die russischen Soldaten und Offiziere nach ihrer Rückkehr von der Front sich mit der wirtschaftlichen und politischen Macht von ausländischen und eigenen Oligarchen abfinden werden. Niemals! Schon jetzt finden in der russischen Wirtschaft gravierende Veränderungen statt. Der Sozialismus – in welcher Form auch immer – wird letztendlich siegen!

Мы победим!
¡Venceremos!
Wir werden siegen!

Dr. Wolfgang Schacht, 29. Juli 2022

Dr. Wolfgang Schacht lebt in Wandlitz bei Berlin

Quellen:
[1] „Deutschland veröffentlichte die Liste der Waffen, die der Ukraine geliefert werden“ (russisch) [1]  https://www.kommersant.ru/doc/5422867
[2] „Geheimer Befehl für der Überfall der Ukraine auf den Donbass“
https://news.rambler.ru/army/48266833-minoborony-pokazalo-sekretnyy-prikaz-o-napadeniiukrainy-na-donbass/
[3] „SPD-Politiker Stegner: Erster Überfall auf ein souveränes europäisches Land seit 75 Jahren“
https://de.rt.com/international/132522-spd-politiker-stegner-erster-ueberfall-auf-souveraeneseuropaeisches-land-seit-75-jahren/
[4] „Wer sind die wirklichen Kriegstreiber in unserer Welt?“
https://www.dr-schacht.com/Wer_sind_die_wirklichen_Kriegstreiber_in_unserer_Welt.pdf
[5] „Botschaft der Veteranen und Kriegskinder des Großen Vaterländischen Krieges an das deutsche  Volk und an die deutsche Regierung“
https://russische-botschaft.ru/de/2022/03/22/botschafr-der-veteranen-und-kriegskinder-des-grossen-vaterlaendischen-krieges-an-das-deutsche-volk-und-die-deutsche-regierung/

Auch veröffentlicht in der Linken Zeitung vom 02.08.2022



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14 Antworten zu Sind die Nazis in Deutschland wieder an der Macht?

  1. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Genosse Sascha gibt mir Recht. Ich habe jahrelang darum gestritten mit Genossen und solchen, die vorgeben, welche zu sein. In dem Sinne schließe ich mich meinen Russischen Genossen an, die sagen, die BRD ist seit ihrer Gründung eine Faschistendiktatur.

  2. dersaisonkoch schreibt:

    Genosse Sascha gibt mir Recht. Ich habe jahrelang darum gestritten mit Genossen und solchen, die vorgeben, welche zu sein. In dem Sinne schließe ich mich meinen Russischen Genossen an, die sagen, die BRD ist seit ihrer Gründung eine Faschistendiktatur.

  3. Pingback: Sind die Nazis in Deutschland wieder an der Macht? — Sascha’s Welt | Schramme Journal

  4. hb schreibt:

    Die Frage, die eigentlich eine Feststellung ist, erfordert eine Antwort. Ich würde sogar noch weitergehen, als die Frage impliziert. Ich würde behaupten, dass die Macht der Nazis in Westdeutschland nie gebrochen war. Die Nazis sind also nicht WIEDER an der Macht in diesem Deutschland, sondern immer noch! Eine kurze Zeit mussten sie sich verstecken, heuchelten Demokratie und Menschenfreundlichkeit. Diese Zeit ist lange vorbei. Heute reißen sie sich selbst die Maske vom Gesicht. Wolfgang Schacht hat geschrieben, was geschehen ist seit 1945, ich will das nicht wiederholen. Aber das, was gegenwärtig geschieht in Deutschland unter der Führung der SPD, ist so ungeheuerlich, dass einem der Atem stockt: Die angeblich demokratische BRD unterstützt die faschistische Ukraine! Kann dieses Deutschland sich selbst weniger durchsichtig noch charakterisieren? Jede Scham vor der Welt – nach all den Verbrechen des zweiten Weltkrieges – wird fallengelassen.

    Und dies alles geschieht mir, die ich 1941 geboren wurde, die als kleines Kind
    den Krieg in Berlin erlebt hatte, ohne ihn verstehen zu können. Erst nach dem Krieg,
    als die Toten aus den Luftschutzkellern geholt wurden, sagte eine Frau in der
    Menge, die dabei stand, der Krieg habe die Menschen getötet. Erst da verstand ich, was der Fliegeralarm bedeutet hatte, unser gehetztes Rennen in den Bunker, das Krachen der Bomben, die wackelnden Wände in der Bunkerzelle. Das war also Krieg, was ich erlebt hatte. Gut für mich, dass ich noch ein unverständiges kleines Kind war, sage ich mir heute. Eines habe ich aus diesem Begreifen gelernt. Dass es nie wieder so weit kommen darf!

    Deutschland ist Kriegspartei auf seiten der faschistischen Ukraine. Die eigene Kommission des Bundestages hat dies festgestellt. Welch eine Schande für das Land, in dem ich lebe, gezwungen bin zu leben, und das alles nur, weil dieses Land dem Kapital gehört, dessen Ausgeburt der Faschismus ist.

    • Harry56 schreibt:

      hb, das ganze heutige Elend nahm seinen Anfang 1989/90…, den jetzigen ekelhaften (NATO!Krieg in der Ukraine könnte man beinahe als eine „logische“ Fortsetzung jener „Wende“ von 1989/90 in vielen Ländern ansehen…..

      Soz. Grüße !

    • Weber Johann schreibt:

      hh schreibt: „Aber das, was gegenwärtig geschieht in Deutschland unter der Führung der SPD, ist so ungeheuerlich, dass einem der Atem stockt:“.

      Ich zitiere wieder Maxim Gorki: “Schaut fleißig in die Vergangenheit, dort findet Ihr alle Rätsel erklärt“

      Heinrich Hannover und Elisabeth Hannover-Drück schreiben in ihrem Buch „Politische Justiz 1918-1933“, Lamuv Verlag, 1987 unter dem Kapitel „Militär gegen Arbeiterschaft“:

      Seite 37-38:
      „Hatten schon die Gewalttaten der Truppen anläßlich der Januarkämpfe — insbesondere die Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht — die Regierung in unversöhnlichen Gegensatz zu großen Teilen der Arbeiterschaft gebracht, so wurde dieser Gegensatz noch vertieft durch Geschehnisse während der Märzunruhen (Anmerkung: 1919), die durch einen von den Berliner Arbeiterräten beschlossenen Generalstreik ausgelöst wurden. Bei diesen Unruhen gab es etwa 1.200 Tote, von denen ein nicht abzuschätzender Teil auf das Konto des Schießbefehls geht, den Noske (Anmerkung: SPD) in seiner Eigenschaft als Inhaber der vollziehenden Gewalt erlassen hatte.

      Der unmittelbare Anlaß jenes verhängnisvollen Schießbefehls war eine von der Gardekavallerie-Schützendivision lancierte Falschmeldung über angebliche Greuel der Spartakisten in Lichtenberg.
      Die Spartakisten führen zurzeit ihre Absicht, sich in Lichtenberg zu verschärftem Widerstand zu rüsten, aus. Das Polizeipräsidium wurde von ihnen gestürmt und sämtliche Bewohner, mit Ausnahme des Sohnes des Polizeipräsidenten, auf viehische Weise niedergemacht. ….

      Das »Berliner Tageblatt« brachte am 10. März eine Mitteilung des Regierungsrats Doye vom Innenministerium, wonach 57 Polizisten erschossen worden seien. Die >Vossische Zeitung< meldete in Übereinstimmung mit der rechtsstehenden Presse sogar 150 Ermordete. Tagelang gingen blutrünstige Schilderungen durch die ganze deutsche Presse und beeinflußten die öffentliche Meinung nachhaltig gegen die Spartakisten. Alle diese Meldungen waren erlogen. Auf Seiten der Polizei hatte es lediglich zwei Tote bei einer Schießerei gegeben. Das erfuhr die Öffentlichkeit aber erst am 14. März 1919….

      Noskes Schießbefehl lautete:

      Die Grausamkeit und Bestialität der gegen uns kämpfenden Spartakisten zwingen mich zu folgendem Befehl: Jede Person, die mit den Waffen in der Hand gegen Regierungstruppen kämpfend angetroffen wird, ist sofort zu erschießen.

      Außerdem erließ die Gardekavallerie-Schützendivision selbständig einen Befehl, nach dem auch Leute erschossen werden sollten, in deren Wohnungen Waffen gefunden würden, ohne daß der Nachweis einer Teilnahme am Kampfe notwendig sei….“

      Und dieser Blick in die Vergangenheit wird immer wichtiger.

  5. Erfurt schreibt:

    Oder denken Sie, verehrte Leserinnen und Leser, tatsächlich, daß die russischen Soldaten und Offiziere nach ihrer Rückkehr von der Front sich mit der wirtschaftlichen und politischen Macht von ausländischen und eigenen Oligarchen abfinden werden. Niemals! Schon jetzt finden in der russischen Wirtschaft gravierende Veränderungen statt. Der Sozialismus – in welcher Form auch immer – wird letztendlich siegen!

    Genau! Danke, viele Grüße und schönes Wochenende!

  6. dersaisonkoch schreibt:

    Ich weiß noch, Genossen, als ich kritisiert wurde wegen meiner Meinung, unter Herrn Putin wird der Sozialismus wieder aufgebaut. Ich betrachte die Phase zwischendurch als NÖP-Versuch. Natürlich weckte das Konterrevolutionäre Geister in den Reihen der Genossen. Stalin hatte die mittels seiner Prozesse gereinigt. Die neue Führung wollte das vermeiden. Wegen dem Ruf, schätze ich.
    Der Genosse Dimitroff wird zu oft falsch verstanden/fehlinterpretiert in linken Kreisen. Damit sehen wir auch das schleichende Verrätertum.
    Eine faschistische Diktatur bedarf nicht unbedingt des Massenmordes an Genossen und der linken Opposition. Man muss lediglich deren Reihen unterlaufen, Geister kaufen und so deren Widerspruch zum Schweigen bringen.
    Wer sich allein die Gesetze seit 1990 durchliest, wird feststellen, das er im Reich in einer handfesten Faschistendiktatur haust. Die Ukraine ist nur ein Exportprodukt dieser Faschisten.

  7. Hanz29 schreibt:

    Was können Faschisten besonders gut?
    Wie gemeldet wird, wurde soeben Daria Dugina, die Tochter des rechtskonservativen Philosophen Alexander Dugin, in Moskau mittels eines Sprengsatzes im Auto ermordet.
    Nun mag man ja von Alexander Dugin halten, was man will – mir ist er nicht eben sympathisch – aber ein solch feiger Mord lässt den Verdacht KIEW sofort aufkommen, auch wenn die Ermittlungen noch laufen. Wie seit 2014 zu beobachten war, läuft der Heroismus der Kiewer Faschisten immer zur Hochform auf, wenn sie unbewaffnete Zivilisten ermorden können. Das zeigt der ständige Beschuss von Wohnsiedlungen – vorzugsweise wo keinerlei Militär anwesend ist – im Donbas, durch dem schon zig Tausende Menschen ermordet wurden und ständig werden.
    Dieses feige Morden findet die begeisterte Unterstützung des Westens, nicht zuletzt Deutschlands, durch unbegrenzte Waffenlieferungen. Waffen, mit denen Kiew das Morden von Zivilisten fortsetzen kann. Ein feiger Bombenanschlag in Moskau passt perfekt in dieses Bild.

  8. ralfbielefeld schreibt:

    Auf dem Blog von Colonel Cassad (Boris Roshin) kam heute ein interessanter
    Beitrag über die Ukraine und die Analysen der Linken.

  9. Weber Johann schreibt:

    hh schreibt: „Die Nazis sind also nicht WIEDER an der Macht in diesem Deutschland, sondern immer noch! Eine kurze Zeit mussten sie sich verstecken, heuchelten Demokratie und Menschenfreundlichkeit. Diese Zeit ist lange vorbei. Heute reißen sie sich selbst die Maske vom Gesicht.Wolfgang Schacht hat geschrieben, was geschehen ist seit 1945, ich will das nicht wiederholen.“

    Uns Wessi‘s wurde eingetrichtert, die Nazi sind „weg“. Es gibt nur noch Demokraten und Kommunisten, die bekämpft werden mussten.

    Anders in der DDR.

    „Neues Deutschland“ vom 6.8.1952:

    Braune Haare in der Suppe der FDP

    Auf der II. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands sprach der Generalsekretär der SED, Walter Ulbricht, von der „wachsenden Aktivität der Militär-Clique und der faschistischen Elemente, die die Regierung einer Militärdiktatur unter dem Schutz der amerikanischen Bajonette anstreben“ in Westdeutschland.

    Diese Feststellung wird am 29. Juli durch die Baseler „Nationalzeitung“ vollauf bestätigt. Das Blatt weist an Hand eines auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen FDP ausgearbeiteten Programms nach, daß sich die gegenwärtigen Regierungsparteien (Anmerkung: CDU/CSU, FDP und DP, laut Wikipedia eine rechtsgerichtete politische Partei) in Westdeutschland von Tag zu Tag mehr als Schrittmacher des Faschismus entlarven.

    Zunächst verweist die Zeitung auf die Tatsache, daß in dem nordrheinwestfälischen FDP-Programm ausdrücklich ein Bekenntnis „zu einer ‚Führungsdemokratie“ verlangt wird.
    Sie gibt zu verstehen, daß die FDP nur darum nicht sofort vom „Führerprinzip“ wie unter den Nazis spricht, weil sonst ihre reaktionären Ziele zu offenbar würden.

    Das Blatt hebt weiter hervor, daß in dem FDP-Programm verlangt wird, „dem ‚Reichspräsidenten‘ das Recht zur Auflösung des Parlaments einzuräumen“. Darin zeigt sich die Absicht dieser der Adenauer-Koalition angehörenden Regierungspartei, gegen die ständig ihren Kampf verstärkende westdeutsche Bevölkerung zunächst mit Ausnahmegesetzen vorzugehen, um sie schließlich durch Errichtung der Militärdiktatur völlig zu versklaven.

    Es sei nicht verwunderlich, daß in dem Programm begeistert der „deutsche Wehrbeitrag begrüßt, der Streik als politisches Kampfmittel als unerlaubt bezeichnet und die Achtung des Klassenkampfes gefordert“ ‚wird. Hier zieht das Schweizer Blatt eine Parallele zu dem Zwillingsbruder der Nazipartei, der „Deutschnationalen Volkspartei“ Hugenbergs und schreibt, daß „in der Suppe der Führungsdemokratie doch etliche braune Haare zu entdecken“ sind.

    Nach Mitteilung der Baseler „Nationalzeitung“ ist auf dem Landesparteitag der FDP Nordrhein-Westfalen auch „der Versuch unternommen worden, eine Spaltergewerkschaft aufzuziehen“. Nachdem, was das Blatt über die Bestrebungen der FDP geschrieben hat, ist es offensichtlich, daß diese „Arbeitervereinigung“ nach den Prinzipien der faschistischen DAF aufgebaut werden soll.

    Das Blatt verweist abschließend darauf, daß „die in dem Programm der FDP zutage getretenen Tendenzen“ zu Recht die Frage aufkommen lassen müssen, wielange die Bonner Regierung auch nur noch den Schein einer parlamentarischen Demokratie wahren kann.“

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