Was ist eine Entnazifizierung?

nurnbergerprozessAm 24. Februar 2022 begann die russische Militärische Spezialoperation in der Ukraine. Das Ziel dieser militärischen Maßnahme bestand darin, den Völkermord der Ukraine im Donbass zu beenden und die zunehmende militärische Bedrohung Rußlands durch die NATO abzuwenden und deren weitere Ausbereitung nach Osten zu verhindern. Dabei stand vor allem der Begriff der Entnazifizierung im Mittelpunkt. Vergleichbar mit der Ausbreitung des Faschismus in Europa nach dem ersten Weltkrieg, fand auch – beeinflußt durch die USA – in der Ukraine eine Wiederbelebung des Faschismus und der Nazi-Ideologie statt. In den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessem wurden einige der faschistischen Hauptkriegsverbrecher verurteilt.

Begriffserklärung

Entnazifizierung: Bezeichnung für die im →Potsdamer Abkommen und in den Direktiven des Alli­ierten Kontrollrats für Deutsch­land vorgesehenen bzw. auf ihrer Grundlage in Deutschland nach 1945 durchgeführten Sühnemaßahmen gegen Mitglieder der Nazipartei, vor allem gegen die für Kriegs- und Naziverbrechen Ver­antwortlichen. Während die Entnazifizierung im Gebiet der DDR konsequent und differenziert (zwischen den aktien Kräften des Naziregimes und den sog. Mitläufern) durchgeführt wurde, wurden in Westdeutsch­land vor allem die für die faschistische Entwicklung verantwortlich­en Führungskräfte (die sog. Wirtschaftsführer, die Generale und maßgeblichen Verwaltungskräfte des faschistischen Staates) der Verantwortung entzogen. In zunehmendem Maße wurden hohe Positionen des westdeutscen Staates, insbesondere in Armee und Polizei, Geheimdienst und Justiz, mit ehemaligen Nazi- und Kriegsverbrechern besetzt (siehe das 1965 in der DDR her­gegebene Braunbuch über Kriegs- und Naziverbrecher in Bundesrepublik).

Quelle: Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin 1967, S.171


Entnazifizierung nach Zerschlagung des Hitlerfaschismus

Worum ging es bei der Entnazifizierung?

Berlin_1945

Es ging darum, die wirklich Schuldigen am Faschismus und seinen Verbrechen zu bestrafen­. Die KPD beziehungsweise die SED vertraten deshalb den Standpunkt, daß zwischen aktiven und nominellen Mitgliedern der Nazipartei unterschieden werden, zugleich aber die Hintermänner und Nutznießer des faschistischen Regimes ohne Parteibuch ­der NSDAP zur Verantwortung gezogen werden mußten. Die Millionen Mitläufer, die natürlich nicht gänzlich von jeder Verantwortung freigesprochen werden konnten, sollten durch praktisch­e Aufbauarbeit beweisen, daß sie mit der Vergangenheit gebrochen hatten.

Wie wurde die Entnazifizierung durchgeführt?

Diese Gesichtspunkte fanden ihren Niederschla­g in den ersten Entnazifizierungsverordnungen, die von örtlich­en Selbstverwaltungsorganen, von Provinzial- und Landes­verwaltungen erlassen wurden. In einer Entschließung bekannte sich der Block der antifaschistisch-demokratischen Parteien am 30. Oktober 1945 zu diesen Prinzipien. In diesem Sinne arbeiteten die Entnazifizierungskommissionen, die Schuld und Verantwortung der ehemaligen Nazis feststellten und entsprechende Sühnemaßnahmen beschlossen.
Untrennbarer Bestandteil des Entnazifizierungsprozesses in der sowjetischen Besatzungszone war die Enteignung des Großgrundbes­itzes, der Nazi- und Kriegsverbrecherbetriebe – Maßnahmen, die zur Beseitigung der Wurzeln für Faschismus, Militarismus Krieg führten.

Was geschah in der sowjetischen Besatzungszone?

Während die Hauptschuldigen, Kriegsverbre­cher und aktive Nazis, entmachtet und streng bestraft wurden, erhielten die ehemaligen nominellen Mitglieder der Nazipartei die Möglichkeit, sich aktiv am Wiederaufbau und als gleichberechtigte ­Staatsbürger am politischen Leben zu beteiligen. In den Staatsorganen, im Polizei- und Justizapparat wurden sie allerdings nicht beschäftigt. Strenge Maßstäbe galten auch für die Lehrtätigkeit an Schulen und Hochschulen.

Mit welchem Ergebnis wirde die Entnazifizierung beendet?

Im August 1947 hob die SMAD die bis dahin bestehenden Beschränkungen der politischen und bürgerlichen Rechte für ehe­malige nominelle Mitglieder der NSDAP auf. Im Februar 1948 wurden die Entnazifizierungskommissionen aufgelöst. Die konsequente Durchführung der Entnazifizierung hatte große Bedeutung für die geistige Erneuerung des Volkes. Sie war eine wichtige Teilaktion zur endgültigen Zerschlagung des alten, imperialistischen und beim Aufbau eines neuen, demokratischen Staatsapparates. Im Ergebnis der politischen Säuberung wurden zwischen 1945 und Anfang 1948 zirka 520.000 ehemalige Angehö­rige der NSDAP, Militaristen und Kriegsverbrecher aus ihren Stellungen in Ämtern, Behörden, Unternehmen usw. entfernt. Die Verfolgung der Nazi- und Kriegsverbrecher wurde fortge­setzt. Bis 1964 wurden auf dem Gebiet der DDR 16.572 Personen wegen Vergehen in der Zeit des Faschismus angeklagt. Davon sind 12.807 abgeurteilt worden.

Was geschah in den westlichen Bestzungszonen?

Im Unterschied dazu blieben die Entnazifizierungsbeschlüsse von Potsdam in den Westzonen unerfüllt. Während zahlreiche nominelle Nazis hart bestraft wurden, kamen die wahren Schul­digen meist ungeschoren davon. Faschistische Wirtschaftsführer erhielten oftmals geringere Geldstrafen als kleine Beamte. Ein verantwortlicher Mitarbeiter der USA-Militärregierung schrieb 1947:

„Trotz großartiger Erklärungen und zweifelhafter Statistiken konnte die Tatsache nicht umgestoßen werden, daß die Nazis aus dem öffent­lichen Leben in der amerikanischen Besatzungszone nicht beseitigt waren.“ [58]

Die britischen Besatzungsbehörden übernahmen schon 1946 den Personalbestand ganzer Dienststellen der im Nürn­berger Prozeß für verbrecherisch erklärten faschistischen Reichs­regierung in die Verwaltung ihrer Besatzungszone. In den Spruch­kammern der Westzonen, die seit 1947 die Entnazifizierungsver­fahren durchführten, saßen nicht selten Leute, die auf die Anklagebank gehörten. Immer mehr wurde der zeitweilig auch bei den Westmächten wirksame Antifaschismus vom Antikommu­nismus verdrängt. Das zeigte sich besonders deutlich bei den Prozessen gegen führende Militärs, Wirtschaftsmagnaten und hohe Beamte des faschistischen Staates vor Gerichten der West­ächte. Die Strafen wurden immer geringer, und bald verließen die ersten Verurteilten wieder die Gefängniszellen.

Als die Ent­nazifizierung schließlich 1949 offiziell eingestellt wurde, brauchte man schon wieder die alten Kader für den westdeutschen Separats­taat. Ab 1951, nach dem Erlaß des berüchtigten 131er Gesetzes, kehrten die meisten der relativ wenigen im Verlauf von Ent­zifizierungsverfahren aus dem öffentlichen Dienst entlassenen Beamten wieder an die Gerichte, Schulen, Hochschulen, in den l’olizeidienst, die Ministerien zurück. Wer inzwischen die Altersgrenze erreicht hatte, kam in den Genuß der alten Pensionsrechte.

[58] Richard Sasuly: IG-Farben, Berlin 1952, S. 917.

Quelle: DDR – Werden und Wachsen. Zur Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik. Dietz Verlag Berlin, 1975, S.107-109.

Die Entnazifizierung der Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Wesen der Entnazifizierung in der Ukraine, die als eines der Ziele der militärischen Sonderoperation Rußlands angekündigt wurde, klargestellt. Nach seinen Worten geht es nicht nur darum, die Nazi-Ideologie ein für alle Mal auszumerzen. Es geht auch darum, allen Anhängern radikaler Ideen die Möglichkeit zu verwehren, jemals in die Strukturen der ukrainischen Staatsmacht zu gelangen.

Die Situation in der Westukraine

Gleichzeitig erwies sich dieses Modell in der Westukraine, wo der Nazismus nicht weniger tief verwurzelt war als in der BRD und in Österreich, als nicht anwendbar. Die erste politische Organisation der ukrainischen Nationalsozialisten entstand im Jahr 1924. Eine Gruppe galizischer Nationalradikaler gründete den „Bund der ukrainischen Faschisten“, auf dessen Grundlage später die in der Russischen Föderation verbotene Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gegründet wurde. Die neue Struktur wurde mit Unterstützung des deutschen Geheimdienstes, der sog. „Abwehr“, aufgebaut und anschließend von diesem finanziert. Mit Unterstützung der deutschen Geheimdienste entwickelte sich die „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) zu einem verzweigten terroristischen Netzwerk mit 12.000 Mitgliedern. Hierarchisch gesehen ähnelte dieses Netzwerk in vielerlei Hinsicht dem heutigen „Islamischen Staat im Irak und in Syrien“  (ISIS), einer in der Russischen Föderation verbotenen terroristischen Organisation.

Nazistischer Terror im Rücken der Roten Armee

Massaker OUNMit dem Beginn des Großen Vaterländischen Krieges intensivierte die OUN ihre subversiven Aktivitäten im Rücken der Roten Armee. Allerdings nahmen ihre Mitglieder nicht an Kriegsoperationen teil, sondern sie ermordeten Russen, Juden, Polen, Zigeuner und Ukrainer, die mit ihrer Ideologie nicht einverstanden waren. Während der deutschen Besatzung vergrößerte sich die OUN weiter und wurde in die Ukrainische Aufständische Armee (UPA), die ebenfalls in der Russischen Föderation verboten ist, umorganisiert. Sie bestand aus den Überresten der SS und der Polizeieinheiten und umfaßte daher im Jahr 1944 etwa 400.000 Personen, die in das Netz der UPA eingebunden waren. Dies hat zwar die großen und mittleren Einheiten der UPA nicht vor der Niederlage bewahrt. Diese Niederlage konnte jedoch nicht durch die vollständige Entnazifizierung der Westukraine ausgeglichen werden.

Britische und amerikanische Hilfe für Nazis

Ein Teil der Entnazifizierung konnte nicht zu Ende geführt werden, da sich neue Sponsoren für die ukrainischen Nazis fanden. In den Archiven des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SDU) befindet sich das Dokument Nr. 113 vom 30. 07. 1993, aus dem hervorgeht, daß die Führung der UPA seit 1944 Hilfe vom britischen Geheimdienst (Secret Intelligence Service – SIS) erhielt. Der Krieg war noch im Gange, und diejenigen, die sich offiziell als „Verbündete“ bezeichneten, halfen den Nazis, sowjetische Bürger zu töten – alte Menschen, Frauen und Kinder.

Die CIA war darüber informiert…

Ab September 1945 schloß sich das US-amerikanische Gegenspionagekorps (Counterintelligence Corps – CIC) dieser Zusammenarbeit an. Darüber hinaus wurde die materielle und politische Unterstützung der ukrainischen Nazis, die auf dem Gebiet der UdSSR verblieben, bis Anfang der 1990er Jahre, d.h. bis zum Zerstörung der Sowjetunion, fortgesetzt. Dies geht aus Materialien hervor, die im Januar 2017 vom CIA der USA freigegeben wurden.

Es ist klar, daß auf alle Führer dieser Gruppen ein neues Nürnberger Tribunal wartet. Aber dieses Mal kann es nicht dabei bleiben. Personen, die sich in nationalsozialistischen Gruppen engagiert haben, dürfen sich nie wieder in den Strukturen der Macht wiederfinden.

Quelle: Что означает денацификация Украины и какова история проблемы

(Übersetzung: Florian Geißler (Kommunisten-Online)


Nazismus in der Ukraine

NaziUkro

ukronazis

Siehe: Der faschistische Massenmord in Odessa am 2. Mai 2014

(auf youtube wurden sämtliche Videos gelöscht, die als Beweis für die faschistischen Verbrechen in der Ukraine veröffentlicht wurden.)

Siehe auch: Как проводили денацификацию Третьего рейха (russ.)

Eindeutige Ansage: UN-Charta gibt Rußland das Recht, den Nazismus in anderen Ländern auszurotten.

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7 Antworten zu Was ist eine Entnazifizierung?

  1. Weber Johann schreibt:

    Sascha313, entschuldige meinen Abschweif. Der englische Geheimdienst (SIS) war für die Menschen in der DDR ein extrem gefährlicher staatlicher Geheimdienst. Der SIS arbeitete zu dieser Zeit mit dem von Nazi durchseuchten Bundesnachrichtendienst (BND) zusammen. Von dieser Sorte gab es über 80 „Organisationen“, die nur einen Auftrag hatten, die DDR zu stürzen, mit Hilfe von gewissen Leuten in der DDR, die im Untergrund nur darauf aus waren, gegen die verhassten Kommunisten zuschlagen zu können, so wie in der Manier von 1939-1945.

    Hier ein Artikel:

    Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 12.3.1959

    „Secret Intelligence Service ist nur eine von 80…
    Spionagezentralen in Westberlin — RIAS gab an „Hans“ und „Michael“ weiter

    Über 80 Untergrundorganisationen existieren in Westberlin, die sich mit Spionage, Agententätigkeit und Sabotage gegen die DDR und die Länder des Friedenslagers befassen. Noch nicht vergessen ist beispielsweise der Tunnel, den ein amerikanischer Geheimdienst über mehrere hundert Meter in Altglienicke in das Gebiet des demokratischen Berlin buddelte, um wichtige Telefonkabel anzuzapfen.

    Auch der englische Geheimdienst Secret Intelligence Service (SIS), der seine Westberliner Dienststelle in Neuwestend, Olympiastadion, eingerichtet hat, betreibt aktive militärische und wirtschaftliche Spionage in der DDR.
    Das Westberliner Territorium ist für ihn der von den Westberliner Senatsbehörden geschützte Treffort für seine Agenten, die hier geworben, mit neuen Aufträgen versehen werden und ihre Informationen abzuliefern haben….

    Eine jener Kreaturen, die dem englischen Geheimdienst in die Fänge gingen, und ihm willig Dienste liehen, war der ehemalige Schrotterfasser Edmund Treubrodt aus Nauen. Vom Agentensender RIAS war er an zwei Residenten des englischen Geheimdienstes vermittelt worden, die ihn unter dem Decknamen „Hans“ und „Michael“ zur Militärspionage anwarben. Sein Auftrag lautete, Truppenbewegungen, Kennzeichen von Militärfahrzeugen, Kasernen sowie alle Angaben über die in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte und der Nationalen Volksarmee zu sammeln und dem Geheimdienst zu überbringen.

    Um dem SIS seine Ergebenheit zu beweisen, warb er einen Bekannten an, der als Angestellter bei der Reichsbahn arbeitete. Auch dieser erhielt vom englischen Geheimdienst die Weisung, über das Transportwesen und über militärische Objekte in der DDR zu berichten…

    Zur Militärspionage war auch der ehemalige Fahrdienstleiter bei der Deutschen Reichsbahn Blaack angeworben worden. Er fiel auf die Vermittlertätigkeit eines in der DDR wohnenden Eisenbahners herein, der ihn mit dem englischen Geheimdienst in Verbindung brachte. So übergab Blaack auftragsgemäß Abschriften von Bahnfernschreiben, Zugfahrt-Sicherungsbücher. …
    Darüber hinaus registrierte er Militärtransporte und andere ihm bekannt gewordene militärische Objekte und übergab diese Berichte mit allen Angaben wie Zugnummer, Achsenzahl des Transportes, Anzahl und Waffengattung des Begleitpersonals, Bestimmungsort und Art der Ladung, Typen von Fahrzeugen und Waffen an den englischen Geheimdienst in Westberlin weiter. Mit Wissen des Geheimdienstes veranlaßte er auch seine Frau zur Mithilfe bei der Sammlung von Informationen und nahm sie zu, den Treffs nach Westberlin mit. ….

    Bei solchen Meldungen, und die gibt es ja zu Hauff, fragt sich ein Wessi, wer hätte denn die Menschen in der DDR vor den „Angriffen“ des englischen Geheimdienstes (SIS) schützen können?
    Adenauer oder das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR?“

    • sascha313 schreibt:

      Nein, nein, lieber Johann – das ist kein Abschweifen, sondern genau der Hintergrund, weshalb eine Entnazifizierung unumgänglich geworden war. Immer mehr interessierten sich die Geheimdienste des „kollektiven Westens“ für die DDR. Seit der brandstifterischen Rede des britischen Premierministers in Fulton wurde geheim und öffentlich zum totalen Krieg gegen den Sozialismus aufgerufen. Gleichzeitig war ein ideologischer Kampf um die Meinungen der eigenen Bevölkerung im Gange…

      • Harry56 schreibt:

        So wie heute…., siehe Ukraine ! Jeder Bericht über die neue NATO – „Ostfront“ á la Ukraine, 99% „Deutsche Wochenschau“ aus den Jahren 1939 – 1945.

  2. hb schreibt:

    Man muss sehr viel Hoffnung haben, dass Russland den ukrainischen Nazismus beseitigen wird mit dem Krieg. Denn die schlimmsten Nazi-Ideologien herrschten und herrschen immer noch in der Westukraine. Lemberg, das war mal das jüdische Städtele, ehe die jüdische Bevölkerung von den Nazis, die sich heute Nationalisten nennen, totgeschlagen, verbrannt, deportiert und vergast wurde.

    Ich denke, dass es in Russland klar ist, dass ein Krieg den Nazismus nicht beseitigen kann. Zumal der Krieg ja auch noch einem übergeordneten Interesse dient, nämlich dem Überlebenswillen des russischen Volkes angesichts der Bedrohung durch die USA, die ja die NATO-Länder bis an die russische Grenze erweitert und die Ukraine
    zum Feindstaat aufgerüstet hat. Wie Putin selbst gesagt hat: Es geht in der Ukraine darum, welche Ordnung des Zusammenlebens der Völker Bestand haben wird – die multilaterale oder die unipolare Vorgehensweise. Und damit geht es nicht nur für Russland, sondern auch für die USA ums Überleben. Daraus erklärt sich vieles.

    Der ukrainische Nazismus spielt natürlich für Russland eine große Rolle, vorgespiegelt wird das nichts. Der zweite Weltkrieg ist bei den russischen Menschen nicht vergessen. Aber, wie gesagt, ich nehme nicht an, dass sich der Nazismus durch den Krieg in der Ukraine erledigt hat, vor allem angesichts dessen, dass er in verschiedenen europäischen Ländern Wiederauferstehung feiert. Was wir gegenwärtig erleben, hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem, was in unseren Geschichtsbüchern zum Nazireich stand. Auch dann, wenn das mit großer Selbstverständlichkeit abgestritten wird. Die Parallelen sind allzu deutlich. Vor Jahren, etwa vor zehn Jahren, gab es eine Diskussion um einen „weichen Faschismus“ in Deutschland. womit sicher gemeint war, dass der moderne Faschismus auf den brutalen Hitlerterror verzichten würde, während andere Methoden der Unterdrückung des Volkes, sich nach Ansicht des Kapitals durchsetzen würden, weil sie nicht als Faschismus von der Bevölkerung erkannt werden würden.

    Ich kann Russland nur viel Erfolg wünschen, auch wenn der Krieg in der Ukraine ein Krieg zweier imperialistischer Imperien ist, die um die Vorherrschaft kämpfen. Wobei mir die Vorstellung eines russischen Imperiums wesentlich lieber ist als der Sieg des US-Imperiums, der für die ganze Welt ein Schrecken ohne Ende wäre. Und ich kann nur hoffen, dass das in Deutschland endlich begriffen wird.

    • sascha313 schreibt:

      Das ist richtig, lieber hb. Wer an dieser Stelle den Mut verliert, kleingeistig wird und bürgerlichen Vorstellungen nachhängt, der ist schon verloren. Leider fallen apokalytische Visionen der Bourgeoisie auch oft beim „einfachen Volk“ auf fruchtbaren Boden…

  3. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Unser Genosse Sascha macht sich viel Arbeit, um die mit billiger Propaganda überfütterten Proleten aufzuklären. Nutzen Sie diese Zeit, in der Sie ohnehin kaum Einkaufsbummel und Urlaubsreisen unternehmen können.

  4. Pingback: Der Krieg in der Ukraine. Was ist Wahrheit, was ist Lüge? Woran merkt man, daß Selenski lügt? | Sascha's Welt

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