Prof. Dr. Juri Rubzow: Die Befreiung Warschaus durch polnische Patrioten im Bündnis mit der Roten Armee

Befreier WarschauIn den Kämpfen um die Befreiung Warschaus starben etwa 200.000 sowjetische Soldaten. Die polnischen Behörden weigern sich jedoch, ihr Gedächtnis zu ehren. (Foto: Einwohner Warschaus begrüßen die sowjetischen Soldaten)

Es erscheint schon sehr seltsam, wenn nicht Warschau, sondern Moskau das Zentrum der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung der polnischen Hauptstadt von den faschistischen Invasoren ist. In Moskau finden historische Konferenzen und Veteranentreffen statt, und am 17. Januar 2020 wird der Abendhimmel der russischen Hauptstadt mit zwölf Salven eines festlichen Feuerwerks erstrahlen.

Polnische Regierung verweigert das Gedenken an die Befreier

Wie der Pressedienst des Warschauer Rathauses mitteilte, planen die Behörden der polnischen Hauptstadt nichts dergleichen. „Seit vielen Jahren finden an diesem Tag keine offiziellen Veranstaltungen statt“, betonte die Rathaussprecherin. Alles wird sich auf Gedenkveranstaltungen beschränken, die von lokalen Veteranenorganisationen organisiert werden. Die feierliche Niederlegung von Kränzen und Blumen findet am Grab des unbekannten Soldaten und auf dem Militärgedenkfriedhof in der ul. Żwirki i Wigury 51  statt, wo 21.830 sowjetische Soldaten ihre Ruhe fanden.

Waffenbrüderschaft der polnischen und sowjetischen Soldaten

Danke an die Veteranen der 1. und der 2. polnischen Armee und der Armia Ludowa (1944 bildeten sie eine polnische Armee) für das Andenken, sie befreiten zusammen mit den Kämpfern der Roten Armee das Territorium ihres Landes. Sie halten der Kampfbruderschaft bis heute die Treue. Ist für die polnischen Behörden die Befreiung Warschaus von den deutschen Besatzern etwa nicht bemerkenswert? Sie erinnern den Jahrestag des Warschauer Aufstands.

Ein blutiges Abenteuer der polnischen Exilregierung…

Warum wird denn nicht an den Jahrestag der siegreichen Befreiung erinnert, sondern an einen niedergeschlagenen Aufstand? Der Grund dafür ist, daß die Befehlshaber der Roten Armee nicht am Warschauer Aufstand beteiligt waren. Darüber hinaus war es die polnische Regierung in London, die in der Hoffnung, die Kontrolle über die Stadt zu erlangen, bevor sich Einheiten der 1. Belorussischen Front näherten, dieses Abenteuer erdachte, das den Warschauern Zehntausende von Opfern zufügte.

Wer hat eigentlich Warschau befreit?

Die gegenwärtige polnische Führung teilt völlig die Sichtweise der Londoner Exilanten auf den Aufstand und seine Folgen. „Es ist jener Generation zu verdanken, die damals auf den Straßen von Warschau verblutete, die mit Waffen für ein freies Polen kämpfte, es liegt an deren Mut, Heldentum und Entschlossenheit, daß Polen existiert“, sagte Präsident Andrzej Duda am 1. August 2019. Der Mut der Aufständischen, die von Politikern unter die Ketten deutscher Panzer geworfen wurden, die aber dennoch zwei Monate lang standhielten, ist der allerhöchsten Würdigung wert. Die Befreiung von der Macht der Nazis gelang jedoch nur mit Teilen der Roten Armee und der 1. Polnischen Armee, die als Teil der 1. Belarussischen Front kämpfte. Daran möchte man sich in Warschau nicht erinnern.

Eine heimtückische Verschwörung gegen die Sowjetunion

Am 12. Januar 1945, zwei Wochen früher als geplant, verlegte der Stab des Oberkommandierenden der Front unter dem Kommando von Marschall G.K. Shukow die Einheiten der 1. Belorussischen Front nach vorn. Der vorgezogene Beginn der Weichsel-Oder-Offensive wurde unternommen im Zusammenhang mit der dringenden Bitte von W. Churchill an J.W. Stalin, den anglo-amerikanischen Streitkräfte in den Ardennen zu helfen, die sich unter schweren Angriffen der Wehrmacht befänden. Die Bitte bestand darin, im Januar eine groß angelegte Offensive „an der Weichselfront oder anderswo“ zu beginnen.

Warschau Befreiung

Befreiung Warschaus durch die Rote Armee. Foto: Verteidigungsministerium der Russischen Föderation

Die vorzeitige Offensive der sowjetischen Truppen

In den vier Tagen des Angriffs durchbrachen die sowjetischen Truppen mit einem bedeutenden Vorteil an Kräften und Technik (800.000 Mann, mehr als 14.000 Waffen und Granatwerfer, mehr als 3.000 Panzer und mobile Artilleriewaffen, und mehr als 2.000 Flugzeuge) die Verteidigung der 9. Armee der Gruppe „A“ (seit dem 26. Januar: „Zentrum“) (143.000 Mann, mehr als 2.000 Waffen und Granatwerfer, mehr als 700 Panzer und Sturmgewehre) an einer Front von 270 Kilometer und rückten 100-130 Kilometer in Richtung Westen vor. Bereits am 16. Januar wurde die feindliche Warschauer Gruppierung des Gegners vom Norden aus durch die Truppen der 47. Armee erobert, die 1. Polnische Armee griff Warschau vom Süden aus an, im Südwesten wurde der Rückzug der Deutschen von der 61. Armee abgefangen und aus dem Westen von der 2. Garde-Panzerarmee.

Warschau wird von der 1. Polnischen Armee erobert

In der Nacht zum 17. Januar forcierte die 1. Polnische Armee die Weichsel nördlich und südlich der polnischen Hauptstadt und drang am Morgen in die Stadt ein. Am Nachmittag des 17. Januar hatten die Truppen der 1. Belorussischen Front Warschau vollständig befreit. Der Kommandeur der 1. Polnischen Armee, General S.G. Poplawski, erinnerte sich: „Am 17. Januar um 8 Uhr morgens stürmte das 4. Infanterie-Regiment der 2. Division von Jan Rotkiewicz als erster in die Straßen von Warschau … am 17. Januar 1945 um drei Uhr morgens habe ich die polnische Regierung und den Militärrat der 1. Belorussischen Front über die Befreiung Warschaus erfreut.“ Am selben Abend wurde Moskau, um diesen großen militärischen Erfolg zu gedenken, mit 24 Artilleriesalven von 324 Geschützen salutiert.

Große Verluste auf Seiten der Roten Armee

In den Kämpfen in der Warschauer Richtung wurden etwa 200.000 sowjetische Soldaten getötet. Allerdings sind Serjosha aus der Malaja Bronnaja und Witka aus Mochowa, die hinter der „schläfrigen Weichsel“ liegen, wie Hunderttausende ihrer Kameraden (insgesamt starben bei der Vertreibung der Nazis aus Polen mehr als 600.000 sowjetische Soldaten), für die polnischen Behörden nicht Befreier, sondern „Besatzer“.

Die volksfeindliche polnische Exil-Regierung protestiert…

Duda und seine Kumpane sind die wahren Erben der Londoner Exil-Regierung (diese quasistaatliche Struktur existierte bis 1990). Als Teile der Roten Armee während der Kämpfe gegen die Wehrmacht das Vorkriegsgebiet Polens betraten, ließen die „Londoner“ eine diplomatische Note platzen: „Die polnische Regierung richtet den Protest gegen die Verletzung der polnischen Souveränität – durch den Eintritt der Sowjets in Polen ohne Abstimmung mit der polnischen Regierung – und erklärt gleichzeitig, daß das Land nicht mit den Sowjets zusammenarbeiten wird.“

Der polnische Kommunist Kazimierz Romuald Mijal bezeugt

Hier ist das Zeugnis eines Helden der Warschauer Verteidigung von 1939, des Teilnehmers am Warschauer Aufstand, Kazimierz Mijal, eines Mannes, der bis zum Ausschluß aus dem ZK der regierenden Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP) 1965, wo er bedeutende öffentliche Ämter innehatte, sehr gut informiert war und wegen seiner scharfen Kritik am Kurs des damaligen ersten Sekretärs des ZK der PVAP, W. Gomulka, aus Polen geflohen war (bei W. Jaruzelski kehrte er in das Land zurück). So erinnerte sich K. Mijal:

„Wir hatten Angaben darüber, daß die Emigrantenregierung Berlin buchstäblich ,bettelte‘, Pommern, Schlesien und sogar Gdańsk (Danzig) bis zur letzten Möglichkeit zu verteidigen. Höchstwahrscheinlich mit dem Wissen der britischen Behörden. Die Emigrantenbehörden haben dann dafür gesorgt, daß die Wehrmacht und die SS nach dem Warschauer Aufstand nicht von Teilen der AK (Armia Krajowa – J.R.), die gegen die Rote Armee und die AL (Armia Ludowa – J.R.) kämpften, angegriffen werden.

Bolesław Bierut (Polens Präsident, erster Sekretär des ZK der PVAP in den Jahren 1954-1956 – J.R.) wollte 1953 ein ,Weißbuch‘ über die Tatsachen des verräterischen Kurses der Emigrantenführer während der Besatzungsjahre veröffentlichen … Doch Gomulka und Gierek (erster Sekretär des ZK der PVAP in den Jahren 1970-1980 – J.R.) sowie auch Jaruzelski wurden angewiesen, solche Tatsachen zu vertuschen.“

Polnische Nationalisten im Bunde mit den Nazis

Während echte polnische Helden ihre Heimat von den Faschisten zurückeroberten, verfaßten antisowjetische polnische Nationalisten verantwortungslose Depeschen, um nach ihren engen Interessen davon zu profitieren. Die Londoner „Wärter“ nahmen direkten Kontakt mit dem Feind auf und drängten ihn, sein Land zu besetzen … im Namen der polnischen „Souveränität“. Dieses verdrehte politische Bewußtsein ist der polnischen herrschenden Klasse auch heute noch immanent.

Quelle: https://www.fondsk.ru/news/2020/01/16/v-bojah-za-osvobozhdenie-varshavy-pogibli-okolo-200-tysjach-sovetskih-soldat-49908.html

Der Autor

HistorikerProfessor Juri Wiktorowitsch RUBZOW (*20.6.1955) ist Doktor der historischen Wissenschaften und Mitglied des wissenschaftlichen Beitrats der Russischen militärhistorischen Gesellschaft.


Siehe auch:
Wider den Geschichtsrevisionismus der polnischen Regierung
Was geschah während Befreiung Polens im Jahre 1944?
Von der Befreiung Polens bis zum Untergang des Sozialismus
Die Oder-Neiße-Friedensgrenze


pdfimageWladyslaw Gora – Befreiung Polens


Gedenken an die Befreiung Polens vom Faschismus durch die Rote Armee

Gedenken Polen

Am 17. Januar 2023, anläßlich des 78. Jahrestages der Befreiung Warschaus von den hitlerfaschistischen Okkupanten durch die Rote Armee, legten der russische Botschafter in Polen, Sergej Andrejew, und der russische Handelsvertreter in Polen, Andrej Morosow, Mitarbeiter der russischen Außenämter, Vertreter polnischer Veteranen- und öffentlicher Organisationen Blumen auf dem Gedenkfriedhof für sowjetische Soldaten in Warschau nieder 💐.

(Die polnische Regierung verweigert sich dem Gedenken, obwohl polnische Patrioten  maßgeblich an der Befreiung der polnischen Hauptstadt teilnahmen.)


Es ist nicht erst seit heute bekannt, daß nach 1945 die Geschichte des 2. Weltkriegs zugunsten des Imperialismus gefälscht wurde. Die sozialistische Sowjetunion hat den entscheidenden Beitrag an der Zerschlagung des Faschismus in Europa geleistet. Ein besonders aktiver Lügner und Geschichtsfälscher äußert sich im folgenden Beitrag:

DudaFake

Im Jahre 1948 erschien im Verlag für fremdsprachige Literatur in Moskau eine zusammenfassende Darstellung des Verlaufs des 2. Weltkriegs. Dies war notwendig, um den immer mehr aufkommenden Lügen der Geschichtsfälscher entgegenzutreten. Hier nun eine Kopie dieses Dokuments:

pdfimage Sowinformbüro_Geschichtsfälscher

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20 Antworten zu Prof. Dr. Juri Rubzow: Die Befreiung Warschaus durch polnische Patrioten im Bündnis mit der Roten Armee

  1. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Genosse Sascha gibt ihnen heute wieder etwas Geschichtsunterricht. Es geht um Polnische Verräter, Nazis und Massenmörder im Bunde mit dem Reich und dem Westen. Im Angesicht der Forderungen dieser Verräter an ihre Nazifreunde, wirkt das etwas lächerlich. Im Kreise dieser widerwärtigen Gestalten, ist das ein reiner Bandenkrieg zwischen Kriminellen. Pack schlägt sich – Pack verträgt sich.

  2. Weber Johann schreibt:

    Ich lasse folgende (trüben) Quellen sprechen.

    „Holodomor“:
    „Deutsche Reichspost“ (Österreich) vom 16.7.1933:
    Antikommunist Ewald Ammende
    Der Massenmord schreitet durch Russland…..
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=rpt&datum=19330716&seite=1&zoom=33

    und

    „Neues Wiener Journal“ vom 20.3.1933:
    der Antikommunist Kardinal Erzbischof Dr. Theodor Innitzer Wien
    Millionen Russen hungern….
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&datum=19330820&seite=4&zoom=33

    Katyn:
    „Völkischer Beobachter“ (Österreich) vom 14.4.1943
    Die grauenhaften von Smolenks.
    Bolschewisten töteten mehr als 10.000 polnische Offiziere….
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vob&datum=19430414&seite=1&zoom=33

    Warschauer Aufstand August 1944:
    „Das kleine Blatt“ Österreich vom 22.8.1944
    Moskaus Schuld am Warschauer Aufstand
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dkb&datum=19440822&seite=1&zoom=33

    Alles aus den Nazi-Hirnen, deshalb komme ich wieder zurück auf Maxim Gorki.
    „Schaut fleißig in die Vergangenheit, dort findet Ihr alle Rätsel erklärt“

  3. sascha313 schreibt:

    Danke für die Hinweise. Wer allerdings nur diese „Quellen“ kennt, wie soll der die Wahrheit herausfinden? Das war zu jener Zeit bestimmt schwieriger als heute. Und es gibt nur eine Wahrheit! Doch das gleiche Problem haben wir auch heute – und im Kapitalismus immer. Wer nur allein die deutschen Zeitungen liest (oder sogar abonniert hat), der wird die Wahrheit nie erfahren. Welche Bücher sind überhaupt noch vertrauenswürdig?

    In der DDR gab es tausende allgemeinbildende Bibliotheken, jeder Betrieb hatte eine Gewerkschaftsbibliothek. Im Sozialismus konnte man mit Lügengeschichten kein Geld verdienen. Das Papier war knapp und jede Ausgabe mußte lizensiert sein. Darüberhinaus hatte jeder Verlag mindestens einen Lektor. Wissenschaftliche Literatur wurde von den Herausgebern jeweils auf Korrektheit und historische Genauigkeit überprüft. Als dann 1990 der Markt mit westlicher Unterhaltungs- und Memoirenliteratur überflutet wurde, sortierten eifrige Bibliotheksmitarbeiter sämtliche DDR-Bücher aus, unter dem Vorwand, diese Bücher seien „politisch“. Abermillionen Bücher landeten auf den Mülldeponien, nur weniges konnte gerettet werden. – Doch zurück zur Wahrheit:

    1. Die Lüge vom „Holodomor“
    2. „Holodomor“ auf amerikanische Weise
    3. O. Sotow: Über die Erschießungen von Katyn
    4. Wider den Geschichtsrevisionismus der polnischen Regierung
    5. Władysław Góra: Was geschah während Befreiung Polens im Jahre 1944?

    Bei naturwissenschaftlichen Problemen ist es einfacher, die Wahrheit herauszufinden, doch selbst da spielen menschliche Interessen eine große Rolle. Man sehe sich nur die Ausdauer an, mit der die katholische Kirche das geozentrische Weltbild verteidigte. Bei gesellschaftswissenschaftlichen Fragen bekämpft die herrschende Ausbeuterklasse mit allen Mitteln jegliche fortschrittliche und revolutionäre Idee. Doch auch hier setzen sich die Vernunft und die Wahrheit allmählich durch.

    Wenn man weiß, daß z.B. der umstrittene Milliardär Soros (lt. Newsweek) 2022 der größte Spender für die USA-Zwischenwahlen war. Die Gesamtspende betrug über 128 Millionen Dollar. Dann weiß man, wessen Interessen er vertritt. Fox News berichtete z.B. , daß selbiger im Laufe der Jahre 54 einflußreiche Medienvertreter bezahlt hat, darunter Journalisten von CNN, NBC, CBS, Bloomberg, NPR und Washinton Post. Laut einer Studie von MRC Business hat Soros mindestens 131 Millionen US-Dollar ausgegeben, um 253 Medienunternehmen dazu zu bringen, über das Weltgeschehen so zu berichten, wie er es möchte. Er bezahlte alle, von Reportern und Rundfunksprechern bis hin zu Redakteuren und Medienchefs. Spätestens damit sind sämtliche Begriffe von Wahrheit, Demokratie und Pressefreiheit im Kapitalismus Makulatur geworden.

    Soviel nur mal zu der Frage, ob wir hier die Wahrheit verbreiten. Keiner verdient hier an den Beiträgen auch nur eine müde Mark bzw. einen einzigen Euro! Niemand profitiert davon (auch wenn das einigen nicht zu gefallen scheint).

  4. Weber Johann schreibt:

    Diese Quellen zeigen nur aus welcher „Feder“ diese antikommunistische Hetze stammte. Nächste Frage, und wer „bedient“ sich seit den letzten 30 Jahren dieser „Feder“?

  5. Weber Johann schreibt:

    Noch eine Quelle. Das antikommunistische „Argentinische Wochenblatt“:

    „Argentinisches Wochenblatt“ vom 7. Oktober 1944

    DIFFERENZEN ZWISCHEN RUSSEN UND POLEN VERSCHAERFT

    „Bor ist ein Verbrecher und kommt vor Gericht“

    Moskau, 1, Oktober (AP)— Der General Tadeusz Komorowski (Bor), der neue Oberbefehlshaber der Streitkräfte der polnischen Regierung in London, wurde von Präsidenten des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung, Usubka Morawski, „als Verbrecher“ bezeichnet, der verhaftet und abgeurteilt werde, weil er die frühzeitige Erhebung der Patrioten in Warschau veranlasst habe. Der Generaloberst Michael Rola Zymlierski, der Chef der Truppen der von der Sowjetregierung unterstützten polnischen Regierung, beschuldigte den General Bor, dass er, während in Warschau gekämpft wurde, sich an einem geheimen Ort befand, der 29 Kilometer von der Hauptstadt entfernt ist, und sie nie betreten habe. Morawski erklärte: “Komorowski, alias Bor, ist ein Verbrecher, ein Feind des polnischen Volkes; er ist an der vorzeitigen Erhebung Schuld“. Dann bezeichnete er den Beschluss der polnischen Regierung in London, den General Komorowski zum Oberbefehlshaber der Truppen Polens ernannt zu haben, als unvernünftig und sagte, dass die Stimmung in Warschau gegen den General Sosnkowski noch erbitterter sei.
    “Wenn er in unsere Hände fällt, wird er verhaftet und der Justiz übergeben werden. Inbezug auf das Verhältnis zur polnischen Regierung in London hat sich nichts geändert. Die Regierung von Warschau bewiesen, dass die polnische Regierung einer verbrecherischen Anstiftung zum Kampf in Warschau für schuldig erklärt werden kann, in dem 250.000 Personen das Leben verloren. In London klammert man sich noch an die Diktaturverfassung von 1935. Wir wollen den Generalobersten Zymierski als Oberbefehlshaber und die Wiederherstellung der demokratischen Verfassung von 1921.“

    https://dfg-viewer.de/show?id=9&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP24347784-19441007-0-0-0-0.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=3

    Zu dem Massaker beim Warschauer Aufstand gibt es eine Wahrheit.

    Fast 200.000 Menschen wurde ermordet, darunter tausende Kinder. Warschau wurde dem Erboden gleichgemacht. Dies geschah durch Vertreter des deutschen Volkes. Das ist die alleinige Wahrheit.
    Jede andere Interpretation trägt den „Geist“ des menschenverachtenden Antikommunismus, Antibolschewismus.

    Dieses kleine Video spricht eine klare Sprache: https://www.youtube.com/watch?v=vSt5pfFFJTk

    • sascha313 schreibt:

      Danke, lieber Johann! Gerade jetzt, wo Polen Expansionsbestrebungen in die Ukraine hat und Duda freche Lügen über die Sowjetunion verbreitet und ein Betrüger und Schwerverbrecher mit einem polnischen Paß und einer gefälschten Biografie in Polen und im Internet als ein Held dargestellt wird, wird Europa überschwemmt mit Geschichtsfälschungen. Aber die Wahrheit wird sich durchsetzen, das haben wir schon bei der Corona-Lüge festgestellt.

    • Erfurt schreibt:

      „Warschau wurde dem Erboden gleichgemacht. Dies geschah durch Vertreter des deutschen Volkes. Das ist die alleinige Wahrheit.“

      Ganz sicher nicht. Ganz sicher nicht sind das Vertreter des deutschen Volkes gewesen.

      • sascha313 schreibt:

        Pauschal kann man das freilich nicht so sagen, und so war das sicher auch nicht gemeint, denn nicht alle Deutschen waren Nazis. Das Gespräch hatten wir heute auch. Nicht wenige haben sich gegen die faschistische Staatsmacht aufgelehnt. Doch wie viele haben „mitgemacht“. Und mit diesen unterschiedlichen Menschen mußten wir in der DDR irgendwie klarkommen…

      • Erfurt schreibt:

        Genausowenig wie ein Kanzler Scholz ein Vertreter des deutschen Volkes ist!

    • Erfurt schreibt:

      Ja, es gab einen Plan zur Entmilitarisierung Deutschlands nach 1945. Diesen Plan, auch Potsdamer Abkommen genannt, haben alle Alliierten 1945 in Potsdam unterschrieben!

      Und damit wissen wir auch was wir von dem sog. Morgenthau-Plan zu halten haben!

      MFG

      • sascha313 schreibt:

        Stalin wußte, was man von diesem Papier zu halten hatte. Ebenso wenig wie vom „Nichtangriffsvertrag“ vom 23. August 1939. Doch immerhin – es gab dieses Papier!

      • Erfurt schreibt:

        Die Westalliierten hatten nur einen Plan: Alles zu tun um das Potsdamer Abkommen nicht einzuhalten!

    • Harry56 schreibt:

      Was soll dieser miese Klamauk uns sagen ? Eine ehrliche Frage !

  6. Weber Johann schreibt:

    Warum so rumeiern? Haben Deutsche dieses Massaker in Warschau 1944 verübt, ja oder nein?
    Vertreter des deutschen Volkes waren die, die in fremde Länder eingefallen sind und dutzende Millionen von ermordeten Menschen zu verantworten haben. Liege ich falsch, dann raus mit der Sprache.

    Weitere Frage, wieviele Millionen Vertreter des deutschen Volkes sind z.B. in Polen, in die Sowjetunion eingefallen?

    • Erfurt schreibt:

      Den Begriff „Vertreter“ zu überdehnen ist eine übliche Methode der Propaganda!

      • Weber Johann schreibt:

        So schallt es mir von den mit Milliarden Euro Steuergeldern vollgestopften sogenannten „DDR-Aufarbeitern“ entgegen, wenn ich aus DDR-Zeitungen, DDR-Büchern zitierte.
        Für mich der Beweis, ich liege richtig.

  7. Erfurt schreibt:

    Lieber Johann,
    Deine Arbeit hier wissen wir alle zu schätzen. Was die Propaganda betrifft, nun die jubeln uns Dinge unter so schnell kannste manchmal gar nicht denken. Das Schlimme daran ist, daß so manche Zeitgenossen diesen Mist nachplappern und so mit zur Verbreitung beitragen.

    Von daher ist es schon sehr wichtig, bestimmte Forumulierungen genauer zu betrachten. Typisch ist z.B. dieses „Wir“ in „Wir schaffen das“ oder „Wir zerstören die Umwelt“. Natürlich denkt die Propaganda nicht im Geringsten daran, dieses „Wir“ näher zu definieren. Schon zu BRD/DDR-Zeiten ging dieses „Wir“ in Gestalt der Phrase „Wir sind ja alles Deutsche“ über alle Westsender und durch die Presse.

    Wir (Schüler der EOS) haben damals im Geschichtsunterricht sehr ausführlich über denau den Satz „Wir sind ja alles Deutsche“ diskutiert, danke also auch an unseren Geschichtslehrer der, von seiner Westreise damals eben zurückgekehrt, passend dazu ein „Lehrbuch der Geschichte“ mitgebracht hat. Unterrichtsmaterial der BRD-Schulen und dieses Geschichtsbuch zeigte auf der ersten Umschlagseite die Konterfeis der Herren Jakob und Wilhelm Grimm. So bekam jeder recht einprägsam von uns eine Vorstellung dessen was in diesem Buch so drinnestand.

    Freundschaft und viele Grüße!

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