Die Große Sozialistische Oktoberrevolution in Rußland 1917 war unbestreitbar das bedeutendste Ereignis in der gesamten Geschichte der Menschheit. Man vergißt leicht, das richtig einzuordnen. Doch Wladimir Iljitsch Lenin dachte in welthistorischen Dimensionen. Das Wichtigste war für ihn der konkrete Fall einer erfolgreichen proletarischen Revolution. Nach diesem Sieg war jeder weitere Tag unter der Sowjetmacht eine Errungenschaft und eine neue Etappe des sozialen Fortschritts. Und wir, als die Nachkommen derer, die schon einmal das Glück hatten, im Sozialismus leben zu dürfen, wurden um Jahrzehnte zurückgeworfen. Wir leben und leiden heute wieder unter dem Kapitalismus. Das sind ganz andere Erfahrungen! Es ist eine völlig andere Lebensweise. Und es ist ein ganz besonderer Schmerz, zu sehen, daß unser Volk durch die Konterrevolution alles verloren hat, was Generationen zuvor erkämpft haben. Doch Lenin erinnert uns eindringlich daran, welche Perspektiven und Chancen wir haben, erneut einen solchen Kampf zu wagen und zum Sieg zu führen…
Der Aufstand der Unterdrückten…
Mögen die Bourgeoisie und die Pazifisten, die Generale und die Spießbürger, die Kapitalisten und die Philister … diese Revolution noch so wütend beschimpfen — auch mit Strömen von Bosheit, Verleumdung und Lüge werden sie an der weltgeschichtlichen Tatsache nichts ändern können, daß zum erstenmal in Jahrhunderten und Jahrtausenden die Sklaven den Krieg zwischen den Sklavenhaltern mit der offenen Verkündung der Losung beantwortet haben:
Laßt uns diesen zwischen den Sklavenhaltern um die Teilung ihrer Beute geführten Krieg umwandeln in den Krieg der Sklaven aller Nationen gegen die Sklavenhalter aller Nationen!
Welche Bedeutung hatte die Oktoberrevolution?
Zum erstenmal in Jahrhunderten und Jahrtausenden ist diese Losung aus einer dumpfen und ohnmächtigen Erwartung zu einem klar ausgeprägten politischen Programm geworden, hat sie sich gewandelt zum wirksamen Kampf von Millionen Unterdrückter unter der Führung des Proletariats, zum ersten Sieg des Proletariats, zum ersten Sieg auf dem Wege der Abschaffung der Kriege, zum ersten Sieg des Bündnisses der Arbeiter aller Länder über das Bündnis der Bourgeoisie der verschiedenen Nationen, dieser Bourgeoisie, die Frieden schließt und Krieg führt auf Kosten der Sklaven des Kapitals, auf Kosten der Lohnarbeiter, auf Kosten der Bauern, auf Kosten der Werktätigen.
Fehler und Mißerfolge der Revolutionäre
Dieser erste Sieg ist noch nicht der endgültige Sieg, und unsere Oktoberrevolution hat ihn nur unter beispiellosen Mühsalen und Schwierigkeiten, unter unerhörten Qualen, begleitet von größten Mißerfolgen und Fehlern unserseits davongetragen. Als ob es ohne Mißerfolge und ohne Fehler einem einzigen rückständigen Volk gelingen könnte, die imperialistischen Kriege der mächtigsten und fortgeschrittensten Länder des Erdballs zu überwinden!
Allen Schwierigkeiten zum Trotz
Wir fürchten uns nicht, unsere Fehler zuzugeben, und wir werden sie nüchtern beurteilen, damit wir lernen, sie zu korrigieren. Aber Tatsache bleibt Tatsache: Zum erstenmal in Jahrhunderten und Jahrtausenden ist das Versprechen, den Krieg zwischen den Sklavenhaltern mit der Revolution der Sklaven gegen samt und sonders alle Sklavenhalter zu „beantworten“, restlos erfüllt worden — und wird allen Schwierigkeiten zum Trotz erfüllt.
Wir haben dieses Werk begonnen. Wann, in welcher Frist, die Proletarier welcher Nation dieses Werk zu Ende führen werden, das ist unwesentlich. Wesentlich ist, daß das Eis gebrochen, daß die Bahn frei gemacht, daß der Weg gewiesen ist.
So lange es kein Klassenbewußtsein gibt (welches in den RGW-Staaten ohnehin sehr dünn gesät war), kämpft jeder oder auch keiner gegen alles und nichts ohne zu wissen wofür.
Die dafür erhofften Massen-Symptome, erzielt der Imperialismus, durch Entartungen wie z.B. Schock-Kultur, Sensationsmedien und gezielte psychologische Kriegsführung, welche die Masse in eine Dauer-Lethargie versetzen soll.
Dieses Volks-Dauerkoma ist dem Räuber-Gezücht allemal lieber als wenn jeder mit allem Verfügbaren um sich schlägt oder tatsächlich ein Klassenbewußtsein entwickelt.
Wir wurden nicht im Sozialismus geboren um im Imperialismus zu sterben!
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…und mit etwas Aufmerksamkeit, funktioniert es. Dieser Feiertag hält sicher länger an als einen Tag. Alle wollen es; also macht es!