„Ernst Thälmann war ein sozialistischer Kämpfer und Agitator mit hohen politischen und menschlichen Qualitäten. Gerade das macht auch seinen schnellen Aufstieg zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands und zum populären Führer des werktätigen Volkes verständlich. Sein hartnäckiger und unversöhnlicher Kampf galt den Ausbeutern und Unterdrückern der arbeitenden Menschheit, galt der junkerlichen und großkapitalistischen Reaktion und ihren Agenten in den Reihen der Arbeiterklasse. Immer wieder zeigte er in Reden und Artikeln den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Agitation Hitlers und den Profitinteressen der deutschen Monopolkapitalisten auf. Die Entlarvung der Hitlerpolitik als die Vorbereitung des Krieges machte er zur wichtigsten Aufgabe der revolutionären Sozialisten.“ (Wilhelm Pieck – August 1948)
Ernst Thälmann war Kommunist. Er war der Führer der deutschen Arbeiterklasse im Kampf gegen den Hitlerfaschismus. Aus diesem Grunde wurde ihm zu Ehren am 15. April 1986 in der Hauptstadt der DDR, Berlin, im Stadtteil Prenzlauer Berg, das von dem sowjetischen Bildhauer Lew Kerbel geschaffene Ernst-Thälmann-Denkmal enthüllt. Mit einer Reihe von Veranstaltungen gedachten auch in unserer heutigen Zeit die deutschen Kommunisten wieder des Führers der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann, der am 18. August 1944 im KZ Buchenwald auf Befehl Hitlers erschossen wurde. Doch dann geisterte wenig später eine Meldung durch die BRD-Medien, die man nicht anders als eine Geschichtsvergessenheit betrachten kann. Wieder einmal macht sich der faschistische Ungeist in der BRD bemerkbar…
Die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums Maria Sachárowa schreibt dazu folgendes:
Ernst Thälmann war ein deutscher Antifaschist, der systematisch gegen den sogenannten „Nationalsozialismus“ (d.h. gegen den Faschismus) kämpfte und auf Geheiß von Adolf Hitler hingerichtet wurde. Es gibt Denkmäler für Thälmann in Moskau und in Berlin. Das in der deutschen Hauptstadt gelegene Denkmal wurde anläßlich des 100. Geburtstages von Ernst Thälmann am 15. April 1986 im Stadtbezirk Prenzlauer Berg errichtet.
Die Geschichte wiederholt sich: Ernst Thälmann wird erneut hingerichtet. Jetzt wollen sie es mit seinem Denkmal erledigen. Gerade das kann kaum verhöhnender sein als damals im „Dritten Reich“. Ein Denkmal zur Erinnerung an jemanden, der sein ganzes Leben lang gegen Gesetzlosigkeit und Lügen, gegen den Faschismus gekämpft hat – man kann kann es nicht glauben: Das Denkmal soll eingeschmolzen [1] und verkauft werden. Und der Erlös soll … den Nazis in Kiew zugute kommen.
Einer der Tagesordnungspunkte im Verlaufe eines Treffens von Hitler mit Himmler war die Hinrichtung Ernst Thälmanns, in deren Ergebnis ein persönlicher Beschluß gefaßt wurde: „Thälmann – hinrichten!“. Drei Tage später wurde er in Buchenwald erschossen [2]. Und was tat die deutsche Propaganda? Einen Monat später, am 14. September 1944, berichtete die staatliche „Deutsche Nachrichtenagentur“, daß die Truppen der Anti-Hitler-Koalition im Zuge der Bombardierung angeblich bis nach Buchenwald gekommen seien [3], es habe viele Fliegerbomben gegeben, und unter den Toten sei Ernst Thälmann gewesen.
Ich sagte schon, daß sich die Geschichte wiederholt. Und selbst dieses Fragment hat sich bei der Inszenierung in Bucha wiederholt, wo von den gegenwärtigen Kiewer Nazis angeblich „vom russischen Militär ermordete Zivilisten“ auf den Straßen der Stadt gefunden worden seien.
Doch nun ein Wort über Moskau. Bei uns in Moskau steht seit fast 40 Jahren an der Metrostation „Aeroport“ ein Denkmal für den Deutschen, Ernst Thälmann, ein Werk der Artamon-Bildhauer. Die Zeiten haben sich geändert, aber wir bewahren die Erinnerung an Ernst Thälmann, als an einen Mann, der gegen den sogenannten „Nationalsozialismus“ (d.h. gegen den Faschismus!) gekämpft hat und einer der ersten war, der dessen teuflisches Wesen entlarvte.
Übrigens, ich kann mich nicht daran erinnern, daß jemals ein Mitarbeiter der BRD-Botschaft zum Thälmann-Denkmal gekommen wäre, um dort Blumen niederzulegen, korrigieren Sie mich, wenn ich mich irre, oder daß sie sich irgeneiner von denen um dessen Sicherheit gekümmert hätte. Wobei es doch Teil der Geschichte des deutschen Volkes ist – eine seiner berühmtesten und heroischsten Episoden!
Und noch etwas. Wie oft haben wir von der Suche der Nationen nach einer „neuen Identität“ gehört, was nach Meinung der „Progressiven“ den Abriß alter Denkmäler im Namen der Errichtung neuer Denkmäler rechtfertigen sollte. Vor nicht allzu langer Zeit wurde in der Nähe des Moskauer Denkmals für Ernst Thälmann ein anderes Denkmal für Iwan Tschernjachowski, den sowjetischen General, den Helden des Großen Vaterländischen Krieges, eingeweiht. Dazwischen liegen 400-500 Meter. Und diese Denkmäler stehen in der Nähe – ein Denkmal zu Ehren des hervorragenden Deutschen und zu Ehren desjenigen, der gegen die deutschen Eroberer gekämpft hat. Es ist bei uns jedoch niemandem in den Sinn gekommen, ein Denkmal für ein anderes abzureißen.
Im offiziellen Berlin müßten doch alle Alarmglocken schrillen: Wenn die „neue Ethik“ der BRD zum Abriß eines Denkmals für einen Antifaschisten führt, dann wird es wohl in fünf bis zehn Jahren in Deutschland auch Denkmäler für Hitler und andere Faschisten geben.

zwischen Donetsk und Mariupol liegt die kleine Stadt Telmanowo. Sie wurde 2014 von der Volkswehr befreit.
Danke, ja – das hat symbolische Bedeutung!
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Ernst Thälmann war ein echter Vertreter und Kämpfer der deutschen Arbeiterklasse. Er hat sein Leben lang für die Befreiung der Arbeitern vom Kapitalismus gekämpft. Er war auch intellektull brillant. Deshalb hat ihn das kriminelle Nazi-Regime eingesperrt und ermordet. Grüsse aus Algerien.
شكرا لك ، محمد. إرنست تالمان هو قدوتنا العظيمة!
تحياتي للجزائر!