Nord Stream und die CIA: Erst Vierfachmord an Unternehmerfamilie, dann Sprengung?

Griesemann

Diese Recherche wird für Aufsehen sorgen und dürfte nicht nur die russische Regierung interessieren. Die Sprengung der Nord Stream-Pipelines in der Ostsee, der Tod einer vierköpfigen deutschen Unternehmerfamilie vor drei Wochen, ein 60 Jahre alter Mord in Italien und was der USA-Auslandsgeheimdienst CIA damit zu schaffen hat.

von Niki Vogt und Gerhard Feldbauer

Die Sprengung der Gaspipelines beschäftigt immer noch die Mainstreammedien. Die Folgen für Europa und besonders Deutschland als Industriestandort sind noch nicht absehbar und könnten verheerend sein. Neu ist allerdings, daß angeblich eine der beiden Nord Stream I Leitungen oberhalb der Insel Bornholm doch nicht betroffen ist. Schlamperei der Attentäter oder Berechnung? Wessen Interessen dient das Ganze? Allzuschnell wurde der Anschlag Rußland in die Schuhe geschoben. Aber wer noch klar denken kann, hinterfragt das erst einmal. Hatte Rußland ein Interesse? Oder eher die USA? Oder Deutschland? Und die Indizien sprechen dafür, daß es die US-Regierung hinter den Anschlägen steckt.

Ein rätselhafter Flugzeugabsturz eines CEO, der zuviel wußte?

Neu in der undurchsichtigen Causa Nord Stream-Pipelines ist die Verbindung des tragischen Absturz einer Cessna vor drei Wochen in die Ostsee. Darin saß die Kölner Unternehmerfamilie Griesemann. Es ist die Maschine von Herrn Peter Griesemann. Diese Familie ist nicht irgendwer. Es sickert durch, daß Herr Griesemann eine der zentralen Figuren in dem Projekt Nord Stream II gewesen sei. Die Griesemann-Gruppe, das sind Experten sind für Rohrsysteme, Bauunternehmen für Industrieanlagen und Rohrleitungs- und Wartungstechnikunternehmen. Das steht außer Frage.

Griesemann – ein erfahrener Pilot

Die Tatsache, daß Firmengruppe angeblich mit den Arbeiten an der Gaspipeline Nord Stream II betraut sein soll, daß der erfahrene Pilot Griesemann 20 Tage vor dem Attentat auf höchst seltsame und rätselhafte Art in die Ostsee abstürzt mitsamt seiner Familie und daß – bis auf wenige Seiten – im Netz alles verschwunden ist, was eine Verbindung zwischen Griesemann und Nord Stream II erwähnt, ist ebenfalls sehr bemerkenswert. In den Suchmaschinen außer Google erscheinen solche Beiträge, klickt man drauf, sieht man nur noch „Diese Seite gibt es nicht“ oder „Fehler 404“. Sogar aus einem englischen Wikipedia Eintrag (siehe weiter unten) wurde diese Verbindung nachträglich gelöscht. Einzelne Tweets gibt es noch.

Ein unerklärlicher Flug von Spanien bis zur Ostsee

Die Cessna 551 der Familie Griesemann mit der Flugnummer OE-FGR startete vom südspanischen Jerez de la Fronteira aus mit Bestimmung Köln. Der Kölner „Express“ berichtet unter Berufung auf das familiäre Umfeld, daß Griesemann mit seiner Frau Juliane, Tochter Lisa und deren Freund an Bord waren. Die Maschine landete sie aber nicht in Köln, sondern flog in einer Kurve Richtung Rügen und weiter über Gotland und stürzte vor Lettland in die Ostsee. Etwa eine Stunde nach dem Start soll der erfahrene Pilot Griesemann der Flugaufsicht im spanischen Toledo gemeldet haben, es gebe Probleme an Bord.

Militärpiloten wundern sich: Wo ist der Pilot?…

Es gab keinen weiteren Kontakt, auch nicht, als die Maschine in den französischen Luftraum eintrat. Als französische Kampfjets zu dem kleinen Privatflugzeug aufstiegen um sich das anzusehen, näherten sie sich der Cessna und die Piloten konnten in das Cockpit sehen: Es war leer! Dieselbe Feststellung machten die Militärpiloten in Deutschland, Dänemark und Schweden. Die schwedischen Flieger begleiteten die Cessna, bis sie in einem kreiselnden Sinkflug von einer Viertelstunde aus 11.000 Metern Höhe schließlich in die Ostsee stürzte. Das war der letzte Kontakt vor dem Absturz. Dieser Absturz wirft zwei große Fragen auf:

Warum war der Pilotensitz der Cessna leer? Warum und wie änderte die Maschine vor dem Absturz noch einmal den Kurs?

Ein Artikel des Focus stellt nun verschiedene Überlegungen an, ob ein Druckabfall die Passagiere hat ohnmächtig werden lassen, daß der Pilot in Panik absolut regelwidrig seinen Sitz verlassen haben könnte. daß ein Absturz von 11.000 Metern einen fürchterlichen Schmerz, Aufblähen des Körpers und Trommelfellplatzen herbeiführen könne. Das ist sicher alles richtig. Aber schon über Frankreich war das Cockpit leer, über Deutschland, Dänemark und Schweden auch – und die Flughöhe wurde die ganze Zeit eingehalten und sogar noch der Kurs geändert. Kann das alles mit einem „fatalen Pilotenfehler“ erklärt werden? Im Kommentarbereich der österreichischen Kronenzeitung wird ein Pilot Joe Shelton zitiert:

„Die Frage ist ob man bei einem Druckverlust sterben kann? Joe Shelton, Pilot: „Nein, würden Sie nicht, zumindest nicht speziell durch den Druckverlust. Zusätzlich zur Versorgung der Passagiere mit individuellen Sauerstoffmasken würde die Flugbesatzung einen sehr schnellen Abstieg in eine Höhe beginnen, in der normales Atmen möglich ist und Sauerstoffmasken nicht erforderlich sind. Piloten und Kabinenpersonal trainieren für diesen Fall.“

Fragen über Fragen…

Allerdings müßte man die Sauerstoffmaske sehr schnell anziehen, wenn man nicht bewußtlos werden will. Nun war Herr Griesemann ein erfahrener Pilot. Hätte er diesen Kardinalfehler gemacht? Wie schon erwähnt ist es auffällig, daß man schon suchen muß, um etwas darüber zu finden, daß die Griesemann-Gruppe in die Wartung und Reparaturen an der Nord Stream II Pipeline eingebunden war. Es gibt einige französische und spanische Tweets, die das behaupten, viele Tweets, die das thematisieren, sind nicht mehr auffindbar, die Links in den noch vorhandenen Quellen funktionieren nicht mehr oder führen zu den berühmten, nicht existenten Seiten. Das alles so gründlich zu eliminieren ist nicht einfach. Das kann auch die Firma Griesemann nicht alles allein bewerkstelligen – und auch wenn, warum muss das so gründlich verschwinden? Einige Beispiele findet man hier, hier, hier und hier.

Auf der Suche nach Überresten

Am Dienstagmorgen begann die lettische Marine die Suche nach dem in die Ostsee gestürzten Kleinflugzeug. Dabei wurde in Unterwasserroboter eingesetzt. Doch von den Insassen fehlt bislang jede Spur. Gegenstände der Familie sollen aber in der Maschine von den Unterwasser-Suchrobotern gefunden worden sein. In einem Beitrag auf VK wird auch aus einem englischen Wikipedia-Eintrag über diesen Absturz zitiert:

„This is company that maintains and repairs the Nord Stream 1/2 pipelines. 3 weeks before the pipeline attacks, the boss of this company died in a private jet“

Folgt man aber dem Link, ist dieser Satz aus dem Eintrag gelöscht. Am 6. September, also drei Tage nach dem Absturz, sollen doch Leichenteile gefunden worden sein. Welches Land nun nach geltendem Recht die Untersuchungen zu dem rätselhaften Absturz untersuchen soll, ist noch nicht klar.

Wem nützt der Mord an Griesemann?

Die alte Frage seit Menschengedenken, wenn irgendeine kapitale Sauerei passiert, heißt: „Cui bono“ – wem nützt es? Und damit ist sie auch hier beantwortet. Die USA hatten sich noch nie mit Nord Stream II abgefunden. „Den Russen“ diesen Anschlag in die Schuhe zu schieben ist offenkundig Unsinn. Wenn Präsident Putin die Europäer oder Deutschland erpressen wollte, hätte er den Gashahn einfach abgedreht und dann seine Forderungen gestellt – oder was auch immer getan. Aber nicht die eigene Hunderte Milliarden teure Pipeline gesprengt und das in fremdem Hoheitsgewässer, wo man nicht unbeobachtet hinkommen kann.

Welche Rolle spielte Griesemann?

Es ist also nicht (mehr) mit Sicherheit zu belegen, daß die Griesemann-Firmengruppe tatsächlich bei der Nord Stream II-Pipeline eine wichtige Rolle gespielt hat. daß eine aufwändige Löschaktion quer durchs Internet stattgefunden hat, um jede Spur dahin zu verwischen, spricht dafür. Und dafür daß es hier eine heiße Spur zu der Sabotage der Pipelines geben könnte.

Sprecher der Griesemann-Gruppe heizt Gerüchteküche weiter an

Auf Anfrage teilt die Firma Griesemann mit, daß man „keine geschäftlichen Beziehungen mit der Nord Stream AG“ unterhalte. Wie der Pressesprecher des Unternehmens, Sebastian Orzel, erklärte, gab und gibt es weder in der Vergangenheit noch zum aktuellen Zeitpunkt Wartungsaufträge für die Pipelines oder zugehörige Technologien. Diese Aussage könnte angesichts von vier möglichen Geheimdienst-Morden im unmittelbaren Umfeld des Unternehmens schlichtweg gelogen sein. Schließlich möchte niemand der Nächste sein. Doch diese Aussage ist noch aus einem weiteren Grund schlichtweg irrelevant. Denn interessant ist in diesem Zusammenhang was Unternehmenssprecher Orzel nicht erklärt…

Was der Unternehmenssprecher nicht sagt…

Nämlich die Tatsache, daß weltweit nur eine Hand voll Unternehmen existieren, die überhaupt in der Lage sind und über das technische Wissen verfügen, Pipelines zu reparieren und instand zu setzen. Und die Griesemann-Gruppe ist eines dieser wenigen Unternehmen und vor allem das einzige mit Sitz in Deutschland. Es ist daher offensichtlich, daß die Täter, die für Sprengung von Nord Stream I und II verantwortlich sind, vorsorglich auch gleich noch denjenigen aus dem Spiel genommen respektive ermordet haben könnten, der die Instandsetzung der Ostsee-Pipelines mit seinem Unternehmen fachmännisch, technisch sauber und durch die örtliche Nähe auch zeitnah bewerkstelligen hätte können. Und zwar unabhängig davon, ob in der Vergangenheit geschäftliche Beziehung zur Nord Stream AG bestanden oder eben nicht. Der mögliche Geheimdienst-Mord an Griesemann und seiner Familie hätte zudem eine extrem abschreckende Wirkung für alle übrigen Unternehmen in Konkurrenz zur Griesemann-Gruppe und deren Eigentümer und Entscheider.


Tod der Familie Griesemann – frappierende Ähnlichkeiten zum Gladio-Mord an Enrico Mattei

Rückblende: Mit seiner 1947 erlassenen berüchtigten Order zur „Eindämmung des Kommunismus“ hatte US-Präsident Harry Truman den Auslandsgeheimdienst CIA angewiesen, sich weltweit in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, auch der verbündeten NATO-Staaten; einzumischen und linke, selbst progressive bürgerliche Politiker; auszuschalten. Das schloß auch Mord ein. Eines der prominentesten Opfer war am 27. Oktober 1962 während der Amtszeit von John F. Kennedy der Präsident des staatlichen Energie-Konzerns ENI, Enrico Mattei.

Einer „der gefährlichsten Feinde“

Vor dem Zweiten Weltkrieg Chemieunternehmer, hatte er sich nach dem Sturz Mussolinis 1943 der Resistenza angeschlossen und bei Kriegsende eine Partisanenbrigade der Democrazia Cristiana (DC) kommandiert. Ferrucio Parri von der radikaldemokratischen Partei, bis Ende 1945 Ministerpräsident der antifaschistischen Einheitsregierung, ernannte ihn zum Regierungsbeauftragten des Erdölunternehmens AGIP, das er 1953 in die staatliche Energiegesellschaft Ente Nazionale Idrocarburi (ENI) umwandelte und deren Präsident wurde.

Die einflußreiche Position des Enrico Mattei

An der Spitze dieses Unternehmens, dem er in Italien die Monopolstellung sicherte, verfügte Mattei über eine strategisch entscheidende und einflußreiche Position in der Wirtschaft. Als Mitglied der Abgeordnetenkammer hatte er außerdem eine bedeutende politische Funktion inne.

  • Er versuchte, der durch die Marshallplanlieferungen einsetzenden wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeit Italiens von den USA eine Barriere entgegenzusetzen.
  • Er weigerte sich, den staatlichen Energiesektor Italiens der Herrschaft der in der Standard Oil zusammengeschlossenen US-amerikanischen Erdölgesellschaften, den sogenannten sieben Schwestern, unterzuordnen.
  • Um Italien aus der einseitigen Abhängigkeit von der Erdölversorgung durch die USA zu lösen, schloß er Verträge mit der Sowjetunion, die vorsahen, 30 Prozent des Landesbedarfs zu sichern.
  • Weitere Lieferungen deckte er durch Abkommen mit arabischen Staaten ab.
  • Die Linie der Unabhängigkeit Italiens vom Erdöl der USA berührte aber, von den Profiten, die der Standard Oil damit entgingen, einmal abgesehen, die Versorgung der in Italien dislozierten NATO-Verbände und der im Mittelmeer operierenden 6. US-Flotte, für welche die ENI zuständig war.

Mattei im Visier der CIA

Die CIA, die Mattei von Anfang an im Visier hatte, schätzte ihn als einen „der gefährlichsten Feinde“ der USA, seine Energiepolitik als „eine Bedrohung der amerikanischen wirtschaftlichen und politischen Positionen in Italien und im Nahen Osten“ ein und plante frühzeitig, „entsprechende Maßnahmen“ zu ergreifen“ (Der Historiker Roberto Faenza in „Il Malafare“ – „Die verrufene Affäre“ –, Mailand 1978).

Kampf gegen die italienischen Kommunisten

Bei den Wahlen 1953 sank die DC im Ergebnis des von ihr als führender Regierungspartei 1949 vollzogenen NATO-Beitritts von 48,4 Prozent Wählerstimmen (1948) auf 40 ab. Die Stimmen der Kommunisten (PCI) stiegen dagegen um vier Prozent auf 22,6 Prozent an. Mattei forderte, die Kommunisten in die Lösung der politischen Krise einzubeziehen. 1955 wandte er sich in einem Gespräch mit der USA-Botschafterin Claire Booth dagegen, den Einfluß der Kommunisten durch repressive Polizeimethoden zurückzudrängen. Er plädierte dafür, „die Lösung der kommunistischen Frage in Italien über kraftvolle soziale und ökonomische Reformen herbeizuführen“.

Mattei – ein kapitalistischer Reformer

Bei all dem war Mattei alles andere als ein verkappter Kommunist, wie man in Washington nicht müde wurde, zu propagieren, sondern ein kapitalistischer Reformer, der bei Gleichgesinnten in bürgerlichen Kreisen ein offenes Ohr fand. Eine Anzahl Großindustrieller, darunter FIAT-Chef Agnelli, brachten dem Kurs des ENI-Präsidenten bezüglich der Sicherung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Interesse entgegen und unterstützten ihn. 1962 wurde der „Fall Mattei“ für die CIA akut. Der ENI-Chef, der inzwischen seitens der Sozialisten und Kommunisten, aber auch seiner eigenen Partei als Präsidentschaftskandidat zur Diskussion stand, unterstützte offen die Politik des linken DC-Vorsitzenden Aldo Moro nach einer Apertura a sinistra, einer Öffnung nach Links. Sie sah vor, die 1947 ausgeschlossenen Sozialisten wieder in die Regierung aufzunehmen, was 1963 unter Moro als Regierungschef auch erfolgte.

Präsident Kennedy greift ein

Als Kennedy 1960 sein Amt antrat, schickte er einen Sonderbotschafter, James King, nach Rom, der in seinem Bericht schrieb:

„Matteis Name und seine Präsenz tauchen in jedem Gespräch auf. Niemand kann Italien besuchen, ohne früher oder später auf ihn zu stoßen. Unter meinen Gesprächspartnern ist die Meinung weit verbreitet, daß Mattei eine effektive Kontrolle über die Regierung ausübt“ (Faenza).

Die Regierung unter „effektiver Kontrolle“ eines „Kommunistenfreundes“ war für die CIA letzter Anlaß, den „Fall Mattei“ auf ihre Weise „zu lösen“.

Das zweite Attentat gelingt

Im Januar 1962 wird ein erstes Attentat auf den widerspenstigen ENI-Präsidenten versucht, das aber scheitert. Ein im Düsentriebwerk der Maschine Matteis versteckter Schraubenzieher, der während des Fluges eine Explosion auslösen sollte, wird vor dem Start entdeckt. Der nächste Anschlag am 27. Oktober 1962 gelingt. Mit seinem Privatflugzeug stürzt Mattei bei Pavia ab. Die „New York Times“ schrieb bereits am nächsten Tag von Umständen, „durch die der Tod eines einzelnen eine Bedeutung für die ganze Welt bekommen kann“.

Mord – die Lösung aller Probleme

Für Washington brachten diese „Umstände“ mit einem Schlag die Lösung aller Probleme, die Mattei bereitet hatte. Der Befürworter einer sozialverträglichen Lösung der „kommunistischen Frage“ war ausgeschaltet. Unter dem nun wachsenden Einfluss der proatlantischen Kreise wurde in Rom postwendend ein ENI-Nachfolger ernannt, der ganz nach dem Geschmack der Standard Oil war: Eugenio Cefis, der als Finanzier der Faschisten im Geflecht der von der CIA zur Ausschaltung der Kommunisten betriebenen Spannungsstrategie und der Verwicklung in faschistische Putschversuche sowie Mafia-Aktivitäten unrühmlich bekannt wurde. Cefis unterzeichnete im März 1963 ein neues langfristiges Abkommen, welche die italienische Ölversorgung ganz unter die Kontrolle der Standard Oil stellte.

Vertuschte Spuren

Für die Ermordung Matteis liegen eine Fülle von Beweisen vor. Nachdem der Mord fast zwei Jahrzehnte vertuscht wurde, kamen Einzelheiten und Beweise nach der Aufdeckung der CIA-geführten Gladio-Truppe der NATO 1990/91 ans Licht. Unter anderem wurde publik, daß ein Offizier der Leibwache Matteis, die das Flugzeug vor dem Start in Palermo auf Sizilien inspizierte, Angehöriger von Gladio war. Bei der später durchgeführten Obduktion der Leiche, die ein Neffe des Industriellen durchsetzte, wurden an den Leichenresten Spuren von Sprengstoff festgestellt.

Gladio – die geheime CIA-Truppe der NATO

Die Ermittlungsakte zum Fall Mattei, die im Geheimdienstbüro von Pavia lagerte, verschwand bereits kurz nach dem Absturz. Das konnte kaum ohne Wissen des damaligen Verteidigungsministers Giulio Andreotti geschehen, in dessen Amtszeit die geheime CIA-Truppe Gladio der NATO aufgestellt wurde. Weitere Details wurden im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Andreotti wegen der Komplizenschaft mit der Mafia bekannt. Der Mafia-Boss Tommaso Buscetta, der als Kontaktmann zu Andreotti bekannt wurde, sagte aus, daß die Drahtzieher des Anschlags Leute von der Standard Oil und der CIA gewesen seien, die sich auf Sizilien der Hilfe der Mafia bedienten.

Die heißen Aktien der Standard Oil Company

Brisantes Detail: Zur Zeit des Attentats gegen Mattei war in der CIA für Italien John McCone, langjähriger Chef der Station in Rom, verantwortlich, der später zum Direktor der Company aufstieg. McCone war mit einer Million Dollar Aktienbesitz Teilhaber an der Standard Oil. 1973, inzwischen Präsident des ITT-Konzerns, der in Chile unter der Regierung der Unidad Popular enteignet wurde, gehört McCone zu jenen, die den Putsch einfädelten, der zur Ermordung Allendes und zur Errichtung der faschistischen Pinochet-Diktatur führte.

Ein weiterer Mord an einem Journalisten

Als der Regisseur Francesco Rosi 1970 auf Sizilien seinen Film „Der Fall Mattei“ drehte, verschwand der Journalist Mauro De Mauro von der palermitanischen Zeitung „ORA“, der für ihn recherchierte, spurlos. Später wurde er erdrosselt aufgefunden. 1994 sagte der Ex-Mafioso Gaspare Mutolo aus, daß Mitglieder der „Ehrenwerten Gesellschaft“ De Mauro, der Beweise dafür entdeckt hatte, daß Mattei einem Sprengstoffanschlag zum Opfer gefallen war, vor seinem Haus ergriffen, verschleppt und erwürgt hatten.

Terror – ein ständiges Kampfmittel der CIA

Am 26. Oktober 1986 wertete der führende DC-Politiker und mehrmalige Ministerpräsident Amintore Fanfani in dem großen Wirtschaftskreisen nahestehenden Blatt „Il Resto del Carlino“, unter Bezug auf die mit Beginn der 60er Jahre entfesselte „Spannungsstrategie den „Absturz des Flugzeuges Matteis“ als den „ersten terroristischen Akt in unserem Land“.

Quelle: anonymousnews.org


Sacharowa zu Nord Stream: Wann bemerkt Brüssel endlich, daß „ihren Verbündeten“ die europäischen Interessen egal sind?

sacharowaDie Zerstörung der Pipeline-Stränge von Nord Stream läge absolut nicht im Interesse Rußlands und es sei aberwitzig, daß man im Westen nun wieder versuche, einfach Rußland die Schuld zuzuschieben, so Maria Sacharowa am Donnerstag in Moskau bei ihrer Pressekonferenz. Im Zusammenhang mit der Zerstörung fragte sie: Cui bono? Wer würde denn tatsächlich von der Zerstörung profitieren und wer war schon immer gegen diese Pipelines, und zwar unverhohlen? Natürlich die USA, wie sie weiter ausführte und auf offene Aussagen zur Stilllegung der Pipelines von US-Politikern verwies.

„Sofort tauchten in den westlichen Medien ‚Meinungen‘ auf – ‚Leaks‘, mit Verweis auf ‚ungenannte Quellen‘, auf einige ‚europäische Bedienstete‘. Der westliche Mainstream ’schoß‘ los, daß Rußland selbst daran interessiert wäre, die Pipelines zu zerstören und dies getan hätte, weil es kein Gas liefern will. Ich habe das Gefühl, daß für Europa schon allein der Gedanke, daß diejenigen, die sie als ‚Verbündete‘ bezeichnen, hinter diesem Vorfall, dieser Provokation, dieser Sabotage stecken könnten, einfach inakzeptabel ist, und zwar allein schon aus existenziellen Gründen. Diese Vorstellung ist für sie so ungeheuerlich und wäre der ‚point of no return‘, daß sie sich keine andere Argumentation als den abgedroschenen russischen ‚Faktor‘ leisten können. Sie haben Angst, sich davon zu lösen, denn dann würde ihre ganze Ideologie in sich zusammenfallen, die schreckliche Wahrheit würde ans Licht kommen. Aber irgendwann wird man wohl damit anfangen müssen. Brüssel muß seinen Bürgern immer noch erklären, was es mit ihrem Kontinent gemacht hat. Unserem Kontinent. Es ist auch unser Kontinent. Sie erlauben uns nicht, normal und friedlich zusammenzuleben.“

Aufgrund der Erfahrungen mit westlichen Politikern, und daß auch jetzt niemand es wagt, die USA zu erwähnen, habe Rußland auch Zweifel daran, ob es überhaupt eine objektive Untersuchung zu den Vorfällen geben werde. Deshalb beabsichtigt Rußland eine eigene Untersuchung zu den Angriffen auf die Pipelines durchzuführen.

Quelle: https://odysee.com/@RTDE:e/Sacharowa_Verbuendete:b


Der chinesische Diplomat Cao Yi gab einen Hinweis auf das Land, das für die Bombenanschläge im Norden Streams verantwortlich ist.

China NS

Quelle: https://t.me/glavmedia/201708

Und der serbische Präsident Vucic teilte seine Emotionen (https://t.me/karaulny/425032). Ihm zufolge wußte er nach der Sabotage nicht, ob er weinen oder schreien sollte.


Die Deutschen wählen: Wer hat die Pipeline gesprengt? Und wow, 94 % wissen ganz genau, daß es die Amerikaner waren, die sie in die Luft gejagt haben.

wer wars

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5 Antworten zu Nord Stream und die CIA: Erst Vierfachmord an Unternehmerfamilie, dann Sprengung?

  1. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Wir schauen jetzt mal in die Umgebung der Öllieferanten. Niki Vogt und Gerhard Feldbauer kenne sich mittlerweile gut aus in den Breiten.

  2. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Für mich steht außer Frage, daß Herr Griesemann, seine Frau, seine Tochter und deren Verlobter ermordet wurden.

    Wie sie ermordet wurden, werden wir wohl nicht erfahren.
    Denn ob sie schon während des Fluges erstickt sind, erst beim Absturz aus 11.000 Meter Höhe oder beim Aufprall auf die Meeresoberfläche umgekommen sind, könnte nur durch eine Obduktion der Leichen zweifelsfrei festgestellt werden. Doch bisher heißt es unisono, daß man nur Leichenteile gefunden habe, die man zwar ‚untersuchen‘ kann, aber für eine Obduktion braucht man halt wenigstens den Rumpf einer Leiche. Wenn die übrigen Leichenteile bisher nicht gefunden wurden, wird man sie nach mehr als einem Monat nach dem Attentat auch nicht mehr finden, da die von den Fischen gefressen und von Bakterien zersetzt wurden.
    14:57 Start — kurz nach dem Start bereits in 11.000 m Höhe, also zwischen 15:07 und 15:17 Druckprobleme werden gemeldet — 15:43 letzter Funkkontakt (also noch am Leben = nicht erstickt wegen Druckproblemen) — 16:57 französische Luftwaffe meldet leeres Cockpit, aber Bewegung in der Kabine (also noch am Leben) — Vor Paris Richtungswechsel nach rechts Richtung Luxemburg — nach Luxemburg Richtungswechsel nach links Richtung Südost-Belgien — von dort erneuter Richtungswechsel nach rechts Richtung Köln.

    All das kann man sich noch als Flug mit Autopilot ‚vorstellen‘.
    Doch warum steuert der Autopilot dann die Cessna nicht in den Sink- und Landeanflug auf Köln und landet dann nicht auf dem Kölner Flughafen, sondern fliegt schnurstracks weiter auf 11.000 Höhe Richtung Rostock mit Kurs über die Ostsee auf Lettland zu?!

    Dafür gibt es eben nur eine einzige Erklärung: Über den Autopiloten wurde die Cessna von außen – also per Satellit – ferngesteuert!
    Damit liegt eine Verschwörung zum Mord vor – es war ein Mordkomplott! Vier Menschen wurden ermordet.
    ———————————————————–
    Das Internet ist voller Gerüchte, wie: „Peter Griesemann ist der CEO der Griesemann Gruppe“ – das war er nicht mehr; CEO ist sein ältester Sohn.
    „Die Griesemann Gruppe kann Pipelines reparieren und instand setzen.“
    Dazu mag sie ja das Know-How haben, aber die sind im Anlagebau beschäftigt und haben gar nicht die Ausrüstung gesprengte Gaspipelines in 110 Meter unter dem Meeresspiegel zu reparieren, instand zu halten oder gar ersetzen.

    Twitter-Gerüchte, leere Behauptungen ohne Belege und Spekulationen sind die Mittel um Desinformationen zu verbreiten, um damit vom Wesentlichen abzulenken, nämlich, daß es die USA waren, die die Pipelines gesprengt haben.

    Der Mord an den vier Menschen „ist ein Köder“, um von dieser Tatsache abzulenken und die Allgemeinheit auf eine falsche Fährte zu locken.

  3. Erfurt schreibt:

    Der Fall Mattei, da gibt es auch einen Film.
    viele Grüße.

    • Erfurt schreibt:

      Der Fall Mattei ist ein Film von Francesco Rosi. Der Film wurde vor 40 Jahren mal spätabends im Fernsehen gezeigt, ich kann ihn empfehlen.

      Viele Grüße!

      https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=der+fall+mattei+dvd

      • Weber Johann schreibt:

        Zwei Pressemeldungen zum Tod von Enrico Mattei:

        1) „Passauer Neue Presse“ vom 30.10.1962
        „Führte Sabotage zum Tod des „Ölkönigs“ Mattei?
        Ursache des Absturzes der privaten Düsenmaschine bis jetzt noch ungeklärt

        Rom (dpa), Bis zum Montag wurden noch keine Anzeichen dafür gefunden, daß der Absturz des italienischen „Ölkönigs“ Enrico Mattei am Samstagabend auf einen Sabotageakt zurückzuführen ist. Die Umstände des Absturzes konnten allerdings noch nicht geklärt werden.

        Da Mattei wiederholt Drohbriefe der französischen OAS erhalten hatte und seine Maschine bereits Anfang des Jahres einmal Ziel eines Sabotageaktes war, lag der Verdacht nahe, der Absturz sei möglicherweise kein Unfall gewesen, Die Kommission aus fachlich geschulten Militärs, die auf Anweisung des italienischen Verteidigungsministeriums die Umstände des Absturzes überprüfen sollten, hat bisher keine Anzeichen für Sabotage gefunden.

        Schon am Sonntagmittag wurden alle Wrackteile der Maschine beschlagnahmt.
        Sie sollen in Speziallaboratorien der Luftwaffe genauestens untersucht werden. An der Unglücksstelle in Mailand wurden stundenlange Erhebungen angestellt. Erste Ermittlungen ergaben, daß der Absturz weder — wie der Pilot gemeldet haben soll durch Versagen des Fahrgestells noch durch Maschinenschaden verursacht wurde. Es stellte sich beim Abhören der Tonbänder des Kontrollturms des Mailänder Flughafens Linate heraus, daß die ersten Berichte über alarmierende Funksprüche des Piloten unrichtig waren. Die festgehaltenen Gespräche lassen vielmehr auf einen völlig normalen Anflug der Maschine schließen.

        Die Maschine war am Samstagabend bei Mailand in ein unter Wasser stehendes Reisfeld gestürzt und völlig ausgebrannt.
        Dabei waren Mattei, sein Pilot und ein amerikanischer Journalist auf der Stelle getötet worden.

        Für Enrico Mattei und den ebenfalls tödlich verunglückten Piloten der Maschine sowie den Leiter des römischen „Time-Life“Büros, William Michale, wurde am Montag im „Öldorf“ Metanopoli südlich von Mailand eine Totenmesse gehalten. An der Feier nahmen Kabinettsminister Giorgio Bo, Matteis Angehörige und Freunde teil. Die sterblichen Hüllen der drei Opfer des Flugzeugabsturzes wurden am Mittag nach Rom übergeführt.“
        https://digipress-beta.digitale-sammlungen.de/de/fs1/calendar/0-0-0.all/bsb00051113_00429.html?spellcheck=true&pubYear=%7B1962%7D&exS=0&qt=dismax&hl=true&mode=comfort&fulltext=Mattei&zoom=1.5

        2) „Neues Deutschland“ vom 30.10.1962
        „Präsident der ENI Opfer der Ultras?
        Flugzeugabsturz des Chefs der italienischen Erdölgesellschaft

        Rom (ADN). Der für seine progressive Gesinnung bekannte Präsident der Staatlichen Italienischen Erdölgesellschaft ENI, Enrico Mattei, der in der Nacht zum Sonntag beim Absturz seines Düsenflugzeuges in der Nähe von Mailand den Tod fand, ist möglicherweise einem Attentat zum Opfer gefallen. Diese Schlußfolgerung lassen neueste Berichte aus Rom zu. Ermittlungen der italienischen Polizei haben ergeben, daß der Absturz der Maschine weder auf ein Versagen des Fahrgestells noch auf Maschinenschaden zurückzuführen ist. Beim Abhören der Tonbänder des Kontrollturms auf dem Mailänder Flughafen stellte es sich heraus, daß der Anflug der Maschine normal war.
        Noch am Sonntag wurden alle Teile des völlig ausgebrannten Wracks beschlagnahmt. Die Vermutung, daß es sich bei dem Absturz um einen Sabotageakt handelte, wird durch die Tatsache verstärkt, daß bereits im Januar auf Matteis Flugzeug ein Anschlag verübt worden war.

        Enrico Mattei galt als eine der profiliertesten Persönlichkeiten des italienischen Wirtschaftslebens und als einflußreicher Repräsentant der linken Strömung der Christlich-Demokratischen Partei.“

        Kleine Hintergrundmeldung
        „Neues Deutschland“ vom 4.8.1961
        „Morddrohung gegen Mattei

        Rom (ADN). Italiens „Ölkönig“ Enrico Mattei, der die staatliche Erdölgesellschaft ENI leitet, ist von der französischen faschistischen Geheimorganisation OAS mit dem Tode bedroht worden, da er mit der algerischen FLN ein Abkommen über die zukünftige Ausbeutung des Saharaöls getroffen habe. Mit der Behauptung, die ENI betreibe in Nordafrika und im Nahen Osten eine „antifranzösische“ Politik, handelt die OAS nicht nur als Organ der Erdölmonopole in Paris, sondern auch jener in Bonn und New York.“

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