Karl Marx – der größte Sohn des deutschen Volkes

marx

Karl Marx (1818-1883)

Im Parteilehrjahr 1983 gab es viele wertvolle Hinweise und Themen, die die SED ihren Mitgliedern mit auf den Weg gab. Einer der Schwerpunkte war die aktuelle Bedeutung der Leninschen Theorie über den Imperialismus. Warum wohl? Weil Lenin sich geirrt hatte? Oder weil der Marxismus veraltet ist? Nein, nein. Im Gegenteil! Es gab keinen bedeutenderen Gelehrten in der Geschichte des deutschen Volkes, als Karl Marx. Man wird wieder beginnen, seine Bücher zu lesen – ebenso, wie wir in der DDR nach dem Verrat durch die Gysi-Modrow-Krenz-Truppe wieder (oder vielleicht sogar erstmals) begannen, etwas von Stalin zu lesen. Nunja, Lenin hatte recht: „Die Lehre von Karl Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren läßt.“ [1] 

Ein denkwürdiges Jahr

Am 14. März 2018 jährt sich zum 135. Male der Todestag von Karl Marx, und am 5.Mai 2018 feiern wir seinen 200. Geburtstag.

1. Warum ehren wir Karl Marx?

In Karl Marx ehren wir den genialen Begründer des wissenschaft­lichen Kommunismus, der Weltanschauung der Arbeiterklasse, den un­ermüdlichen Kämpfer für die Sache des Proletariats. In Karl Marx ehren wir den größten Sohn des deutschen Volkes, der gemeinsam mit seinem Freund und Kampfgefährten Friedrich Engels die Lehre vom Sozialismus und Kommunismus aus einer Utopie in eine Wissenschaft umwandelte.

»Die Anwendung der materialistischen Dialektik bei der radikalen Um­arbeitung der gesamten politischen Ökonomie, ihre Anwendung auf die Geschichte, auf die Naturwissenschaft, die Philosophie, die Politik und die Taktik der Arbeiterklasse – das ist es, was Marx und Engels vor allem interessiert, hierzu haben sie das Wesentlichste und Neueste beigetragen, das ist der geniale Schritt, den sie in der Geschichte des revolutionären Denkens vorwärts getan haben.«[2]

In Karl Marx ehren wir den Führer der deutschen und der internatio­nalen Arbeiterklasse, den Begründer der ersten proletarischen Partei, des Bundes der Kommunisten, dessen revolutionäre Traditionen auch die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands fortsetzte.

Ganz im Sinne Ernst Thälmanns, der Gedenktage der Arbeiter­bewegung als »Richtlinien für den Klassenkampf« bezeichnete, ehren wir Karl Marx, indem wir sein Werk als Anleitung für den weiteren Kampf um den Sozialismus betrachten. Wir ehren Karl Marx durch eine vielfältige und wirkungsvolle politisch-­ideologische Arbeit, die auf den überzeugenden Nachweis der Aktualität und Lebenskraft des Marxismus-Leninismus, auf die erneute Herausbildung und Entwicklung des Klassen­bewußtseins in der Arbeiterklasse und den kompromißlosen Kampf gegen die bürgerliche Ideologie in allen ihren Spielarten gerichtet ist.

Karl Marx war ein Mensch voller Humor und Optimismus

Das ganze Leben von Karl Marx war eine Großtat selbstlosen Dienstes für die Sache der Arbeiterklasse, ja der ganzen Menschheit. Seine Le­bensbedingungen waren äußerst schwer. Die Not lastete geradezu erdrückend auf seiner Familie. Die bürgerliche Gesellschaft, die ihn durch Gerichtsprozesse, Provokationen und Ausweisungen mundtot machen wollte, nutzte auch alle Mittel des ökonomischen Zwanges und des Aushungerns, um ihr Ziel zu erreichen. Doch Karl Marx blieb seiner revolutio­nären Überzeugung treu. Er war ein Mensch voller Optimismus, Humor und Lebensfreude. Die ständige aufopferungsvolle finanzielle Unter­stützung durch Friedrich Engels ermöglichte es ihm, sein Hauptwerk »Das Kapital« zu vollenden, verhinderte, daß er in Not und Elend zugrunde ging.

Als Marx 1883 starb, waren seine Ideen zum Kampfprogramm der fortgeschrittensten organisierten Kräfte des Proletariats in vielen Län­dern geworden. Und Friedrich Engels konnte 1894, ein Jahr vor seinem Tode, schreiben: »Es formiert sich das Heer des internationalen Pro­letariats, und das nahende neue Jahrhundert wird es zum Siege füh­ren!« [3]

Vertreibung der Revisionisten aus der Partei

Die Formierung der Leninschen Partei neuen Typs und der Sieg der Oktoberrevolution waren auch der erste große Sieg des Marxismus-Leninismus über den internationalen Opportunismus, der den Marxis­mus für überholt erklärte, ihn seines revolutionären Inhalts berauben und die Partei der Arbeiterklasse aus einer Partei der sozialistischen Revolu­tion in eine bürgerliche Reformpartei umwandeln wollte. Alle geschicht­lichen Erfahrungen in den über 70 Jahren, die seit 1917 vergangen waren, haben be­stätigt, daß der Kampf der Arbeiterklasse zur Erfüllung ihrer histo­rischen Mission nur dann erfolgreich ist, wenn er von einer revolutionä­ren Partei geführt wird, die sich vom Marxismus-Leninismus als dem sicheren theoretischen Kompaß leiten läßt.

Die große Wende zum Sozialismus

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution hat vor nunmehr über 100 Jahren dem Imperialismus die erste große historische Niederlage bereitet. Auf einem Sechstel der Erde war seine Herrschaft zu Ende. Mit dem Sieg der russischen Arbeiter und Bauern trat die allgemeine Krise des Kapitalis­mus, sein Niedergang deutlich hervor, begann ein Zeitabschnitt des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus.

Die Erfahrungen der Sowjetunion

Im Kampf gegen den Opportunismus der meisten sozialdemokra­tischen Parteien der II. Internationale entwickelte Lenin in allgemeingül­tiger Weise den Marxismus unter den Bedingungen der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution allseitig weiter. Der Leninismus ist der Marxismus unseres Jahrhunderts. Lenin schuf eine Partei der Arbeiterklasse von neuem Typ. Sie führte in der Großen So­zialistischen Oktoberrevolution die Arbeiter und Bauern Rußlands zum Siege. Lenin und die Bolschewiki hatten den wissenschaftlichen Sozialis­mus zum ersten Mal in gesellschaftliche Realität umgewandelt. Und Stalin setzte in genialer Weise das Werk Lenins fort, führte die Sowjetunion zu einem heroischen Sieg über den zu jener Zeit mächtigsten Feind, den deutschen Imperialismus. Erst als mit Chruschtschow in der Sowjetunion ein Antikommunist an die Spitze von Partei und Regierung gelangte, begannen die Abweichungen vom Marxismus-Leninismus und damit der Niedergang des Sozialismus im Weltmaßstab.

Nach dem Sieg der Sowjetunion über den Faschismus

wurden die Ideen des Marxismus-Leninismus in vielen Ländern Europas, in Asien und Lateinamerika zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Sie hatten auch bereits in mehreren afri­kanischen Ländern Fuß gefaßt. Sie wurden zu einer großen geistigen Kraft. Die Kampfparole von Marx und Engels: »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« hatte bereits millionenfachen Wider­hall gefunden...

Das Werk von Karl Marx wurde in der DDR verwirklicht

Das revolutionäre Vermächtnis von Karl Marx erfüllte sich auch in unsrer Deutschen Demokratischen Republik. Darüber empfanden wir Freude und Stolz. Auch in der DDR hatte der Sozialismus feste Wurzeln geschlagen, war das Werk von Karl Marx lebendig. Nach der Zerschlagung des deutschen Faschismus durch die Sowjetunion hatte sich im Ergebnis des Sieges der sozialistischen Revolution und mit der Gestaltung der ent­wickelten sozialistischen Gesellschaft das Leben unseres Volkes von Grund auf zum Guten ver­ändert.

Wir waren auf dem richtigen Weg!

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die marxistisch-leninistische Theorie nicht nur in der Praxis des Kampfes gegen den Kapitalismus, sondern vor allem in der erfolgreichen Praxis bei der Gestaltung der neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung bewährt. Die Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin, die Ideen des Roten Oktober hatten die sozialistische Gesellschaft hervorgebracht. Einen dritten Weg zu einem anderen Sozialismus hat es bisher nirgenwo in ser Welt gegeben und es wird ihn auch nicht geben. Im Bericht des Zentralkomitees der SED an den X. Parteitag hatte Genosse Erich Honecker betont:

»Die Lehre von Marx, Engels und Lenin ist die einzige Wis­senschaft, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begreifen und bewußt gestalten läßt. Ohne sie hat noch niemand die Ausbeutung be­seitigt und die Grundlagen der neuen Gesellschaftsordnung geschaffen, geschweige denn die entwickelte sozialistische Gesellschaft erbaut. >Modelle< für einen erneuertem Sozialismus, woher sie auch kamen, erwiesen sich immer als untauglich, sosehr sie auch von westlichen Massenmedien befürwortet wurden.«[4]

Auch wenn der Sozialismus 1990 eine seiner größten Niederlagen einstecken mußte …

Das Lebenswerk von Karl Marx hatte lange Zeit alle Prüfungen der Geschichte, alle Stürme der Klassenauseinandersetzungen mit Erfolg bestanden, obwohl es von der Bourgeoisie von Anfang an unerbittlich bekämpft, für widerlegt oder für tot erklärt wurde. Diese Lebenskraft wurzelte vor allem darin, daß Marx‘ Lehre die tatsächlichen Lebensinteressen des Proletariats, der wichtig­sten sozialen Kraft unserer Epoche, zum Ausdruck brachte.

Der Marxismus ist eine Anleitung zum Handeln

Karl Marx hat seine Theorie stets als Anleitung zum Handeln aufgefaßt. Sie erwies sich gerade deshalb als so fruchtbar, weil sie, auf die konkrete gesellschaftliche Praxis angewandt, bereichert und weiterentwickelt wurde. Im theoretischen und politischen Wirken W. I. Lenins, dem genialen Verteidiger und Fortsetzer des Werkes von Marx und Engels, wurde dies besonders sichtbar. Und heute müssen wir hinzufügen: erst recht das erfolgreiche Wirken Stalins wird uns den Weg in eine sozialistische Zukunft weisen.


2. Die weltgeschichtliche Bedeutung des Werkes von Karl Marx?

Gestützt auf das Beste, was die Menschheit im 18. und im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts in Gestalt der klassischen deutschen Philosophie, der englischen politischen Ökonomie und des französischen utopischen Sozialismus an Gesellschaftstheorien hervorgebracht hat, sowie an­knüpfend an das ganze progressive, humanistische Erbe schuf Karl Marx gemeinsam mit Friedrich Engels den dialektischen und historischen Materialismus, die politische Ökonomie und den wissenschaftlichen Sozialismus und Kommunismus.

In ihrer Gesamtheit bilden diese drei Bestandteile die einheitliche, in sich logisch und harmonisch geschlossene Weltanschauung der Arbei­terklasse, die sich mit keinerlei Reaktion, Knechtschaft und Aberglauben vereinbaren läßt. Marx und Engels gaben damit auf jene Fragen Antwort, die das fortschrittliche Denken der Menschheit bereits gestellt hatte. Sie leiteten eine Revolution im menschlichen Denken ein und stellten die jahrhundertealten Bestrebungen der besten Vertreter der Menschheit um eine neue gerechte Weltordnungauf eine wissenschaftliche Grundlage.

Seither wird täglich aufs neue die Feststellung von W.I. Lenin bestätigt: »Die Lehre von Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist.« [5]

Zitate:
[1] W.I. Lenin: Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Bd.19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S.3.
[2] W. l. Lenin: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels, in: Werke, Bd.19, S.550.
[3] Friedrich Engels: Grußadresse an die Sozialisten Siziliens. In: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke (MEW}, Bd.22, S.477.
[4] X.Parteitag der SED, 11. bis 16. April 1981 in Berlin. Bericht des ZK der SED enden X.Parteitag der SED. Berichterstatter: Genosse Erich Honecker, Berlin 1982, S.133.
[5] siehe [1]

(Unter Verwendung der Studienhinweise für Seminare: Partelehrjahr der SED. Zur aktuellen Bedeutung der Leninschen Theorie über den Imperialismus, 1. Studienjahr. Dietz Verlag, Berlin, 1982, S.7-9. neu bearbeitet. – wird noch eeränzt!)

Siehe auch:
Karl Marx hatte recht!

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