Rumänien – eine Fallstudie imperialistischer Politik (1989)

Ein Handbuch des System-Changes, wie wir ihn schon öfter beobachtet haben.
Der Zynismus ist wirklich atemberaubend und kaum zu ertragen…

Rumänien1989

„…zweiter Punkt: Man muß eine wirksame Propaganda-Aktion von außen einleiten, die belegt, daß dieses Regime von allen gehaßt wird, daß es am Rande der Nationen steht, daß es kein Recht mehr hat, sich als liberalen Staat zu bezeichnen. Und man muß zeigen, daß die Oppositionsbewegungen, die hervortreten werden, legitim sind.“ (Dominique Fonvielle – ehemaliger Führungsoffizier des französischen Geheimdienstes)

„…wenn man den Grundstein für eine Aktion im Ausland legen will, muß man versuchen, die Bevölkerung zu konditionieren. Dabei ist Propaganda sehr wichtig. Man kann ,Schwarzpropaganda‘ einsetzen, die scheinbar von einer einheimischen Dissidentengruppe stammt, aber in Wirklichkeit im Ausland fabriziert wurde. Man kann Sendungen ausstrahlen, die angeblich von einer Dissidentengruppe im Land stammen,  und das stärkt wiederum das Ansehen dieser Gruppe in den Augen der Bevölkerung. (Charles Cogan – Chef de la CIA à Paris 1989)

…es ist ein Leichtes für die Geheimdienste, Informationen zu manipulieren, Geschichten zu lancieren…  …der Blutzoll in Temesvár. Man behauptet: über 4.000 Tote. Angebliche Opfer werden zur Schau gestellt – in Wahrheit eine Fälschung, wie alte Obduktionsnähte beweisen…

„…im November 1987 gab es in Brașov eine ähnliche Bewegung. Da niemand gestorben ist, haben sich die Leute beruhigt. Und dann, bei der Wiederholung, hat man die Schlußfolgerung gezogen, daß bevor nicht genug Menschen gestorben sind, bevor nicht genug Blut geflossen ist, sich das Volk nicht erheben wird.“  (Gheorghe Ratiu – Abteilungsleiter „Innere Sicherheit“ der Securitate 1989)

„…das sind keine Opfern von der Revolution, diese Leute hier. Man sieht, wenn Sie sie anschauenen, sind alle aufgeschnitten, nicht mal…“ – „Wer hat die Leute getötet? Auch die Securitate?“ – „Nein, die sind gestorben…“

…Radio „Freies Europa“ spielt stündlich einen Bericht, gestaltet mit Schüssen und Schreien. Die Menge wird zusätzlich durch ausgebildete Provokateure angeheizt…

„…die Securitate hatte Informationen und ist auch gezielt in diese westlichen Lager eingedrungen. Es gab ein Lager in Deutschland, in Zirndorf, ein anderes in der Nähe von Wien, in Traiskirchen, eines in Budapest, noch ein weiteres in Ungarn, in Bicske, vierzig Kilometer in Richtung Österreich, in einer ehemaligen Kaserne. Hier wurden Leute in Guerilla-Techniken ausgebildet. Es wurden Einheiten ausgebildet, die Unruhe stiften sollten, um die ,Volksrebellion‘ zum Ausbruch zubringen. Obwohl diese Lager sich innerhalb Deutschlands, Ungarn und Österreichs befanden, waren die Ausbilder Amerikaner.“ usw. usf.

* * *

„Schachmatt – Strategie einer ,Revolution‘ oder Fallstudie amerikanischer Politik“

(Ein Film von arte)

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4 Antworten zu Rumänien – eine Fallstudie imperialistischer Politik (1989)

  1. Johann Weber schreibt:

    Lieber sascha, vielen Dank, dass Du auf die Vorkommnisse in Rumänien 1989/1990 zu sprechen kommst. Wer dieses Video genau analysiert, kann klar erkennen wer damals zu den Strippenziehern gehörte. Gorbatschow war mitten drin.

    Besonders wichtig ist folgende Stelle in diesem Video: (Minute 5:30 bis 6:35)
    „…erkennt der Diktator den Ernst seiner Lage zu spät, denn er ist ein Dorn im Auge von Moskau und Washington. Europas Einigung steht auf dem Spiel, die Grundvoraussetzung für die Deutsche Wiedervereinigung innerhalb der NATO und Amerikas Ziel. Ende 1989 steht Ceausescu im Weg. Es bleibt wenig Zeit zum Handeln.“

    Aussage des ungarischen Ministerpräsident Nemeth:
    „deshalb ist es wichtig, diejenigen aus dem Weg zu räumen, die diesen Prozess aufhalten und verhindern würden, u.a. Ceausescu….“

    Diese Aussage und die Aussage von Willy Wimmer:
    Willy Wimmer, damals verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, sagte beim Podiumsgespräch, das zum 60. Jahrestag der Bundeswehr stattfand, folgendes: (Minute 26:00 bis 27:30)

    „…wir waren jedes Jahr in Amerika, solange ich Vorsitzender war, und im Sommer 1988 erklärte uns, direkt nach der Landung die Führungsspitze, der ihnen auch bekannten CIA Langley, alles das, was wir jahrzehntelang über den Warschauer Pakt gesagt haben, muss relativiert werden, das was die Russen, die Sowjets, in Mitteleuropa machen, ist ein glatter Ausfluss von Adolf und Napoleon. Die machen dies alles zur Verteidigung von Mütterchen Russland, und das ist die Situation mit der wir es zu tun haben.

    Das Zweite, was die uns im Weißen Haus sagten, der spätere amerikanische Botschafter in Moskau, Jack Matlock, und Sven Kramer. Man saß damals, ich muss sagen, 1988 offensichtlich nach den, nach deren Aussage im Weißen Haus, zusammen mit den Sowjets und arbeiteten in Washington an einer neuen sowjetischen Verfassung. Und die Tagesordnung des Zentralkomitee der KPdSU wurde zu dem Zeitpunkt in Washington gemacht. Das machte doch deutlich, dass sich Ungeheures entwickeln würde……“

    zeigen es klar auf, diese Vorgänge 1989/1990 war eine Konterrevolution. Die sogenannte „friedliche Revolution“ war und ist nichts anderes, als zwei Worte in der damaligen Propaganda. Das in der DDR dies eine unblutige „Revolution“ gewesen war, hing nicht von den Staatssicherheitsorganen der DDR ab. Kommunisten schießen nicht auf Unbewaffnete. Unblutig blieb diese Konterrevolution deshalb, weil die Konterrevolutionäre nicht den ersten Schuss abgaben. Die Geschichte zeigt ja, wer bei Umstürzen den ersten Schuss abgibt.

  2. Christa Ebeling schreibt:

    Auch der PUTSCH in der Ukraine wurde von CIA vorbereitet.Bei der Siegesfeier waren sie dabei!Bis heute nicht aufgeklärt,wer in die Menge der Demonstranten geschossen hat.Es gibt eindeutige Videos!!Auch die Toten in Odessa!!!Es wurde nicht aufgeklärt,wer den Brand im Gewerkschaftshaus legte und die Menschen verbrennen liess oder noch tot schlug.Jetzt geht es gegen Cuba und Venezuela mit Aushungern der Bevölkerung und Bestrafung für Länder, die helfen wollen und weiter Handel treiben.Das ist die NEUE KRIEGSFÜHRUNG AMERIKAS gegen alle kommunistischen Länder und RUSSLAND und friedliche Welt. Amerika bestimmt Wirtschaft und Politik der Welt!!Feinde braucht man,damit Rüstungsindustrie verdient!!

    • Auch die Toten in Odessa!!! Es wurde nicht aufgeklärt, wer den Brand im Gewerkschaftshaus legte und die Menschen verbrennen liess oder noch tot schlug.

      „Offiziell“ wurde das von staatlich ukrainischer Seite nicht aufgeklärt; aber sowohl der Banden-Chef, als auch (einige) Täter — zumindest diejenigen, die im Gewerkschaftshaus ermordet wurden, um von der eigentlichen Fährte abzulenken, sind bekannt.

      Jetzt geht es gegen Cuba und Venezuela mit Aushungern der Bevölkerung und Bestrafung (für) [der] Länder, die helfen wollen und weiter Handel treiben. Das ist die NEUE KRIEGSFÜHRUNG AMERIKAS gegen alle kommunistischen Länder und RUSSLAND und [die] friedliche Welt. Amerika bestimmt Wirtschaft und Politik der Welt!! Feinde braucht man, damit [die] Rüstungsindustrie verdient!!

      Einiges ist richtig, einiges ‚falsch‘.

      a) Diese Kriegsführung ist nicht neu.

      b) Die Rüstungsindustrie verdient auch, ohne daß es Feinde gibt. Aber mit eine Feindbild lässt sich die absurde und vollkommen irre Rüstungsindustrie vor einer kapitalistisch unterdrückten Bevölkerung rechtfertigen.

      c) Die USA — „als Staat“ — bestimmen weder die Wirtschaft noch die Politik ihrer eigenen Staaten und schon gar nicht die der Welt.
      Die USA werden — wie alle kapitalistischen „Entitäten“ von einer Organisation bestimmt, die ihr ihre Handlungsweisen vorschreibt. Dies geschieht durch die Organisation praktisch indem die private BIZ/BIS in Basel, welche den unter der Herrschaft des Kapitalismus stehenden Staaten die Währungen zuteilt und über ihre Börsen die Preise der Rohstoffe und die Wechselkurse der namentlich verschiedenen – kapitalistischen – Währungen festlegt.

      d) Iran, Kuba, Venezuela oder die DVR-Korea dienen lediglich der Ablenkung!
      Damit wird vom eigentlichen Krieg innerhalb des Lagers des Kapitalismus abgelenkt!
      Die USA führt seit Jahrzehnten einen Wirtschaftskrieg gegen Europa — heute die EU — DE ist das Zentrum und wird besonders von der USA bekämpft. Dabei werden die „Großen Fünf“ = DE, FR, GB, IT und ESP gegenseitig geschickt ausgespielt und gegen Russland in Stellung gebracht.

      Die BRD – BUND genannt— Vasall des US-Militärs, muß diesem Treiben gegenüber DE und EU hilflos zuschauen und sich an der Zerstörung eines sich von den meisten Menschen gewünschten und erhofften Sozialismus beteiligen.

      [*A] Die einzige Währung in der Welt, die davon vollkommen unabhängig ist, stellt die Währung des sozialistischen Chinas dar!
      Die nach leninistisch-stalinistisch-maoistischen Prinzipien, die ja von Marx im Das Kapital vollumfänglich dargestellt werden, agierende kommunistische Partei Chinas (KPCh) legt die Preise für alle Waren (wozu nach Karl Marx auch die Arbeitskraft zählt) innerhalb Chinas fest!
      — Freilich ist das nichts starres, sondern innerhalb des sozialistischen Wirtschaftssystems Chinas einer notwendigen Flexibilität unterworfen!
      Auch in China weiß man, dass ein Kilo Reis in Peking nicht das gleiche kosten kann!!! (ohne den Preis zu subventionieren! wie im Westen der Wüste Gobi, denn ein Kilo Reis erfordert weit mehr menschliche Arbeitskraft am Rande der Wüste Gobi (wo kaum Meschen leben) als in der Metropol-Region um Beijing ( 北京), wo 130-Millionen Menschen leben.

      Die einzige Währung in der Welt, die davon vollkommen unabhängig ist, stellt die Währung des sozialistischen Chinas dar!
      Die nach leninistisch-stalinistisch-maoistischen Prinzipien, die ja von Marx im Das Kapital vollumfänglich dargestellt werden, agierende kommunistische Partei Chinas (KPCh) legt auch den Wechselkurs der eigenen chinesischen Währung gegen alle übrigen Währungen in dieser Welt fest – die von Außen her nicht beeinflusst werden kann!

      • olivia2010kroth schreibt:

        Interessant!

        „Dabei werden die „Großen Fünf“ = DE, FR, GB, IT und ESP gegenseitig geschickt ausgespielt und gegen Russland in Stellung gebracht …“

        Das hätten die USA gerne so, aber heute klappt es nicht mehr so recht. Von den „Grossen Fûnf“ sind drei freundlich gesonnen gegenüber Russland und verhandeln separat mit der russischen Regierung zu ihrem eigenen, nationalen Vorteil: Deutschland, Frankreich und Italien.

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