Der Bänkelsänger mit den verleumderischen Liedern…

Schlamm

„Der Barde war klein, dicklich und verfressen“… schrieb Gisela Steineckert. Doch wer war dieser Mann mit dem alkoholischen Namen und der Gitarre, der die zynischen und betrügerischen kleinen Lieder krächzte? Niemand würde sich heute noch an ihn erinnern, wenn da  nicht einige direkt von ihm verleumdet und beschimpft worden wären, und wenn nicht einige es erlebt hätten, als er log und sang. Und als er, der er sich als einen „Kommunisten“ bezeichnete, die Kommunisten in der DDR durch den Dreck zog.
Gisela Steineckert muß es wissen, denn sie kannte ihn.

Über die Biermann-Legende

Anfang der sechziger Jahre bekam ich einen neuen Freund. Damals war ich leicht zu begeistern, und der neue Freund bot dafür Anlässe. Wolf Biermann kam als junger Kommunist aus Hamburg in das bessere Deutschland, zunächst als Gast, dann als Bürger, stellte sich also unter die Gesetze dieses Landes – was für eine begeisternde Entscheidung! Damit alles so schön blieb, brauchte er gute Freunde. Wir liebten Lieder und die anderen schönen Künste, waren beide begabte Wichtigtuer am Anfang einer möglichen Karriere, also schwelgten wir in Plänen und setzten einige um. Der Barde war klein, dicklich und verfressen, für einen Studenten – Wunschstudium: Philosophie! – nichts Besonderes an unserem beliebten Freitisch. Es gab viele Gründe, den begabten Neuen zu verteidigen, auch gegen Mahner, die ihn zu frech, obszön und anmaßend nannten, auch unerträglich eitel. Das war er freilich.

Aber die Mauer war gebaut, ihre Nötigkeit eingesehen, jedenfalls von uns. Wir fanden nur, daß es enger wurde, ideologisch, geistig und kulturell. Das hatten wir uns anders erhofft. Frischer Wind tat gut, und es hätte doch ein wenig entspannter sein können. Denn nun hauten die Absolventen nach teurer Ausbildung nicht mehr sofort ab, wir wurden nicht mehr alltäglich ausverkauft, und nach draußen funktionierte der antifaschistische Schutzwall fast perfekt. Nach innen, rein zu uns, konnte allerdings nahezu jeder. Eben auch dieser junge Kommunist aus Hamburg, der einzige Sohn eines ermordeten jüdischen Widerstandskämpfers. Welch ein „Enkel“ für unsere alten, oft einsam gewordenen Antifaschisten, Politiker wie Künstler. Wir dachten nicht darüber nach, als er sofort eine komfortable Wohnung bekam, eine, die später für eine große Familie reichte. Sein Auto hatte er mitgebracht, er verdankte es sicher Emma, seiner lebensstarken Mutter, deren einzige schwache Stelle die Liebe zum Sohn war.

Ich lernte diesen jungen Wolf kennen, als ich mir für eine Anthologie ein paar Liebesgedichte aussuchen wollte. Das war wichtig, denn Liebesgedichte waren gerade als überflüssig ausgegeben worden: kleinbürgerlich, Liebe ist schließlich Privatsache, so wie Kleingarten, wir brauchen revolutionäre Begeisterung unserer Künstler, nicht sentimentales Rumdichten über Gefühle. So etwa hatte es auch in der „Neuen Deutschen Literatur“ gestanden. Dagegen wollte ich etwas tun. Und es kam auch zu einer ersten Auflage, mit Texten von sechzehn Dichtern der DDR, von Maurer bis Biermann, und Werken unserer Maler und Zeichner. An einer Grafik von Harald Metzkes und einem Gedicht von Biermann ist die zweite Auflage gescheitert. Ich machte mich sofort an die Arbeit für ein neues Buch zum selben Thema, diesmal ohne Gedichte von Biermann.

Warum? Darum geht es, das ist die Geschichte. Aber ich bin noch bei der Freundschaft. Wir haben in der Belforter Straße in Berlin einen Saal ausgebuddelt, mit Schippe und Besen. Ronald Paris war dabei, Heinz Kahlau, auch Biermann, der sang zu unserer Arbeit. An viele andere Helfer kann ich mich namentlich nicht mehr sicher erinnern. Wir führten die Erstpremiere des Stückes „Der Schuhu und die Prinzessin“ von Peter Hacks auf. Es war ein großer Erfolg, so wie unsere Freundschaft mit Biermann. Wir hörten oft das jeweils neue Lied als Erste und bewahrten es auf Band. Die U-Bahn in der Schönhauser ist darauf zu hören, und unser Beifall, unser „Bravo“. Heinz Kahlau und ich organisierten in Herbert Sandbergs Veranda ein vormittägliches Sonderkonzert mit Manfred Krug, Wolf Biermann und Perry Friedman. Illustres Publikum sollte Ruhm verbreiten. Krug und Biermann konnten sich sofort nicht ausstehen. Platzhirsche, die den anderen als Dieb der Zeit für eigene Darbietung sahen. Das blieb auch. Sie wußten damals ja noch nicht, daß Biermann einmal den Nagel bieten würde, an den sich der eigene Hut hängen ließ. Als Krug viel später ausreisen wollte, lange und gut vorbereitet, hat er Biermann zum Opfer der DDR und zum Freund erklärt.

Aber zurück zu den schönen Anfängen. Ich wollte Biermann bekannt machen, und da wir Krug gerade mit der Hauptrolle in „Auf der Sonnenseite“ durchsetzen konnten, hielten wir uns für stark. Perry Friedman allerdings war für gemeinsame Veranstaltungen mit den beiden anderen nicht mehr zu gewinnen, er hielt sie für politische Spinner. Er förderte die Singeklubs. Ohne die zu kennen, nannte Biermann die jungen Leute, die auch sangen und Lieder schreiben wollten, „Kaisergeburtstagssänger“. Nun, an seine Vorbilder konnten die natürlich nicht ran. Er hielt sich an Brecht, Bellmann und Villon, Heine und Rimbaud. Seine Vorbilder waren, Zitat „… auch so direkt, so unverschämt“. Wir waren Freunde, und also öffnete ich auch um drei Uhr nachts die Tür, als Biermann schwitzend erschien und mich an die Schreibmaschine drängte, um seinen grad in einer Veranstaltung gesungenen Text umzuschreiben. Er war sicher, daß beim Heimkommen die Stasi auf ihn wartet, und er mußte sie mit dem geänderten Text überzeugen, daß sie sich verhört hatten. Also habe ich den originalen Text versteckt, denn ich dachte, begabte Leute müssen übertreiben, und es tut nicht gut, wenn Eierköpfe sie schon beim Über-Mut abgreifen. Zu viele Begabte waren weggegangen. Von jenem Plenum, das andere Opfer kostete, soll hier nicht die Rede sein.

Biermann gab sich wenig Mühe, die Paten seiner Lieder zu verschleiern, er ahmte nach, oder nahm fast wörtlich. Seine „Kompositionen“ ähnelten sich, aber das Ganze war originell, sehr sinnlich und anders, neu und frisch. Er wird sich noch zügeln, dachten wir und nahmen ihn mit zu Veranstaltungen, zu denen er nicht geladen war. Wir verlangten vor Ort, ihn auftreten zu lassen, sonst würden wir streiken. In Halle waren Rainer und Sarah Kirsch dabei und erpreßten ebenfalls. Erik Neutsch versuchte, uns gütig, nachsichtig sogar, von unserem Vorgehen abzubringen, aber wir gaben nicht nach. Biermann war dann nicht wieder von der Bühne zu kriegen – und die Leute wollten ihn hören, ihn, nicht uns.

Wenige Tage später trugen wir in einem Vorort von Berlin unsere Beiträge zuerst vor, damit er dann das Publikum nach Belieben unterhalten konnte. Nach dem dritten Lied forderte er die Anwesenden auf, endlich mal die Regierung abzusetzen und die Mauer einzureißen, sie sollten nicht so feige Arschlöcher sein. Das war unsere letzte gemeinsame Veranstaltung. Ich dachte damals, daß manche kritische Biographie über einen Künstler wohl noch sehr milde ist. Mir fiel zum ersten Mal auf, wie schnell Biermann mit dem erwünschten Tod anderer zugange war. Er ist jung, schränkte ich das Unbehagen ein, ist ein Hitzkopf, ein übertreibender Idealist. Er sieht sich umstellt von Gegnern. Auch Feinden? Wer waren die? Das hätte ich gern gewußt. Frauen waren entweder seine potentiellen Geliebten, auf deren Nacken er gern seinen Fuß setzte, oder er denunzierte sie als dumm, dick und überflüssig. Ein Teil seines Charakters aber schien es zu hassen, wenn er seinen Willen bekam, und sich nach neuer Schwierigkeit umsehen mußte, die es wiederum zu zerstören galt.

Ich ging den Verlagen in Berlin auf die Nerven, bis mir der Chef des Verlags Das Neue Berlin zusagte, einen Band Balladen von Biermann zu veröffentlichen. Das teilte ich dem Künstler freudig am Telefon mit. Seine Antwort war: „Bist du wahnsinnig? Ich habe die Rechte längst an Wagenbach in Westberlin gegeben, und nicht die Absicht, in der DDR etwas zu veröffentlichen.“ „Und warum hast du mich losgeschickt?“ – „Ich dachte doch nicht, daß du es schaffst.“ Nicht deswegen habe ich Biermann Anfang 1963 aus meinem Leben entfernt. Es war auch nicht, weil ich merkte, daß er uns ständig belog. Er versorgte uns ausschließlich mit Informationen, die für ihn nützlich waren. Und blieb uns gegenüber nur der verwaiste, selber verfolgte Judenjunge, der für jede Hilfe dankbar war.

Es war der Abend, an dem Ernst Busch in der Akademie der Künste von der Öffentlichkeit Abschied nahm. Wir waren mit Blumen dabei und mit unserem Dank für ein großes Leben. Singen konnte Busch nicht mehr, seine Lieder wurden eingespielt. Am Schluß stand Biermann an der Tür. Er lud uns und einige andere in seine Wohnung ein; man müsse ja etwas tun, um sich über den Schwachsinn und Kitsch dieses Abends gegenseitig wegzuhelfen. Das sagte er laut, noch innerhalb des Raumes. Warum waren wir so blöd, hinzugehen? Wir hatten einen Schriftsteller aus Rumänien zu Gast, vielleicht deshalb. Alle saßen auf der Erde, und Biermann schüttete sich aus über Busch, der noch nie was konnte und sich jetzt aufspielt … Erster Akt! Zweiter Akt: Biermann kündigte uns die Premiere seiner Lieder vom großen DraDra an, also seine Drachenlieder. Es war kurze Zeit nach der Premiere des Stückes von Jewgeni Schwarz im Deutschen Theater. Ich habe die Lieder gehört. Und hielt das nicht aus. Nun war es nicht mehr schöpferischer Zorn, es war unkünstlerischer Haß, Wut, Mordlust – es war unerträglich persönlich, eigentlich privat.

Gegen wen richtete sich solche Wut? Bürokraten, Funktionäre – genauer kriegten wir es nicht. Ich bin vor der Diskussion gegangen, allein und sehr uneins mit mir. Es ging also um Bürokraten, um Leute, die in Sesseln sitzen, die wollte er lebendig begraben, auf die Schnauze hauen, aufhängen. Mindestens. Er wurde sicher rund um die Uhr abgehört. Aber was haben die Zuständigen mit den Informationen gemacht? Mich hat bei meiner Bettelei um seine Karriere niemand aufgehalten. Aber der Barde hielt mich auf. Noch immer war er nicht ohne Gitarre unterwegs, und meist hatte er ein kleines Stühlchen bei sich, auf dem er sich jemandem zu Füßen setzen konnte, um, psychologisch raffiniert, zu diesem aufzublicken, sich scheinbar zu erniedrigen.

Aber Biermann war feige. Nicht er selber zog mit den Farbeimern los, die ihm Emma aus Hamburg mitbrachte. Er schickte junge Leute in Mutproben, die ihnen allerdings gerade recht waren. Einige kamen aus intellektuellen antifaschistischen Familien, in denen häufig die häusliche Rede über die Politik der DDR nicht zum öffentlichen Auftreten paßte. Ihre gelangweilten Kinder haben aber nicht zu Hause, sondern für Guru Biermann aufgetrumpft – in der Schule, auf der Straße, mit offenem Aussprechen oder dummer Provokation. Unter Benutzung von verfälschten Zitaten der Klassiker. Diese jungen Leute wurden kurzfristig eingesperrt oder flogen von der Schule. Das nahmen sie alle – damals noch! – auf sich, um nicht hinter Biermanns Mut zurückzustehen. Den gab es nicht.

Wir wußten nicht, warum der Geduldsfaden so lang war. Wir erfuhren erst nach seiner Ausreise, welcher Dank da von einer Ministerin an die Mutter von Biermann abgestattet werden sollte. Als auch Margots Vater den Nazis zum Opfer fiel, nahm Emma das Kind auf und zog es liebevoll, wie eine Tochter, groß. Die Väter waren Genossen und Freunde gewesen. Biermann folgte der Einladung seiner Ziehschwester und kam in die DDR, nahm, was er kriegen konnte und tat den Undank und die Narrenfreiheit oben drauf. Seine Wohnung hatte er zu einem internationalen Treffpunkt und einer medialen Produktionsstätte ausgestaltet. Die westlichen Journalisten und Produzenten gingen bei ihm ebenso ein und aus wie all die unzufriedenen Begabten, die in der Chausseestraße geistige Erbauung im Widerstand gegen die DDR fanden. Auch Anknüpfungen an den ersehnten Markt in der „Freiheit“: Zeitungen, Medien und Verlage.

Das muß nicht minder bekannt gewesen sein, jedenfalls setzte Biermann es voraus und amüsierte sich darüber. Gesetze? Die interessierten ihn nicht. Später hat er geschrieben, er habe Manuskripte im märkischen Sand versteckt. Kopien vielleicht, denn es standen immer genügend Empfänger für den Transport nach drüben bereit. Zumal er darauf baute, daß die DDR es sich wegen der großen Augen der Weltpresse nicht leisten konnte, ihm etwas zu verweigern oder gar anzutun. Seine Absichten und Handlungen und das Verhalten der alten mächtigen Männer in der Partei und der Regierung trafen zu einem gefährlichen Stillstand zusammen.

Ich habe ihn noch einmal besucht und wollte ihm sagen, daß ich unsere Freundschaft aufkündige. Aber da schneite Professor Havemann herein und erzählte lachend, daß er in der Akademie der Wissenschaften eben aus der Partei geworfen worden war. Wie schwer die sich damit getan hätten, wie sie gedruckst, und auf ein alles wendendes erlösendes Wort von ihm gewartet hätten. Ich habe Biermann nicht wieder gesehen. Dem ging noch etwas voran: Ihm war klar, daß einige alte Kämpfer mit der defensiven Politik der „Führung“, nicht zurechtkamen. Er suchte die berühmten alten Männer auf und legte im Namen seines Vaters sowohl seine grenzenlose Verehrung als auch sein Verständnis der Konflikte in ihr Herz. Und sang und sang. Sie holten dann den Bittersaft ihrer Tagebücher und nicht verwendbaren Ideen aus dem untersten Fach und lasen vor, was zur Zeit nicht für das öffentliche Auge bestimmt war. Biermann hatte ein glänzendes Gedächtnis. Er ging davon und machte sich Notizen. Aus dem Material der Aufgesuchten und Getäuschten knüpfte er ein langes Lied, in dem er sie alle offenbarte und denunzierte, sie zynisch aburteilte. Dieses Lied schickte er auf einem Tonband an Klaus Gysi, den damaligen Kulturminister.

Nach der Ablieferung rief Biermann mich an und erzählte mir von seinem Coup. Ich sagte: „Aber das ist Verrat.“ Er sagte: „In der Politik ist Verrat ein Mittel wie jedes andere.“ – „Und warum erzählst du mir das?“ Seine Antwort: „Weil du ein Weib bist und es herumtratschen wirst.“ Ich habe es niemandem erzählt. Erst Jahre später traf ich Klaus Gysi bei einer Veranstaltung. Wir standen gelangweilt am Buffet, allein. Ich fragte: „Was hast du eigentlich mit dem Tonband von Biermann gemacht, damals?“ Er sagte: „Ich habe ihm einen Brief geschrieben. Daß durch ein technisches Versehen beim ersten Abspielen das Band leider unbrauchbar geworden ist. Und er möge von weiteren postalischen Sendungen absehen.“ Ich glaubte ihm und habe ihm das nie vergessen.

Daß Freundschaften wegen Biermann auch unter den Schriftstellern zerbrochen sind, daß wir uns nach seiner „Ausbürgerung“ alles gesagt haben, was lange vorher schon auf der Zunge lag, das war dramatisch. Denn der letzte Schachzug von Biermann war, daß er jedem, der schon lange nach einem Absprung gesucht hatte, den Vorwand dafür lieferte. Als Mitglieder des Vorstandes bekamen wir von der Partei den Auftrag, unseren Kollegen, auch Freunden, das auszureden. Wir haben uns lächerlich gemacht und konnten darüber in den Westzeitungen lesen, die uns anonym zugestellt wurden. Widerlegen durften wir nichts, wir durften uns nicht wehren. Nicht einmal in einer Anglerzeitung hätten wir uns verteidigen dürfen. „Wir tragen doch unsere schmutzige Wäsche nicht vor den Klassenfeind.“ Doch, das geschah, aber wir durften nicht aufdecken, was wir wußten, keinen Einspruch erheben gegen den Vorwurf, wir seien nur zu feige gewesen, die undurchdachte Kampagne für Biermanns Rückkehr zu unterstützen.

Lange vorher hatte es einer der Funktionäre der Partei, Konrad Naumann, auf den Punkt gebracht: „Es gibt drei Dinge, die wir nicht überleben würden: Wenn wir die Hundesteuer erhöhen, einen Feiertag abschaffen oder den Biermann einsperren. Dann gibt es einen weltweiten Kampf, wie um Angela Davis.“ Nicht ganz so ist es gekommen. Biermann hat es geschafft, daß der DDR nichts anderes blieb, als den Sohn eines ermordeten Widerstandskämpfers, Jude noch dazu, entweder ein- oder auszusperren. Max Frisch nannte Biermann, nach einem Besuch, „Clown“ und „Poet“. Hacks, aufgesucht, um konterrevolutionäre Pläne zu schmieden, warf ihn raus und hieß ihn einen wichtigtuerischen Quatschkopf. Und zahlte diese Meinung, nach Veröffentlichung, mit einem Boykott seiner Werke. Herr Wowereit hat Wolf Biermann zum Ehrenbürger der Stadt Berlin ernannt.

Gisela Steineckert

Mit freundlicher Genehmigung übernommen vom RotFuchs, Mai 2014 (RotFuchs Extra).

„Dieser Biermann“, so schrieb Karl-Eduard von Schnitzler, „ist kein ‚unbequemer Dichter‘, wie Heine, Tucholsky oder die Brüder Mann … er durchwanderte den Prozeß vom Anarchisten zum Antikommunisten und Konterrevolutionär.“ Heinrich Böll nannte ihn allen Ernstes den „größten lebenden deutschen Dichter“ – ihn, der im Verein mit all jenen DDR-feindlichen Kräften im Westen, den ersten sozialistischen deutschen Staat schon seit langem aufs Visier genommen hatte…

http://sk.dra.de/grape/seite6.htm
(DRA: siehe auf dieser Seite ganz unten „Nicht gesendetes Material“ Nr.7 – 22.11.1976)

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34 Antworten zu Der Bänkelsänger mit den verleumderischen Liedern…

  1. jauhuchanam schreibt:

    … die ewige Suche nach der „Schuld“ ?

    Die Kunst der Verführung besteht darin, mit den Worten der Wahrheit zu lügen.
    © 2013 until today by georg löding

    Lasse niemals den Esel auf deine Veranda, sonst setzt er sich als nächstes an deinen Tisch und du findest ihn später im Bett mit deiner Frau afrikanisches (?) Sprichwort (mir in Uganda mitgeteilt)

  2. prkreuznach schreibt:

    Um diesen Biermann ist viel zu viel Wind gemacht worden. Der Staat, gegen den er lästerte, hat ihn doch finanziert. Da wäre es am einfachsten gewesen diesem Biermann die Finanzen zu entziehen. Dann hätte er arbeiten gehen müssen und hätte den Alltag kennengelernt.

  3. Vorfinder schreibt:

    g. steineckert hätte auch anfügen können, dass zwar dieser biermann in der schriftsteller/künstler- und teils intellektuellen-clique (lange) als kommunist durchging, in der schulischen jugend, unter jungen arbeitern etc., so sich jene für solche musik/künste und themen interessierten, dieser biermann kaum wen als kommunist galt. unter uns jugend waren die instinkte da weitgehend intakter, als unter denen die uns doch leuchten wollten, wie eine neue sozialistische gesellschaft sich liest, wie sie klingt, wie sie sich künstlerisch abbildet.

    dieses märchen, biermann wäre ein kommunist gewesen, wird von jenen gestrickt, die diese mär brauchen, um nicht einzuräumen, dass sie vom feind getäuscht oder vereinnahmt wurden.

    schaue man sich doch an wer da die rottenmäßige niederträchtigkeit damals in der biermann sache aktiv mitbetrieb. die namen von damals sind an vorderster linie auch die der eifrigsten während der konterrevolution 1989. die verräter des sozialismus haben in der konterrevolution zu ende gebracht, was dem Agenten biermann vormals nicht gelang.

    der fehler unserer DDR war nicht, den biermann seinen auftraggebern zu überlassen. der fehler unseres staates war, sich nicht dieser gesamten, letztlich konterrevolutionären clique zu erwehren. diszipliniert wurden einflußlose mitläufer. die mit namen, die an den vorteilen des sozialistischen staates laut schmatzten, wurde der spielraum gelassen, der schließlich zur konterrevolution führte.

    die aberkennung der staatsbürgerschaft für diesen biermann war nicht das fanal, auch wenn die legende so lebt. das fanal und versagen der revolutionären wachsmkeit war, dass biermann und clique so ausgedehnt in der DDR wühlen durften.

    biermann wollte den sozialismus? ja, klar, nur im sozialismus machte seine feindliche wühlarbeit ja sinn. in der DDR verunglimpfte er, rief unumwunden zu mord an funktionären und anderen ihm und den seinen unliebsamen zeitgenossen auf. in dieser brd werden selbst heute menschen schlicht in die psychiatrie gesperrt, weil der staat sie für „gemeingefährlich“ hält. oder die führungsstaaten der westlichen welt morden ihre gegner (vermeintliche wie tatsächliche) per drohnen. die humane, weil sozialistische DDR schickte den agenten biermann lediglich zu seinen auftraggebern zurück. der feind stellt es noch heute so dar, als sei die rücksendung dieses biermann der anfang vom ende der DDR gewesen. der anfang vom ende war, dass wir die clique der wühler und konterrevolutionäre nicht entlarvt und konsequent bekämpft haben.

    die aufgabe (die sie leider erfüllen konnten) der revisionisten und konterrevolutionäre war, die aufrechten kommunisten im kulturbetrieb in den hintergrund zu drängen und statt dessen agenten wie biermann und unterstützer als vertreter der sozialistischen kultur auszugeben. – dass folgend gerade die jugend sich mehr und mehr von solchen „kulturschaffenden“ abwendete, war nicht versagen sozialistischer kultur, sondern frucht der feinde des sozialismus.

    diese feinde des sozialismus will ich hier namentlich nicht extra noch aufzählen. rufe man die namen der unterzeichner der peditionen für den agenten biermann auf. jeder kann diese namen vergleichen mit den prominenten akteuren der konterrevolution und kann sehen auf welcher seite diese herrschaften heute stehen. wer seinen fehler korrigierte sei hier ausgenommen. aufrichtige wie peter hacks und gar nicht so wenige weitere brauchten sich nicht korrigieren, da sie die feindarbeit von anbeginn durchschauten.

    mir ist ziemlich egal ob der biermann unangenehm, selbstherrlich, armselig oder hinterlistig war. mir ist nicht egal, dass er ein feind meines staates war. dieser biermann hat meine heimat beschädigt, aber der hat als agent seine arbeit gemacht und inzwischen hat er, da wo er seit seiner rückgabe lebt, seine strafe – dass die vorläufigen sieger der geschichte ihn zum ehrenbürger machen, muß er seinem antifaschistischen, von den vätern seiner heutigen bejubler, ermordeten eigenen vater ja nicht erklären. dieser biermann ist geschichte. was nicht geschichte ist, ist dass noch heute die verteidiger biermanns so tun dürfen, als hätten sie für die DDR nur das beste gewollt.

  4. rheinlaender schreibt:

    Guter Artikel, der weiter Anlass gibt über sogenannte angepasste (prokapitalistische) Westkünstler nachzudenken.
    Was sind eigentlich Künstler ?
    Biermann ist ein ganz normaler, armer Willie, was Musik angeht. Ich fand schon damals seinen Heulsusengesang eher als Brechmittel geeignet. 3 Kugeln auf Rudi Dutschke ging ja noch halbwegs. Als Entschuldigung hat er er sich aber mit SPRINGER geeinigt. Eventuell sogar schon vor dem abgesprochenen Lied.
    Ab den 60gern hab ich in der BRD regimetreue Sänger erlebt, die toll aussahen (nach westlichen Kriterien) , emotional ergreifende Texte sangen, Gefühle rüberbringen konnten, super Stimme hatten und in Geld schwammen.
    Auf der anderen Seite die kleinbürgerlichen NEIDER. Diese hässlichen Unbegabten machten verstärkt ab den 70gern auf sozialkritische Lieder. Jeder lumpenproletarische Strassenmusiker hatte diese Arschlochreime bereit wie : „Du hast viel Geld, aber verdrängst die arme Welt“, „Wir arbeiten viel, doch was ist das Ziel“, „Dein Kopf sucht nach Gold, doch was ist der Sold“, „Draussen gibts Kriege, also such nach Liebe“, „Dein Aussehen ist egal, die Mode eine Qual, dann trag nen selsbstgestrickten Schal“. Also inhaltslose, depressive und dumme Glückskekssprüche bis zum Abwinken.

  5. Nadja schreibt:

    Hallo Genosse Norbert,
    DAS fehlt noch, daß man in Deinem Blog an den böswilligen Querulant, Verleumder der DDR, Wolf Biermann erinnert wird, dazu noch mit Gesülze von Gisela Steineckert. Zum kotzen ist es! Ich war nicht in der Partei, aber soviel Klassenbewußtsein hatte ich, um von Anfang an dieser feindlicher „Dissident“ durchzuschauen und gründlich zu hassen.
    Ich habe seine „Ausbürgerung“ damals zwar als gut und richtig beigepflichtet, bin aber der Meinung daß unsere zuständige Organe ihm viel eher am schädigen hätten hindern sollen, daß seine „Bäume nicht in den geteilten Himmel wachsen sollten“.
    Da gibt es nichts zu verniedlichen, da haben viele Funktionäre sowohl praktisch als politisch-ideologisch versagt.
    Zwischen unsere Künstler gab es viele Schmarotzer, ein wahres Profitariat. Der Revisionismus trieb da seine giftige Blüten.
    Die Frechheiten und Gemeinheiten von W. Biermann aber kann man, auch vom liberalsten Standpunkt, nicht als Kunst bezeichnen.
    Ich frage was bezweckt der „Rotfuchs“ mit dieser Artikel und warum, wozu hast Du es übergenommen?
    Mit sozialistischem Gruß,
    Nadja

    • sascha313 schreibt:

      Hallo Nadja,
      als ich diesen Beitrag von G.Steineckert (die ich, nebenbei bemerkt, auch bisher nicht besonders mochte) las, wurde mir wieder einmal der Mechanismus eines solchen betrügerischen Durchmogelns und dieser Art von Feindtätigkeit einerseits und fehlender Wachsamkeit und Konsequenz (besser: fehlender Härte) andererseits klar.

      Deine Wertungen teile ich ganz und gar, auch den Zorn über diesen und ähnliche Schmarotzer. Vielleicht dient jedoch dieses Beispiel dazu, daß hier klärer wird, was da versäumt wurde.

      Der Revisionismus und die Abweichungen vom Marxismus-Leninismus sind ja keinesfalls nur ein „Erbstück“ der KPdSU oder etwa nur die Hinterlassenschaft einer Ganovenbande wie der Chruschtschowisten und Gorbatschowisten. Es gab diesen Revisionismus und dieses Kompromißlertum auch in der DDR. Das ist aus diesem Beitrag herauszulesen.

      Die Frage ist doch: Wie gehen wir heute mit solchen „Genossen“ um? Und da geht es z.B. auch um solche Themen: Wie verhält man sich zu Stalin? Wie verhält man sich zu Leuten, die heute Verleumdungen und Fälschungen verbreiten? DAS – denke ich – ist der wichtigere Teil!
      Mit kommunistischem Gruß
      Norbert

    • Vorfinder schreibt:

      hallo nadja,
      ja, es macht zornig zu sehen wo dieser „ROTFUCHS“ hinläuft. (soviele verbreitungsträger sind uns ja nicht geblieben und die wenigen werden mehr und mehr unterwandert). der artikel von diesem geschichtsfälscher werner roß ist jüngst noch widerlicher, feindlicher, antikommunistischer, als der steineckers erinnerungsbrei an agent biermann. (unverzeihlich das unsere genossen und organe zu unseren feinden so milde waren, dass jene feinde uns heute noch triefend angrienen können).

      die frage bleibt, und ich habe die oben in meinem kommentar schon aufgeworfen, was tuen wir dagegen, dass die clique der konterrevolutionäre, deren agent biermann und der klassenfeind sich in unserer DDR bediente, uns heute immer noch sehr fröhlich vor der nase rumtanzt? – der aktikel der steineckert ist das eine ärgerliche, der fakt, dass die feinde der DDR unbehelligt uns heimat genommen haben und darin sehr wohl sind, ist der fortgesetzte schnitt in unser leben.
      schöne grüße an deinen ort
      vorfinder

      • Nadja schreibt:

        Danke Genosse Vorfinder, so ist es, leider!
        Meinem Ort ist Antwerpen, Welthafenstadt und kulturelle Hauptstadt Flanderns.
        Freundschaft,
        Nadja

      • Nadja schreibt:

        Hallo Genosse Vorfinder,
        Ein nazistischer Literaten, Ross hieß er, beleidigte mal den Schriftsteller Egon Erwin Kisch: „Guten Tag Herr Kitsch“. Dessen prompte Antwort lautete: „Guten Tag Herr Rotz!“.
        Alles Gute,
        Nadja

  6. Vorfinder schreibt:

    danke, Nadja, schöner und passender hinweis.
    immer weiter! venceremos!
    vorfinder

    • Anonym schreibt:

      Hallo – wenn schon mit Latein glänzen wollen, dann bitte richtig…

      VINCEREMUS – Lasst uns siegen (aber das sagt ein Nicht-Genosse)

      “…die humane, weil sozialistische DDR schickte den agenten biermann lediglich zu seinen auftraggebern zurück“

      Die humane DDR, die eine Mauer brauchte, um ihre Bürger am Davonlaufen zu hindern?

      Die humane DDR, die jeden Bürger mit Schießbefehl, mit dem Tode bedrohte, der es dennoch versuchte, diese Mauer zu überwinden.

      Human?

      • Anonym schreibt:

        und als Nicht-Kommunist/in hoffe ich, dass wir es gemeinsam schaffen werden, eine tatsächlich humane Gesellschaft zu bauen – das heißt, zunächst mal muss der FRIEDEN mit Russland erhalten bleiben…

      • sascha313 schreibt:

        Da muß man schon die Geschichte ein wenig kennen, bevor man der DDR hier „Inhumanität“ vorwirft. Das ist einfach Unsinn! Aber so wird es heute in der DDR-feindlichen BRD verbreitet und den Schülern eingetrichtert, und noch weit Schlimmeres, Gelogenes! – Aber:

        – was das „Davonlaufen“ betrifft, so war z.B. die Abwerbung von Ärzten und Wissenschaftlern durch die westdeutsche Bundesrepublik nur eine Methode, der verhaßten DDR, wo die Arbeiter an die Macht gekommen waren, zu schaden. Weitere Methoden waren Sabotage, Diebstahl und ideologische Diversion usw.
        – und was den angeblichen „Schießbefehl“ betrifft, so war die DDR-Staatsgrenze nicht nur eine einfache Grenze (wie heute zwischen den Niederlanden und der BRD), sondern die Nahtstelle zwischen zwei einander feindlich gegenüberstehenden Militärbündnissen und deshalb natürlich eine besonders bewachte und gesicherte Grenze! Das war bestimmt nichts Erfreuliches, aber zu jener Zeit unumgänglich.
        – und Humanität? Ja, der Sozialismus ist die humanste Gesellschaftsordnung die es bisher gab.
        http://sascha313.blog.de/2010/04/27/benjamin-fragt-8465781/
        http://sascha313.blog.de/2012/05/10/menschen-rechte-13657294/

    • Anonym schreibt:

      Mein Fehler! war mir zuvor unbekannt…
      Venceremos [bɛnsəˈreːmɔs] (span. für „Wir werden siegen“) ist ein politisches Kampflied aus Chile . Die Musik wurde von Sergio Ortega komponiert, der Text …
      https://de.wikipedia.org/wiki/Venceremos
      Dean Reed performing „Venceremos“ on BAM.An extract from the 1979 Soviet film „I wish you well“(„Я желаю вам счастья“). „Venceremos“

  7. prkreuznach schreibt:

    Über den „RotFuchs“-Artikel von G.Steineckert war ich auch verwundert. Den „RotFuchs“ habe ich bisher gerne gelesen. Er war für mich eine politische Heimat. Insbesondere, als ich noch nicht über einen Internetzugang verfügte. Seit Patrik Köbele DKP-Vorsitzender ist, hat sich der „RotFuchs“, der bislang im Streit mit der DKP war, nun mit ihr geeinigt. So erkläre ich mir den Richtungswechsel des „RotFuchs“. Ich stimme den vorigen Kommentaren vollkommen zu. Ich habe in der Stadtbücherei in ein Buch mit Biermann-Texten reingeguckt. Das ist derart wertlos, dass es sich nicht lohnt das Buch nach Hause zu tragen, um weiter darin zu lesen. Und solche Ergüsse wurden solange als Kunst anerkannt und finanziert. Eine Schande ist das. Auf diesem Wege hat die DDR auch noch die Konterrevolutionäre gefördert. Der Dank war der Untergang des besseren Deutschlands.

  8. *Piep-Vogel*^* schreibt:

    Meinen Dank für all diese nach-denklich-machenden Worte !!! (=> „Kunst“, WAS ist das ?)
    Es ist geradezu erfrischendes „Kristall-Wasser“ auf meine müde gelaufenen Sinn-Such-Finde 😉 .
    *JaH !* Auch ich kenne Wunder-volle Kinder- und Fach-Bücher aus der DDR-Vergangenheit !!!
    – Suche immer noch die Geschichte vom „Ritter Igel“ … finde sie ua zZ genial passend !!! –

    -„Künstler“-Nach-GeH-Danke:
    -Die „ER-Ober-ung“ eines Künstlers entsteht bei seiner An-Er-Kennung und wurzelt in der Suche nach Bei-Fall, den er mit Liebe ver-wechselt. –
    Zur „Lüge“ :
    -Wer einmalden Grund-Muster-Faden-Lauf ent-deckthat, den hält auch so schnell kein kein neu-gestricktes Mustermehr auf. –

    => Venceremos : 🙂 HERZ-lichste Grüße von der „Mahnenden Rede“ … 😉

    Könnte es sein, daß *wir* alle/viele mit verbundenen Augen und Ohren im Gleich-Klang neben einander her laufen ???

  9. guenter 47 schreibt:

    Gisela Steineckert will doch gerade mit diesem Artikel auf die konterrevolutionären Machenschaften des Biermann hinweisen. Dass sie sich einige Zeit auch von ihm verblenden liess, sei ihr doch verziehen, sie hat doch ihre Schlüsse daraus gezogen. Ich finde es schon richtig, dass der „Rotfuchs“ diesen Artikel veröffentlicht hat. Wir sollten daraus für die Zukunft lernen und den Mitkämpfer nicht nach seiner Herkunft,sondern nach seinen Taten beurteilen.Ausserdem bin ich der Meinung, dass der „Rotfuchs“ auch weiterhin lesenswert ist, auch wenn er sich vielleicht einer grösseren Leserschaft öffnen will. Es geht nämlich auch darum, die jungen Menschen für unsere gemeinsame Sache zu gewinnen.

    • prkreuznach schreibt:

      guenter 47, das ist schon richtig. Doch finde ich, dass der Rückblick auf Biermann zu milde ist. Man muss sich auch Gedanken darüber machen, wieso viele Künstler sich mit Biermann solidarisiert haben, als er ausgebürgert wurde. Nicht nur Gisela Steineckert ließ sich verblenden. Gut, dass sie es später erkannt hat. Revolutionäre Künstlerinnen und Künstler müssten solche, wie Biermann, sofort „zum Teufel jagen“.

      Noch einige Worte zum „RotFuchs“. Es ist schade, dass die Internetverantwortliche des „RotFuchs“ Netzwerke, wie „Facebook“, „Google+“ u.a. ablehnt. Das ist schade. Bei aller Kritik an diesen Netzwerken, so ist es doch so, dass wir sie für unsere Zwecke nutzen müssen. Dort finden wir die jungen Leute. Ich habe über „Facebook“ und später über „Google+“ viele Genossinnen und Genossen gefunden. Insbesondere aus der DDR. So muss ich nicht mehr allein zu Hause „versauern“, denn ich bin mit meinen Gedanken nicht mehr allein.

  10. guenter 47 schreibt:

    Lieber Gen. prkreuznach, ich glaube nicht, dass es die Aufgabe der Künstler gewesen wäre, den B. zum Teufel zu jagen. Da gab es andere Personen und Organe, die diese Möglichkleit gehabt hätten. Alleine die Nähe zu Margot Honecker war doch schon für ihn eine gewisse Sicherheit und es gab gewisse Befehlsstrukturen von oben nach unten. Wir dürfen für die Zukunft nicht vergessen, dass eine gewisse revolutionäre Wachsamkeit für alle gilt. Dein Hinweis zu facebook ist richtig und ich würde den Herausgebern des „Rotfuchs“ empfehlen, dies mehr zu beachten.

  11. guenter 47 schreibt:

    lieber prkreuznach,hättest aber dort leben können,wenn du gewollt hättest.Ein Zuckerschlecken war das aber auch nicht,allerdings haben einige auch ohne viel Arbeit überlebt und denen geht es auch heute wieder ganz gut,sie verzehren meine Rente als „Opferrente“Befehlsstrukturen gibt es übrigens in jedem Staat,auch in der BRD..

    • prkreuznach schreibt:

      guenter 47, ich muss Dir widersprechen. Ich wollte in der DDR leben. Ich wurde abgelehnt. Näheres dazu auf der Website, die ich über das Aufnahmeheim Röntgental gemacht habe. Dazu gibt es auch auf Facebook und Google+ je eine Seite, die ich gemacht habe. In meinem Blog habe ich auch kurz darüber geschrieben.
      Wo findet man ein Zuckerschlecken? Das gibt´s doch nirgends. Schwärmer und „Künstler“ glaubten an ein Zuckerschlecken. Sie waren enttäuscht, dass die Wirklichkeit anders aussah und sind ins Lager der Gegnerschaft übergelaufen.
      Ja und die ohne Arbeit lebten und heute ihre „Opfer“-Vereine gründen, auf Facebook Gruppen haben usw., mit denen habe ich mich im Internet genug rumgeärgert. Schlimm, wer da Sieger der Geschichte geworden ist. Aber damals hatte ich nichts mit denen zu tun.

      • guenter 47 schreibt:

        Lieber prkreuznach,entschuldige bitte,aber mir war deine Vergangenheit nicht bekannt.Es wäre natürlich besser,wenn man sich persönlich über einige Probleme austauschen könnte,dann könnte man gewiss feststellen,dass man in vielen Fragen übereinstimmt.Damit möchte ich auch unseren kleinen Disput beenden,denn eigentlich unterscheiden sich unsere Meinungen nicht wesentlich und ich gehöre nicht zu denen,die immer Recht haben müssen.Übrigens folge ich diesem Blog immer sehr gerne,weil er informativ und auch manchmal etwas kontrovers (bei den Kommentaren) ist.Deshalb auch vielen Dank an Sascha,dass er diese Möglichkeit bietet.

  12. Andi67 schreibt:

    Danke für diesen Bericht über Biermann. Bin im zuge, dass dieser Depp im Bundestag rumkaspern durfte (anders kann man das nicht bezeichnen), erst jetzt darauf gestoßen. Im Bundestag ging es nicht nur allein um die Partei die Linke, sondern darum, dass er einfach alles Linke und Kommunisten und neuerdings (oder damals schon?) Russen hasst. Die NSA interessiert ihn auch nicht, die findet er ok, nur die Stasi war böse (obwohl die technisch und überwachungstechnisch gar nicht den totalitären Standard der NSA von heute hatten). Was für ein Knallkopf, wer hat den denn bloß aus der Versenkung wieder auftauchen lassen? Ich denke, gezielte und reine Propaganda.

  13. decodoesit schreibt:

    Hat dies auf hummusapiensus rebloggt und kommentierte:
    Von einem Drachentöter aus längst vergangener Zeit….
    Stimmt es denn, dass er einer war? Hat er den Drachen erwischt oder nur dessen Brut? Oder hat er (Barde Biermann) nur mit alkoholischem Namen und Alkohol etwas gemeinsam?

  14. sascha313 schreibt:

    Das Bild vom „Drachentöter“ mit dem der „Barde“ sich da schmückt, ist gänzlich vermessen, und zeugt von seiner Selbstüberschätzung und Fehleinschätzung der damaligen Situation. Womit er allerdings völlig recht hat, ist – er hält diese Links-Partei für reaktionär. Sie ist ebenso reaktionär, wie die anderen bürgerlichen Parteien auch. REAKTIONÄR nämlich im Sinne von „rückwärtsgewandt“ auf eine verfaulte, vergammelte und hochaggressive imperialistische Gesellschaft, deren Zeit längst abgelaufen ist, und deren kastrierte Lakaien immer noch an den Schalthebeln der Macht sitzen, und die Millionen Menschen zu ihren Sklaven und willfährigen Dienern gemacht hat.

    • Schlimmer Bush/Obama haben seit der Jahrtausendwende mindestens 14 Millionen Menschen direkt von ihren Todesschwadronen ERMORDEN lassen. Zählen wir die Kriegstoten – vor allem, die fast nie erwähnten in Afrika dazu – kommen wir schnell auf 120 Millionen Menschen. Und auch das ist lediglich ein Ausschnitt, die direkten und indirekten Folgen – Beispiel 6 Millionen Malaria Tote Kinder bis zu 14. Lebensjahr allein in Uganda – kann ein einzelner Mensch gar nicht mehr erfassen. Dazu bräuchte man eigentlich eine Abteilung innerhalb der Kommunistischen Internationale, die das wissenschaftlich erfasst und für die Nachwelt erhält. Wir müssen auch die Wikipedia Diktatur brechen!

    • Harry 56 schreibt:

      Lieber Sascha, deinem Super-Kommentar habe ich kein Quäntchen mehr hinzuzufügen, sauber, klar, konsequent!

      Nur zur reinen Illustration dieses inzwischen wirklich hochaggressiven fauligen stinkenden Imperialismus dieser Link hier, übelste Kriegshetze der seit 1946 in (West)Deutschland tätigen amerikanischen Propaganda-Drecks-Schleuder Springer, der „Welt“.

      Es fehle der NATO, eigentlich haushoch überlegen, am nötigen „Willen“ zu einem Krieg gegen Russland.
      „Haushoch übelegen“ fühlten sich auch die deutschen Imperialiste im Juni 1^941 gegenüber der UDSSR, doch die damaligen deutschen Imperialisten und ihr Führer hatten einfach den „WILLEN“, gegen diese „ungeheuere Gefahr aus dem Osten scheinbar „präventiv“ zuzuschlagen…….

      http://www.welt.de/kultur/article134377318/Die-ehernen-Wuerfel-des-Schicksals-in-der-Ukraine.html

      Dieser heutige NATO-Imperialismus, seine übelsten Propaganda- und Kriegshetzerschleudern sind einfach nur noch widerlich, und genau wie damals spielen gerade auch viele dieser kleinen imperialistischen Wadenbeißer-Natiönchen, Imperialismus-Winzlinge fleißig mit beim erhofften Beutemachen……., als hätte sich im Grunde rein gar nichts geändert in dieser Welt.
      Hat sich tatsächlich viel verändert?
      (vielleicht nur zwischen 1945- 1989/90)

      Hier:

      • sascha313 schreibt:

        Der Film ist wirklich sehr konsequent gemacht. Man kann sich vorstellen, daß das Kinopublikum nach einer derartigen Beeinflussung herausgangen ist und sich sagt: Wir müssen die „Sowjets“ beseitigen! – Man kann eigentlich zu keiner anderen Schlußfolgerung kommen!

        Danke für den Film, Harry! Gehört zwar nicht hierher, zeigt aber, wie die faschistische Propaganda „funktioniert“. Und heute ist das keinen Deut anders! Kein Wunder also, wenn diejenigen, die nur das hören und sehen, was ihnen die westlichen Medien anbieten, heute genauso glauben, was ihnen eingetrichtert wird: Rußland ist aggressiv! … Und so werden sie wieder marschieren! Wenn… ja, wenn es nicht gelingt, das zu verhindern!

      • „Und so werden sie wieder marschieren! Wenn… ja, wenn es nicht gelingt, das zu verhindern!“

        Ja, sie werden. Die Reden von Obama auch gestern wieder „Russland hat die MH17 abgeschossen“ … (*“das lassen wir uns nicht länger bieten“*) machen es immer wieder deutlich:
        der Kapitalismus „fühlt“ sich sicher und der Imperialismus MUSS – er kann nicht anders, konnte es ja noch nie – in den Krieg mit Russland. Was jetzt läuft sind nur all die notwendigen Vorbereitungen um Russland zu schwächen …

        Es könnte nur verhindert werden, wenn hier im Westen eine Revolution stattfinden und das System gestürzt würde. Empirisch mehr als unwahrscheinlich – oft versucht, immer gescheitert, weil schlicht Sun Tsu und Clausewitz missachtet werden: ‚To achieve victory we must mass our forces at the hub of all power and movement. The enemy’s center of gravity‘

        Aber erstens wird dieses „Center of Gravity“ geleugent und zweitens „glauben“ ja die meisten Systemgegner selbst nicht an den Sieg, sprich die Überwindung des Systems. Und so wird es halt kommen, wie es dann kommen muss. Eine Milliarde Bewohner Europas tot und Europa für eine ganze lange Zeit verstrahlt. Mit der Pest der Jahre 542 bis 770 und der von 1347 bis 1353 ist es ja ähnlich „veranstaltet“ worden … tja, aber Geschichte wird ja nicht gelehrt, also haben die Menschen davon eben auch keine Ahnung …

    • Tobi schreibt:

      Und mit dem Vitali Klitchko der die Neonazis geholfen hat in der Ukraine an die Macht zu putschen, hat der Biermann auch noch gewürdigt in einem persönlichen Brief. Aslo dem ist anscheinend nichts mehr hinzu zu fügen.

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