DDR: Mit uns hätte es diese „Pandemie“ nicht gegeben! Gesundheitsschutz in der DDR

Das TierWir wissen alle (oder fast alle!), daß es im letzten Jahr 2020 keine Pandemie gegeben hat. Und wir wissen auch, daß es auf der Welt eine unermeßlich große Anzahl von Bakterien, Bazillen (das sind Bakterien, die Dauerformen – Sporen – bilden), Viren, Protozoen und Parasiten gibt, von denen jedoch nur einige hundert Arten eine krankmachende Wirkung auf Menschen und Tiere ausüben können. Aber schließlich hat der Mensch vielfältige Abwehrkräfte. Und es müssen auch bestimmte Bedingungen erfüllt sein, damit ein Mikroorganismus zum Ansteckungserreger wird. In der DDR gehörte das zum Allgemeinwissen, heute in der BRD natürlich nicht mehr.

Die Gewerkschaft in der DDR, der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) schrieb darüber schon 1968 in einer allgemeinverständlichen Broschüre. Daraus hier nun einige Auszüge:

VORWORT

Ein wichtiger Grundsatz unserer sozialistischen Gesellschafts­ordnung ist die Sicherung der Gesundheit und Leistungs­fähigkeit unserer Werktätigen in allen Bereichen des Lebens. Die von den Betriebsleitungen und Vorständen zu treffenden umfassenden vorbeugenden Maßnahmen auf dem Gebiete des Gesundheits- und Arbeitsschutzes haben deshalb eine große Bedeutung bezüglich des Schutzes der Werktätigen vor über­tragbaren Tierkrankheiten. Aber auch die Werktätigen selbst müssen im Gesundheits- und Arbeitsschutz aktiv mitarbeiten, um Gefahrenherde beseitigen zu helfen.

Wer kontrolliert den Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Den Mitarbeitern der gewerkschaftlichen Arbeitsschutzinspek­tionen, der Arbeitsschutzkommissionen und den ehrenamt­lichen Helfern in den Betrieben und LPGs [den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften – N.G.] wurden dabei wich­tige Kontrollaufgaben übertragen. Um diese Aufgaben erfolgreich durchführen zu können, sind umfangreiche fach­liche Kenntnisse erforderlich.

Worauf müssen wir achten?

In dem Gesamtkomplex der negativen Umweltfaktoren des Menschen spielt das Tier eine bedeutende Rolle. Unsere nutz­baren Haustiere sind nicht nur ein wichtiger Faktor der Volks­wirtschaft, dessen optimale Nutzung entscheidend dazu bei­trägt, den Lebensstandard unseres Volkes zu heben, sondern sie sind leider auch Träger und Überträger von ansteckenden Krankheiten. Neben den Tierarten, mit denen der Mensch einen ständigen beruflich engen Kontakt hat, stellen auch wildlebende Tiere, insbesondere Nagetiere und Insekten, eine Ansteckungsquelle dar. Wir betrachten es als eine vordringliche Aufgabe des Gesundheitswesens und des Arbeitsschutzes, in der sozialisti­schen Gemeinschaft mit allen. Kräften dazu beizutragen, ver­meidbare Schäden und Gefahren von den Werktätigen abzuwenden und das Hauptaugenmerk auf das Vermeiden von gesundheitlichen Schäden zu richten.

Das Wichtigste ist die Aufklärung

Das Ziel dieser Broschüre ist es, durch eine weitgehende Auf­klärung der verantwortlichen Leitungen und Vorstände, der Werktätigen und der haupt- und ehrenamtlichen Arbeits­schutzfunktionäre diese zu veranlassen. Maßnahmen einzu­leiten oder sich persönlich so zu verhalten, um die Ansteckungs­gefahr auf ein Minimum zu senken. Der beim Umgang mit Tieren über die damit verbundene Gesundheitsgefährdung geschulte Werktätige wird sich und andere entsprechend zu schützen wissen.


Erläuterung einiger Begriffe

Schon im Altertum hatte man die Vorstellung, daß verhee­rende, als Seuchen auftretende Krankheiten durch den Kontakt der Menschen und Tiere zueinander verbreitet werden. Die fehlende Kenntnis der Ursachen führte zu vielen mystischen Anschauungen, Aberglaube und Geisterbeschwörung erreich­ten eine unvorstellbare Blüte. Durch die Arbeiten von Robert Koch, Louis Pasteur und vielen anderen, insbesondere durch den Nachweis von Ansteckungs­erregern, deren Anzüchtbarkeit und durch experimentelles Übertragen auf das Tier, wurde die Kenntnis über das Wesen der ansteckenden Krankheiten zu großen Erfolgen geführt.

Heute ist die Welt der Mikroorganismen (Kleinlebewesen) weitgehend erforscht; die von diesen verursachten Erkrankun­gen sind ein fester Bestandteil des medizinischen Wissens. Eine unermeßlich große Anzahl von Bakterien, Bazillen (das sind Bakterien, die Dauerformen – Sporen – bilden), Viren, Pro­tozoen und Parasiten ist in der Umwelt der Menschen und Tiere vorhanden. Von diesen sind es jedoch nur einige hundert Arten, die eine krankmachende Wirkung auf Menschen und Tiere ausüben. Hierunter gibt es wieder zahlreiche Kleinlebe­wesen, die vom Tier auf den Menchen übertragen werden. Dieser Gruppe von Krankheitserregern gilt der Inhalt der Broschüre.

Was ist eine Infektion?

Unter einer Infektion versteht man das Eindringen von Mikro­ben in den Organismus, ihr Haften und ihre Vermehrung, ver­bunden mit der Auseinandersetzung zwischen den eindringen­den Erregern und der Abwehrkraft des Organismus. Es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, damit ein Mikroorganis­mus zum Ansteckungserreger wird. Bedeutungsvoll ist, daß er toxische (giftige) Eigenschaften besitzt. Der Organismus ist seinerseits befähigt, Gegengifte zu erzeugen, die auf das ent­sprechende Gift abgestimmt sind.

Wann erkrankt ein Mensch?

Die Gesamtheit der krankheitserzeugenden Eigenschaften von Mikroben wird als Virulenz oder Angriffsfähigkeit bezeichnet. Man versteht darunter die Lebensenergie gegenüber den Abwehrkräften des Wirtsorganismus. Sie entspricht dem gegenseitigen Kräfteverhältnis zwischen Mikroben und Orga­nismus. Daraus ergibt sich, daß das Vorhandensein von Mikro­organismen im Organismus nicht mit einer Erkrankung gleich­zusetzen ist. Ein Mikroorganismus ist im allgemeinen so krank machend, wie es der Makroorganismus (Mensch oder Tier) zuläßt.

Weshalb sind Mensch und Tier widerstandsfähig gegen Erkrankungen?

Die Widerstandsfähigkeit des Organismus setzt sich aus meh­reren Komponenten zusammen. Jeder Mensch und jedes Tier besitzt eine natürliche, angeborene Widerstandsfähigkeit (Resistenz). Die Zellen des Körpers haben die Fähigkeit, ein­gedrungene Mikroben unschädlich zu machen. Sie werden durch eine besondere Widerstandsfähigkeit (Immunität) gegen bestimmte Infektionserreger oder Gifte unterstützt. Diese Immunität ist entweder angeboren, dann ist der Organismus durchaus unempfänglich gegen bestimmte Erreger, und sie finden keine Angriffspunkte; oder die Immunität kann künst­lich durch Impfung erzeugt werden.

Wie kann man eine Erkrankung feststellen?

Die bei der Auseinandersetzung zwischen Mikroben und Orga­nismus entstehenden Antikörper (Gegengifte) können im Blut­serum des Patienten nachgewiesen werden und sind in vielen Fällen die Grundlage für die ärztliche Diagnose.

Eine Eigenschaft des Organismus, die die Ansteckung (Infek­tion) begünstigt, ist die Krankheitsveranlagung (Disposition). Diese ist zum Teil alters- oder geschlechtsbedingt. Durch Umwelteinflüsse (Klima, Jahreszeit, Ernährung), seelische Ein­flüsse, Erschöpfungen, Schwäche durch andere Erkrankungen oder ungesunde Lebensweise kann sie ungünstig beeinflußt werden.

Wie kann man Infektionen verhüten und bekämpfen?

Von großer Bedeutung für das Bekämpfen und Verhüten von Infektionen ist die Kenntnis der Ansteckungsquellen. Die Ansteckung erfolgt bei den vom Tier auf den Menschen über­tragbaren Krankheiten entweder durch den Kontakt mit dem erkrankten Tier, mit seinen Ausscheidungen und Produkten oder durch einen Zwischenträger (z. B. Insekten). Die Tiere können den Erreger ausscheiden (Dauerausscheider), ohne selbst sichtbar erkrankt zu sein.

Wie erfolgt die Ansteckung?

Für die Übertragung auf den Menschen ist die Widerstands­fähigkeit der Mikroben in der Umwelt von großer Bedeutung. Der Ansteckungsweg führt von seiner Quelle direkt oder auf dem Umweg über verunreinigte Gegenstände durch eine Ein­trittspforte in den Körper des Empfängers.

Als Eintrittspforten für den Erreger sind für die Tier-Mensch-­Erkrankungen die Wege über die Nahrung (orale Infektion), über die Haut oder Schleimhaut (Lidbindehaut) und über die Atemwege (Staub- oder Tröpfcheninfektion) von Bedeutung Die Zeitdauer vom Eindringen der Erreger in den Körper bis zum Ausbruch sichtbarer Krankheitserscheinungen (Inkuba­tionszeit) ist unterschiedlich. Sie ist abhängig von der Virulenz und der Menge der eingedrungenen Errreger, der Eintritts­pforte, dem Verbreitungsweg im Körper und der individuellen Disposition bzw. Immunität oder Resistenz des Empfängers. Die Zeitdauer kann kurz sein und nur wenige Stunden bzw. Tage betragen (z. B. bei Salmonellen) oder Monate andauern (z. B. bei Tollwut). Der Verlauf der Krankheit kann akut stür­misch sein, wobei der Patient schwere Krankheitserscheinun­gen aufweist, oder ein schleichender, der dann in das Stadium der chronischen Krankheit übergeht.

Was muß man bei ersten Krankheitsanzeichen sofort tun?

Es ist wichtig, daß der Patient so schnell wie möglich, unmittel­bar nach dem Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen, in ärztliche Behandlung kommt. Dabei sind die Kenntnisse des Patienten über die eventuelle Ansteckungsquelle und den Erreger oft sehr entscheidend für die schnelle Heilung. In erster Linie kann dadurch die Ansteckungsgefahr eingeengt und eine gezielte Vorbeugung durchgeführt werden.

Das Tier_inh1 Das Tier_inh2

Quelle:
Walter Krüger/Eckart Töppich: Das Tier als Ansteckungsquelle für den Menschen. Verlag Tribüne. Berlin 1968, S.5-9, 3-4. (Hervorh. u. Zwischenüberschriften v.m. – N.G.)

Angemerkt: In der DDR gab es keinen einzigen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, in den medizinischen Einrichtungen bzw. im Gesundheitsministerium, der nicht über eine abgeschlossene medizinische Ausbildung verfügt hätte. (Ein Bankkaufmann oder Studienabbrecher als Minister oder staatlicher Leiter wären undenkbar gewesen!)

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9 Antworten zu DDR: Mit uns hätte es diese „Pandemie“ nicht gegeben! Gesundheitsschutz in der DDR

  1. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Gelegentlich lernen Köche das, was wir in der DDR schon als Allgemeinwissen lernten. Ob das heutzutage noch so gelehrt wird, weiß ich nicht bzw. nur sehr eingeschränkt. Die Ausbildung von Köchen war in der Beziehung in der DDR bedeutend umfassender. Die Ausbildung von Leitern, sprich Meistern, glich eher einem Studium im Vergleich zu Heute. Wobei ich sagen möchte, Studien von heute vermitteln nicht annähernd die Kenntnisse von einer Meisterausbildung der DDR.

  2. dersaisonkoch schreibt:

    Leider musste ich den gesamten Schatz meiner Ausbildungsunterlagen liegen lassen beim Verlassen der besetzten Heimat.

    • Erfurt schreibt:

      Das Buch zur TGL7764 (Fachbuch für Brauer und Mälzer) hat mir freundlicherweise meine Schwägerin (VEB Limona Weimar) überlassen. Kompetentes Fachwissen wird da vermittelt und das trifft mit Sicherheit auch für Deine Ausbildungsunterlagen zu! Evntl. kriegste die Bücher noch bei zvab.com.

      Das Kochen selbst jedoch ist ein Handwerk, d.h., man muß es selber lernen. Ich habe es Anfang der 70er als Hobby gelernt und das Erste was mir meine Mutter beigebracht hat war die Mehlschwitze für helle und dunkle Soßen. Mit den Worten meiner Mutter: Mehlschwitze ist das A und O der Kocherei, wer keine Mehlschwitze kann, kann auch nicht kochen, Punkt.

      Gucken wir uns heutige Kochsendungen im Fernsehen an und achten mal darauf, ob da jemals nur der Begriff Mehlschwitze fällt 😉

      Herzliche Grüße!

      • dersaisonkoch schreibt:

        Die Leute, die im Fernsehen vor einem stehen, sind keine Köche:-)) Sie sind bestenfalls, Journalisten. Selbst das bezweifle ich.
        Küche wird am Beliebtheitsgrad in der Mehrheit der Bevölkerung gemessen und bewertet. Es dürfte wohl klar sein, dass Kriminelle einen anderen Geschmack haben als rechtschaffende, arbeitende Bürger.

      • dersaisonkoch schreibt:

        Nun mal zum Handwerk selbst:
        Ein Koch, der eine Pastete kann, kann auch Wurst. Und ein Koch, der einen halbwegs essbaren Kuchen zu Stande bringt, kann auch Brot backen. Selbst das Bereiten von Mehlschwitzen mit Color und ohne, ist eine Wissenschaft für sich. Und wegen der Zubereitung von Grundsaucen, wohl auch der Beweis dafür, ob jemand kochen kann oder nicht. Wir haben auf diese Art, unsere neuen Mitarbeiter aus dem Osten getestet.
        Roux, das ist der Fachbegriff, wird heute, hell und dunkel, fertig geliefert. Die farblichen Nuancen kann der Koch mit einer Mischung herstellen. Ob das unbedingt wirtschaftlich ist, lassen wir mal bei Seite.

  3. dersaisonkoch schreibt: 4. Oktober 2021 um 01:09 „Ob das unbedingt wirtschaftlich ist, lassen wir mal bei Seite.“
    Sicher ist das nicht wirtschaftlich, aber es ist billiger und ungesünder:
    In den Fertig-Gerichten, kann die chemische Industrie all ihre Gifte, die so anfallen, wunderbar in der „Müllkippe“ Mensch entsorgen.

    Vor neun Jahren wollte ich eigentlich damit aufhören, Fleisch zu konsumieren. Ich dachte mir: „Heute braucht der Mensch doch überhaupt kein Fleisch mehr, um zu überleben.“
    Ich machte mich also auf die Suche nach vegetarischen und verganen Lebensmitteln. Obwohl ich fast nie Halb- oder Fertiggerichte zu mir genommen habe – außer mal ne Pizza aus der Supermarkt-Gefriertruhe – fand ich fast ausschließlich vegetarische und vegane Halb- oder Fertiggerichte vor.
    Also habe ich mir dann auf der Rückseite der Verpackung erst mal durchgelesen, was denn da so alles drinne steckt. „Gott! Das liest sich ja, wie ein chemisches Produkt von BAYER & Co. – da ist ja sogar eine leckere Blutwurst-Grütze gesünder – wieso habe ich eigentlich dann vor 30 Jahren aufgehört Schweineblut zu essen und kurze Zeit später auch ganz auf Schweinefleischkonsum verzichtet?“, ging es mir durch den Kopf: … „da laß mal lieber die Finger davon – da kannste ja gleich nur noch Dr. OETKER und MAGGI zu dir nehmen. — alles vegan, alles vegetarisch —„ … von Stund an war ich vom „Vegetarismus“ in der Form kurriert, daß ich besser dabei bleibe, selber aus frischen Lebensmittel eine Speise zuzubereiten.

    Nebensächlich!
    Ich hatte 1980 in Hamburg eine Ausbildung zum Konditor begonnen. Nach 5 Monaten und 5 Tagen „wurde ich rausgeschmissen“ … ich habe danach 1981/82 noch in zwei anderen Bäckereien für jeweils mehrere Monate gearbeitet – in der Ersten flog ich auch wieder raus, weil ich nicht mehr bereit war, jeden Tag – monatelang – vier unbezahlte Überstunden zu machen und in der Zweiten kam mir ein *Magengeschwür* zur Hilfe, daß mich eine ganze Weile „arbeitsunfähig“ machte. „Was hier doch für ein Betrug – welche Ausbeutung – doch hier vorliegt … und die Gewerkschaft — in der ich Mitglied war — kann mir auch nicht beistehen und helfen!“ — „Nimm es, wie es ist, Georg, du mußt das ja gar nicht (für dich) akzeptieren!“

    Oha! Ich hätte in dieser Gewerkschaft wirklich aufsteigen können! Vom „Kreisjugendfunktionär“ wurde ich gefördert, aber vor allem hat mich der Vorsitzende unserer Gewerkschaft *in Nordmark* unterstützt.
    Während einer Bundesjugendkonferenz meiner Gewerkschaft, durfte ich als einziger von hunderten gewählten Mitgliedern, beim gemeinsamen Essen neben ihm Platz nehmen … ich hatte sogar die Gelegenheit mit seinem Chauffeur verschiedene Gespräche zu führen …

    Mich „lockte eine goldene Zukunft“!

    Aber da war diese eine Geschichte.

    Ich durfte 1982 als „ausgewähltes“ Jugendmitglied an einer „Bildungsreise“ zu unserer Schwestergewerkschaft in Israel teilnehmen — alle Kosten dafür wurden von meiner Gewerkschaft und „den verschiedenen Töpfen, die man anstechen kann“, übernommen.
    Selbstverständlich nicht das EIGENE Taschengeld, was man auf einer solchen zehntägigen Reise ausgibt.

    Viele Wochen später wurde ich mehr oder weniger anonym zum „Kassierer“ meiner Gewekschaft *zitiert*:
    „Ich soll dir 300,- DM auszahlen … bitte hier quitieren.“
    — „Wozu?“, fragte ich.
    — „Du warst doch in Israel!“
    — „Ja?!“
    — „Da hattest du Ausgaben!“
    — „Das ist richtig
    — Dafür sind die 300,- DM.“
    — Das kann ich nicht annehmen!
    — Doch das kannst du und darfst du, *denn wir wissen, daß du das Geld für Bücher ausgeben wirst, um dich fortzubilden*.

    Ich habe die 300,- DM genommen.

    Aber von Stund an wußte ich, daß man auch micht bestechen kann …
    und ich wußte – nach der Annahme der 300,- DM, die ich quitiert habe –
    ICH korrumpiert worden bin!!!

    Die liebe Hanna hat mir ja heute geschrieben, daß
    „das Internet sich für private Äußerungen verbietet und „es nun mal Dinge gibt, die niemandem etwas angehen.“

    Ich bin da ganz anderer Auffassung!

    Ich muß enthüllen, daß Ich Mich HABE bestechen lassen!!!

    … denn wenn ich das nicht tue, BIN ICH erpressbar!!!

    Jederzeit könnten mich – also meine/unsere Feinde – könnten mich damit zu Fall bringen …

    … und sie zögern dann auch keinen Moment damit, „diesen Blog zu diskreditieren,
    auf dem ein Mensch schreibt“
    , der sich HAT BESTECHEN lassen!!!
    .. „aber darüber schweigt! und von dem angenommen wird, daß er darüber schweigt!
    daß ICH MICH HABE bestechen lassen!!!

    Ich wurde „christlich“ kondizioniert.
    Heuchelei ist in dieser „LEHRE“ eine SÜNDE, die nicht vergeben werden kann!

    • sascha313 schreibt:

      Früher stand in Telefonzellen (wenn jemand noch weiß, was das ist) der Spruch „Fasse dich kurz!“ – mit Rücksicht auf die Wartenden, die auch telefonieren wollen.

      Heute würde ich sagen, kann jeder reden und schreiben, was und wieviel er will … mit dem einen Augenmerk, daß wir heute die Welt voller Belanglosigkeiten haben.

      Als Beispiel schrieb Jack Trout in „New Positioning“ (Econ1996, S.14) über die „New York Times“:

      „Eine schöne dicke Sonntagsausgabe umfaßte einmal über 1.600 Seiten, sie wog elf Pfund und enthielt über zahn Millionen Wörter. Bei einer Lesezeit von 18 Stunden täglich und einem hohen Lesetempo von 500 Wörtern pro Minute würde man 18 Tage benötigen, um diese Zeitung von vorn bis hinten zu lesen. Allerdings würden sich währenddessen natürlich die anderen Ausgaben ungelesen stapeln.“

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