Katyn – eine antisowjetische Fälschung

„In der Nähe von Smolensk sind polnische Massengräber gefunden worden. Die Bolschewisten haben hier etwa 10.000 polnische Gefangene, unter ihnen auch Zivilgefangene, Bischöfe, Intellektuelle, Künstler usw., einfach niedergeknallt und in Massengräbern verscharrt“, schrieb der faschistische deutsche Propagandaminister Goebbels am 9. Mai 1943 in sein Tagebuch. Und immer wieder wird diese Lüge von dessen Anhängern wiederholt. Doch die Wahrheit ist eine andere…

Katyn


Katyn – eine antisowjetische Fälschung

von M. Dumow

Auf Kommunisten-online am 5. Juli 2010. – Seit vorigem Jahr betonen die Machthaber der Russischen Föderation die Bedeutung des 65. Jahrestages des Sieges. Aus dem Mund der Herrscher aller Couleur tönt das Thema der Sorge um die Veteranen bei der Verbesserung der Wohnverhältnissen u.a.m. Von Zeit zu Zeit – hauptsächlich wegen des Haushaltsplanes – leuchten die Erinnerungen der Veteranen auf. Es schien so: je näher der Tag der Sieges rückt, um so mehr spricht man über die Heldentaten des Volkes, das den Faschismus vernichtet und halb Europa befreite – über das sowjetische Volk!

Wie dem auch sei! Die russischen und polnischen Machthaber waren darauf vorbereitet. Doch sie agierten merkwürdig koordiniert, als es darum ging, das sowjetische Volk in den Schmutz zu ziehen. Sie finanzierten gemeinsam den verlogenen und gemeinen Film Andrzej Wajdas. Sie organisierten ein Treffen der „demokratisch gewählten“ Präsidenten Rußlands und Polens mit deren zahlreichem Gefolge bei Smolensk. Und als am 10. April der Präsident Polens L. Kaczynski beim Flugzeugunglück im Katyner Wald bei Smolensk ums Leben kam, blieb nichts von den russischen „Demokraten“ übrig als das allgemeine Gejammer über den „Lieblingspräsidenten“ der Polen. Am 18. April zur Beerdigung Kaczynskis in Kraków beschuldigte der Präsident der Russischen Föderation D.A.Medwedjew Stalin persönlich der Massenhinrichtungen im Katyner Wald. Dann sprach er im Verlauf seiner Reise durch den Skandinavischen Länder über Katyn. Am 28. April auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen wiederholte Medwedjew noch einmal seine Anschuldigungen an die Adresse der Sowjetmacht. Warum überschatteten die Katyner Ereignisse vor 67 Jahren den bevorstehenden 65. Jahrestag des Sieges?

Schauen wir tiefer in die Geschichte hinein.

Die ersten Mitteilungen über die Ermordung polnischer Offiziere im Katyner Wald kamen am 13. April 1943 aus Hitlerdeutschland. Noch am 9. April schrieb der faschistische Propagandaminister Joseph Goebbels in sein Tagebuch:

„In der Nähe von Smolensk sind polnische Massengräber gefunden worden. Die Bolschewisten haben hier etwa 10.000 polnische Gefangene, unter ihnen auch Zivilgefangene, Bischöfe, Intellektuelle, Künstler usw., einfach niedergeknallt und in Massengräbern verscharrt. Über diesen Massengräbern haben sie Anlagen hergerichtet, um die Spuren ihres frevelhaften Tuns zum Verschwinden zu bringen. Durch Hinweise der Einwohner ist man hinter das Geheimnis dieser Erschießungen gekommen, und nun zeigt sich eine grauenvolle Verwüstung der menschlichen Seele. Ich veranlasse, daß die polnischen Massengräber von neutralen Journalisten aus Berlin besucht werden. Sie sollen dort einmal durch eigenen Augenschein davon überzeugt werden, was ihrer wartet, wenn ihr vielfach gehegter Wunsch, daß die Deutschen durch die Bolschewisten geschlagen würden, tatsächlich in Erfüllung ginge.“

Gerade ist in der letzten Phrase dieses Faschisten wird das wahre Ziel der Goebbelsschen Propaganda deutlich – die Polen einzuschüchtern, Feindschaft zwischen den polnischen und sowjetischen Völkern säen und die Polen davon abzuhalten, ein Bündnis mit der Sowjetunion einzugehen.

Von da ab waren die sowjetisch-polnischen Beziehungen außerordentlich gespannt. Der Grund war der unversöhnliche Antisowjetismus und die offene Russenfeindlichkeit. Sie führten die bürgerliche polnische Regierung dazu, das Systems der kollektiven Sicherheit in Europa zu vereiteln, was schließlich den Faschisten bei der Verwirklichung ihrer Pläne zur Vernichtung der slawischen Zivilisation in die Hände spielte. Schon gegen Ende 1939 waren von den Deutschen im okkupierten Polen über 100.000 Menschen vernichtet worden. Das war „die neue deutsche Ordnung“! Nach dem Ende der Okkupation Polens hatten die Deutschen etwa 6 Millionen Polen – also 22% der Bevölkerung – vernichtet! Das Endziel der Faschisten war die Liquidierung des gesamten polnischen Volkes bis zum Jahre 1950. Zum Glück existierte für die Polen die UdSSR und deren Rote Armee.

Im Kampf gegen den Faschismus ergab sich allmählich die Notwendigkeit, die Bemühungen der sowjetischen und polnischen Völker zu vereinigen, bis hin zur polnischen Emigration. Die bürgerliche Regierung hielt sich in London auf. Die diplomatischen Beziehungen zwischen ihr und der Regierung der UdSSR wurden am 30. Juli 1941 wiederhergestellt. Das Abkommen sah die Bildung einer polnischen Armee auf dem Gebiet der UdSSR vor. Diese Armee sollte aus einer Anzahl ehemaliger polnischer Soldaten und Offiziere bestehen, die sich nach der Befreiung durch die Rote Armee in der Westukraine und in Westweißrußland in Gefangenschaft befanden.

Am 25. Dezember 1941 erließ die Regierung der UdSSR die Verordnung „Über die polnische Armee auf dem Gebiet der UdSSR“. Es wurde mitgeteilt, daß dieser Armee 96.000 Personen angehörten, die von General Anders befehligt wurden.

Doch die Polen hielten ihre Sicherheit durch die UdSSR für schlecht gewährleistet, und so zogen 80.000 polnische Militärangehörige im September 1942 zu ihren Verbündeten in den Iran, um dort britische Erdölanlagen zu sichern. Erst 1944 erschienen sie dann in Italien.

Doch der schon im März 1943 gegründete Bund polnischer Patrioten formierte unter Führung von General Z. Berling eine polnische Division namens „Tadeusz Kościuszko“. Diese Division bestand ihre Feuertaufe in den Kämpfen bei Lenino am 12. und 13. Oktober 1943 und wuchs später zur polnischen Armee heran.

Die Faschisten witterten die Festigung der Freundschaft zwischen den Völkern und das herannahende Ende. Und so erschallte am 13. April 1943 die deutsche Mitteilung…

Am 19. April 1943 veröffentlichte die Zeitung „Prawda“ einen Artikel „Die polnischen Komplizen Hitlers“, wo Beispiele angeführt waren, wie die Faschisten schon mehrfach die von ihnen begangenen Massenmorde als Spuren „bolschewistischen Terrors“ ausgegeben hatten, und es wurde gesagt:

„Wie nunmehr völlig klar ist, haben die Deutschen die ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen ergriffen, die sich 1941 zu Bauarbeiten in den Bezirken westlich von Smolensk aufhielten, und die im Sommer 1941 nach dem Rückzug der sowjetischen Armeen aus dem Bezirk Smolensk zusammen mit vielen sowjetischen Menschen, den Bewohnern des Smolensker Gebiets, in die Hände der faschistischen Henker gerieten. Die Deutschen haben die ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen und viele sowjetische Menschen viehisch ermordet, und wollen jetzt die Spuren ihrer Verbrechen verwischen. In der Hoffnung leichtgläubige Menschen zu finden, versuchen sie, ihre ungeheuren Verbrechen mit neuerlichen schändlichen Hirngespinsten zu überdecken.“

Als „Henker“ der Polen bei Katyn nannte die faschistische Propaganda „die GPU-Kommissare“ Lew Rybak, Abraham Borisowitsch, Paul Brodinski und Chaim Finberg. Bis jetzt wurden von niemandem und nirgendwo die Spuren dieser geheimnisvollen „Kommissare“ gefunden, weil es solche nämlich nicht gibt. Das ist die Wahrheit der Geschichte.

Ist das den Führern Polens und Rußlands nicht bekannt? Wissen sie das, oder gehören sie zu jenen „leichtgläubigen Leuten“? Wozu dient dann die Showveranstaltung um „Katyn“? Der Sozialismus ist ihnen verhaßt, und sie tun alles, um das sowjetische Volk und seine führende Kraft – die Partei der Bolschewiki unter der Führung Stalins – anzuschwärzen. Ohne Führung sind Armee und Volk nur eine Menschenmenge. Und eine Menschenmenge kann den Kampf gegen den stärksten und tückischsten Feind, wie es der deutsche Faschismus war, nicht gewinnen. Das bedeutet: Die Kraft lag bei den Bolschewiki, und sie lag in der sozialistischen Ordnung! Dies alles hassen die neu aufgetauchten „Herren“ der Betriebe, der Zeitungen und der Dampfer Rußlands und Polens und wollen es aus dem Bewußtsein der Völker ausrotten. Dafür werden zur Schau gestellte Leiden organisiert – als „Opfer des Totalitarismus“. Und die russischen Präsidenten bereuen und bereuen…

Die sowjetischen Menschen haben nichts zu bereuen.

Im Laufe der berüchtigten „Gorbastroika“ hat der Präsident Polens W. Jaruzelski auf der Grundlage der Angaben polnischer Historiker erneut bestätigt, daß die Tragödie bei Katyn ein Verbrechen der deutschen Faschisten war, eine von den Nazis veranstaltete Provokation. Kaum hatte die antisowjetische Provokation angefangen, war sie auch schon wieder verstummt – vorläufig. Doch nach dem konterrevolutionären, bürgerlichen Umschwung in der UdSSR 1991-1993 brachten die „Demokraten“ die Welle der Verleumdung wieder in Gang…

Im Jahre 1992 wurde im Archiv des Präsidenten der Russischen Föderation „zufällig“ das „geschlossene Paket №1“ entdeckt, in dem sich angeblich der Beschluß des Politbüros des ZK der Allunions-KP(B) vom 5. März 1940, ein Brief Berijas an Stalin und ein Brief Scheljepins an Chrustschow vom 3. März 1959 etc., befunden haben sollen – das sind also die „unwiderlegbaren“ Beweise der Schuld der UdSSR. Doch die Originaldokumente sind für die Forschung bis jetzt nicht zugänglich. Nach den Forschungen vieler gewissenhafter Historiker und Spezialisten ist jedoch schon jetzt bewiesen, daß diese und andere „Dokumente“ aus dem Archiv des Präsidenten Fälschungen sind.

Im Jahre 1943 arbeitete eine Kommission zur Feststellung und Untersuchung der Umstände der Erschießung der Kriegsgefangenen polnischen Offiziere durch die faschistischen Eroberer im Katyner Wald. Diese Kommission wurde geleitet vom Präsidenten der Akademie der medizinischen Wissenschaften Nikolai Pawlowitsch Burdenko. Die Mitglieder der Kommission waren Schriftsteller, Geistliche und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Es lagen Beweise dafür vor, daß es bis zur Ankunft der Deutschen im Katyner Wald kein Lager für polnische Kriegsgefangene gab, und daß der Tod der polnischen Kriegsgefangenen im Jahre 1941 geschah, und nicht schon 1940, wie die Nazis behaupteten. Im Bericht der Kommission, der in der „Prawda“ am 26. Januar 1944 veröffentlicht worden war, wurde festgestellt:

„2. Im Katyner Wald wurden im Herbst 1941 von der deutschen Besatzungsmacht Massenerschießungen von polnischen Kriegsgefangenen durchgeführt“;

„4. Im Zusammenhang mit der Verschlechterung der allgemeinen militärpolitischen Situation für Deutschland Anfang 1943 haben die deutschen Besatzer zu provokatorischen Zwecken eine Reihe von Maßnahmen unternommen, um zum Streit der Russen mit den Polen ihre eigenen Verbrechen den Organen der Sowjetmacht zuzuschreiben…“

Darüber hinaus haben die, in das noch von den Deutschen okkupierte Smolensker Gebiet entsandten internationalen Experten, obwohl sie auf Anordnung Hitlers handelten, in den Leichen der Ermordeten deutsche Geschosse der Marke „GECO“, der Serie „D“ vom Kaliber 7,65 mm gefunden. Am 8. Mai 1943 notierte Goebbels verärgert: „Leider hat man in den Gräbern Katyns deutsche Munition entdeckt.“ Solche Tatsachen, wie die Erschießung der Polen durch den deutsch-faschistischen Abschaum, gibt es viele. Nach dem Krieg studierten polnische Historiker diese Tragödie und auch sie konnten eine Mitwirkung „des totalitären Regimes“ nicht feststellen. Die Frage wurde von beiden Seiten eindeutig entschieden – die Deutschen sind schuldig.

Den Sowjetfeinden wird es gemeinsam mit emporgekommenen Herren nicht gelingen, sich der wachsenden Hinwendung des Volkes zur Stabilität des Sowjetzeit, der Hinwendung zu Stalin, entgegenzustellen, und so versuchen sie es mit einem schmutzigen Stalin-feindlichen „Kreuzzug“. Ein bösartiger, unzureichend hinter der Maske von der „Freiheit des Wortes“ und der „historischen Wahrheit“ verdeckter Antisowjetismus beschäftigt die Spitzen der Russischen Föderation und Polens. Für die Befreiung Polens von den faschistischen Eroberern haben mehr 600.000 (!) sowjetische Soldaten ihr Leben geopfert. Aber darüber schweigen sowohl russische, wie auch polnische Präsidenten. Sie schweigen genauso zur Massenvernichtung der Rotarmisten durch Polen im Jahre 1921 (nach dem mißlungenen Gegenschlag der Roten Armee auf Warschau starben in polnischen Lagern 60.000 von den 130.000 russischen Kriegsgefangenen). Im Terminkalender „unserer“ Präsidenten gab es weder eine Ehrung der Stalingrader Schlacht, der Kursker Schlacht, noch der Befreiung Warschaus. Dafür flogen sie zu den Feiern anläßlich der Eröffnung der zweiten Front nach Europa wie die Fliegen auf den Honig. Warum rufen einige Tausend umgekommener Polen bei Katyn so ein Meer von Ergüssen hervor?

Das Volk nennt es Verrat.

Die zynische und freche Lüge über Katyn der bürgerlichen „Wahrheitsfanatiker“ ist vor allem berechnet auf die Beschränktheit der Spießbürger und die Unwissenheit der Jugend über die Geschichte. Ein solches Herangehen ist typisch für die bürgerliche Propaganda. Teilweise gelingt es, damit das gesellschaftliche Bewußtsein zu vergiften. Aber die Mythen und die Lügengebäude der Geschichte werden unvermeidlich einstürzen, und für den Verrat des sowjetischen Volkes muß unvermeidlich gezahlt werden. Das oberste Gericht – das Gericht der Werktätigen einer erneuerten UdSSR – wird sein Verdikt aussprechen.

M.Dumow

Quelle:
VKPB vom 22.05.2010 http://www.vkpb.ru/
(übernommen von Kommunisten-Online-Archiv)

Anhang: truth-about-katyn (Bericht der Burdenko-Kommission /engl.)


Siehe auch:
Ruslan Gorewoj: Waren die Dokumente gefälscht?
Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher
Wladimir Kowaltschuk: Wahrheit und Lüge über Katyn
Mario Sousa: Beevor und der Betrug der schwedischen Übersetzer
Europäischer Gerichtshof: Lügen über Katyn entlarvt!
http://kommunisten-online.de/Archive/blackchanel/katyn_vk.htm

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17 Antworten zu Katyn – eine antisowjetische Fälschung

  1. Harry 56 schreibt:

    Hallo Leute, ihr wollt weiter streiten um diese Katyn-Geschichte, aufklären und widerlegen, die bösen wirklichen oder bösen vermeintlichen Buben endlos entlarven bis zum hin „letzten Gang“?
    Gibt es wirklich keine wichtigeren Aufgaben, heute und jetzt?

    Freunde, ich füchrchte, unsere wahren Herren und deren Polit-Handlanger/Darsteller/Showmaster aller System-Parteien plus allen deren Prosti-Medien-Knechten sind euch schon wieder mal Lichtjjahre voraus, schreiben und vor allem MACHEN – HEUTE – Geschichte, sprichwörtliche Nägel mit Köpfen!

    Anno Januar 2016 (NICHT 1940/41/42/43 !):

    https://www.contra-magazin.com/2016/01/bdi-praesident-fuer-mindestlohn-reform-wegen-fluechtlingsproblematik/

    Hier und heute spielt die Musik!

    In diesem Sinne beste soz. Grüße an alle noch Vernünftigen, ganz bewusst noch in der GEGENWART wollen Lebenden hier! 🙂

    • sascha313 schreibt:

      Zum wiederholten Male, Harry, was soll der Quatsch? Der o.g. Artikel ist von 2010! Ich habe ihn hier noch mal aufgelegt, weil er sonst verloren gegangen wäre. Und wem es nicht gelingt, da etwas für die Gegenwart herauszuholen, der sollte lieber weiter im contra-magazin, in der taz oder im compact-magzin lesen – oder wem das gar zu aufregend ist, der sollte bei den Linken nachsehen. Doch mit Kommunismus hat das absolut nichts zu tun!

      Wir verbreiten hier den Marxismus-Leninismus, und da können wir aus einem reichen Erfahrungsschatz unserer Geschichte zu schöpfen. Die Extrapolation in Zukünftiges war schon immer ein schwieriges Unterfangen. Um aber dem Klassenkampf den Rücken zu stärken, muß man den Lesern einen klaren Klassenstandpunkt vermitteln, und nicht solche tollen Ideen wie „Diktatur Merkel“, „Freiheit für Deutschland – Grenzen dicht!“ oder „Versagen der politischen Elite“ usw. usf. Das ist bürgerliche Demagogie!

      Die Gegenwart ist kapitalistisch, und die Allgemeinbildung in der Bevölkerung ist erschreckend gering! Gerade deshalb brauchen wir den dialektischen und historischen Materialismus, um die Gegenwart zu verstehen. Da ist es wichtig, jeden Schatten zu tilgen, jeden Zweifel auszulöschen und jede Lüge zu entlarven, die über unsere sozialistische Geschichte verbreitet werden! Wer das ablehnt oder glaubt, Marx, Engels, Lenin, Stalin und die Geschichte der Sowjetunion und der DDR seien überholt, unaktuell und veraltet, der braucht hier nicht zu lesen!

  2. Duxxus D. schreibt:

    Ein guter und wichtiger Artikel, auch wenn er schon etwas älter ist. Danke dafür.

  3. Pingback: Die Goebbelssche Mendazinie | Sascha's Welt

  4. Pingback: Prof. Azjukowski: Welche Bedeutung hat die Sowjetunion unter der Führung Stalins für uns heute? | Sascha's Welt

  5. Sascha schreibt:

    Sascha, leider komme ich erst heute dazu mich mit Katyn zu beschäftigen. Der Artikel ist gut, bis auf den folgenden Abschnitt. Ich kopiere ihn mal und schreibe Anmerkungen dazu.
    „Von da ab waren die sowjetisch-polnischen Beziehungen außerordentlich gespannt.“
    Anm.: Waren die nicht schon seit dem Interventionskrieg und danach sehr angespannt? Der Satz: „Der Grund war der unversöhnliche Antisowjetismus und die offene Russenfeindlichkeit. Sie führten die bürgerliche polnische Regierung dazu, das Systems der kollektiven Sicherheit in Europa zu vereiteln, was schließlich den Faschisten bei der Verwirklichung ihrer Pläne zur Vernichtung der slawischen Zivilisation in die Hände spielte.“ kennzeichnet eigentlich die Zeit nach den Interventionskrieg bis zum Ende der 1930-ziger Jahre (1938/39). Der Satz: „Von da ab waren die sowjetisch-polnischen Beziehungen außerordentlich gespannt.“, passt nicht dorthin. Die sowjetisch-polnischen Beziehungen waren nicht erst seit dem Bekanntwerden des Massakers „außerordentlich angespannt“, sondern schon vorher. Das müsste besser herausgearbeitet werden.
    Der folgende Abschnitt passt wieder, sollte aber auch überarbeitet werden.
    „Schon gegen Ende 1939 waren von den Deutschen im okkupierten Polen über 100.000 Menschen vernichtet worden. Das war „die neue deutsche Ordnung“! Nach dem Ende der Okkupation Polens hatten die Deutschen etwa 6 Millionen Polen – also 22% der Bevölkerung – vernichtet! Das Endziel der Faschisten war die Liquidierung des gesamten polnischen Volkes bis zum Jahre 1950. Zum Glück existierte für die Polen die UdSSR und deren Rote Armee.“
    Sascha, ich bitte um Verständnis. Ich weiß was gemeint ist, aber ich setze mich täglich mit Anti-Kommunisten und Anti-Sowjetisten auseinander und die warten nur auf solche Ungereimtheiten um ihre Botschaft loszuwerden.
    Diesen Kommentar brauchst du nicht veröffentlichen.
    LG Sascha

    • sascha313 schreibt:

      Was für ein „Interventionskrieg“? Traditionell gab es zwischen dem polnischen Volk und den benachbarten Völkern (Ukraine, Belorußland, Litauen) freundschaftliche bzw. verwandschaftliche Beziehungen. Das Verhältnis der Polen zu den Nachbarländern und zur Sowjetunion änderte sich erst mit den deutschen Aggressionskriegen und den Bestrebungen des deutschen Imperialismus, Zwietracht zwischen den Völkern zu säen. Auch heute kann man nicht generell davon reden, daß in Polen ein Russenhaß vorhanden ist. (siehe: Gefallene Sowjetsoldaten, aber auch: Sowjetisches Ehrenmal erneut zerstört.) Die derzeitige polnische Gegierung und der Brandstifter Brzezinski tun jedoch alles, um das Verhältnis zu Rußland zu verschärfen und die polnische Bevölkerung gegen „die Russen“ aufzuhetzen.

      • Sascha schreibt:

        „Welcher Interventionskrieg?“
        und
        „Das Verhältnis der Polen zu den Nachbarländern und zur Sowjetunion änderte sich erst mit den deutschen Aggressionskriegen und den Bestrebungen des deutschen Imperialismus, Zwietracht zwischen den Völkern zu säen.“

        Führten nicht 14 „demokratisch“ Staaten, darunter Polen unter Józef Piłsudski, von 1920 bis 1921/22 während des Russischen Bürgerkriegs einen Krieg gegen die Oktoberrevolution? Ich habe gelesen, dass man diesen Krieg auch als Interventionskrieg bezeichnet.
        Ich habe auch vom Wojna Polsko-Bolszewicka („Polnisch-Bolschewistischen Krieg“), vom Wojna Bolszewicka („Bolschewistischen Krieg“), Polnisch Wojna 1920 Roku („Krieg von 1920“) und auch vom „Polnisch-Sowjetischer Krieg“ oder „Polnisch-Litauischer Krieg“ gelesen.
        Was stimmt denn nun?

        Klaus Wallmann sen. Schreibt in seinem Artikel: Der Deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag

        „Nach der Oktoberrevolution 1917 fielen mit den Armeen aus vierzehn Staaten auch die polnischen Herren 1920 über die Sowjetunion her. Die Rote Armee vertrieb sie und gelangte dabei bis vor die Tore Warschaus. Da den englischen und französischen Monopolen ca. 40 Prozent der Industrieanlagen in Polen gehörten, bekamen die polnischen Pans nun die volle Unterstützung Frankreichs und Englands. Doch die Sowjetunion wollte den Frieden und war daher auch bereit einen Vertrag zu unterzeichnen, auch wenn die Bedingungen dieses Vertrages als schändlich zu bezeichnen waren. Der Vertrag von Riga 1921 legte die neuen Grenzen zwischen Polen und der UdSSR fest, die Polen bereits 1919 durch die Pariser Friedenskonferenz zugestanden wurden. Zur sogenannten Curzon-Linie wurde in Abwesenheit Rußlands jedoch noch folgender Beschluß gefaßt:

        “Die Konferenz hat ( … ) ausdrücklich die Frage der Forderungen, die Polen auf die Gebiete östlich dieser Linie anmelden könnte, offen gelassen. Die Konferenzteil-nehmer glaubten, nicht in der Lage zu sein, darüber zu entscheiden und überließen die Regelung späteren Verhandlungen zwischen Polen und Rußland.” (11)

        Um diese Forderungen zu realisieren, begannen die polnischen, englischen und französischen Kapitalisten den neuen Feldzug gegen die Sowjetunion, der mit dem sowjetischen Zugeständnis im Vertrag von Riga endete. Im Vergleich zur Curzon-Linie vom 8. Dezember 1919 bedeutete die Grenze des Vertrages von Riga für Polen einen Gebietszuwachs von 110.000 Quadratkilometern. Zugleich wurden die Ukrainer und die Weißrussen in zwei Staaten gespalten und in Polen zu einer unterdrückten nationalen Minderheit.

        Vor allem dieses Gebiet, diese 110.000 Quadratkilometer, waren es, die die UdSSR im sogenannten Zusatzprotokoll als ihre Interessensphäre bezeichnete. Hinzu kommt die ganze Westukraine und das westliche Weißrußland. Durch die Grenzziehung von 1939 kam Bialystok im Norden und Przemysl im Süden zur UdSSR. Die Sowjetunion erwarb insbesondere die wichtigen Städte Lemberg, Stanislau, Tarnopol, Luzk, Brest-Litowsk, Grodno und Nowogrodek.“

        Und Kurt Gossweiler schreibt in seinem Artikel: Betrachtungen zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag von 1939 (Juni 1989) (1)

        „Das Vorgehen Polens 1920 gegen das durch Krieg und Bürgerkrieg geschwächte Sowjetrussland charakterisierte Bereskow in seiner bereits zitierten Rede so: “Aber dann kam 1920 der Krieg zwischen Polen und Sowjetrussland. In diesem Krieg kamen die Polen nach Kiew und in andere Gebiete, haben einen großen Teil der Ukraine besetzt. Die Sowjetmacht war in der Zeit so schwach, dass sie die Bedingungen an-nehmen musste. Es gab auch eine Bedrohung durch die weißen Generäle, vor allem im Süden, und wir waren gezwungen, 1921 den Rigaer Vertrag zu unterschreiben, der die Grenze willkürlich nach Osten verschob und große Teile Belorusslands und der Ukraine zum polnischen Gebiet machte. Hier muss man vielleicht auch von einer Teilung der Ukraine und Belorusslands sprechen, die zuerst kam, und dann kam erst die Teilung Polens, weil diese Linie, die im ersten Protokoll und dann im zweiten Protokoll 1939 festgelegt worden ist, mehr oder weniger entlang der Curzon-Linie verlief, also dieselbe Linie, die die Alliierten vorgeschlagen hatten und die später auch Churchill in Teheran vorgeschlagen hat, dass nämlich nach dem Krieg die Curzon-Linie, vielleicht mit einigen Korrekturen, wiederhergestellt werden sollte.” (16)

        Was die baltischen Staaten betrifft: auch hier machte die “Abgrenzung der Interessensphären” den Weg frei für die Liquidierung der Folgen historischer Gewaltakte, nämlich der deutschen und alliierten Intervention von 1918/19, durch welche die junge Sowjetmacht in den baltischen Staaten erwürgt wurde.“

        Also kann der Satz: „Das Verhältnis der Polen zu den Nachbarländern und zur Sowjetunion änderte sich erst mit den deutschen Aggressionskriegen und den Bestrebungen des deutschen Imperialismus, Zwietracht zwischen den Völkern zu säen.“, nicht stimmen, genauso wie die Aussage des schlecht formulierten Abschnittes.

  6. dlfhoerer schreibt:

    Die meisten Leser dieser Seite dürften wissen, daß das Verbrechen von Katyn von den deutschen Faschisten verübt wurde und die Anerkennung einer sowjetischen Schuld seit Gorbatschow übelste antikommunistische Hetze ist. Mittlerweile wurde in Rußland das Geschichtsprojekt „Die Befreiung Polens. Der Preis des Sieges“ gestartet. Unter diesem Link https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170718316645199-wie-rote-armee-polen-befreite/ berichtet Sputniknews darüber, daß das russische Verteidigungsministerium bislang geheime Dokumente über den sowjetischen Vormarsch nach und in Polen freigab. Aus den Dokumenten geht klar hervor, daß 1944 auch die Polen wußten, wer die polnischen Offiziere in Katyn ermordete:

    „Die Deutschen haben dieses Märchen erdichtet, von der Erschießung der Polen durch die Sowjets im Wald von Katyn. Keiner von uns hat das geglaubt. Die Deutschen selbst haben die Polen in Katyn getötet. So wie sie sie überall töteten“, wird ein Einheimischer in einem Bericht zitiert.

    • sascha313 schreibt:

      Danke – eine längst fällige Klarstellung von russischer Seite!
      Wichtig auch insofern, da der jetzige USA-Präsident Trump mit Lügen und Halbwahrheiten die Spaltungspolitik der Nazis fortsetzt und den Russenhaß in Polen aufheizt.

      P.S. Und was das Verhältnis der Polen zur Sowjetunion betrifft, so ist festzustellen, daß sich die Einwohner Polens damals durchaus ein freundschaftliches Verhältnis zur Sowjetunion bewahrt hatten. Ein Dokument beschreibt auch, wie Polens Bevölkerung die Rote Armee am 6. August 1944 begrüßte: „Nach dem Überschreiten der Staatsgrenze in der Gegend der Stadt Premyszl sind die Sowjetverbände von den Einheimischen mit großer Freude empfangen worden. Die Einwohner warfen unseren Kämpfern und Offizieren Blumen zu, trugen Milch, Wasser und Bier an den Straßenrand und boten dies bereitwillig unseren Soldaten an“, heißt es in einem Bericht der politischen Abteilung der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front. (Quelle: sputniknews) Und zwar trotz der Spaltungspolitik der Nazis, und trotz des vom Imperialismus auch heute wieder gesäten Russenhasses!

  7. Mario schreibt:

    Ich habe noch nie eine derartige Ansammlung von an den Haaren herbeigezogenen Blödsinn der russischen Kriegspropaganda gelesen. Und das sage ich ihnen als studierter Historiker. Im Übrigen bedarf es vernünftiger Quellenangaben. Eine Webseite/Zeitung der Neuzeit ist dies gewiß nicht.
    Was mir in Bezug des Goebbels Tagebucheintrag stark zu Denke gibt, ist das neu entdeckte Massengrab auf polnischem Boden, welches bei Bauarbeiten in Polen entdeckt wurde. Auch über diesem waren Bauten gesetzt worden! Man sollte sich fragen, wer hier ein Lügner war!

    • sascha313 schreibt:

      Ach, wissen Sie Herr Mario, es gibt heute soviele studierte und promovierte „Historiker“, die oft gar nicht wissen, welchen unwissenschaftliche Theorien sie anhängen. Wenn Sie als Historiker, als der sich sich ja bezeichnen, sich vielleicht in der Geschichte Karls des Dritten (genannt der Dicke) auskennen oder sämtliche Kirchen-provinzen des Mittelalters aufzählen können, so heißt daß noch lange nicht, daß Sie auch die Geschichte der Sowjetunion kennen.

      Vielleicht haben Sie ja auch schon irgendwann mal davon gehört, daß nach dem Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution am 30.12.1922 die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gegründet worden war – es also kein „Rußland“ (und folgliche auch keine „russische Kriegspropaganda“) mehr gab – geben konnte! Doch das nur nebenbei. Es dürfte Ihnen aber auch nicht entgangen sein, daß nach solchen gesellschaftlichen Umbrüchen wie 1990 nicht nur „Siegerjustiz“ herrscht, sondern auch eine Geschichtsschreibung im Sinne der herrschenden Klasse.

      Aber wozu schreibe ich Ihnen das… Sie werden es nicht verstehen (wollen), daß in diesen ganzen über 70 Jahren Sowjetmacht, in denen die Zaren, die Kulaken und das ganze blutsaugerische Gesindel davongejagt worden war und das arbeitende Volk die Macht hatte, eine andere Zeit angebrochen war: der Sozialismus. Zum Wohle dieses Volkes nämlich; wo es keine Erwerbslosigkeit und keine Ausbeutung der werkätigen Massen durch eine Handvoll Superreicher mehr gab. Und fehlte nur noch, daß Sie das, was Hitlerdeutschland in der Sowjetunion angerichtet hat als gerechtfertigt bezeichnen. Dann wären Sie mit den Nazis sozusagen „in bester Gesellschaft“…

    • Welche Historie haben Sie denn studiert?

      “Ich habe noch nie eine derartige Ansammlung von an den Haaren herbei gezogenen Blödsinn der russischen Kriegspropaganda gelesen.“

      Dieser Satz offenbart sehr viel! Offenkundig sind Sie einer Ansammlung von an den Haaren herbei gezogenen Blödsinn der Nazi Kriegspropaganda auf den Leim gegangen!!!

      Hätte die Rote Armee gegen die Verbrecherbanden aus Deutschland verloren, also das deutsche Kapital gesiegt, würden Sie der Ansammlung von an den Haaren herbei gezogenen Blödsinn Glauben schenken und “historisch“ belegt, ja “bewiesen“, heute behaupten, dass in Wahrheit die Sowjetunion Auschwitz betrieben hätte.

      Und dann noch etwas zu Herrn Goebbels Tagebucheintrag.

      Von wem bekam er denn diese Lüge zugestellt, wenn nicht von Himmler als Chef der privaten Armee – SS genannt – oder dessen Geheimdienst?

      Goebbels selber kam doch jede Lüge recht, mit der er seinen Haß auf die Bolschewiki und seinen Rassenwahn innerlich in seiner Phantasiewelt speisen konnte. Als Psychopath — bar aller Realität — benötigte er solche Lügen, um seine Irrationalität aufrechterhalten zu können.

      Und selbst wenn ihm die Greuel der Wehrmacht und der SS schonungslos klar gewesen wären, hätte man diesem Psychopathen berichtet, mit welcher Brutalität die Bolschewiki, bzw. die Rote Armee, die von Deutschland “befreite“ Bevölkerung, ausrottet:

      Und er hätte diese Scheiße gefressen und unter der deutschen Bevölkerung verbreitet, um die Angst vor dem Freunde (den Kommunisten der Sowjetunion) weiter zu schüren, damit sein eigener psychotischer Wahn — eine klinische Schizophrenie, die sich derart verselbstständigt hatte, dass sie für ihn Wirklichkeit war — stabil bleibt.

      Seit Karl Marx 1844 sein Werk “Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“ schrieb [meiner Kenntnis nach von ihm selber nie veröffentlicht und zum ersten Mal 1923 – also 40 Jahre nach seinem Tod gedruckt] wissen wir, bzw. können wir wissen, daß die Religion das Opium des Volkes ist!.

      Und schon aus seiner Einleitung geht hervor, was es mit der Religion aufsich hat! Nämlich:

      Sie versetzt das Denken — zu dem der Mensch fähig ist — und dass sich daraus entwickelnde Bewusstsein eines Menschen — “in den Zustand, der der Illusion bedarf“ (wörtlich: Karl Marx) und er fordert unmißverständlich jeden Menschen, der des Lesens mächtig ist, dazu auf: “diesen Zustand aufzugeben und sich selber zu erwerben![1]

      Während sogenannte archaische Rituale

      wie die “Übergabe“ eines Menschen weiblichen Geschlechts an den Menschen männlichen Geschlechts, der sich im Kampf mit den “Naturgewalten“ bewährt hat – sei es durch die Tötung eines den Menschen tötenden Lebewesens (Tiger, Löwe, Jaguar usw), sei es die Qual der Initiation des Abschneidens seiner Vorhaut oder die schmerzhafte Tätowierung durch Vernarbung seiner Haut, sei es eine “Mutprobe“, seien es Feierlichkeiten, in denen “Schamanen“ die Anwesenden mit Tanz, Musik, Drogen oder Alkohol berauschen, sei es das Wissen der Feuerträger – die sowohl verstehen, die Glut zu entfachen, als auch fähig sind, diese zu jedem anderen Menschen zu bringen:

      den Menschen nur sehr kurzfristig betäuben können,

      vermag jede Religion, den Menschen im Denken und damit in seinem Eigenen-Selber-Bewusstsein “in den Zustand, der der Illusion bedarf“, zu führen und auch darin gefangen zu halten! Das gleiche gilt selbstverständlich für alle Philosophien — mit der einzigen Ausnahme und das ist der Dialektische Materialismus, den Marx und Engels gemeinsam entdeckten und zur Philosophie par excellence — also zu einer Philosophie machten, die jedem Gedanken-Wahn ein ENDE setzt, selbst dann noch, wenn das eigene Denken, aus welchen Gründen auch immer, ‚weiterhin‘ im Zustand der Illusionen verharrt! … oder aus den für den einzelnen Menschen sich ergebenden Umständen, in denen er nun einmal lebt, ergeben muß!!!

      “Gott-sei-Dank!“ IST es JEDEM Menschen möglich, diesem Morrasmus (so nennt es Vaclav Havel) zu entkommen!

      — Havel, der kein Entkommen daraus lehrt — ja, der ein solches Entkommen in die Freiheit vehement VERNEINT — kann für mich selbstverständlich nicht Richtschnur sein: Er ist daher nur jemand, der – wie die “Philosophen“ vor ihm – *bloß versucht, die Welt zu erklären* – während Marx klar sagte, dass es darauf ankommt, sie zu verändern! —

      [*1] übrigens gar kein “neuer“ Gedanke! Wer das “Evangelium“ unbefangen von seiner absurden religiösen Vereinnahmung liest, Ja, selbst, wenn ein Mensch die Thora – vom Schmutz religiöser Vorstellungen befreit, liest: In diesen Büchern wird mitgeteilt, dass die Ausbeutung und die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen überhaupt als die größte Abscheulichkeit, die sich Menschen untereinander antun können, dargestellt!!!

      Der einzige Unterschied zwischen dem “Marxismus“ und dem “Evangelium“, den ich bisher feststellen konnte, ist:
      Marx und Engels leiten — richtig — das ‚gesellschaftliche Sein‘ aus den Formen der Produktivkräfte des Menschen her, die schamlos von Betrügern und Lügnern, Mördern und Vergewaltigern mißbraucht werden, während “jesus“ lehrte, dass der einzelne Mensch die ihm “aufgeprägten“ Gedanken und Vorstellungen über das Sein fallen lassen muß, weil sie FALSCH sind, wie etwa die Vorstellungen: Gott ist ein Rächer, Gott führt und leitet die Welt und weiterer UNSINN!

      “Jesus“ und über 2.000 Jahre vorher: “Mose“ machten “Gott“ bereits zu einer Metapher

      … und Augustinus und Mohammed verneinen und bekämpfen streng jede Vorstellung, dass “Gott“ ein **personales** wirkliches Wesen sein kann! Problem: die Menschen – von der Religion verseucht – “interpretieren“ alle diese “Lehren“ der Religionen! als wirklich gegeben: Sie stellen sich es in ihren Gedanken als REAL vor! sie halten es für ganz wirklich!

      Genauso, wie die Schwätzer, die weder Geometrie, Mathematik oder Physik verstanden haben:

      Sie konstruieren ein Abstraktum: die Zeit und ein weiteres Abstraktum den Raum als TATSÄCHLICH, objektiv VORHANDENES!!!:
      Sie halten “Raum“ und “Zeit“ für wirkliche Objekte, obwohl sie doch nichts anderes sind als Zahlen und Formen mit denen der Mensch ABLEITUNGEN tätigen kann!!! … dabei ist die Zahl 1 kein Objekt, sondern Subjekt reiner Gedanken, die sich abstrakt Bahn brechen!

      • Politnick schreibt:

        Man kann die Bibel sogar mit Mein Kampf vergleichen: Beide Schriften dokumentieren die Geschichte der Ausbeutung und die Zweckbestimmung ist im Interesse der herrschenden Klasse.

        Im Übrigen beginnt das Märchen vom Hitler-Stalin-Pakt ja auch in Mein Kampf: Hitler im Dialog mit sich selbst zu einen möglichen Bündnis mit Russland. Wobei Hitler den Begriff „Sowjetunion“ ja tunlichst vermeidet und die Existenz eines kommunistischen Staates vehement ignoriert.

        Seine Auftraggeber, deutsche und amerikanische Großunternehmer, dachten in Wirklichkeit nicht im Entferntesten daran, sich nur irgendetwas mit Russland zu teilen. Geschickt ersetzte Hitler den Begriff der Nation durch den grenzenlosen völkischen Begriff um Besitzansprüche an osteuropäischen Gebieten geltend zu machen. Diese Lüge vom „Volk ohne Raum“ wird ja bis heute weiterhin verbreitet im Sinne von „es wird eng auf unserem Planeten“.

        Freundschaft 😉

      • sascha313 schreibt:

        …weil es ja eben auch keinen „Hitler-Stalin-Pakt“ gab, sondern einen „Sowjetisch-deutscheн Vertrag über den Nichtangriff“ (oder wie es am 24. August 1939 korrekt in der Prawda stand: „Заключение советско-германского договора о ненападении„)

      • “Man kann die Bibel sogar mit Mein Kampf vergleichen: Beide Schriften dokumentieren die Geschichte der Ausbeutung und die Zweckbestimmung ist im Interesse der herrschenden Klasse.“

        Das ist aber arg weit hergeholt!
        In MK wird keine “Geschichte dokumentiert“, vielmehr handelt es sich um eine wirre Ansammlung von absurden und sonderbaren Gedanken. Nebenbei “die Bibel“ ist eine Sammlung von Schriften aus unterschiedlichen Epochen, die über einen Zeitraum von rund 1000 Jahren entstand.

        “Hitler im Dialog mit sich selbst zu einem möglichen Bündnis mit Russland.“

        Unter “Russland“ verstand er eben die konterrevolutionären “russischen“ Kräfte in und außerhalb der Sowjetunion, die sich nach dem Überfall durch die Verbrecherbanden Hitlers schon in den alten Positionen wähnten:
        Ich habe jedenfalls noch nie etwas davon gehört, dass die ehemalige Elite Russlands auch nur einen Pieps gegen den Überfall gesagt, geschweige denn dagegen etwas unternommen hätte. Die erhofften sich nämlich durch den Sieg des DR, dass sie ihr Eigentum zurückerhalten würden. Es wäre höchst interessant und aufschlußreich herauszufinden, mit wie viel auch dies Gruppe Hitler finanziell unterstützt hat.

  8. Politnick schreibt:

    @jauhuchanam

    „Es wäre höchst interessant und aufschlußreich herauszufinden, mit wie viel auch dies Gruppe Hitler finanziell unterstützt hat.“

    Und ob die unterstützt wurden. Nicht nur finanziell!

    Freundschaft 😉

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