Das Gespenst der DDR – oder die Angst vor der (N)ostalgie…

0_7a819_be8896b_XLAch, ihr armen, dummen Schweine! Da wollt ihr nun Archivbestände durchwühlen, um die DDR zu erforschen, wollt „Zeitzeugen“ befragen, um die „zweite deutsche Diktatur“ zu ergründen, damit später einmal die Lehrer im Unterricht die DDR „häufiger thematisieren“ können. Wie dumm, wie lächerlich! Was soll dabei herauskommen? Daß die DDR ein „Unrechtsstaat“ war? Natürlich – was denn sonst! Und daß es zum Kapitalismus, in dem wir heute leben, keine Alternative gibt? Na, selbstverständlich. Alle Dummen werden das verstehen! Und diejenigen, die die DDR nie kennengelernt haben, werden aufatmen und werden sagen: „Das haben wir ja immer gewußt!“ – Doch nun wollen wir endlich einmal richtigstellen, was hier verkehrt läuft:

Die DDR war der erste sozialistische Staat auf deutschem Boden. Sie war weltweit anerkannt und unterhielt mit 133 Staaten diplomatische Beziehungen. Die DDR war, was die sozialpolitischen Leistungen betrifft, führend in der Welt. Es gab keine Arbeitslosigkeit, keine Obdachlosigkeit und einen gleichen Lohn für gleiche Arbeit (auch für Frauen!). Auch die Renten waren sicher, Herr Blüm! Und die Schulbildung, die medizinische Versorgung und das Studium waren kostenlos in der DDR. Die Preise waren stabil, und Mieten, Lebensmittel- und Fahrpreise für öffentliche Verkehrsmittel wurden staatlich subventioniert. Das Wohnungsbauprogramm wurde 1989 erfüllt. Und das alles konnten wir uns leisten. Denn die DDR war niemals pleite! Lesen wir nun, was ein Zeitgenosse – ein DDR-Bürger – darüber schreibt:

Angst vor Nostalgie

von Emil Collet

Am 13. September 2005 trug in Paris der konservative schwedische Abgeordnete der politischen Kommission der parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) einen Bericht vor. Dieser Bericht, unterstützt von Abgeordneten Estlands, Litauens, Lettlands, Bulgariens und Ungarns war durchdrungen von Angst vor der sich immer stärker entwickelnden Nostalgie in den ehemaligen sozialistischen Ländern, aber auch bei den kommunistischen und Arbeiterparteien die zeitweise die ideologische Grundlage ihrer Politik, den Marxismus-Leninismus verlassen hatten, bzw. noch verlassen haben.

Verfolgungswahn und Lügen

Die Neurose gegen die Nostalgie, das Heimweh nach der sozialistischen Lebensweise und der einzig wissenschaftlichen Grundlage, dem Marxismus-Leninismus, gipfelte in der Forderung, wie zu Zeiten McCarthys in den USA, die kommunistischen Parteien in Europa zu verbieten und die Kommunisten zu verfolgen. Der Bannstrahl der Verfolgungsangst soll sogar auch die postkommunistischen Parteien treffen die dem „Stalinismus“ und dem Marxismus-Leninisrnus abgeschworen haben. Der Lindblad-Bericht ist eine Zusammenfassung von Lügen über die „Verbrechen in den totalitären kommunistischen Staaten“, aus dem berüchtigten „Schwarzbuch“ und der Auffassung über den Totalitarismus aus der Zeit des Kalten Krieges.

Antikommunistische Hysterie

Dieses Lügengefüge gipfelt schließlich in der Gleichstellung von Kommunismus und Faschismus. Die politische Kommission lehnte zwar mit 15 gegen fünf Stimmen den Bericht und den Verfassungsentwurf ab, aber ein antikommunistischer Resolutionsentwurf erhielt die Zustimmung. Die antikommunistische Hysterie hat ihren Grund. Das kapitalistische System hat sich durch den zeitweiligen und teilweisen Sieg der Konterrevolution nicht stabilisiert. Es destabilisiert sich weiter, wie sich auch die allgemeine Krise des Kapitalismus weiter verschärft.

Eine tiefe Vertrauenskrise in das herrschende System

Das angeblich effektivste gesellschaftliche System hat in allen sozialistischen Ländern, aber auch in den kapitalistischen Ländern, einschließlich den USA zu einer tiefen Vertrauenskrise geführt. Die Zeit nach 1989 ist dadurch gekennzeichnet, daß immer dann, wenn die herrschende Klasse in Schwierigkeiten gerät, gerät auch die Vertrauenskrise In eine solche Situation, daß die Meinungsführer mittels der Mediendiktatur eine „Aufklärungskampagne“ über die Verbrechen des Kommunismus vom Stapel lassen. Dies gilt insbesondere für die BRD.

Das schwach entwickelte „öffentliche Bewußtsein“

Mikis Theodorakis, der große Komponist Griechenlands, erhob einen flammenden Protest gegen die Hexenjäger von Kommunisten. Er zeigt auf, daß die Opfer mit den Aggressoren, die Helden mit den Verbrechern, die Befreier mit den Eroberern, die Kommunisten mit den Nazis gleichgesetzt werden. Mikis Theodorakis deckt die Ursache dafür auf. Er schrieb, der Europarat macht sich Sorgen, daß „das öffentliche Bewußtsein in Bezug auf das Verbrechen totalitärer kommunistischer Regime sehr schwach entwickelt ist…Mit anderen Worten, der Europarat verkündet im voraus die Verfolgung von Kommunisten in Europa“.  Da machen die ehemaligen Bürger der DDR und viele westdeutsche Werktätige keine Ausnahme. Der ständige Nährboden der sich verbreitenden Nostalgie, insbesondere im Osten Deutschlands ist das offensichtliche Desaster der „Freiheitlichen Grundordnung der BRD“.

Warum tanzte der Esel auf dem Eis?

Die Werktätigen sind doch nicht so blöd zu glauben, daß die durch Vertrauensverlust gegenüber den „Volksparteien“ SPD/CDU zustande gekommene „Großen Koalition“ der größte staatspolitische Erfolg in der Zeit der „Wiedervereinigung“ Deutschlands sei. .
Die sich kontinuierlich aus dem Einheitsschock lösenden ehemaligen DDR-Bürger kommen sich zwar nicht so vor, wie der Esel dem es zu gut ging und auf dem Eis tanzte, aber sie begreifen sich als Menschen welche die Bedeutung der Normalitäten im Sozialismus nur als Selbstverständlichkeiten wahrgenommen haben und erst heute, nachdem diese selbstverständlichen Normalitäten der sozialistischen Lebensweise nicht mehr vorhanden sind, ihre ganze Bedeutung für ihr Leben erkennen. Wenn sie ihren heranwachsenden Kindern von den Normalitäten des real existierenden Sozialismus der DDR erzählen, glauben diese in der Märchenstunde zu sein.

Heimweh nach der DDR?

Was beinhaltet die Nostalgie der Bürger der DDR? Wonach haben sie Heimweh? Es sind schlicht und einfach die Normalitäten des sozialistischen Alltags. Es dürfte doch verständlich sein, daß jeder normale Mensch, der sein Leben mit den Ergebnissen der eigenen in der Gemeinschaft geleisteten Arbeit gestalten will, danach Heimweh hat. Im Sozialismus ist es aufgrund des sozialistischen Eigentums, des sozialistischen Staates und seine durch die marxistisch-leninistische Partei ausgearbeitete Wirtschaftspolitik normal, daß keiner ausgebeutet wird und deshalb auch keiner auf Kosten anderer leben kann.
Normal ist auch, daß das Recht auf Arbeit gesellschaftliche Praxis ist. Es ist heute doch angesichts der Massenarbeitslosigkeit schwer zu glauben, daß es in der industrialisierten DDR keine Arbeitslosigkeit gab.

Das Recht auf Arbeit in der DDR

Es ist angesichts der Lohnkämpfe zur Abwehr des ständig sinkenden Reallohnes schwer zu glauben, daß in der DDR so etwas anachronistisch gewesen wäre. Es gab nicht nur Arbeit, sondern sie war auch gesetzlich garantiert, und dabei gab es gleichen Lohn für gleiche Arbeit, egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, Christ oder Atheist, gläubig oder ungläubig, schwarz oder weiß. Alle hatten das Recht auf die Vergütung ihrer geleisteten Arbeit entsprechend Qualität und Quantität. Grundlage dafür waren die durch Staat und Gewerkschaft gemeinsam festgelegten Tarifverträge. Lohnerhöhungen erfolgten auch nur im Ergebnis gemeinsamer Festlegungen von Staat und Gewerkschaft. Lohnsenkungen gab es nicht.

Die soziale Sicherheit in der DDR

Auf der Grundlage absoluter sozialer Sicherheit konnte jeder seines eigenen Glückes Schmied sein. Er konnte gewiß sein, daß Partei, Gewerkschaft, FDJ, DFD, KB, und der sozialistische Staat ihm dabei aktiv zur Seite standen. Diejenigen, die heute immer noch behaupten die DDR hätte über ihre Verhältnisse gelebt, sollten sich lieber einmal unter Beachtung der sozialpolitischen Lage in der BRD die Frage stellen, wie hoch könnte der Wohlstand für jeden einzelnen sein, wenn die Klasse der Kapitalisten nicht existieren würde, und der durch sie unentgeltliche angeeignete gesellschaftliche Reichtum denen gehören würde die ihn auch erarbeitet haben.

Eine Gleichverteilung des Elend?

Die Theorie, das wäre eine Gleichheit und Gerechtigkeit im Elend, ist ein Märchen, erfunden von den Parasiten am Körper des werktätigen Volkes. Dieses Märchen versucht gegenwärtig der „Stern“ wieder aufzuwärmen. Der Chefredakteur beruft sich ausgerechnet auf W. Churchill, der als Kommunistenhasser erklärt hat, der Sozialismus beinhaltet die Tugend der „gleichmäßigen Verteilung des Elends“. Das Ammenmärchen, die Effizienz der Wirtschaft sei nur durch das Vorhandensein und die Tätigkeit der Klasse der Kapitalisten möglich, haben die Werktätigen der DDR und der anderen sozialistischen Ländern, wie auch heute die Werktätigen der sozialistischen VR China, ad absurdum geführt.

Reichtum und Elend des Kapitalismus

Es stimmt, daß der Kapitalismus zu einer revolutionären Steigerung der Erarbeitung von gesellschaftlichem Reichtum geführt hat. Genauso stimmt aber auch, daß es im Kapitalismus immer wieder durch Krisen und Kriege zur ungeheuren Vernichtung gesellschaftlichen Reichtums gekommen ist. Wobei bemerkenswert ist, daß selbst Krisen und Kriege zur Quelle von Maximalprofit geworden sind. Das massenhafte Elend in der Welt ist weder dem Sozialismus, noch dem Entwicklungsstand der Produktivkräfte geschuldet, sondern den kapitalistischen Produktionsverhältnissen, deren Charakter durch das privatkapitalistische Eigentum an den gesellschaftlichen Produktionsmitteln objektiv bestimmt wird.

Massenarbeitslosigkeit im Kapitalismus

Daß es in der heutigen Welt über 800 Millionen Arbeitslose gibt, daß es selbst in den USA, dem „reichsten Land“ der Welt über 30 Millionen Menschen gibt die unter der Armutsgrenze leben, in der 32 Millionen ohne Krankenversicherung und über 40 Millionen Analphabeten sind, ist dem einzig und alleinigen Gott der Kapitalisten geschuldet, dem Profit, oder exakter dem Maximalprofit. Der Verursacher und Verteiler von Elend ist nicht der Sozialismus sondern der Imperialismus. Der Imperialismus ist ein kollektiver Massenmörder, der jeden Tag durch Hunger und Krankheit 30.000 Menschen ermordet, und auch damit noch Maximalprofit erzielt.

DDR: Sorge für das Wohl der Menschen

Als Besitzer des gesellschaftlichen sozialistischen Staatseigentums erwarteten die Werktätigen der DDR mit Recht von ihrem Staat, daß er Tag und Nacht und ohne Unterbrechung durch die Realisierung des Primats der Politik vor der Ökonomie, ihre Interessen in Übereinstimmung mit den Interessen der gesamten Gesellschaft realisiert. Die Sorge um, und die Unterstützung jedes einzelnen Menschen bei der Gestaltung seines Lebens war in der DDR oberster Staatsauftrag. Die Feinde des Sozialismus nennen das Versorgungsdiktatur, sie wollen dadurch davon ablenken, daß der kapitalistische Staat ein totalitärer Erpresserstaat ist, eine Versorgungsdiktatur des Profits als oberstes Lebensziel der Klasse der Kapitalisten.

Die Tugend der gerechten Verteilung

In einem hatte Churchill recht, der Sozialismus ist die Tugend der gerechten Verteilung. In der Geschichte Deutschlands gab es noch nie einen Staat in der das Wohlstandsgefälle so gering war wie in der DDR. Das hatte seine Ursache im sozialistischen Eigentum und im kameradschaftlichen Zusammenwirken von nicht antagonistischen Klassen und Schichten. Das gesellschaftliche Arbeitsvermögen, je eine Million Beschäftigte in der DDR, war sowohl qualitativ als auch quantitativ höher als das in der BRD. …

  1. Ergibt eine von Ausbeutung befreite Arbeit ein ganz neues Verhältnis von persönlichen und gesellschaftlichen Interessen. Im Gegensatz zum antagonistischen Charakter im Kapitalismus stimmen diese im Sozialismus überein. Aus einer lebensnotwendigen Last wird die Arbeit zu einem Lebensbedürfnis. Sie wird nicht aus einem Problem ständiger Verlustangst zum Fundament stabiler gesetzlich fundamentierter Sicherheit. Die Arbeit war in der DDR das Objekt schöpferischer und aktiver Tätigkeit, und damit fester Bestandteil zur Entwicklung, Formung des Menschen, zu einer Persönlichkeit, der Hauptinhalt der sozialistischen Lebensweise. Zu dieser qualitativen Seite die Masseninitiativen auslöste, kommt noch hinzu, daß das Niveau der beruflichen Qualifikation und damit die Arbeitserfahrungen und Fertigkeiten der Bürger der DDR viel höher waren als das in der BRD gegenwärtig der Fall ist. Dieses Niveau der beruflichen Qualifikation war die entscheidende Voraussetzung der Erhöhung des Nationaleinkommens durch intelligenzintensive Produktion in einem rohstoffarmen Land.
  2. Auch quantitativ war es dem gesellschaftlichen Arbeitsvermögen der BRD überlegen. Diese Tatsache ergibt sich logisch aus dem gesetzlich garantierten Recht auf Arbeit für jeden Bürger. Der deutsche Kapitalismus Ist nie ohne Arbeitslosigkeit, ohne seine industrielle Reservearmee, ausgekommen. Ausnahmen gab es nur in Zeiten der Vorbereitung und Durchführung von Kriegen und in kurzen Nachkriegszeiten. Die sechs Millionen Arbeitslosen in der Zeit der Weltwirtschaftskrise (1929-1933), oder die über fünf Millionen gegenwärtig, sind wohl ein nicht weg zu diskutierender Beweis dafür. In der DDR gab es das nicht und konnte es auch nicht geben. Das ist die Ursache dafür, daß sowohl das gesellschaftliche Arbeitsvermögen der Männer der DDR (Anzahl der Lebensarbeitsjahre) um 10 Prozent höher war als das der Westdeutschen. 89 Prozent der Frauen der DDR waren berufstätig und wiesen die gleichen Lebensarbeitsjahre wie die westdeutschen Männer auf und lagen damit um 20 Prozent höher als die westdeutschen berufstätigen Frauen. Die DDR-Bürger, die über das Rentenalter Eintrittsjahr weiter arbeiten wollten, konnten dies nicht nur, sondern sie wurden noch dadurch belohnt, daß ab diesem Zeitpunkt ihr Lohn oder Gehalt ohne jeden Abzug war. Es gab also keinen Unterschied zwischen Brutto-und Nettolohn. Aufgrund dieser Tatsache ist es natürlich logisch, daß der Anteil der sozialabgabepflichtigen Beschäftigten pro eine Million Bürger das der BRD entscheidend übertraf.

Wie man das Vertrauen der Werktätigen gewinnt

Die große Koalition will das verloren gegangene Vertrauen der Bevölkerung durch „größere Transparenz“ wieder gewinnen. In der DDR war das völlig anders.

Die Jahres- und Fünfjahrespläne wurden durch die Volkskammer, nach voraus gegangener Plandiskussion, beschlossen. Der Anteil der Betriebskollektive wurde im jährlich zu beschließenden Betriebskollektivertrag (BKV) nach dessen Diskussion beschlossen. In diesem Betriebsgesetz, welches jedes Betriebsmitglied schriftlich erhielt, war alles das was das Betriebsmitglied und das Betriebskollektiv betraf enthalten, wie z.B.

  • die zu erfüllenden Arbeitsaufgaben und die dazu zu verfügenden Löhne und Gehälter,
  • die Prämien für die Erfüllung und Übererfüllung des Betriebsplanes,
  • die Zuschüsse für die Betriebskinderkrippen und -gärten, für die Betriebsküchen, die Ferienheime, für die Unterstützung der vom Betrieb zum Studium Delegierten sowie die Sicherung des Arbeitsplatzes nach Abschluß des Studiums.
  • Enthalten waren auch die Mittel für die Betriebsberufsschulen, die spezielle Förderung der Frauen und Jugendlichen, für den Sport, die GST, Patenschule, den Patenwohnbezirk, die Paten-LPG.
  • Eine spezielle Festlegung für die Gesunderhaltung der Belegschaft, für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der Belegschaft waren im BKV enthalten.
  • Gleichfalls gab es Festlegungen der betrieblichen Unterstützung von Eigenheimbauern.

Die sozialistische Demokratie ist unübertroffen!

Das war Demokratie in Aktion. Eine breitere und effektivere Demokratie kann kein kapitalistisches Unternehmen und kein kapitalistischer Staat, auch nicht die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ der BRD aufweisen. Die regelmäßige Kontrolle der Erfüllung der Planziele erfolgte durch die Betriebsparteiorganisation (BPO) der SED, die damit ihrer verfassungsmäßig festgelegten Führungs- und Kontrollpflicht nachkam. Zur Transparenz der DDR-Gesellschaft gehörte auch die quartalsmäßige Wiedervorlage in den Betrieben. Die Vertrauensleute-Vollversammlung der Gewerkschaft beinhaltete die Rechenschaftslegung des staatlichen Leiters, des Betriebsdirektors vor den Vertretern seiner Belegschaft.

Gewerkschaftsarbeit zum Nutzen der Werktätigen

Die Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL) schätzte ihre Erfolge in Bezug auf den sozialistischen Wettbewerb, der Neuererbewegung, der Brigaden und Kollektive der sozialistischen Arbeit ein. Beim Erfüllungsstand des BKV stand jeweils ein spezieller Teil im Mittelpunkt, so z.B. die Erfüllung des Kultur- und Bildungsplanes, der Jugendförderungsplan: der Frauenförderungsplan, der Arbeits- und Gesundheitsschutz, das Ferienwesen oder die Arbeit der Konfliktkommission usw. Zur Überschaubarkeit der Entwicklung der DDR gehörten selbstverständlich auch die jährlichen staatlichen Veröffentlichungen über die Ergebnisse im Planjahr. Jeder der wollte konnte sie intensiv studieren. Das ND, welches den Jahresbericht veröffentlichte, kostete 0,15 Mark.

Quelle:
Emil Collet: Die DDR – Ein sozialistisches Meisterwerk. In: Marxistisch-leninistische Schriftenreihe für Ökonomie, Politik und Philosophie, Ernst Thälmann Verlag, Heft 86-2, S.4-9. (Zwischenüberschriften eingefügt, außerdem wurde der Abschnitt über M.Theodorakis geändert, um den richtigen Sinnzusammenhang wieder herzustellen, N.G.)

images  Collett: Angst vor Nostalgie

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4 Antworten zu Das Gespenst der DDR – oder die Angst vor der (N)ostalgie…

  1. Politnick schreibt:

    Ich bin jetzt fast 20 Jahre weg von meiner geliebten Heimat Thüringen. Ebenso lange habe ich in Erfurt gelebt. Als ich die heutigen Bilder vom Wahlkampf der Grünen auf dem Wenigemarkt im MDR gesehen habe, schoß mir nur ein Gedanke durch den Kopf: Das ist nicht mehr das Erfurt was ich kenne.

    Und als der MDR über Gastarbeiter in Gierstädt berichtete, die da unter unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten, da fehlten mir einfach nur die Worte. Die ganze Region Fahnersche Höhe hat zu DDR Zeiten ganz Thüringen mit Obst versorgt und die LPG Fahner Obst bot ungezählten Menschen der umliegenden Ortschaften ein sicheres Einkommen und den Kindern eine Zukunft.

    Niemand musste in der DDR wegen einer Arbeit seine Heimat verlassen! Und heute: Die Fahner-Dörfer sind in einem erbärmlichen Zustand. Tief ist der Einschnitt der A 71 in die Fahnersche Höhe und die Mieten in Erfurt sind unbezahlbar geworden. Es bricht mir das Herz — Nein das werde ich nicht zulassen.

    Freundschaft 😉

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