Oleg Rsheschewski: Die Stalingrader Schlacht

APNDie Sowjetunion war die wichtigste Kraft der antifaschistischen Koalition. Sie leistete den entscheidenden Beitrag zum Sieg über den Faschismus. Viele Geschichtsfälschungen haben in den letzten Jahren den Büchermarkt überschwemmt, vor allem solche aus US-amerikanischer Herkunft. Was sich in den Jahren des zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion abspielte, welche Massaker die faschistische deutsche Wehrmacht und die SS auf sowjetischem Boden verübte, welche gewaltigen Zerstörungen, Plünderungen und welche Massenmorde an der Zivilbevölkerung dieses ersten sozialistischen Landes begangen wurden, ist längst nicht vergessen und schon gar nicht vergeben. Mit dem Urteil von Nürnberg wurde ein kleiner Teil der Kriegsverbrecher hingerichtet, doch ein weitaus größerer Teil der Täter entzog sich der Verantwortung und flüchtete in die westlichen Besatzungszonen oder mit Hilfe des Vatikans über die „Rattenlinie“ nach Südamerika.  In seinem Bericht beschreibt der Autor, wie es der Sowjetunion unter Führung Stalins gelang, diesen übermächtigen Feind zu besiegen.

Die Verzögerungstaktik der westlichen Alliierten

Seit Anfang 1942 steigerten die sowjetischen Truppen allmählich die Wucht ihrer Schläge gegen die faschistischen Horden. Der Feind war jedoch noch immer stark. Man hätte ihn durch gemeinsame Anstrengungen der alliierten Armeen der Antihitlerkoalition leichter zerschmettern können. Aber die Regierungen der USA und Englands, die zwar die Bildung dieser Koalition begrüßten und die zweite Front im Jahre 1942 zu eröffnen versprachen, hatten es nicht eilig, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Dieser Umstand gab Hitler die Möglichkeit, nach der Niederlage bei Moskau 25 Divisionen vom Westen an die Ostfront zu verlegen, durch eine totale Mobilmachung alle verfügbaren Kräfte – 6 Millionen Mann – zu sammeln und im Sommer 1942 an der sowjetisch-deutschen Front eine Großoffensive einzuleiten.

Angriff auf die Erdölreichtümer der UdSSR

Die Nazitruppen führten ihren Hauptstoß in südöstlicher Richtung, im Raum zwischen Wolga und Don, sowie im Kaukasus. Die Entscheidungsschlacht jenes Jahres entfaltete sich an den Ufern des großen russischen Flusses Wolga, im Stalingrader Raum. Hierher warf Hitler im Sommer mehr als eine Million Soldaten und Offiziere sowie über 1.000 Flugzeuge und 700 Panzer. Die Eroberung des Stalingrader Raumes durch den Feind hätte eine ernste Gefahr heraufbeschworen, denn dadurch wären die Verbindungswege zwischen dem Zentrum und dem Kaukasus, über die das für Kriegszwecke und die Volkswirtschaft unentbehrliche Erdöl befördert wurde, den Okkupanten in die Hände gefallen.

Die Überlegenheit der Okkupanten

Der Feind besaß Überlegenheit an Kräften und Mitteln. Diese bestand auch darin, daß bei den sowjetischen Truppen ein akuter Mangel an Panzerabwehr- und Flakartillerie herrschte, und in manchen Verbänden reichte nicht einmal die Munition aus. Trotz alledem schlugen sich die Truppen der Roten Armee mit außerordentlicher Hartnäckigkeit, und die Hitlertruppen wurden in langwierige und blutige Gefechte verwickelt. Um den Preis unzähli­ger Opfer gelang es den Hitlerfaschisten, am 23. August zur Wolga zu durchbrechen.

Die Stalingrader Schlacht

Die Schlacht bei Stalingrad entfaltete sich auf einem Territorium von 100.000 Quadratkilometern und dauerte 200 Tage und Nächte – vom 17. Juli 1942 bis zum 2. Februar 1943 – an. Die Frontlänge reichte von 400 bis 850 Kilometern. An dieser Schlacht beteiligten sich in einzelnen Phasen von beiden Seiten mehr als zwei Millionen Mann, über 2.000 Panzer, mehr als 2.000 Flugzeuge, 26.000 Geschütze und Granatwerfer. Die Verteidiger. von Stalingrad legten eine nie dagewesene Standhaftigkeit, ungeheure Ausdauer und großen Mut an den Tag. Es wurde erbittert um jede Straße. jedes Wohnviertel, jedes Haus gekämpft.

Der Kessel von Stalingrad

Am 19. November 1942 gingen die im Raum Stalingrad kämpfenden sowjetischen Truppen, nachdem sie den Gegner in monatelangen Verteidigungskämpfen ausgelaugt und entkräftet hatten, zum Gegenangriff über. Diese gewaltige Operation endete mit der Einkesselung von 22 faschistischen Divisionen – mehr als 330.000 Soldaten und Offizieren. Im Februar 1943 kapitulierten diese nach schweren Kämpfen: Mehr als 91.000 Hitlerfaschisten wurden gefangengenommen.

Der sowjetische Marschall A.M. Wassilewski berichtet

Vor einigen Jahren hatte der Verfasser des Buches Gelegenheit, sich mit dem Marschall der Sowjetunion A.M. Wassilewski zu unterhalten, der während der Stalingrader Schlacht Chef des Generalstabes der Roten Armee war und als Vertreter des Hauptquartiers des Oberkommandos unmittelbar die Kampfhandlungen der Fronten während der Stalingrader Schlacht geleitet hatte. Was er mir über zwei heroische Tage dieses großen Kriegsereignisses erzählte, wird mir stets in Erinnerung bleiben. Es waren jene zwei Tage, die voneinander, so unterstrich er, nicht zu trennen sind:

„Der erste Tag war der 23. August 1942. Die Stadt wurde durch feindliche Luftangriffe in eine einzige gigantische Brandstätte verwandelt. Es fiel einem schwer, in dieser Situation seine seelische Ruhe zu bewahren. Wir alle waren uns bewufit, welche tödliche Gefahr für die Heimat der Fall Stalingrads bedeuten würde. An den nördlichen Stadtrand wurden die in der Stadt vorhandenen Truppenteile, Artillerie, darunter Flak, entsandt. Wir wandten uns an die Bevölkerung mit einem Aufruf. Das war der Tag höchster Anspannung. Und die sowjetischen Truppen hielten durch, die Stalingrader hielten durch.
Der zweite unvergeßliche Tag war der 23. November, d.h. drei Monate nach dem Durchbruch der Faschisten zur Wolga. An diesem Tag vereinten sich die Truppen der Südwestfront und der Stalingrader Front bei dem Marktflecken Sowjetski und schlossen immer enger den Ring um die gesamte feindliche Gruppierung. Das war der Tag unserer großen Freude. Über die geplagten Steppen leuchtete das Morgenrot des Sieges auf.“
Die Gesamtverluste der faschistischen deutschen Armee in der Stalingrader Schlacht erreichten während der Offensive der sowjetischen Truppen vom 19. November 1942 bis zum 2. Februar 1943 mehr als 800.000 Mann, rund 2.000 Panzer und Sturmgeschütze, über 10.000 Geschütze und Granatwerfer, an die 3.000 Kampf- und Transportflugzeuge und mehr als 7.000 Kraftfahrzeuge. Die faschistische Wehrmacht büßte vollständig 32 Divisionen und drei Brigaden ein; 16 weitere Divisionen verloren zwischen 50 und 75 Prozent ihres Personalbestandes. Zerschlagen wurden die rumänische und die italienische Armee. Der Feind hatte an der Wolga und im Vorgebirge des Kaukasus insgesamt 1,5 Millionen Mann zu beklagen. Die Niederlage bei Stalingrad war für die Faschisten ein Schlag, wie sie ihn seit Beginn des zweiten Weltkrieges nicht gekannt hatten. In Deutschland gab es drei Trauertage.

Der Wendepunkt des zweiten Weltkriegs

Der Sieg der Roten Armee an der Wolga trug zu einem grundlegenden Umschwung im zweiten Weltkrieg insgesamt bei. Die strategische Initiative ging endgültig an die Rote Armee und ihr Oberkommando über. Das ganze Gebäude des faschistischen Blocks geriet ins Wanken. Die Widerstandsbewegung in Frankreich. Italien, Polen, der Tschechoslowakei und anderen von den Hitlerfaschisten okkupierten Ländern nahm immer mehr zu. Die Partisanenverbände in Jugoslawien verstärkten ihre Kampfhandlungen. Die Widersprüche zwischen den Ländern des faschistischen Blocks verschärften sich. Die Niederlage vor Moskau und die Zerschlagung der Faschisten bei Stalingrad zwangen Japan und die Türkei, auf den geplanten Eintritt in den Krieg gegen die UdSSR endgültig zu verzichten.

Zusammenbruch der Operation „Zitadelle“

Anfang 1943 gingen die sowjetischen Truppen zu einer Offensive an der riesigen, Tausende Kilometer langen Front zwischen Kaukasus und Leningrad über und begannen, den Feind vom sowjetischen Boden zu vertreiben. Die regierenden Kreise des faschistischen Deutschland waren sich darüber im klaren, daß die Ergebnisse des Weltkrieges und das Schicksal Deutschlands vom Ausgang der Kriegshandlungen an der sowjetisch-deutschen Front abhingen. Deshalb beschloß Hitler, im Sommer 1943 eine „Generaloffensive“ zu starten, die nach Berechnungen des deutschen Generalstabes die letzte Entscheidungsschlacht an der sowjetisch-deutschen Front werden und eine Wende im Kriegsverlauf herbeiführen sollte.

Im Befehl Nr.6 des OKW über die Vorbereitung der Offensive bei Kursk wurde betont, daß jeder Kommandeur und jeder Soldat sich der entscheidenden Bedeutung dieser Offensive bewußt sein müsse. Der Sieg bei Kursk sollte zum Fanal für die ganze Welt werden. Für die Offensive am Kursker Bogen forderte der Befehl den Einsatz der besten Verbände und Waffen, der besten Kommandeure und größten Munitionsmengen. Der ehemalige Chef des Stabes des 48.Panzerkorps der Wehrmacht Friedrich von Mellenthin bezeugt, daß keine einzige Offensive so gut wie diese vorbereitet worden war.
Für die Angriffsoperation unter dem Codenamen „Zitadelle“ konzentrierte das OKW im Raum Kursk riesige Kräfte: 50 der besten Divisionen, rund eine Million Soldaten, etwa 10.000 Geschütze und Granatwerfer, mehr als 2.000 Kampfflugzeuge und etwa 2.700 Panzer. Fast alle in Deutschland bis zum Juli 1943 hergestellten neuen Panzer vom Typ „Panther“ und „Tiger“ sowie die Selbstfahrlafetten „Ferdinand“ mit einer besonders starken Panzerung wurden in den Raum Kursk geschickt. In der Geschichte der Kriegskunst war eine solche Konzentration von Kräften und Mitteln in einer Schlacht einmalig.

Der entscheidende Gegenangriff der Roten Armee

Am 5. Juli gingen die faschistischen Truppen zur Offensive über, aber das sowjetische Oberkommando war darauf gefaßt und bereit, sie abzuwehren. Nachdem der Feind in Abwehrkämpfen zum Stehen gebracht worden war, begannen die sowjetischen Truppen den entscheidenden Angriff. Wie erbittert die Kampfhandlungen waren, veranschaulicht die Panzerschlacht bei Prochorowka, in der am 12. Juli beiderseits über 1.200 Panzer und Selbstfahrlafetten eingesetzt wurden. Die Erde bebte vom Rasseln der Raupen, von Geschützdonner und Bombenexplosionen. Eine versengte schwarze Steppe, ein Flammenmeer von Schüssen und Explosionen, Rauchsäulen über brennenden Panzern und erbitterte Luftkämpfe boten sich dem Blick. Rauch und Asche stiegen drei- bis viertausend Meter hoch. Viele Kilometer vom Schlachtfeld entfernt roch es nach glühendem Metall und Auspuffgasen. So die Augenzeugenberichte. An einem Kampftag verloren die faschistischen Truppen über 350 Panzer und mehr als 10.000 Soldaten und Offiziere.

Die Schlacht am Kursker Bogen

Fast 50 Tage dauerten die erbitterten Kämpfe südlich und nördlich von Kursk. Der Feind setzte hier nacheinander insgesamt 100 Divisionen ein. In der Schlacht wurden rund 30 Divisionen zerschlagen. Der Gegner verlor etwa 500.000 Soldaten, bis zu 1.500 Panzern, 3.000 Geschütze und mehr als 3.700 Kampfflugzeuge.

„War die Schlacht bei Stalingrad ein Vorbote des Untergangs der faschistischen deutschen Armee“, sagte der Oberste Befehlshaber der Roten Armee, Josif Stalin, „so führte die Schlacht bei Kursk sie vor die Katastrophe.“

Zusammenbruch der Nazi-Strategie

Die Schlacht vor Moskau hatte dem Mythos von der Unbesiegbarkeit der deutschen Armee ein Ende bereitet. Die Schlacht bei Stalingrad hatte die faschistische Kriegsmaschinerie tief erschüttert und zum endgültigen Verlust der strategischen Initiative durch das faschistische Oberkommando geführt. Die Schlacht bei Kursk bedeutete den völligen Zusammenbruch der Angriffs- und Verteidigungsstrategie der faschistischen Armee und war der Höhepunkt der entscheidenden Wende im Kriegsverlauf zugunsten der Sowjetunion.

Die Überlegenheit der Sowjetunion

Die Rote Armee verstand es jetzt, den Feind unter Berücksichtigung seiner schwachen und starken Seiten zu schlagen, wie das die moderne Kriegskunst erforderte. Hunderttausende, ja Millionen Soldaten der Roten Armee wurden wahre Meister ihres Faches. Die Schlacht bei Kursk zeugte von einem riesigen Anwachsen der Kräfte der Roten Armee, der Erhöhung ihres kämpferischen Könnens und der Überlegenheit des sowjetischen Oberkommandos bei der strategischen Kriegführung.

Befreiung der Sowjetunion von Okkupanten

Der Sieg bei Kursk, Orjol und Belgorod war der erste Schritt zur Verwirklichung des allgemeinen operativ-strategischen Plans des Sowjetischen Oberkommandos für den Sommer und Herbst 1943. Der Plan stellte den sowjetischen Streitkräften die Aufgabe, die feindlichen Truppen im Sommer und Herbst zu schlagen, hinter die Linie Smolensk – den Fluß Sosh – Mittel- und Unterlauf des Dnepr zurückzuwerfen, über den Dnepr zu setzen, Brückenköpfe am linken Ufer zu bilden und mit der Befreiung der ukrainischen Territorien am rechten Ufer des Dnepr zu beginnen.

Marschall Moskalenko: Die Sommeroffensive 1943

Nach der Kursker Schlacht entfaltete sich die Sommeroffensive der Roten Armee an einer Front von zweitausend Kilometern. Marschall der Sowjetunion Kirill Moskalenko, Teilnehmer der Kämpfe bei Kursk, schreibt in seinem Buch „Richtung Südwest“:

„Die ganze fortschrittliche Menschheit, darunter die Völker der westlichen Länder, unserer Partner in der Antihitlerkoalition, sprach begeistert von den Siegen der Roten Armee. Aber wenn ich mich an jene Zeit erinnere, muß ich leider auch andere damalige Auffassungen erwähnen. So waren einige Presseorgane der Alliierten bestrebt, die Bedeutung der Heldentaten der Roten Armee herabzumindern. Wahrscheinlich hing das damit zusammen, daß die Armeen der anderen Mitglieder der Antihitlerkoalition zu jener Zeit noch keinen wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Sieg über den Faschismus geleistet hatten. Deshalb wurden in der Presse Gerüchte verbreitet, das faschistische Oberkommando hätte Truppen von der sowjetisch-deutschen Front nach dem Westen verlegt. Nach dieser Version wurden die Truppen aus einem Raum verlegt, wo sie Niederlagen erlitten hatten, und zwar dorthin, wo es überhaupt keine Gefahr gab.
Das war die Logik der Fälscher. Die Berichte der Kriegskommentatoren führender Zeitungen der USA und Englands standen in einem krassen Widerspruch zur Wirklichkeit. Bekanntlich nahm das faschistische Oberkommando eine Umgruppierung vor, aber nicht von Ost nach West, sondern in entgegengesetzter Richtung. Das Sowinformbüro nannte in seinen Veröffentlichungen vom 31. Januar und 15. Februar 1943 die Nummern von 31 Divisionen, die seit Ende November 1942 an die sowjetisch-deutsche Front verlegt worden waren.
Es lohnte sich nicht, das zu erwähnen, wenn diese Berichte über eine angebliche Truppenverlegung von der Ostfront nach dem Westen nicht auch in der Nachkriegszeit Verbreitung gefunden hätten. Natürlich wird das gemacht, um die unbegründeten Erklärungen von einer führenden Rolle der USA und Englands im zweiten Weltkrieg zu rechtfertigen.“

Die Folgen der sowjetischen Siege

In Wirklichkeit lief die Schlacht bei Kursk dem OKW keine Möglichkeit, Kräfte von der Ostfront zurückzuziehen, um die Kriegshandlungen in Italich zu beeinflussen, Wo die westlichen Alliierten am 10. Juli auf Sizilien gelandet waren und nach seiner Eroberung auf die Apenninenhalbinsel übersetzten. Über den richtigen Sachverhalt geben auch jene Ereignisse im internationalen Geschehen Aufschluß, die der Kursker Schlacht folgten.

Der Hitlerblock bricht zusammen

Nach der Zerschlagung der faschistischen Truppen bei Kursk verstärkte sich die Krise innerhalb des Hitlerblocks. Eine politische Krise in Italien war endgültig herangereift. Mannerheim wies den Vorschlag zurück, den Posten eines Oberkommandierenden der finnischen und deutschen Truppen in Finnland zu übernehmen. Der spanische Diktator Franco hielt es für angebracht, seine schwer mitgenommene „Blaue Division“ aus dem Raum Leningrad zurückzuziehen. Der ungarische Faschistenführer Horty intensivierte seine Versuche, mit den USA und England das Ausscheiden aus dem Krieg an der Seite Deutschlands zu vereinbaren.

Der Sieg ist immer eine Frage der Zeit…

Die Niederlage der faschistischen Truppen bei Kursk löste heftige Beunruhigung bei den Herrschern in Rumänien und Bulgarien aus. Als das faschistische Oberkommando seine Truppen von der Südflanke der sowjetisch-deutschen Front in Richtung Kursk zu verlegen begann, erklärten Antonescu und der bulgarische Zar Boris, eine Schwächung deutscher Positionen im Schwarzmeerbecken würde „ernste Folgen“ in ihren Ländern haben. Die faschistische Heeresführung sah sich gezwungen, auf die Angriffsstrategie an der gesamten sowjetisch-deutschen Front zu verzichten und zur strategischen Verteidigung überzugehen. Nun wurde der ganzen Welt klar, daß die Niederlage des faschistischen Deutschland nur eine Frage der Zeit war. /

Quelle:
Oleg Rsheschewski: Die Lehren des zweiten Weltkriegs. Verlag der Presseagentur Nowosti, Moskau 1979, S.49-58.(Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Siehe auch:
Stalingrad! …ach, diese verfluchten deutschen Faschisten.
Stalingrad. Der lange Weg der Erkenntnis.
Geschichtsfälschung beim Russensender „Sputnik“
Moskau 1941: Der gezähmte Taifun
Ilja Ehrenburg: Die Russen sind wirklich Wilde…

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4 Antworten zu Oleg Rsheschewski: Die Stalingrader Schlacht

  1. Rheinlaender schreibt:

    Frage: In diesem Video von Walerij Wiktorowitsch Pjakin https://www.youtube.com/watch?v=oSb5mV0CXz0 wird ab Minute 4 von Verrat innerhalb der roten Armee geredet. Was ist an diesem Video dran ?
    Ich habe von Kriegsführung kaum Ahnung. Aber der Mainstream und besonders rechte Geschichts Revisionisten, stellen die deutsche Wehrmacht als Helden dar. Im Umkehrschluss wird also die Rote Armee und noch mehr Stalin als Feldherr runter gemacht.

    • sascha313 schreibt:

      Ich glaube daß die Einschätzung,von Waleri Pjakin der Wahrheit entspricht. Zweifellos ist er ein sehr guter Kenner der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges.

      Und zweifellos gab es auch diese Verräter innerhalb der sowjetischen Armee, die nicht ungern sahen, wenn die deutschen Truppen der 1941 teils etwas desorganisierten Sowjetarmee zeigten, wie man Krieg zu führen hat.

      Und Stalin wußte das. Er sorgte schließlich dafür, daß geeignete Marschälle an den entscheidenden Stellen die richtigen Schläge vornehmen konnten.

      Von einer „Enthauptung der Generalität“ vor Kriegsbeginn kann deshalb überhaupt keine Rede sein. Verräter wie Blücher und der Reichswehragent Tuchatschewski waren rechtzeitig beseitigt worden. Stalin hat sich da also keine Vorwürfe machen müssen!

  2. Pingback: Stalingrad 1942 | Sascha's Welt

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