Der faschistisch-deutsche Überfall auf die Sowjetunion

1941Am 22. Juni 1941 überfielen deutsche Truppen heimtückisch und wortbrüchig die Sowjetunion. Mit bestialischer Grausamkeit metzelten die Faschisten alles nieder, was lebendig war – Kinder, Frauen, alte Menschen. Sie zerstörten Schulen, Museen und Bibliotheken, brannten ganze Dörfer nieder, zertrümmerten Städte, Fabriken und landwirtschaftliche Genossenschaften. Rücksichtslos wurden die reifen Felder mit Hunderten von Panzern niedergewalzt. Das Vieh wurde gestohlen und massenhaft nach Deutschland transportiert. Die Faschisten raubten, plünderten und mordeten ohne Gnade. Noch niemals zuvor hatte es in einem Land ein solches Blutbad gegeben. Das geschah vor 80 Jahren. Heute leben wir erneut im Kapitalismus und fast die ganze Welt hat nach einem Jahr einer angeblichen Corona-„Pandemie“ die faschistische Herrschaft des Imperialismus in aller ihrer Grausamkeit und Verlogenheit erneut kennengelernt. Einer der Nachkommen dieser Faschisten ist der deutsche Führer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab. – Der 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion sei uns Erinnerung und Mahnung!

Die Vorgeschichte

Der Überfall auf die UdSSR war ursprünglich für das Frühjahr 1941 vorgesehen, verzögerte sich jedoch wegen der Ereignisse auf dem Balkan. Das kleine Griechenland brachte den italienischen Fa­schisten bei ihrem Annexionsversuch eine empfind­liche Niederlage bei. Die Deutschen entschlossen sich daher, Griechenland und Jugoslawien zu besetzen, um im bevorstehenden Kampf gegen die UdSSR ein gesichertes Hinterland zu haben. Die deut­schen Truppen besetzten im Einvernehmen mit der faschistischen bulgarischen Regierung Bulgarien und machten das Land zum Aufmarschgebiet für den Überfall auf Griechenland und für den Kampf gegen die Sowjetunion. Zur gleichen Zeit drangen die deutschen Truppen auch in Jugoslawien ein. Das grie­chische und das jugoslawische Volk leisteten zwar heldenhaften Widerstand, wurden aber von den eigenen faschistischen und halbfaschistischen Re­gierungen verraten. Die Bevölkerung zog sich in die Berge zurück, von wo aus ein erbitterter Kampf gegen die deutsch-faschistischen Bedrücker und die von ihnen aus Landesverrätern gebildeten Ma­rionettenregierungen begann. Im Sommer 1941 standen folgende Staaten unter dem J ach der deut­schen Faschisten: Österreich, die Tschechoslowakei, Polen, Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Luxemburg, Frankreich, Griechenland und Jugo­slawien.

Der Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941 fielen deutsche Truppen, wort­brüchig und ohne Kriegserklärung, auf der Front vom Nördlichen Eismeer bis zum Schwatzen Meer, plötzlich in sowjetisches Gebiet ein. Dutzende fried­licher Städte wurden von Fliegern bombardiert. Neben den deutschen Faschisten traten auch Italien, Finnland, Rumänien und Ungarn in den Krieg gegen die Sowjetunion ein. Im Verlauf der ersten 10 Tage gelang es den Hitlertruppen, Litauen, einen beträcht­lichen Teil Lettlands, den Westen Belorußlands und einen Teil der West-Ukraine zu besetzen. Das Sowjetland befand sich in tödlicher Gefahr.

Rundfunkansprache des Genossen Stalin

Stalin-1941Am 3. Juli 1941 hielt der Führer der Völker der Sowjetunion, J.W. Stalin, eine Rundfunkansprache an das Sowjetvolk und erklärte: „Es geht also um Leben oder Tod des Sowjetstaates, um Leben oder Tod der Völker der Sowjetunion; es geht darum, ob die Völker der Sowjetunion frei sein oder in Ver­sklavung geraten sollen“ (Stalin, Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion, 5. Aufl., 1946, S. 13; deutsch: ebenda, Berlin 1951, S. 10). Stalin rief damit das gesamte Sowjetvolk zum Be­freiungskampf für die sozialistische Heimat und zur Verteidigung der Errungenschaften der Großen So­zialistischen Oktoberrevolution auf.

Ein übermächtiger Feind

Das faschistische Deutschland besaß zur Zeit des Überfalles auf die UdSSR eine Reihe wesentlicher Vorteile: es hatte seit langem zum Kriege gerüstet und seine ganze Industrie auf die Rüstung um­gestellt. Die gesamte europäische Industrie – mit Ausnahme der englischen – arbeitete für die deutsch-faschistische Wehrmacht. Die deutschen Faschisten verfügten über mehr Panzer, Flugzeuge und Geschütze als die Rote Armee. Dies war kein Zufall. In seinem Bericht anläßlich des 27. Jahres­tages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution führte J.W. Stalin folgendes aus:

„Diese Frage ist um so mehr am Platze, als die aggressiven Nationen, wie die Geschichte zeigt, gewöhnlich besser auf einen neuen Krieg vorbereitet sind als die friedliebenden Nationen, die, uninteressiert an einem neuen Krieg, gewöhnlich mit der Vorbereitung zum Kriege zu spät kommen“

(Stalin, Über den Großen Vater­ländischen Krieg der Sowjetunion, 5. Aufl., 1946, S. 167; deutsch: ebenda, Berlin 1951, S. 191).

Eine Riesenarmee überfällt das friedliche Land

Hitler hatte eine mit allem ausgerüstete Riesen­armee mobilisiert, sie an den Grenzen der Sowjet­union konzentriert und gewaltige Waffen- und Munitionsreserven angelegt. Die deutsche Armee bestand aus Elitetruppen, die über eine zwei­jährige Kriegserfahrung verfügten und die Armeen großer europäischer Staaten besiegt hatten. Außer Italien, Finnland, Rumänien und Ungarn, die ihre Truppen in den Kampf gegen die UdSSR warfen. standen faktisch auf Seiten Deutschlands auch noch Bulgarien und Spanien. Letzteres stellte den deutschen Faschisten nicht nur seine gesamten Hilfsquellen zur Verfügung, sondern entsandte auch noch die einige zehntausend Mann starke sogenannte „Blaue Division“ gegen die UdSSR. Das mit Deutschland verbündete Japan befand sich zwar nicht im Kriegszustand mit der Sowjetunion, zwang sie aber, erhebliche Truppenkontingente im Osten in Bereitschaft zu halten.

(Anm.: In 2. Weltkrieg war Spanien formell neutral, nahm aber mit der „Blauen Division“ am Kampf gegen die UdSSR teil. Diese faschistische Einheit zeichnete sich durch besondere Grausamkeit aus. Die BRD hat bis heute jährlich über 100.000 Euro an die Nachkommen dieser Nazi-Kollaborateure bezahlt.)

Plan „Barbarossa“ – der gescheiterte „Blitzkrieg“

BarbarossaplanDie Sowjetunion mußte also den gleichen Stoß des deutschen Blocks auffangen, dessen Gewalt sich im ersten Weltkrieg auf die gesamte Entente ver­teilt hatte, d.h. auf immerhin so bedeutende Mächte wie England, Frankreich und Rußland einschließlich ihrer Verbündeten wie Japan, Italien, USA und eini­ger Dutzend anderer Staaten, die sich damals der Entente zum vereinten Kampf gegen den deutschen Block angeschlossen hatten. All das ermöglichte es den deutsch-faschistischen Eindringlingen, durch einen überraschenden Überfall tief in das Innere der Sowjetunion vorzudringen und in der ersten Etappe des Krieges beträchtliche Erfolge zu erzielen.

Der heldenhafte Kampf der Völker der UdSSR

Der Widerstandswille des Sowjetvolkes blieb je­doch ungebrochen. Durch einen Aufruf J.W. Stalins wurden alle Reserven des Landes für die Verteidi­gung mobilisiert. Das Land verwandelte sich in ein einziges gewaltiges Heerlager. Aus den bedrohten Bezirken wurden Hunderte von Werken und Fa­briken nach dem Osten verlagert, das gesamte rol­lende Material der Eisenbahn weggeschafft, das Vieh zurückgetrieben, alles Wertvolle vernichtet und Millionen Menschen evakuiert. Tausende von Betrieben wurden mitsamt ihrer Belegschaft in die östlichen Bezirke – in den Ural, nach Sibirien oder Mittelasien – verlagert, wo sie ihre Arbeit wieder aufnahmen. Im Osten des Landes wurden neue Rüstungswerke aufgebaut, neue Städte und Ortschaften wuchsen aus dem Erdboden.

Voraussetzungen für den Sieg

Die in den Jahren der Stalinschen Fünfjahrpläne hier entstandene zweite Kohlen- und Erzbasis erlangte eine ungeahnte Bedeutung. Innerhalb kürzester Frist stellte sich die gesamte Industrie des Landes völlig auf die Rüstungsproduktion um. Die Werke begannen in Massen Panzer, Flugzeuge, Geschütze aller Art, Granatwerfer, Panzerbüchsen usw., herzustellen. Das war eine gewaltige, noch nicht dagewesene Leistung für den Sieg über den Feind. Alles das erforderte ungeheure organisatorische Anstrengungen der Bolschewistischen Partei, des Sowjetapparates und der gesellschaftlichen Organisationen des Sowjetlandes.

Quelle: Große Sowjet-Enzyklopädie (2 Bde.); Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, 1952, S.739-741. (Zwischenüberschriften eingefügt. N.G.)

J.W. Stalin

WAS SIND DIE „NATIONALSOZIALISTEN“?

Die deutschen Eindringlinge, d.h. die Hitlerleute, werden bei uns gewöhnlich Faschisten genannt. Die Hitlerleute aber halten das, wie sich herausstellt, für unrichtig und fahren hartnäckig fort, sich „Nationalsozialisten“ zu nennen. Die Deutschen wollen uns also einreden, daß die Partei der Hitlerleute, die Partei der deutschen Landräuber, die Europa ausplündert und einen frevelhaften Überfall auf unseren sozialistischen Staat ins Werk gesetzt hat, eine sozialistische Partei wäre. Ist das möglich? Was kann es Gemeinsames geben zwischen dem Sozialismus und den vertierten Hitlerschen Landräubern, die die Völker Europas ausplündern und unterdrücken?

Sind die Nazis „Nationalisten“?

Kann man die Hitlerleute für Nationalisten halten? Nein, das kann man nicht. In Wirklichkeit sind die Hitlerleute jetzt keine Nationalisten, sondern Imperialisten. Solange sich die Hitlerleute damit befassten, die deutschen Länder zusammenzufassen und ihnen das Rheingebiet, Österreich usw. wieder anzuschließen, konnte man sie mit einer gewissen Berechtigung für Nationalisten halten. Nachdem, sie jedoch fremde Gebiete geraubt und europäische Nationen – die Tschechen, Slowaken, Polen, Norweger, Dänen, Holländer, Belgier, Franzosen, Serben, Griechen, Ukrainer, Bjelorussen, Balten usw. – unterjocht haben und dazu übergegangen sind, die Weltherrschaft anzustreben, hat die Hitlerpartei aufgehört, eine nationalistische Partei zu sein, denn seit diesem Augenblick ist sie zu einer imperialistischen, annexionistischen Unterdrückerpartei geworden.

Im Auftrag des deutschen Imperialismus

Die Partei der Hitlerleute ist eine Partei von Imperialisten, und zwar der gierigsten und räuberischsten Imperialisten unter allen Imperialisten der Welt. Kann man die Hitlerleute für Sozialisten halten? Nein, das kann man nicht. In Wirklichkeit sind die Hitlerleute geschworene Feinde des Sozialismus, die schlimmsten Reaktionäre und Pogromhelden, die die Arbeiterklasse und die Völker Europas der elementarsten demokratischen Freiheiten beraubt haben. Um ihr reaktionäres Pogromwesen zu bemänteln, beschimpfen die Hitlerleute das innere Regime Englands und Amerikas als ein plutokratisches Regime. Aber in England und in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es elementare demokratische Freiheiten, dort bestehen Gewerkschaften der Arbeiter und Angestellten, es bestehen Arbeiterparteien, es gibt ein Parlament, während alle diese Einrichtungen in Deutschland unter dem Hitlerregime vernichtet worden sind.

Betrug, Lügen und volksverführerische Manipulierung

Man braucht nur diese beiden Tatsachenreihen gegeneinander zu halten, um das reaktionäre Wesen des Hitlerregimes und die ganze Verlogenheit des Geschwätzes der deutschen Faschisten über das plutokratische Regime Englands und Amerikas zu begreifen. Dem Wesen der Sache nach ist das Hitlerregime eine Kopie jenes reaktionären Regimes, das in Rußland unter dem Zarismus bestanden hat. Man weiß, daß die Hitlerleute die Rechte der Arbeiter, die Rechte der Intelligenz sowie die Rechte der Völker ebenso gern mit Füßen treten, wie das zaristische Regime sie mit Füßen getreten hat, daß sie ebenso gern mittelalterliche Judenpogrome veranstalten, wie solche das zaristische Regime veranstaltet hat.

Die Hitlerpartei ist eine Partei der Feinde der demokratischen Freiheiten, eine Partei mittelalterlicher Reaktion und finsterster Pogrome.

Die Methoden der Hitlerdiktatur

Und wenn diese abgefeimten Imperialisten und schlimmsten Reaktionäre immer noch fortfahren, sich In die Toga von „Nationalisten“ und „Sozialisten“ zu hüllen, so tun sie das zu dem Zweck, das Volk zu betrügen, einfältige Leute zum Narren zu halten und mit der Flagge des „Nationalismus“ und des „Sozialismus“ ihr imperialistisches Räuberwesen zu tarnen. Krähen, die sich mit Pfauenfedern schmücken… Aber wie sehr sich Krähen auch mit Pfauenfedern schmücken mögen, sie hören deshalb nicht auf, Krähen zu sein.

„Man muß mit allen Mitteln danach streben“, erklärt Hitler, „daß die Welt von den Deutschen erobert wird. Wenn wir unser großdeutsches Reich schaffen wollen, so müssen wir vor allem die slawischen Völker – die Russen, Polen, Tschechen, Slowaken, Bulgaren, Ukrainer, Bjelorussen – verdrängen und ausrotten. Es gibt keinen Grund, das nicht zu tun.“

„Der Mensch“, erklärt Hitler, „ist von Geburt an sündhaft, man kann ihn nur mit Hilfe von Gewalt lenken. Im Umgang mit ihm sind alle Methoden erlaubt. Wenn die Politik es erfordert, muß man lügen, Verrät üben und sogar morden.“

„Tötet jeden“, erklärt Göring, „der gegen uns ist, tötet, tötet, nicht ihr werdet dafür die Verantwortung tragen, sondern ich, also tötet!“

„Ich werde die Menschen“, erklärt Hitler, „vor dem Wahn bewahren, der Gewissen heißt. Gewissen und Bildung machen den Menschen zum Krüppel. Ich genieße den Vorzug, daß ich durch keine Erwägungen theoretischer oder moralischer Art gehemmt bin.“

Aufrufe zum Massenmord

In einem der Befehle eines deutschen Armeekommandos vom 25. September, der an das Infanterieregiment 489 gerichtet ist und bei einem gefallenen deutschen Unteroffizier gefunden wurde, heißt es:

„Ich befehle, auf jeden Russen zu feuern, sobald er sich in einer Entfernung von 600 Metern zeigt. Der Russe muß wissen, daß er einen entschlossenen Feind vor sich hat, von dem er keine Nachsicht zu erwarten hat.“

In einem der Appelle des deutschen Oberkommandos an die Soldaten, der bei dem gefallenen Leutnant Gustav Ziegel aus Frankfurt am Main gefunden wurde, heißt es:

„Habe kein Herz und keine Nerven, man braucht sie im Kriege nicht. Vernichte in dir Erbarmen und Mitleid – töte jeden Sowjetrussen, mach nicht halt, auch wenn du einen Greis oder eine Frau, ein kleines Mädchen oder einen Jungen vor dir hast – töte, denn dadurch rettest du dich vorm Untergang, sicherst die Zukunft deiner Familie und erwirbst dir ewigen Ruhm.“

Bestialische Grausamkeit

Hier haben wir das Programm und die Befehle der Führer der Hitlerpartei und des Hitlerschen Oberkommandos, das Programm und die Befehle von Menschen, die jedes Menschenantlitz verloren haben und auf das Niveau wilder Tiere herabgesunken sind. Und diese Leute, die weder Gewissen noch Ehre besitzen, Leute mit einer Moral von Bestien, haben die Stirn, zur Vernichtung der großen russischen Nation aufzurufen, der Nation Plechanows und Lenins, Bjelinskis und Tschernyschewskis, Puschkins und Tolstois, Glinkas und Tschaikowskis, Gorkis und Tchechows, Setschenows und Pawlows, Repins und Surikows, Suworows und Kutusows!…

Was wollen die faschistischen Eroberer?

Die deutschen Landräuber wollen den Vernichtungskrieg gegen die Völker der Sowjetunion. Nun wohl, wenn die Deutschen einen Vernichtungskrieg wollen, so werden sie ihn bekommen. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall.)

Von nun an wird es unsere Aufgabe, die Aufgabe der Völker der Sowjetunion, die Aufgabe der Kämpfer, der Kommandeure und der politischen Funktionäre unserer Armee und unserer Flotte sein, alle Deutschen, die in das Gebiet unserer Heimat als Okkupanten eingedrungen sind, bis auf den letzten Mann zu vernichten.

(Stürmischer Beifall. Rufe: „Sehr richtig!“ Hurrarufe.)
Keine Gnade den deutschen Okkupanten!
Tod den deutschen Okkupanten! (Stürmischer Beifall.)

Quelle: J. Stalin „Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion“, Dietz Verlag Berlin, 1952, S.27-31. (Zwischenüberschriften eingefügt. N.G.)

https://www.linksfraktion.de/nc/termine/detail/80-jahre-ueberfall-auf-die-sowjetunion/

Siehe auch:
Nazi- und Kriegsverbrechen (1933-45) – Das alles geschah vor den Augen der Deutschen. Sie hatten es gewußt!
Der Weg des deutschen Imperialismus in den Krieg 1939-1945 (Die schamlose Lüge und Geschichtsfälschung der EU)
Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffsvertrag (1939)

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40 Antworten zu Der faschistisch-deutsche Überfall auf die Sowjetunion

  1. gunst01 schreibt:

    Würde Geschichte realistisch betrachtet, so könnte man auch etwas aus ihr lernen. Hitler und Stalin waren zwei für einander geschaffene Schachfiguren, die gegeneinander antreten mussten. So hatte auch Stalin den Angriff auf Mitteleuropa geplant und damit gab es ein Wettrennen gegen die Zeit. Güterwagen mit Karten Mitteleuropas, von denen mir einmal ein Augenzeuge berichtete, wurden aus der Geschichte getilgt. Sie passten ja nicht in das Bild des schamlos Überfallen, der gut 125 mal von deutscher Seite gewarnt wurde.
    Sein Trick glich dem von Pearl Harbour. Alte Truppen wurden geopfert, damit sich die Deutschen im endlosen Raum aufrieben. Doch damit war Stalin auch so lange gebunden, bis sich die Allierten genau den Teil des Kuchens sichern konnten, den eigentlich er wollte.

    • sascha313 schreibt:

      Augenscheinlich haben aber auch Sie noch immer nicht aus der Geschichte gelernt, da Sie die alte abgewrackte Lüge wieder aufwärmen, die schon Brzezinski, der fanatische Kommunistenhasser und Intrigant, dem ungebildeten Volk aufzuschwatzen suchte. Wie hätte man das aber auch erwarten können, da Sie nunmehr seit über 50 Jahren, seit Adenauers Zeiten, den faschistischen Lügen der BRD ausgesetzt waren – was heute auch noch von der kommunistenfeindlichen EU, den polnischen Fanatikern der PiS und den ukrainisch-litauisch-lettischen Nazis bei jeder Gelegenheit in alle Welt hinaustrompetet wird: die alte Lüge „Stalin=Hitler“. Wer’s glaubt, wird in die EU aufgenommen.

      Siehe:
      Die Präventivkriegslüge: Fakten wider Behauptungen!
      22. Juni 1941 – Überfall Hitlerdeutschlands auf die UdSSR
      Bereshkow: „Der Kampf der Systeme“

      Alle Kriege, die der Sowjetunion aufgezwungen worden waren (die Interventionskriege, der japanische Überfall am Chalchin-Gol, der Einmarsch der USA in Wladiwostok, einschl. des Überfalls der Nazis 1941, waren Verteidigungskriege, d.h. gerechte Kriege. Und was Pearl Harbour betrifft: Der „Trick“ war ganz einfach der – ein japanischer Luftangriff am 7.12.1941 fügte der dort stationierten USA-Pazifikflotte schwere Verluste zu und löste den Kriegseintritt der USA aus. Damit weitete sich der 2. Weltkrieg auf Südostasien und den Stillen Oziean aus.

      • gunst01 schreibt:

        Pearl Harbour wurde bewusst herbeigeführt, damit das kriegstaube amerikanische Volk endlich zu den Waffen eilt. So begann der Pazifikkrieg mit einem Verrat und endete mit einem letzten. Bei diesem letzten wurden die beiden Bomber mit den Atombomben von den Japanern durchgewunken und die in Bereitstellung kreisenden Jäger abgezogen.

        Bald sind wohl die letzten Augenzeugen des Angriff auf die Sowjetunion verstorben. Einer von denen berichtete noch von den Karten, die alle seiner Einheit überrascht hatten. Sie zeigten das Ziel Mitteleuropa und dieser geplante Zangenangriff etwa 14 Tage später erfolgt.

        Aber allen Kontrahenten blieb zu diesem Zeitpunkt nichts anderes übrig. Die USA waren über die Ohren verschuldet, wie auch Deutschland und die Sowjetunion. Derzeit verschärft sich die Schuldenkrise wieder und auch die Rüstung läuft wieder auf Hochtouren. Die Lösung dieses Problems wird wie seit Jahrhunderten die gleiche sein.
        Würde man aber die zyklischen Schuldenkrisen als Wurzel allen Übels erkennen und nicht mit der kommunistischen oder faschistischen Brille betrachten, gäbe es nur eine Lösung, die ohne einen zwangsläufigen Krieg auskommt.

      • sascha313 schreibt:

        Wir wissen ja nicht, welche „Brille“ Sie aufhaben, aber eines scheint sehr klar zu sein: auf „fake news“ fallen heute immer noch Leute herein, von denen man eigentlich erwarten müßte, daß sie inzwischen was aus der Geschichte gelernt haben. Andererseits braucht man zum Verständnis der Werke der kommunistischen Klassiker nur dann eine Brille, wenn man das Naheliegende nicht mehr zu erkennen vermag. Auch haben die Nazis dank der Totalitarismus-Doktrin immer wieder Nahrung für ihr Feuer bekommen, das sich nun zu einem Flächenbrand auszuweiten droht. Nicht nur Bücher von Heinrich Heine, Thomas Mann, Marx, Engels, Lenin und Stalin sind dem zum Opfer gefallen, sondern offenbar auch der Verstand so mancher Kleinbürger. Wenn Sie nicht aufpassen, wird dieses Feuer auch Sie noch verzehren…

    • Don_A schreibt:

      Schachfiguren? Hitler ja, eine Schachfigur des Kapitals, aber Stalin? Wessen Schachfigur sollte er gewesen sein? Schachfiguren werden von Schachspielern geführt, vergessen?

      • sascha313 schreibt:

        Genau ))))

      • gunst01 schreibt:

        Der gute Stalin hätte ohne die Hilfe der USA nicht überlebt. Wer hat da wohl einen genialen Schachzug gemacht?.

      • sascha313 schreibt:

        Wir wußten gar nicht, wie witzig Sie sein können… …und Stalin war der Schwiegersohn von Napoleon III., wußten Sie das? Aber bitte – von der Sowjetunion haben Sie absolut keine Ahnung (Stand 1939)

      • gunst01 schreibt:

        Faulheit ist Dummheit des Körpers, Dummheit ist Faulheit des Geistes, sagte einst Johann Gottfried Seume.

      • sascha313 schreibt:

        Sehr richtig! – Und Karl Marx sagte: „Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach sich die Wirklichkeit zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung.“ (MEW, Bd.3, S.35) und ein paar Seiten weiter noch was Nettes, da stellten Marx und Engels nämlich fest, daß „nicht die Kritik, sondern die Revolution die treibende Kraft der Geschichte auch der Religion, Philosophie und sonstigen Theorie ist.“ (S.38). Sie müssen schon zugeben, daß Marx einen größeren Horizont hatte, als der von Ihnen zitierte J.G. Seume.

  2. Hanna Fleiss schreibt:

    Das Fernsehen ist voll von „Dokumentationen“ zum 80. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion. Gestern lief auf Phoenix eine mehrteilige ungenießbare „Dokumentation“. Der einfache, wenig geschichtsbewusste BRD-Normalbürger wird sie für „dokumentarisch“ gehalten haben, ohne Hintergründe, einfach nur so kam Hitler auf die Idee, die Sowjetunion zu überfallen.

    Ganz konnten die Macher die Verbrechen des Vernichtungskrieges nicht verschweigen. Für den Zuschauer, den man nicht „aufregen“ wollte, rollten die Bilder nur so ab. Am Donnerstag läuft auf Phoenix zur Hauptsendezeit noch so eine „Dokumentation“: „Der Pakt der Diktatoren“, sollte man sich ansehen, denn man muss wissen, wie sie lügen. Schon der Titel der Sendung zeigt die Richtung.

    Wir kennen die Hintergründe des Krieges gegen die Sowjetunion, was wollen sie uns also vormachen können? Ich verweise auf das Buch von Starikow, das Sascha in einem Beitrag verlinkt hatte und in dem die Rolle des britischen Imperialismus beim Aufstieg Hitlers und beim Überfall auf die Sowjetunion entlarvt wurde. Und diese Briten gerierten sich dann als die Befreier vom Faschismus.

    Aber um auf den heutigen Faschismus zurückzukommen: Schwab, der Organisator des WEF, kommt aus einer Industriellenfamilie, die mit Hitler paktiert hatte. Ich habe dazu neulich eine wirklich gründliche, ehrliche Dokumentation gesehen. Die Katze lässt eben das Mausen nicht.

  3. Weber Johann schreibt:

    Hier ein Kommentar aus der „Berliner Zeitung“ vom 21.6.1947. Er ist so wichtig, dass jedes Wort in Erinnerung bleiben muss.

    „Berliner Zeitung“ vom 21.6.1947

    „Juni 1941

    Am 25. April 1941 wird Graf Werner von der Schulenburg im Wiener Hotel „Imperial“ von Hitler empfangen. Vor Hitler liegt ein Memorandum, das Schulenburg am Abend vorher dem Außenminister Ribbentrop übergeben hat. Schulenburg, ein langjähriger Kenner Rußlands, darf eine halbe Stunde sprechen. Beunruhigt durch gewisse Gerüchte, daß Deutschland einen Krieg gegen die Sowjetunion plane, legt der Botschafter dar, daß in der Sowjetunion niemand an eine bewaffnete Auseinandersetzung denke, daß im übrigen die Sowjetarmee gut gerüstet sei, die Kriegsindustrie zu einem erheblichen Teil weit im Osten liege, daß ein Angriff nicht zu einem Zusammenbruch des Regimes, sondern im Gegenteil zu seiner Stärkung führen werde.

    Hitler hörte zu, ohne ein Wort zu erwidern und schickte Schulenburg schleunigst nach Moskau zurück. Es ging schließlich den deutschen Botschafter in Moskau nichts an, was Hitler mit der Sowjetunion vorhatte. Ein allzu tiefer Einblick, was in dieser Beziehung schon angeordnet und geschehen war, konnte ihn höchstens verhindern, mit der genügenden Überzeugungskraft immer wieder zu versichern, daß Deutschland mit bewährter „germanischer Treue* zu dem Nichtangriffspakt vom 23, August 1939 stehe.

    Der Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 — in einer Unterredung mit dem japanischen Außenminister erklärte Ribbentrop knapp zwei Jahre später, sein einziger Zweck sei gewesen, einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden. Aber bereits im Sommer 1940, als die Deutschen auf ein baldiges Ende des „Blitzkrieges“ hofften, hatte Hitler den Zweifrontenkrieg bereits „einkalkuliert“. .

    Im Sommer 1940 erhielt Generalmajor Marks, im September dann der spätere Generalfeldmarschall Paulus den Auftrag, die Pläne für einen Feldzug gegen die Sowjetunion auszuarbeiten. Die ersten Akten des berüchtigten „Barbarossaplanes“ wurden eingeheftet. Im November stand der Plan in seinen Grundzügen fest.
    Am 18. Dezember gab Hitler die Anweisung Nr. 21 heraus, in der eindeutig die Absicht des Angriffs ausgesprochen und als erster Termin der 15. Mai 1941 fest gesetzt wurde.

    „Die deutsche Wehrmacht“, hieß es in dieser Anweisung, „muß darauf vorbereitet sein, auch vor Beendigung des Krieges gegen England Sowjetrußland in einem schnellen Feldzug niederzuwerfen . . . entscheidender Wert ist jedoch darauf zu legen, daß die Absicht eines Angriffs nicht erkennbar wird.“

    Fieberhafte Vorbereitungen für die neue und so aussichtsreiche Plünderung des riesigen „Kuchens“ begannen. Inspektorate, Kommandos, Gruppen, wirtschaftliche und militärische Stäbe wurden eingerichtet, die sogleich das „Beutegut“ erfassen sollten. Titel und Würden wurden geschaffen, Hunderte und Tausende kleiner zukunftsträchtiger „Führer“ sonnten sich schon im Glanz ihrer bevorstehenden Machtvollkommenheit.

    Es war alles ganz einfach. Hitler selber rechnete in seiner Anweisung Nr. 32 vom 11. Juni 1941 mit einer Kriegsdauer von drei bis vier Monaten. Und dann konnte es losgehen: „wenn auch als Ergebnis viele Millionen Menschen verhungern müssen, sobald wir die für uns notwendigen Dinge aus dem Lande fortnehmen.“

    Göring und Rosenberg gerieten sich bald in die Haare, als das Fell des Bären verteilt wurde, aber zum Schluß gab es immer wieder einen Dritten, der geschröpft werden konnte „Die Finnen wollen Ostkarelien, doch soll wegen der großen Nickelvorkommen die Halbinsel Kola zu Deutschland kommen.“

    Am 10. Januar 1941, als alle Vorbereitungen für den Überfall auf die Sowjetunion schon auf vollen Touren liefen, unterschrieb Deutschland noch den deutsch-sowjetischen Grenzvertrag. Hitler erklärte dazu vor dem Reichstag im Tone des Biedermannes: „Jede Hoffnung, daß eine deutsch-russische Spannung eintreten könnte, ist kindisch. Weder hat Deutschland einen Schritt, der es außerhalb seiner Interessengebiete geführt hätte, noch hat Rußland einen solchen getan…“

    Im Büro Rosenberg wurden unterdessen die Grundsätze und Richtlinien des „deutschen Friedens im Osten“ ausgearbeitet, „Die Slawen sollen für uns arbeiten. Soweit wir sie nicht brauchen, sollen sie sterben.“ Oder wie es Himmler einige Zeit später im Stil seiner Gangstersprache ausdrückte: „Wie es den Russen, wie es den Tschechen geht, ist mir total gleichgültig. Das, was in den Völkern an gutem Blut unserer Art vorhanden ist, werden wir uns holen, indem wir ihnen, wenn notwendig, die Kinder rauben. Ob die anderen Völker im Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht.“

    Am 21. Juni 1941 rollten die vertragsmäßigen sowjetischen Lieferungen noch über die Grenze. Im grauenden Morgen des 22. Juni überschritten deutsche Truppen die Grenze und überfielen ein großes, friedliches Land. Der Weg über Stalingrad zur totalen deutschen Kapitulation hatte begonnen. Wh“
    https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP26120215-19470621-0-0-0-0.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=1

    Ich möchte besonders auf diese abscheulichen Worte Himmlers hinweisen: „wenn notwendig, die Kinder rauben.“
    Diese geraubten Kinder sahen nie wieder ihre Eltern.

    Auch diese Worte dürfen nie vergessen werden:
    „Österreichische Zeitung“ vom 15.7.1949
    „Warum hält England 150.000 Sowjetkinder in Deutschland zurück ?

    Moskau (TASS). Die Zeitschrift „Die Sowjetfrau“ rollt erneut die Frage des Schicksals von 150.000 Sowjetkindern auf, die während des Krieges gewaltsam nach Deutschland verschleppt wurden und bis heute von den Engländern zurückgehalten werden.

    Bereits im März 1948, heißt es in dem Artikel, brachte „Die Sowjetfrau“ die ersten Meldungen über die sogenannten „Waisenhäuser“, in Wirklichkeit aber Kindergefängnisse in Lübeck, Klingenberg und anderen deutschen Städten. Dieses Meldungen wurden nicht dementiert.

    Anfang 1949 verlangten lettische Mütter in einem offenen Brief an die englischen Frauen die Rückführung von hunderten lettischen Kindern, die von den britischen Besatzungsbehörden in Hahnenklee, Lübeck, Rollsdorf und anderen Städten Westdeutschlands zurückgehalten werden. Die einfachen Frauen Englands leisteten dieser Aufforderung der Sowjetmütter Folge und schrieben an Bevin in der Hoffnung, von ihrem Minister eine wahrheitsgemäße Antwort zu erhalten. Die offiziellen Regierungsstellen und die gesamte reaktionäre Presse suchen jedoch die Wahrheit über Tausende von Sowjetkindern, die in Lagern der britischen Besatzungszone Deutschlands schmachten, zu verschweigen.“
    https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oez&datum=19490715&seite=6&zoom=33

    Wichtig: Das Grundgesetz war schon in Kraft. Diese sowjetischen Kindern wurden vom Grundgesetz nicht geschützt, obwohl sie im Wirkungskreis des Grundgesetzes lebten. Soviel zum Schutz unseres „Grundgesetz“.

    Und was plant die Bundesregierung (Antrag von CDU/CSU und SPD) im Jahr 2021. Sie scheuen es nicht dutzende Millionen Euro Steuergelder für den Bau eines sogenannten „Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft in Deutschland“ zu errichten. Wem ist dies bekannt?????

  4. Weber Johann schreibt:

    Nachtrag:

    Auszug aus dem Lehrbuch für den Geschichtsunterricht, 8. Schuljahr in der DDR. Ausgabe 1958
    “ … Ungeheuer groß waren die Zerstörungen in der Sowjetunion. Sie wurden nicht nur durch Kampfhandlungen hervorgerufen, sondern die Hitlertruppen vernichteten absichtlich Städte und Dörfer, wertvolle Kulturdenkmäler und Kultureinrichtungen der Sowjetunion. Folgende Zahlen zeigen das Ausmaß der Zerstörungen vom Kriegsbeginn bis zur Vertreibung der deutschen Truppen aus der Sowjetunion. Zerstört wurden:

    1.710 Städte
    4.100 Bahnhöfe
    70.000 Dörfer
    65.000 km Gleisanlagen
    31.850 Industrieanlagen
    13.000 Eisenbahnbrücken
    40.000 Krankenhäuser
    15.800 Lokomotiven
    98.000 Kollektivwirtschaften
    42.800 Eisenbahnwagen
    2.890 Maschinen- und Traktorenstationen    
    9.700 Dampfer
    84.000 Schulen und kulturelle Institute            
    479 Hafenanlagen
    427 Museen und Sammlungen                
    89 Schiffbauwerften
    2.766 Kirchen.

    7 Millionen Pferde, 17 Millionen Stück Rindvieh, 20 Millionen Schweine und 27 Millionen Schafe und Ziegen wurden geschlachtet und fortgetrieben.
    Die Zerstörungen und Plünderungen ergeben einen Schaden von 679 Milliarden Rubel, das ist mehr als das Fünffache des sowjetischen Volkseinkommens vom Jahre 1940. Am schmerzhaftesten aber ist für das Sowjetvolk der Verlust von 7 Millionen Menschen.“
    (Anmerkung: 27 Millionen).

    Ich bin im größten antikommunistischen Bundesland (Bayern)in in der Alt-BRD geboren und aufgewachsen.
    Von diesen unbeschreiblichen Verbrechen der Vertreter des deutschen Volkes auf sowjetischem Boden hatten wir in Bayern nie etwas gehört. Es dauert bis zu meinen 63. Lebensjahr, als ich durch Zufall in einem Antiquariat dieses DDR-Schulbuch gefunden hatte, von diesen Verbrechen zu lesen. Ich war schockiert dies lesen zu müssen.

    Und reagierte Stalin? Es dürfte wenigen Menschen in der BRD die großartige menschlich Geste von Stalin bekannt sein:
    Entnommen aus dem Buch „Zusammenbruch und Aufbau Berlins 1945/46“ von Josef Orlopp (SPD), Dietz Verlag Berlin 1947

    „ …. Ende April und Anfang Mai ist dem Sowjetkommando eine Reihe von Meldungen von den Soldaten und Offizieren der Roten Armee zugegangen über die schwere Lebensmittellage der Bevölkerung der Stadt Berlin. In ihren Briefen und Meldungen berichteten die Soldaten und Offiziere, daß die Bevölkerung in zerstörten Häusern, in Kellern und Luftschutzbunkern wohnt ohne Licht, Wasser und Lebensmittel und Hunger leidet. Überall betteln Kinder, Frauen und Greise von Rotarmisten Brot, sammeln sich in großen Scharen vor den Feldküchen und Kantinen der Armee.
    Diese Zustände in Deutschland veranlassen unser Kommando, Maßnahmen zur Besserung der Lebensmittellage der Deutschen zu ergreifen. …..
    Meiner Auffassung nach hätte die russische Besatzungsmacht Berlin nur wenige Tage seinem Schicksal zu überlassen brauchen und die Bevölkerung wäre vor Hunger umgekommen.
    In dieser größten Not halfen uns die Vertreter des Sowjetvolkes, das von Hitler im Jahre 1941 hinterhältig überfallen wurde. Sie übten keine Rache, sondern halfen mit allen Mitteln, die ihnen selbst zur Verfügung standen. Am Abend des 6. Mai 1945 rollten die Militärautos durch die Straßen Berlins und die Besatzungstruppen selbst belieferten die Lebensmittelgeschäfte. …. “

    Und was plant die Bundesregierung (Antrag von CDU/CSU und SPD) im Jahr 2021. Sie scheuen es nicht dutzende Millionen Euro Steuergelder für den Bau eines sogenannten „Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft in Deutschland“ zu errichten. Wem ist dies bekannt?????

  5. Weber Johann schreibt:

    Liebe Leser, habt Nachsicht mit mir. Aber dieses so wichtig Datum macht es einfach notwendig einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Besonders über Vorgänge bei uns in der Alt-BRD.

    In der Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 30.4.1975 ist zu lesen:

    „Faschismus in der BRD verherrlicht Publikationen glorifizieren Überfall auf die UdSSR

    Bonn (NZ/ADN). Unter dem Titel „Unternehmen Barbarossa“ ist kurz vor dem 30. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus in der BRD in der Publikationsreihe „Das II. Reich“ das Heft erschienen, in dem der Überfall auf die Sowjetunion dargestellt wird. Schon seit über einem Jahr wird alle 14 Tage eine solche „Sammel-Dokumentation“ in Massenauflage verbreitet.
    Unter Verwendung von Bildern- und Texten der Nazi-Propaganda werden hier die zwölf Jahre des Faschismus ausführlich beschrieben und verherrlicht.

    Farbfotos zeigen, wie sich Panzerdivisionen der Hitlerwehrmacht vorbei an rauchenden, Trümmern über Felder der Belorussischen SSR wälzen. Auf Landkarten werden der Aufmarsch der Armeen und ihre Angriffsziele dargestellt. Aber auch Hitlers Befehl zum Überfall, auf die Sowjetunion im Wortlaut und seine „Tischgespräche“ gehören zu dem „Zeitdokument“.

    Der Büchermarkt der BRD ist von Büchern über den Faschismus und den zweiten Weltkrieg überschwemmt. Auch In den Filmtheatern sind Streifen über den Krieg zu sehen, in dem die faschistischen „Helden“ gefeiert werden. Eine wahre Flut von Filmen wie „Stukas im Einsatz“ hat vor dem Jahrestag eine Verleihfirma aus Landshut angeboten.“

  6. Weber Johann schreibt:

    Zum Schluß. In der Alt-BRD gab es aber auch viele Menschen, die sich einer „Geschichtsumschreibung“, die ja schon 1951 voll im Laufen war, entgegenstellten. Im „Neuen Deutschland“ vom 23.6.1951 ein kleiner Artikel, über diese Menschen:

    Friedensplakate in Stuttgart
    Stuttgart (ADN). Aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr des Überfalls der Hitlerfaschisten auf die Sowjetunion mahnen seit Donnerstag von allen Litfaßsäulen Stuttgarts Plakate mit der Inschrift „Nie wieder Krieg gegen die Sowjetunion“. Am Vorabend des 22. Juni hatte der Kreisverband Stuttgart der Gesellschaft für Deutsch – Sowjetische Freundschaft eine Kundgebung veranstalte, auf der der ehemalige Kriegsgefangene Otto Schorlett an die Einwohner der Stadt appellierte, aus dem faschistischen Überfall auf die Sowjetunion die Lehren zu ziehen.“

    Solche Menschen wurden von den Adenauer-, Erhard- und Kiesinger/Brandt-Regierungen massenhaft verfolgt, angeklagt und Viele gingen ins Gefängnis. Fast alle verloren ihren Arbeitsplatz.

    Im Nazi-Braunbuch, vom Staatsverlag der DDR aus dem Jahre 1985 ist folgende Stelle entnommen: „ …. Seit dem Inkrafttreten des Blitzgesetzes von Schafheutie im Jahre 1951 bis Ende 1961 wurden nach Angaben der 11. Arbeitstagung des westdeutschen Amnestie-Ausschusses und der Verteidiger in politischen Strafsachen 200.000 politische Verfahren durchgeführt, durch die 500.000 westdeutsche Bürger in Mitleidenschaft gezogen wurden. Seit Jahren fordern prominente Vertreter der CDU/CSU die Wiedereinführung der Todesstrafe für politische Taten. Der Vizepräsident des Bundestages Jaeger (CSU) verlangte dies bereits 1957 (Frau und Politik, Bonn, 15. Dezember 1957), und kein geringerer als der seinerzeitige Justizminister Schärfer (CSU) wollte die Todesstrafe für „Landesverrat“ 1958 einführen. (Neue Ruhr-Zeitung, Essen, 14. Juni 1958) ….“

  7. Weber Johann schreibt:

    Wer spricht von den 10 Millionen sowjetischen Menschen, die hinter dem Ural evakuiert werden mussten. Hier ein sehenswerter Film, Sowjetisch-Amerikanische Produktion, zeigt das Leid dieser Menschen:

    Der unbekannte Krieg 04 – Nach Osten

    In der Ost-CDU-Zeitung „Neue Zeit“ vom 14.2.1981 steht ein kleiner Artikel über die Reaktion der Alt-BRD-Regierung auf diesen Film:

    „TASS: Geschichtsfälschung in der BRD
    ……. Offenkundig seien einflußreiche Kreise nicht daran interessiert, daß das Volk der BRD die Wahrheit über die Verbrechen des Faschismus kennenlernt. Bezeichnend sei in diesem Zusammenhang, daß man sich in der BRD noch immer nicht zur Aufführung des sowjetisch-amerikanischen Films „Der große Vaterländische Krieg“ entschlossen habe, der in den USA und anderen Ländern unter dem Titel „Der unbekannte Krieg“ lief.

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Danke, Johann, für den Film. Ich hatte ja schon viel darüber gelesen. Der Film aber zeigt, was geschah. Du wirst es nicht glauben, aber mir kamen die Tränen, als ich die Kinder sah. Sie waren in meinem Alter. Das war der Krieg.

  8. dersaisonkoch schreibt:

    Hat dies auf Der Saisonkoch rebloggt und kommentierte:
    Heute ist ein Gedenktag. Und diesen Tag werden wir als DDR Bürger natürlich gedenken. Danke, Genosse Sascha.

  9. Weber Johann schreibt:

    Und auch das ist die bittere Wahrheit. Die brachiale Umsetzung des DDR-Delegitimierungsauftrags von Bundeskanzler Kohl, verkündet vom Bundesjustizminister Kinkel, hat erreicht, dass in der Berichterstattung die Lebensleistung der Menschen in der DDR eliminiert wurde.

    Es ist Standard, das so getan wird, als ob es die sowjetisch besetzte Zone, die DDR nicht gegeben hätte. Das Gegenteil ist jedoch Geschichte, es gab eine sowjetisch besetzte Zone, es gab eine DDR, es gab zu Hauff genügend Literatur, Geschichtsunterrichtsmaterial, DDR-Filme usw., die umfassend über die Verbrechen der Vertreter des deutschen Volkes in der Sowjetunion aufklärten.

    Hier ein Beispiel, was ein Herr Matthias Uhl, der sich Historiker nennend, vom Stapel gelassen hat: „ …. Dazu habe die deutsche Geschichtswissenschaft kaum gesicherte Erkenntnisse.“

    Ich zitiere:
    „Historiker besorgt wegen Umgangs mit Zweitem Weltkrieg in Russland
    Zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion hat sich der Historiker Matthias Uhl besorgt gezeigt angesichts des Umgangs mit dem Zweiten Weltkrieg in Russland. …..

    Für die Arbeit am DHI ( Deutschen Historischen Institut (DHI) in Moskau) sieht Uhl indes keine Einschränkungen, die Zusammenarbeit mit staatlichen und nichtstaatlichen Stellen in Russland sei trotz der nicht immer einfachen politischen Situation „vertrauensvoll und produktiv“. Dies zeige sich besonders bei neuen Forschungen zu zivilen Opfern der brutalen deutschen Besatzungsherrschaft auf dem heutigen Gebiet Russlands. Dazu habe die deutsche Geschichtswissenschaft kaum gesicherte Erkenntnisse. (dpa/calü)“
    https://www.grenzecho.net/57756/artikel/2021-06-22/historiker-besorgt-wegen-umgangs-mit-zweitem-weltkrieg-russland

    Ich könnte diesen Herrn zentnerweise Material liefern, die ihm beweisen, es gab 17 Millionen Deutsche, die sehr gut gesicherte Kenntnisse über diesen Vernichtungsfeldzug der Vertreter des deutschen Volkes gegen die Menschen in der Sowjetunion, haben.

    • sascha313 schreibt:

      Man könnte eigentlich nur sagen: ein Dummkopf… wenn es nicht so erschreckend wäre, mit welcher Ignoranz und dreister Verleugnung geschichtlicher Tatsachen dieser Herr von den Medien hofiert wird.

  10. Erfurt schreibt:

    @gunst01,

    die Bomben auf Japan waren eine reine Propagandaaktion, eine reine Demonstration der Macht als Antwort der USA auf das auch von den westlichen Alliierten unterschriebene Potsdamer Abkommen. Womit die USA nur zum Ausdruck brachten, daß sie nicht im Geringsten daran dachten, die auf Jalta und in Potsdam gefassten Beschlüsse einzuhalten.

    Genauso auch wie Churchills Bomben auf Deutsche Städte, insbesondere Dresden im Februar 1945, reine Machtdemonstrationen darstellten als Antwort auf Jalta. Weder die Atombomben, noch die Bomben der westlichen Alliierten auf Deutschland waren kriegsentscheidend.

    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Erfurt, das ist ein Fakt, der heute gerne unterschlagen wird!

      • Erfurt schreibt:

        Danke auch, Sascha. Was in den heutigen Medien über den 2. Weltkrieg (und alle anderen Kriege auch) rumgeistert ist einfach nur Müll und dreist gelogen! Wie z.B. die Lüge über die Unterstützung der Sowjetarmee durch Waffen, Fahrzeuge, Panzer usw. aus den USA die angeblich über Wladiwostok geliefert wurden und ohne diese Lieferungen die Sowjetarmee den Großen Vaterländischen Krieg nicht gewonnen hätte.

        Zu meiner Zeit gab es ab der 5. Klasse den Dokumentarfilm „Befreiung I und II“ als Ergänzung zum Geschichtsunterricht. Gibt es diesen Film noch irgendwo?

        Freundschaft!

      • sascha313 schreibt:

        Ich hab‘ den Film vor ein paar Jahren in einer Neukopie irgendwo gekauft. Verlegt bei www. icestorm.de in einer netten Blechkassette. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, daß es sich um eine Fälschung (oder Kürzung) handelt. Völlig überflüssig ist die Bonuseinspielung eines „Exclusiv-Interviews“ mit dem Antikommunisten und Geschichtsfälscher W.Leonhard und der Lügenkommentar eines gewissen J. Angelo sowie weitere „Zeitzeugen“-Kommentare… so daß mir die Lust vergangen ist, mir den Film nochmal anzusehen.

  11. Hanna Fleiss schreibt:

    Stefan, das glaube ich nicht, dass die Atombomben auf Japan eine reine Machtdemonstration waren. Machtdemonstration wem gegenüber? Stalin vor allem, er sollte wissen, dass er ab jetzt keine Chance hat, die Welt zu erobern – wie man ihm ja unterstellte, trotz der Absprachen in Jalta. Dass Japan ausgesucht wurde als Zielgebiet für die beiden Bomben, hatte wohl auch eher damit zu tun, dass die USA die Wirkung des Atoms auf bevölkerungsreiche Städte erproben wollten. Recht hast du natürlich, kriegsentscheidend war der Abwurf der Atombomben nicht. Die USA hatten ursprünglich geplant, die Bomben auf Deutschland abzuwerfen, was aber durch den raschen Vormarsch der Roten Armee verhindert wurde.

    Ein bisschen anders sehe ich die Bombardements auf deutsche Städte. Das war meiner Ansicht nach keine reine Machtdemonstration, sondern man glaubte, indem man die Bevölkerung bombardiert, würde sie gegen Hitler aufstehen und so den Krieg verkürzen. Dass das Gegenteil der Fall war, so weit hatten die Anglo-Amerikaner nicht gedacht. Natürlich, es ging darum, der Sieger im Krieg zu werden, aber von Machtdemonstration als solcher würde ich nicht sprechen wollen. Das wäre mir zu undifferenziert.

  12. Erfurt schreibt:

    Ein bisschen anders sehe ich die Bombardements auf deutsche Städte. Das war meiner Ansicht nach keine reine Machtdemonstration, sondern man glaubte, indem man die Bevölkerung bombardiert, würde sie gegen Hitler aufstehen und so den Krieg verkürzen. Dass das Gegenteil der Fall war, so weit hatten die Anglo-Amerikaner nicht gedacht .

    Also Hanna, mit Verlaub, das ist Müll. Bombenterror dient ja gerade dazu, Aufstände zu unterdrücken und Menschen einzuschüchtern. Guck Dir das Volk des Jahres 1945 an, es hatte sich 1920 nicht gegen die Nazis erhoben, 1923 nicht und 1933 auch nicht. Wer in aller Welt sollte glauben, daß sich dieses Volk, 1945 ausgebombt und ausgehungert jemals gegen Hitler erheben würde!?

    Die westliche Alliierten haben mit Hitler gemeinsame Sache gemacht, es war genau das Hitlerdeutschland was sie nach 1945 brauchten, nur halt ohne Hitler. Von daher haben die alles getan, den Krieg zu verlängern anstatt ihn abzukürzen. Guck Dir die Zeiten an, mit Stalingrad war der ganze Krieg praktisch entschieden, der Einmarsch der US-Army in der Normandie war danach.

    Im Februar 1945 beschlossen die Alliierten auf Jalta, Deutschland nicht zu teilen, die Bombardierung Dresden war danach. In Potsdam/Cecilienhof wurden die Jaltabeschlüsse präzisiert, nur wenige Tage später fielen die Atombomben.

    Und Eines dürfen wir nicht vergessen: Stalin war derjenige der sich stets für die Einheit der Deutschen Nation ausgesprochen hat, konsequent 1941, 1942, 1943, 1945… bis zu seinem Tode. DAS hat er in den Konferenzen durchgesetzt, die westlichen Alliierten haben das nur mit Widerwillen unterschrieben und mit dem festen Vorsatz sich nicht daran zu halten. Letzeres belegen die Bombenabwürfe und der Verlauf der Geschichte.

    Literatur: Der Irrweg einer Nation, Alexander Abusch

    PS: Churchill hat auch die britischen Kanalinseln bombardiert, nachdem sie wieder dem UK zugesprochen wurden!

    • sascha313 schreibt:

      Um Antworten auf die Fragen der Gegenwart zu finden, muß man tatsächlich die Geschichte studieren, um die entscheidenden Wirkmechanismen herauszufinden.

      Warum scheitere die Novemberreolution in Deutschland 1918? Sicher hat Alexander Abusch recht, wenn er schreibt. „Der Einwand, daß der linke Flügel der deutschen Arbeiterbewegung, fußend auf den Lehren der siegreichen russischen Revolution von 1917, die bürgerliche Demokratie überhaupt abgelehnt habe, geht an den realen Möglichkeiten der deutschen Entwicklung nach 1918 vorbei. Das Bekenntnis zu den Grundsätzen des revolutionären Sozialismus bedeutete keine Absage an die Verteidigung der bürgerlich-demokratischen Freiheiten. …“

      Gemeint war zweifellos die Frage der „Diktatur des Proletariats“. Und daher weiter: „Eine sehr geschickte Propaganda der deutschen Imperialisten stempelte solche Lebensforderungen der Demokratie zur ,bolschewistischen Gefahr‘ (eine Methode, die in allen Ländern üblich wurde):“ (A. Abusch: „Irrweg einer Nation“, Berlin, 1951, S. 214f.)

      Und warum bombardierte die anglo-amerikanische Luftwaffe deutsche Städte und mordete Millionen Menschen der Zivilbevölkerung? Haß auf „die Deutschen“? Schwächung des Hinterlandes der Hitlerarmeen? Großmachtstreben? Das sind nur einige Antworten…

      Warum gelang es dem deutschen Volk nicht, das Hitler-Regime zu stürzen? Angst? Machtlosigkeit? Ein verführtes Volk? Hoffnung auf den Endsieg? Russenhaß? – auch hier: Es ist ein ganzes Bündel von Faktoren, von der fehlenden Einheit der Arbeiterklasse angefangen, bis hin zu den verwirrenden Auswirkungen der Propaganda.

      Die Bourgeoisie hat aus allen ihren Niederlagen und „Pyrrhussiegen“ ihre Lehren gezogen und jedesmal ihre Taktik verbessert. Das Ziel blieb das gleiche: Zerschlagung jeder aufständischen Bewegung, und Spaltung, Einschüchterung und Irreführung der Volksmassen bei gleichzeitiger Erhöhung des Drucks. Heute führt man schon, um die Autorität des Staates zu stärken, Beleidigungsprozesse, wenn Bürger sich über die Willkür der Behörden aufregen, durchwühlt die Patientenakten in Arztpraxen und verhöhnt (völlig zurecht!) die „Linken“ (Rammelow, Bartsch und Konsorten), sie würden den Sozialismus einführen wollen – was ja nicht im Entferntesten zutrifft!

      Was lernen wir daraus? Die Reihen fester schließen!

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Stefan, du scheinst mich nicht verstanden zu haben. Das war tatsächlich so, dass die Briten gehofft hatten, wenn sie die Bevölkerung nur kräftig bombardieren, dann wird sie mit Hitlers Krieg unzufrieden und probt den Aufstand. Die Überlegung ist ja insoweit nicht falsch, aber bei den Deutschen funktionierte sie nicht. Dazu gab es viel zu viel Terror, als dass die Bevölkerung nun, wo die Niederlage abzusehen war, nämlich 1945, wie du schreibst, noch ihr Leben riskieren wollte, zu diesem Zeitpunkt ging es ums reine Überleben. So naiv waren die Briten nicht, dass sie glaubten, 1945 würden sich die Deutschen gegen Hitler erheben. Es ging darum, die Bevölkerung mürbe zu machen und aufstandbereit, weit vor 1945. Berlin zum Beispiel wurde meines Wissens im Herbst 1943 das erste Mal groß bombardiert, sagte mir meine Mutter, vorher gab es wohl kleinere, gezieltere Bombardements. Es fiel ja auf, dass größere Konzerne, obwohl sie für Hitler kriegswichtig waren, nicht bombardiert wurden, übrigens aus vielen Gründen. Der wichtigste war aber, dass es da Beziehungen und Absprachen mit den Anglo-Amerikanern gab.

      Eines ist ja richtig, was du schreibst, dass es den Westalliierten darum ging, beide Kriegsgegner, sowohl die Sowjetunion als auch Hitlerdeutschland so weit zu schwächen, dass sie in der Zeit nach dem Krieg nie wieder eine Rolle spielen würden. Und ja, Gewalt ist ein probates Mittel, um Aufstände innenpolitisch zu verhindern. Aber es gab einen Punkt, als die Amerikaner in den Krieg eingriffen, dass schon von ihnen geplant war, das Nachkriegsdeutschland nur so weit hochkommen zu lassen, dass es eine Vasallenfunktion einnimmt. Was ja auch in den westlichen Besatzungszonen geschehen ist. Und nun sind wir den westlichen Besatzungszonen „geschenkt“ worden, und jetzt sollen wir glücklich sein. Der Merkel ihr Faible für die Amis vorzuwerfen, weshalb die BRD nun den Vasallen gibt, ist der reinste Blödsinn, da gibt es eben eine lange Vorgeschichte.

      • Erfurt schreibt:

        Berlin zum Beispiel wurde meines Wissens im Herbst 1943 das erste Mal groß bombardiert, sagte mir meine Mutter,

        Siehst Du, das war nach dem Sieg in Stalingrad (Febr 43). Die Teheran-Konferenz war gegen Jahresende 1943 vom 28.11. bis 1.12. und zu diesem Zeitpunkt, also schon im Herbst war den westlichen Alliierten längst klar, daß die UdSSR bestimmt wie es in Deutschland nach dem Kriege weitergehen soll.

        Und noch ein Wort zu Stauffenberg: Das Attentat war vom CIA geplant der von der Schweiz aus operierte, eine Verbindung zum Deutschen Volk gab es dabei nicht.

      • Don_A schreibt:

        also, das die deutsche Bevölkerung aufsteht… nein kann ich mir nicht vorstellen, denn die Männer waren im Krieg an der Front und die Frauen, die zu Hause waren hätten wohl nicht die Möglichkeit eine Revolte anzufachen. Das sollten wohl auch die Briten und Nordamerikaner erkannt haben Ich denke eher es war doch eine Art von Terror und Machtdemonstration und gerade im Fall von Dresden wollten die der vorrückenden Roten Armee nichts überlassen

  13. Weber Johann schreibt:

    Nachtrag zu der Aussage dieses sogenannten Historikers: „Dazu habe die deutsche Geschichtswissenschaft kaum gesicherte Erkenntnisse.“ – Hätte er seine ideologischen Scheuklappen abgelegt, dann wüsste er warum dies auf die Alt-BRD, und nicht auf die DDR zutrifft.

    1949 ist in der Alt-BRD das Buch „Kriegsgefangene in der Sowjetunion“, SWA-Verlag Berlin, Druck Fürstenau, Leipzig, erschienen. In diesem Buch schildern ca. 280 Kriegsgefangene aus Ihrem Leben. Es sind auch viele Kriegsgefangene dabei, die sich in der Alt-BRD niederliesen. Hier nur die ersten Berichte:

    „Unser Studienrat gab uns die Aufgabe für die nächste Stunde: »Also, meine Herren, für das nächste Mal bereiten Sie sich auf Rußland vor!«

    Die Schüler horchten auf: Rußland? Wieso Rußland? Ein Hitlerjugend-Scharführer fragte: »Ich möchte nur wissen, wofür wir Rußland durchnehmen. Man sollte uns an dieses Land ohne Kultur und Zivilisation gar nicht erst erinnern; dort treiben doch die Bolschewisten ihr Unwesen.«

    Wir streiften für eine Stunde den physikalischen Aufbau Rußlands. Wir erfuhren, daß es ein Agrarland ist, das eigentlich nur bis zum Ural existiert, denn dahinter, in Sibirien, »ist nichts als Steppe, Tundra und endlose Weite«. Das russische Volk lebt unter der Zwangsherrschaft der Bolschewisten und kennt nichts als Arbeit, Not und Elend. Armes Rußland! Das nahmen wir aus der Schule über Rußland mit, und dieser Eindruck wurde durch die Nazipropaganda ständig untermauert.
    Günter ULLRICH, Journalist, – Erfurt, Mühlburgweg 44

    Unterrichtsstunde. Alles 17jährige Burschen, die kurz vor dem Einsatz an der Ostfront standen. Der Sprecher erzählt von seinem ersten Rußlandeinsatz: »Ihr dürft euch keine falschen Vorstellungen machen«, meinte er, »denkt euch hundert Jahre zurückversetzt in ein Agrarland. Die Menschen Analphabeten. Bei denen hilft nur die Knute.«

    Der Sprecher erzählt über eine Stunde. Wir versuchen, uns ein Bild zu machen. Mir fallen unwillkürlich die Karikaturen in den »Stürmer«-Zeitungen ein. Grauenvolle Bilder! Ist so etwas noch möglich im 20. Jahrhundert? — frage ich mich. Ich muß an eine Ausstellung denken, die ich kürzlich besuchte. »Bannt die Gefahr des Bolschewismus«, stand da zu lesen. Schreckliche Aufmachungen sollten das Reale dieser Gefahr kundtun.

    Mit gemischten Gefühlen gingen wir in den Einsatz. Ich arbeitete in einem Bauabschnitt, in dem auch russische Frauen und Mädchen beschäftigt waren. Viele sprachen Deutsch und fragten mich oft, warum Deutschland Krieg führt. Ich erklärte ihnen, daß wir ihnen helfen und sie von ihrem Joch befreien wollen. Sie schwiegen darauf und schauten mich komisch an. Ich dachte, daß sie wahrscheinlich zu dumm seien, ihre Fesseln zu bemerken. Was sollte ich auch anderes denken?

    Ein halbes Jahr später kam ich in Gefangenschaft. Mir war klar, daß dies das Ende war. Umsonst hatte man uns wohl nicht gesagt: »Lieber tot als in Gefangenschaft !« Diesmal war die Reihe an mir, diesmal war ich derjenige, der »zu dumm war, zu verstehen«. Ich wurde nicht erschossen.
    „Theodor SEIBERT, kaufmännischer Angestellter,
    Empfertshausen über Dermbach/Rhön, Bahnhofstraße 21

    Sowjetunion??? Ist das nicht das alte Rußland, in dem jetzt der Bolschewismus herrscht mit Knute und Genickschuß? So oder ähnlich hat man sich zu Hitlers Zeiten in Deutschland über die Sowjetunion geäußert. Rußland lag ja so weit weg, da irgendwo im Osten, und die Menschen dort — slawische Rasse: also minderwertig. Warum sollte man sich weiter damit befassen? So dachte man über Rußland, so dachte auch ich ungefähr, bis ich in russische Kriegsgefangenschaft geriet.
    Josef SCHÄFER, Mechaniker, Paderborn in Westfalen

    Mit vollkommen falschen Vorstellungen begann unsere Kriegsgefangenschaft im Sowjetland. Wer aber bereits auf dem Transport Augen und Ohren etwas offen gehalten hatte, bei dem dämmerte die Erkenntnis, wie falsch und verlogen, wie verbrecherisch und gemein die Hetze gegen das Sowjetvolk in Deutschland geführt wurde.
    Rolf JÄGER, Meißen-Sachsen, Hafenstr.

    Als ehemaliger Offizier der deutschen Wehrmacht kann ich bestätigen, daß man uns bei allen Besprechungen von den Bestialitäten der Russen erzählte und davon, daß der Russe jeden gefangenen Offizier entweder erschießen oder zumindest nach Sibirien schicken würde. Deswegen sei es besser, sich selbst zu erschießen, als die Gefangenschaft. Viele meiner Kameraden haben sich erschossen, denn sie glaubten an diese Greuelmärchen.
    Werner MÜLLER, Waldenburg in Sachsen, Niederkirchgasse 7

    Jahr für Jahr erzählten uns die Nazisten fürchterliche Sachen über den Bolschewismus, und die meisten von uns glaubten, daß die Gefangenschaft sicherer Tod wäre.
    Richard GLASER, Graveur, Mainz-Mommenheim, Rheinstraße 33“

    Wie reagierten die Westalliierten und die Alt-BRD (Adenauer), die 1. Bundestagswahl hatte bereits stattgefunden auf dieses Buch?

    Im „Neues Deutschland“ vom 24. August 1949 ist zu Lesen:
    Neuer Willkürakt
     Düsseldorf (ADN). Auf Befehl der britischen Militärregierung überbrachte der Polizeidirektor der Stadt Düsseldorf dem Landesvorstand der KPD Nordrhein-Westfalen den Bescheid, daß fünf Broschüren und Publikationen der Partei beschlagnahmt werden und nicht mehr verkauft werden dürften. Außerdem wurde mitgeteilt, daß das Buch „Kriegsgefangene in der Sowjetunion“ sichergestellt werden soll.
     
    „Bücherverbrennungen haben noch nie der Demokratie Nutzen gebracht, sondern nur der Reaktion und dem Faschismus gedient“, heißt es in einer Erklärung des Landesvorstandes der KPD Nordrhein-Westfalen zu diesem Willkürakt.“

    Die Menschen, die gesicherte Kenntnisse in der Alt-BRD hatten, Kommunisten, alle Menschen die für Frieden, für einen Friedensvertrag, Wiedervereinigung, usw. waren, wurden mit aller staatlicher Gewalt verfolgt und eingesperrt. Kein Grundgesetz konnte diese Menschen schützen.

    • sascha313 schreibt:

      Danke, lieber Johann, daran sieht man mal wieder welches Unheil die Dummheit bedeutet. Schon damals in dem Nazireich wurden die Deutschen systematiisch verblödet und verhetzt.Die Dummen schaden sich selbst und anderen.

  14. Weber Johann schreibt:

    Diesem sogenannten „Historiker“, der sein Geschichtswissen mit den Worten „Dazu habe die deutsche Geschichtswissenschaft kaum gesicherte Erkenntnisse“ kund tat, möchte ich aus den unzähligen Quellen, die in der sowjetisch besetzten Zone wie in der DDR erschienen, ein Beispiel aufzeigen.
    Aus den 6 Bänden „Deutschland im zweiten Weltkrieg“, erschienen im Akademie-Verlag in Berlin von 1975, ein kleiner Auszug:

    „Der faschistische Überfall

    auf die UdSSR und seine welthistorische Bedeutung Seit dem Morgen des 22. Juni 1941 fielen 153 Divisionen Hitlerdeutschland — mehr als 4,6 Millionen Soldaten, ausgerüstet mit rund 4300 Panzern, über 4000 Flugzeugen und etwa 42000 Geschützen und Granatwerfern — ohne Kriegserklärung überraschend in die Sowjetunion ein. Es entstand eine vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer reichende Front, an der sich in gewaltigen Operationen und Schlachten der Ausgang des zweiten Weltkrieges entscheiden sollte.

    Mit dem Überfall auf die UdSSR ging der Krieg über die Grenzen des kapitalistischen Systems hinaus.
    Der deutsche Imperialismus stieß auf die staatlich organisierte Macht des Sozialismus. Das bedingte trotz aller Anfangserfolge seine unvermeidliche Niederlage.

    Artilleriefeuer sowie massierte Luftangriffe auf sowjetische Flugplätze, Truppenunterkünfte, Stützpunkte und Verkehrszentren in einer Tiefe bis zu 400 km leiteten seit 3.30 Uhr den Überfall der faschistischen Verbände ein, der zahlen- und materialmäßig stärksten imperialistischen Streitmacht, die jemals für eine Aggression bereitgestellt worden war. Zur gleichen Zeit versuchten eingeschleuste Diversanten der Sabotageeinheit „Brandenburg“, Brücken und andere wichtige Objekte im Grenzraum zu besetzen, um dem Heer das Vordringen zu erleichtern.

    Da der Aggressor eine bedeutende Kräfteüberlegenheit in den Hauptstoßrichtungen besaß und das Überraschungsmoment für sich ausnutzen konnte, entwickelten sich die Kampfhandlungen zunächst zu seinen Gunsten. Entsprechend dem Plan „Barbarossa“ griffen die drei Heeresgruppen in den strategischen Richtungen Leningrad, Moskau und Kiew an und errangen die strategische Initiative. In den Schlachten vom 22. Juni bis zum 9. Juli 1941 erlitten die sowjetischen Streitkräfte schwere Niederlagen und mußten sich unter beträchtlichen Menschen- und Materialverlusten zurückziehen. Da die Luftwaffe bereits am ersten Tag Hunderte sowjetischer Flugzeuge am Boden zerstörte bzw.
    in Luftkämpfen abschoß und sich in den Hauptangriffsrichtungen die Luftüberlegenheit sicherte, wurde die Lage der Roten Armee weiter erschwert…..“

    In diesem Band ist der Aufruf des ZK der KPD vom 24. Juni 1941 abgedruckt:

    „Der Überfall auf die Sowjetunion war das schwerste Verbrechen gegen den ersten sozialistischen Staat der Welt, der die Zukunft der Menschheit verkörperte.
    Am 22. Juni 1941 erfolgte aber auch zugleich der verhängnisvollste Schlag gegen die Lebensinteressen des deutschen Volkes, wie das Zentralkomitee der KPD in einem Aufruf vom 24. Juni erklärte. Als einzige deutsche Partei gab die KPD darin eine klare Bewertung der neuen Situation, die mit dem Überfall auf die UdSSR entstanden war. Ihr Zentralkomitee analysierte den imperialistischen Charakter dieses verbrecherischen Krieges und wies auf die unvermeidliche Niederlage Hitlerdeutschlands hin. Es rief das deutsche Volk auf, sich dieser Aggression mit allen Mitteln zu widersetzen: „Unsere eigene Sache ist es, die von der Roten Armee siegreich verteidigt wird. Unser Feind steht im eigenen Land: Die faschistischen Landsknechte der Großkapitalisten, der Kriegsgewinnler sind unser Feind! Der gemeinsame Sieg der Roten Armee und der um ihre nationale Freiheit kämpfenden unterdrückten Völker wird auch der Sieg unseres deutschen Volkes sein.“
    Die Mehrheit des deutschen Volkes vermochte jedoch die Tragweite des militärischen Überfalls auf die Sowjetunion und des Angriffs gegen den Sozialismus nicht zu erkennen. Die Hauptursache dafür lag in der tief eingewurzelten Ideologie des Antikommunismus und des Antisowjetismus, mit denen die herrschende Klasse, unterstützt von rechten Sozialdemokraten, die Volksmassen jahrzehntelang beeinflußt und desorientiert hatte. Millionen Werktätige, von den leichten militärischen Erfolgen in Polen, in Nord-, West- und Südosteuropa verblendet, durch die Irrlehre vom „Kampf um Lebensraum“ und durch den Rassenwahn verhetzt, zogen in der Uniform der Hitlerwehrmacht gegen das erste sozialistische Land der Welt oder leisteten ihre Arbeit in der faschistischen Kriegswirtschaft.“

    Der Inhalt eines Propaganda-Plakats des Flick-Konzerns für den Krieg gegen die UdSSR darf nicht verschwiegen werden:

    „Verbunden mit dem symbolhaften Ausdruck der heroischen Kraftentfaltung des deutschen Volkes in Gestalt des deutschen Adlers, bringt die

    LAUCHHAMMER-PLAKETTE

    1941 ein Führerwort aus der Proklamation an das deutsche Volk vom 22. Juni 1941. Sie erinnert so an den gewaltigen Kampf gegen den Bolschewismus und dessen weittragende Bedeutung für die Geschicke aller europäischen Völker.
    Das Modell der Plakette hat Fritz Hörnlein, Dresden, geschnitten und damit abermals ein ausdrucksvolles Kleinkunstwerk geschaffen.
    MITTELDEUTSCHE STAHLWERKE AG.“

  15. Weber Johann schreibt:

    Don_A: „….. also, das die deutsche Bevölkerung aufsteht…“

    Im Gegenteil. Unter der CDU/CSU-SPD-Regierung, mit den Stimmen der FDP, wurde am 13.12.2019 folgendes beschlossen:

    „Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft in Deutschland errichten“

    67 Jahre nach dem Volksaufstand des 17. Juni 1953 in Ost-Berlin und der DDR hat der Beirat zum Mahnmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft seine Arbeit aufgenommen. Er wird die Erstellung eines Konzeptes begleiten, das die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gemeinsam mit der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) im Auftrag der Kulturstaatsministerin erarbeiten wird.
    Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt dazu: „Wir haben herausragende Persönlichkeiten dafür gewonnen, ein Konzept für diesen wichtigen Gedenkort zu entwickeln. Das Mahnmal soll an die unzähligen Frauen, Männer, Jugendlichen und Kinder erinnern, die Opfer des Kommunismus, von Diktatur, von Willkür und Gewalt geworden sind. Es schließt jene mit ein, die wegen ihrer sozialen Herkunft, wegen ihres unangepassten Verhaltens oder auf Grund ihres Wunsches, anders zu leben oder die DDR zu verlassen, verhaftet, diskriminiert und ihrer Lebenschancen beraubt wurden. Noch heute leiden sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern viele Menschen unter den Folgen kommunistischer Gewaltherrschaft.
    Mit Blick auf den Jahrestag des Arbeiteraufstandes in der DDR sagte Grütters: „Das Mahnmal soll zu einem Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand werden und auf nachdrückliche Weise den Wert von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten bewusst machen. Selbstverständlich sollen auch all jene Bürgerinnen und Bürger gewürdigt werden, die den Mut hatten, sich gegen die kommunistische Diktatur zu erheben und Widerstand zu leisten.“

    Dem sich nun konstituierenden Beirat gehören Zeitzeugen sowie Vertreter von Wissenschaft und Politik an.

    Mitglieder des Beirates sind:
    • Marianne Birthler, ehem. Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staats­sicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)
    • Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Professor für Europäischen Diktaturenvergleich an der Universität Jena und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg
    • Prof. Dr. Ines Geipel, ehem. Vorsitzende des Doping-Opfer-Hilfevereins, Schriftstellerin, Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin
    • Stephan Hilsberg, Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP), ehem. Parl. StS. BMBau
    • Christine Lieberknecht, ehem. Ministerpräsidentin Thüringen
    • Gesine Oltmanns, Bürgerrechtlerin, Aktivistin bei den Montagdemonstrationen in Leipzig
    • Prof. Dr. Leo Schmidt, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Lehrstuhl Denkmalpflege
    • Prof. Dr. Claudia Weber, Professorin für europäische Zeitgeschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/O.
    • Dr. Olaf Weißbach, Geschäftsführer der Robert-Havemann- Gesellschaft, Berlin
    Im Dezember 2019 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, einen Gedenk- und Erinnerungsort zu schaffen, an dem der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft gedacht werden kann und durch den die Erinnerung an das von der SED-Diktatur begangene Unrecht wachgehalten wird. Das Mahnmal soll zukünftigen Generationen die Gefahren und Folgen totalitärer und diktatorischer Systeme bewusstmachen, den friedlichen Widerstand würdigen und die Wertschätzung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weiter schärfen.
    In den nächsten Wochen soll der Beirat erste Eckpunkte erarbeiten, die dem Deutschen Bundestag zugeleitet werden. Sie werden die Grundlage für ein inhaltliches Konzept sein, das im Spätherbst 2020 vorliegen soll. Über die Kosten und den Standort für das Mahnmal wird dann erneut der Deutsche Bundestag beschließen. Anschließend wird der Gestaltungswettbewerb ausgelobt.“

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/aktuelles/beirat-zum-mahnmal-fuer-die-opfer-kommunistischer-gewaltherrschaft-nimmt-arbeit-auf-gruetters-mahnmal-soll-zu-einem-ort-der-aufklaerung-ueber-diktatur-und-widerstand-werden–1761184

    Ich möchte besonders darauf hinweisen, „….. in Deutschland…“
    Das ist blanker Antikommunismus. Ein Skandal, dieses sogenannte „Mahnmal“, das ca. dutzende Millionen Euro Steuergelder kosten wird, finanziere ich mit meinen Steuergeldern mit. Wer Böses von mir denk, der wird sagen, was willst Du, mit deinem Geld unterstützt du dieses „xxxxx-mal“.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass 99,9% in Bayern von dieser Steuergeldverschwendung nichts mitbekommen.

    • Erfurt schreibt:

      Ich bin der festen Überzeugung, dass 99,9% in Bayern von dieser Steuergeldverschwendung nichts mitbekommen.

      Weil die eben denken, daß das nur Steuergelder sind. In Wirklichkeit verfügt der Staat über weit mehr als das was allein an Steuergeldern reinkommt. Infolge der Verschmelzung des ganzen Staatskapitals mit dem Industriekapital hält dieser BRD-Staat Anteile an Milliardenschweren Unternehmen (Banken, Stiftungen, Pharmakonzerne, DB, VW…), da sind die Steuereinnahmen nur einen Bruchteil dessen was an Kapitalerträgen reinkommt (Pacht, Mieten, Dividenten, Zinsen usw.).

      Freundschaft!

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