Selbstbefreiung KZ Buchenwald – Gedenken 2020

stärkerWenn wir heute erneut an das deutsch-faschistische KZ Buchenwald erinnern, so hat das mehrere triftige Gründe. Zum einen ist es der in Europa wiedererstarkende Faschismus in der Ukraine, in den Baltischen Ländern, in Ungarn und Polen sowie in der BRD. Zum anderen ist es die Geschichtsfälschung und Gehirnwäsche, mit der die Staatsmedien der BRD, zahlreiche Stiftungen und Einrichtungen des bürgerlichen Staates nun schon seit über 30 Jahren versuchen, ihr verlogenes, ahistorisches Geschichtsbild in die Köpfe der Volksmassen hineinzuhämmern. Daß sie damit besonders im Westen der BRD auf fruchtbaren Boden stoßen, ist kaum verwunderlich: die Lügenkampagne der Westmedien findet hier seit der Adenauer-Zeit ihre Fortsetzung – und zwar in direkter Linie zur faschistischen Goebbelspropaganda. Daß hier auch ein deutscher Ministerpräsident, der angebliche „Linke“ Rammelow in vorderster Front mitzieht, ist besonders verwerflich. Hier nun ein Bericht über die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald und ein Aufruf zum Gedenken an den heldenhaften Kampf der Kommunisten und Antifaschisten gegen die Nazis.

Warum errichteten die Nazis Konzentrationslager?

Die Konzentrationslager entstanden als integrierender Bestand­teil des faschistischen Regimes. Neben den ersten Lagern, Da­chau bei München, Oranienburg bei Berlin, errichtete die SA (Sturmabteilungen) eigene Folterhöhlen in allen ihren Berei­chen. In diese Konzentrationslager wurden Kommunisten, So­zialdemokraten und bürgerliche Gegner des faschistischen Re­gimes verschleppt. Sie dienten der Dezimierung der Funktions­kräfte der Arbeiter- und demokratischen Organisationen und waren ein furchtbares Mittel der Abschreckung vor jedem Wi­derstand gegen die Naziherrschaft.
Kriminelle als Provokateure gegen Antifaschisten

Die SS übernahm die Herrschaft

Im Zusammenhang mit der Massenliquidierung der SA-Füh­rer im Juni 1934 durch die SS (Schutzstaffel) verschwand die SA aus den Lagern, ohne daß sich das Terrorregime veränderte. Unter dem Kommando der SS kamen kriminelle Elemente in die Konzentrationslager. Zu diesen gehörten Asoziale, die von der Hitlerregierung als Arbeitsscheue bezeichnet wurden, und außerdem ausgesprochene Berufsverbrecher. Die SS be­zweckte damit die Diskriminierung der politischen Häftlinge und gleichzeitig mißbrauchte sie die Kriminellen als Spitzel und Provokateure. Sie erhielten Lagerfunktionen, prügelten und mordeten im Auftrage der SS.

Die politischen Häftlinge

Die politischen Häftlinge mußten deshalb in den Konzentrationslagern einen Kampf nach zwei Fronten führen: gegen die SS als Mörderorganisation und gegen ihre Kreaturen in Häftlingsuniform, gegen die Kriminel­len. In vielen Konzentrationslagern gelang es, die Kriminellen auszuschalten, so daß die politischen Häftlinge die Möglichkeit ausnutzten, mit Hilfe der legalen Lagerfunktionen das Los ihrer Mitgefangenen ein wenig zu erleichtern, vielen sogar einiges an Drangsalierungen, Schikanen und Folterungen zu ersparen. Vor allem setzten sie durch, daß jeder Häftling die karge Es­senration ungeschmälert erhielt.


KZ Buchenwald

Das Konzentrationslager Buchenwald

Zu den Lagern mit vorherrschendem Einfluß der politischen Häftlinge gehörte Buchenwald. Über die Entstehung des Lagers Buchenwald gibt es ein Dokument vom 3.6.1936, unterschrie­ben von dem damaligen Inspekteur der Konzentrationslager und Führer der SS-Totenkopfverbände, SS-Gruppenführer Eicke. Er schrieb an den Gauleiter und Reichsstatthalter von Thüringen, Fritz Sauckel:

„Ich darf auch darauf hinweisen, daß ein K.-Lager (ein Konzentrationslager – W. B.) in Thüringen nicht nur im A-Falle, sondern auch aus Gründen der Staats­sicherheit unumgänglich notwendig ist, da das Land Thüringen als Herz Deutschlands im Falle eines Krieges von staatsfeind­lichen Elementen besonders heimgesucht werden wird, was durch die Vorgänge verflossener Jahre unter Beweis gestellt wurde.“

Das Dokument beweist eindeutig, daß sich die faschi­stische Regierung Jahre vor dem Kriege auf die Verschleppung Tausender Kriegsgegner vorbereitete, was dann auch im Herbst 1939 vollzogen wurde.

KZ-Häftlinge als billige Arbeiter in der Rüstungsproduktion

Das Scheitern der Blitzkriegs-Strategie durch die Niederlage der faschistischen Wehrmacht in der Schlacht vor Moskau und die damit verbundene Einziehung von Hunderttausenden deut­schen Rüstungsarbeitern zur Armee zwang die Herrscher des Dritten Reiches zu neuen Maßnahmen hinsichtlich der KZ. So schrieb SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Pohl am 30.4.1942 an Himmler:

„Der Krieg hat eine sicht­bare Strukturänderung der Konzentrationslager gebracht und ihre Aufgaben hinsichtlich des Häftlingseinsatzes grundlegend geändert. Die Verwahrung von Häftlingen aus Sicherheits-, er­zieherischen oder vorbeugenden Gründen allein steht nicht mehr im Vordergrund. Das Schwergewicht hat sich nach der wirtschaftlichen Seite hin verlagert. Die Mobilisierung aller Häftlingsarbeitskräfte zunächst für Kriegsaufgaben (Rüstungs­steigerung) und später für Friedensaufgaben schiebt sich immer mehr in den Vordergrund.“

Sehr schnell entstanden in den Lagern und außerhalb des elektrisch geladenen Zaunes, aber unter ständiger Bewachung durch eine SS-Postenkette, Rüstungs- und Munitionswerkstät­ten. Später gingen von den Lagern auf Anforderung der Rü­stungsbetriebe große Kommandos zum ständigen Produktions­einsatz. Vom KZ Buchenwald waren mehr als 130 Kommandos in Rüstungsbetrieben tätig.

Die Nazis entwickelten Massenvernichtungswaffen

Unmittelbar hinter dem Zaun muß­ten die Häftlinge eine Gewehrfabrik der Gustloff-Werke er­richten, in der auch andere Teile von Kriegsgeräten produziert wurden, so solche für die V-2 Waffe, die von den Nazis Vergel­tungswaffe genannt wurde. Für diese V-2 und auch V-1 mußten Häftlinge vieler Natio­nen in den unterirdischen Stollen des Kohnstein bei Nordhau­sen Montagehallen aufbauen und dann unter unvorstellbaren Arbeits- und Lebensbedingungen die Massenvernichtungswaffe für den Abschuß nach England (hauptsächlich) fertigstellen.

Widerstand gegen die Kriegsproduktion

Die faschistische Regierung zwang die Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion und Polen, italienische und französische Pa­trioten, Belgier, Jugoslawen, Tschechoslowaken, Deutsche, Menschen vieler Nationen zur Herstellung von Waffen, die sich gegen ihre Heimat richten sollten. Dieser Grund erklärt das berechtigte und gerechte Verlangen der Häftlinge, diese Pro­duktion zu behindern und, wenn es ging, unmöglich zu machen. Der Widerstand gegen die Kriegsproduktion trug internatio­nalen Charakter, besaß eine völkerrechtlich legitime Grund­lage, schloß den Kampf gegen den SS-Mord in sich ein und gebot das einheitliche Handeln aller Antifaschisten und Hitler­gegner im KZ. Die internationalen Widerstandsorganisationen betrachteten sich mit Recht als einen Teil der Antihitlerkoali­tion und ihre bewaffneten Formationen als eine internationale Abteilung des gemeinsamen Kampfes gegen den gemeinsamen Feind, gegen den deutschen Faschismus.

Der illegale Kampf unter Führung der Kommunisten

Das war der politische Hintergrund für die Aktivitäten der deutschen Antifaschisten in den Konzentrationslagern vor und während des 2. Weltkrieges. Vor dem Kriege formierten sich die Kommunisten als eine streng illegale, nach den harten Ge­setzen der Konspiration kämpfende Organisation. Sie stellten unter den politischen Häftlingen die absolute Mehrheit dar, bemühten sich jedoch zunächst Kontakt aufzunehmen, um nach längerem Abtasten und Kennenlernen eine Kampfgemeinschaft mit Sozialdemokraten und politischen Häftlingen herzustellen, die früher Mitglieder bürgerlicher Parteien oder parteilos wa­ren. Die Kommunisten forderten nur eines: die Bereitschaft, auch hinter dem elektrisch geladenen Zaun den Kampf gegen das faschistische Regime mit allen im KZ zu Gebote stehenden Mitteln unter Berücksichtigung der jeweiligen Lage weiterzu­führen.

Schwierigkeiten der Kontaktaufnahme

Der imperialistische Raubkrieg, von den deutschen Rü­stungsherren initiiert, von den Generalen militärisch vorberei­tet und von den Naziorganisationen propagandistisch angeheizt, brachte im Zuge der Okkupation europäischer Länder Hun­derttausende ihrer Bürger ins KZ. Vor den deutschen Antifa­schisten stand die überaus komplizierte Aufgabe, zu dem akti­ven Kern dieser ausländischen Gruppen; der sich zumeist aus Kommunisten zusammensetzte, Kontakte aufzunehmen. Bereits die Sprachgrenze bedeutete, außer bei den Österreichern, eine große Schwierigkeit. Noch schwerer zu überwinden war das Mißtrauen der von deutscher SS und Wehrmachtsangehörigen geschlagenen, gefolterten Häftlinge, der in ihrer menschlichen Würde und ihrem nationalen Stolz verletzten, in das Lager verschleppten ausländischen Antifaschisten und Patrioten.

Die Internationale Solidarität der Kommunisten

Viele kamen mit der irrigen Auffassung, daß die KZ erst mit Beginn des Krieges gebildet wurden, wußten nicht, daß Tausende deutsche Antifaschisten und namentlich Kommuni­sten schon seit mehr als sechs Jahren im Gefängnis, im Zucht­haus und im Lager schlimmsten psychischen und physischen Drangsalierungen ausgesetzt waren. Als alles entscheidendes Mittel, das Mißtrauen der ausländi­schen Häfl:linge gegenüber uns Deutschen abzubauen, erwiesen sich Taten der Solidarität. Eine Scheibe Brot, einige Löffel Suppe, kameradschafl:liche Fürsorge im Revier, zusätzliche Hilfe für Alte und Gebrechliche, vorsichtige Warnungen vor SS-Mördern und Häftlingsprovokateuren, wirkten mehr als Worte.

Aufbau einer illegalen Organisation

Die Leitung der illegalen Organisation der Kornmuni­stischen Partei Deutschlands in Buchenwald beauftragte meh­rere ihrer erfahrensten Mitglieder, die Leitung der illegalen kommunistischen Organisation der ausländischen Häftlinge herauszufinden. Mit den unterschiedlichsten Mitteln gelang das. Im Laufe vieler Monate konnte von den bilateralen Kontakten zu Zusammenkünften von Vertrauensleuten der nationalen Gruppen übergegangen werden, bis im Sommer 1943 das ille­gale internationale Lagerkomitee entstand. Die Leitung ging an einen deutschen Kommunisten über. Unsere ausländischen Freunde hatten sich inzwischen davon überzeugen können, daß die deutschen politischen Häftlinge und ihr Kern, die Kommunisten, über die größten Erfahrungen im illegalen Kampf unter den Bedingungen des KZ verfügten, den dortigen Mechanismus für die antifaschistischen Aktivitäten ausnutzten, immer neue Mittel und Wege fanden, Taten der internationalen Solidarität zu vollbringen.

Das internationale Häftlingsaktiv

Die deutschen Kommunisten hielten einen festen Kurs auf die Einbeziehung der ausländischen Antifaschisten in alle Lagerbereiche. Das traf sowohl für die Kommandos zu, die „unter einem Dach arbeiteten“ und damit den Unbilden der Witterung nicht so ausgesetzt waren, wie Schusterei, Schnei­derei, Küchen, Kammern, Reparaturwerkstätten,. Funktions­kräfte in den Wohnblocks, Kommandos wie Feuerwehr, Lager­schutz und nicht zuletzt im Revier. Dieser Prozeß entwickelte sich und setzte sich durch, mehr oder minder gegen den Willen der SS. So konnte das Ziel erreicht werden, die Verantwortung für die tägliche illegale Arbeit, zur Festigung des internationa­len antifaschistischen Aktivs in den legalen Lagerfunktionen zu­sammen mit den ausländischen Kameraden zu tragen. Das Prinzip bewährte sich in jeder Weise und erleichterte unse­ren gemeinsamen Kampf, ohne die ständigen Gefahren, den Verlust tapferer Widerstandskämpfer gänzlich aufheben zu kön­nen.

Der illegale Kampf der KZ-Häftlinge

Hinzu kamen zwei Formen des illegalen Kampfes, die für die Selbstbefreiung von erstrangiger Bedeutung wurden.

  • Das Informationssystem. Das war erstens das perfekte System der Information, die wichtigste Quelle dafür waren die Radionachrichten. Die Häfl­linge mußten sich während des Krieges jeden Abend den offiziellen Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht anhören, der durch Lautsprecher in jedem Wohnblock übertragen wurde. Die Goebbelssche Version der Lage an den Fronten und der politischen Situation stieß auf allzu berechtigte Ablehnung, außerdem konnten unsere ausländischen Freunde diese Radio­berichte nicht verstehen. Deshalb organisierten wir unser eige­nes Abhörsystem. Die SS hatte in jeder Kaserne, im SS-Laza­rett, im Führerkasino, in den Werkstätten Radio-Apparate zu stehen. Da die Häftlinge zu Arbeiten in diesen Objekten heran­gezogen wurden, bestand in der Regel die Möglichkeit, Nach­richten ausländischer Sender abzuhören, Es kam vor allem dar­auf an, dabei nicht von einem SS-Angehörigen angetroffen zu werden. Der Abhörende erhielt von der illegalen Leitung der KPD im Lager die strikte Anweisung, die empfangenen Nach­richten nur an die ihm bezeichneten Kameraden weiterzugeben. Im Schneeballsystem rollten die Nachrichten von einer Gruppe zur anderen, innerhalb einer kurzen Zeit war das internationale antifaschistische Aktiv über die neuesten Nachrichten infor­miert. Um vor allen Eventualitäten gesichert zu sein, bauten sich Fachkräfte unter den Häftlingen auf Weisung des illegalen in­ternationalen Lagerkomitees eigene Empfänger und später auch Sender.

Wer die Einsamkeit, die unheimliche Stille einer Zuchthaus­zelle oder die eines Bunkers im KZ erleben mußte, der lernte auch die Tortur kennen, nichts mehr von „draußen“, nichts mehr vom politisch-militärischen Geschehen, nichts mehr von den Freunden und der eigenen Familie zu hören. Die abend­lichen Nachrichten, die wir dank unseres Abhörsystems vermit­telten, gaben Mut und Kraft, stärkten das Vertrauen zum Sieg über die faschistische Barbarei.

  • Die illegale Militärorganisation. Zweitens konnte dank der illegalen Militärorganisation, dank ihrer Bewaffnung und operativen Planung das Band zwi­schen den nationalen illegalen Organisationen gefestigt, das Gefühl beseitigt werden, der mordenden SS ohnmächtig gegen­über zu stehen. Doch natürlich durfl:e sich niemand außerhalb seiner kleinen Einheit von drei bis fünf Mann zur militärischen Organisation bekennen, niemand von Waffen und Ausbildung sprechen, niemand auch nur andeuten, wie die Befreiung militä­risch vorbereitet und durchgeführt werden sollte. Insgesamt gehörten etwa 800 bis 900 Mann zur Militäror­ganisation. Den Mitgliedern der illegalen internationalen mili­tärischen Leitung war es selbstverständlich, daß sie ein Organ der politischen Leitung, des illegalen internationalen Lager­komitees bildeten, das allein weisungsbefugt war.

Die Dramatik vor dem 11. April 1945 und
das Geschehen am Tage der Selbstbefreiung

Wir alle trugen die Verantwortung für Zehntausende Antifa­schisten aus 35 europäischen Nationen. Es galt, den Zeit­punkt zu bestimmen, an dem sich die SS zwar noch im Lager­bereich aufhielt, aber schon im Aufbruch vor der anrückenden USA-Division lebte. Ein zu früher Angriff hätte bei dem un­gleichen Verhältnis der Feuerkraft von SS und Häftlingen ein unvorstellbares Massaker zur Folge haben können; ein zu später Angriff die gleiche Katastrophe herbeigeführt. Der Fliegerhorst Nohra und die Panzer in Weimar standen für ein Blutbad zur Verfügung. Die Beispiele von Sonnenburg, Dortmund, vom Untersuchungsgefängnis Berlin, von Gardelegen, die Ermor­dung der Bunkerinsassen der KZ Buchenwald, Dora und Da­chau sowie die in die Tausende gehenden Erschossenen auf den Evakuierungsrnärschen aus den Lagern, sind dafür grau­same Beweise.

Ergebnis eines mehrjährigen politischen Kampfes

Der militärische Aufstand am 11. April 1945 in Buchenwald war das Ergebnis eines mehrjährigen politischen Kampfes um die Herzen und Hirne tapferer Antifaschisten, die Krönung steter Solidarität, der Triumph des Humanismus und des pro­letarischen Internationalismus über die faschistische Barbarei.

Der USA-General Patton läßt sich Zeit

Eine Abteilung der US-Armee des Generals G. Patton kam erst zwei Tage später, um das Lager zu übernehmen. Zu ihrem großen Erstaunen wurden sie am Tor von einem internationalen Lagerkomitee begrüßt, dessen Vorsitzender ein deutscher Kommunist war. Sie konnten nicht fassen, daß es, obwohl 1.500 ehe­malige Häftlinge mit leichten und schweren Infanteriewaffen ausgerüstet waren, keine Zusammenstöße zwischen den Natio­nen und keine Tätlichkeiten gegen die deutschen Häftlinge ge­geben hatte. Dagegen wurden ihnen 220 von den Häftlingen gefangene SS-Leute unversehrt übergeben.


Der Schwur von Buchenwald

Am 19. April 1945 schworen 21.000 durch eigenen Kampf Befreite, sie seien bereit, den Nazismus mit seinen Wurzeln aus­zurotten, eine Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen.

Vor über 80 Jahren kamen die ersten Gefangenen nach Buchenwald, und 43 Jahre liegt jetzt schon ihre heroische Selbst­befreiung zurück. Gerade diese Selbstbefreiung jedoch ist es, die immer wieder auf Interesse stößt, deren Realität aber immer wieder auch angezweifelt wird. Den Autoren dieses Buches ist es gut gelungen, die Entwicklung zu skizzieren, die im Konzen­trationslager Buchenwald zur Selbstbefreiung führte. Sie haben Tatsachen von Legenden getrennt, zahlreiche Quellen und lebende Zeugen herangezogen, um die historische Wahrheit zu erkunden. Wir ehemaligen Buchenwalder sind ihnen dafür dankbar.

Die ehemaligen deutschen politischen Häftlinge der Gefäng­nisse, Zuchthäuser und Konzentrationslager, die Angehörigen der Partisanenabteilungen vieler Länder, die zurückgekehrten Emigranten, die Kämpfer in den Reihen des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ sind stolz, daß der Schwur in unserer sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik verwirk­licht wurde, die zum festen Bestandteil der um die Sowjet­union gescharten sozialistischen Staatengemeinschaft gehört.

Prof. Dr. Dr.h.c. Walter Bartel,
ehemaliger Vorsitzender des illegalen Internationalen Lagerkomitees Buchenwald,
Kopräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora

Quelle:
Günter Kühn/Wolfgang Weber: „Stärker als die Wölfe“. Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1988, S.7-14.


Buchenwalddenkmal

Buchenwald-Aufruf der „Initiative Buchenwald-Gedenken“ (IBUG) mit den Unterstützer des Aufrufs zur Kenntnis und Weiterverbreitung:

75 Jahre bewaffnete Selbstbefreiung
75 Jahre Schwur von Buchenwald
75 Jahre ungesühnter Mord an Ernst Thälmann

Ein Blick auf die Gegenwart läßt erschauern. Wir müssen feststellen, daß sich der deutsche Imperialismus mit der EU wieder in die „Ostgebiete“ jenseits der DDR-Außengrenzen aufmacht. Zuerst probehalber mit dem Manöver „Defender 2020″. Aus Mangel an eigenen Kräften hängt er sich an den US-Imperialismus. Eine Konstellation, die sich schon im Jugoslawienkrieg für das deutsche Kapital durchaus gelohnt hat.

Warum also jetzt nicht wieder Rußland ins Visier nehmen. Rußland, das sich in den letzten Jahren unter Putin immer mehr vom Verrat Gorbatschows erholt und sich somit auch allen Vereinnahmungswünschen von Rohstoffen und Märkten durch den Imperialismus widersetzt hat. Vor allem aber reizt das Kapital am meisten, dass Russland den bedrohten Ländern Kuba, Venezuela und Syrien in ihrem Widerstand gegen den US-Imperialismus und dessen Handlanger Hilfe leistet.

Aggression und Hetze gegen Rußland

In Deutschlands Innerem gehört zur Aggression gegen Rußland die Delegitimierung des Friedensstaates DDR. Deren Bevölkerung will, trotz aller Hetze, noch immer nicht von der tief verankerten Freundschaft zu Rußland lassen. Diese Freundschaft soll zerstört werden, erst dann ist der Weg nach Osten, der mit „Defender 2020“ geübt wird, wirklich frei. Hier in der DDR zeigt sich ganz offen, wie der Kapitalismus den Faschismus als eine Möglichkeit begreift und nutzt. Um die Menschen im Osten nach der Konterrevolution 1990 von der berechtigten Wut auf den sie enteignenden Raub-Kapitalismus abzulenken, wurde die faschistische Bewegung mit Geld und Hetzern aus dem Westen vorbereitet. Die berechtigte Wut wurde auf Flüchtlinge und den Sozialismus umgelenkt.

Der antikommunistische Hetzer Ramelow

Einer dieser Hetzer gegen die DDR ist der „Linke“ Ramelow, der für einen AfD-Mann stimmt und gleichzeitig die Frechheit besitzt, hier in Buchenwald aufzutreten und dadurch den Schwur von Buchenwald zu verhöhnen.

Gehirnwäsche durch die deutschen Massenmedien

Geschichtsfälschung. Die Gehirnwäsche geht weiter: Das EU-Parlament beschließt am 19. September 2019 eine Resolution, nach der mit dem (angeblichen) „Hitler-Stalin-Pakt“ die Sowjetunion eine Mitschuld, am liebsten aber die Alleinschuld, am zweiten Weltkrieg habe. Dies und andere historische Verfälschungen soll als „europäisches Geschichtsbewußtsein“ insbesondere der jüngeren Generation vermittelt werden. Das ist die Weiterführung dessen, was wir auch in der Ausstellung in Buchenwald beobachten können.

Verleumdung der Antifaschisten. Die Antifaschisten, Kommunisten und Kriegsgefangenen, die im Lager zusammen gepfercht und durch Folter, Hunger und Zwangsarbeit ermordet wurden, werden immer unsichtbarer gemacht. Die Opfergruppen werden gegeneinander ausgespielt. Hier die Juden, die mehr und mehr zu alleinigen Opfern stilisiert werden. Da unsere Genossinnen und Genossen, die vergessen werden sollen, obwohl sie es waren, für die das Lager Buchenwald konzipiert wurde und die die bewaffnete Selbstbefreiung organisierten.

Nazistische Lügen über die Sowjetunion. Die sowjetischen Kriegsgefangenen werden kaum noch erwähnt und das, obwohl die Rote Armee mit drei Millionen Toten die größte Opfergruppe nach den Juden darstellen. (Süddeutsche Zeitung 29.2.2020 „Schatten der Erinnerung“). Und der wir vor allem die Befreiung vom Faschismus verdanken.
So vorbereitet, können neue Ziele anvisiert werden. Wie das Manöver „Defender 2020“ gegen Rußland beweist.

Frieden und Freundschaft mit Rußland
Der Hauptfeind steht im eigenen Land

Brigitte Kabbeck
Sprecherin IBUG
(Initiative Buchenwald-Gedenken)


Unterstützer:

Sabine Albrecht (DKP)
Hans Bauer (Vorsitzender GRH)
Joachim Bonatz (ISOR)
Olaf Brühl (DKP)
Heike und Andreas Cienskowski
Albrecht Geißler, Gerd Hommel, Torsten Trentzsch, (Revolutionärer Freundschaftsbund)
Anna C. Heinrich und Frank Flegel (Zeitschrift offen-siv).
Reiner Kotulla und Brigitte Dornheim (DKP)
Prof. Dr. Anton Latzo und Heiderose Latzo,
Linder, Klaus (DFV Landesvorsitzender Berlin)
Andreas Maluga (Vorsitzender DDR-Kabinett Bochum)
Stefan Natke (DKP Landesvorsitzender Berlin)
Brigitte Queck (Mütter gegen den Krieg Berlin -Brandenburg)
Andreas Reinecke (KPD Landesvorsitzender Berlin)
Max Renkl, Udo Helmbold und Cilly Keller (Vorstand Freundeskreis ETG Ziegenhals)
Renate Schönfeld, Pfarrerin I. R.
Torsten Schöwitz (KPD-Vorsitzender)

Siehe auch:
Klaus Trostorff – Erinnerung und Mahnung
Das faschistische KZ Buchenwald. So war es wirklich

Ulrike Spurgat: Im Gedenken an Carl von Ossietzky

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39 Antworten zu Selbstbefreiung KZ Buchenwald – Gedenken 2020

  1. Osti schreibt:

    Es wäre interessant zu erfahren warum gerade der Kohnstein ausgewählt wurde. Vermutlich deswegen um mit dem Stollenbau gleichzeitig den Gips des Kohnstein abzubauen. Gips ist chemisch Kalziumsulfat (CaSO4) und der Rohstoff für die Herstellung von Schwefelsäure (H2SO4) die auch das Blut der Chemie genannt wird. Schwefelsäure ist essentiell für die ganze Chemiindustrie (BASF, IG-Farben usw.) und natürlich auch für die Sprengstoffherstellung zur Bindung von Wasser was bei der Nitrierung entsteht (Nitropenta, TNT, Zellulosetrinitrat, Dynamite). Auch heute wird der Gipsabbau vorangetrieben und so wird es auch den Kohnstein bald nicht mehr geben.

  2. Weber Johann schreibt:

    Auszug aus dem „Neues Österreich“ vom 12.5.1945

    Das war Buchenwald…
    Von Dr. Franz Nagy

    Grausamkeit ohne Grenze
    Mein Nachbar im Bunker war ein evangelischer Pfarrer aus Düsseldorf namens Müller. Er hatte der Hakenkreuzfahne den Gruß verweigert und befand sich nun schon eineinhalb Jahre im Bunker. Des Nachts wurde er an die Heizung gekettet, Es bleibt mir unvergeßlich, wie dieser tiefgläubige Mann Nacht für Nacht laut betete, und ebenso regelmäßig hörte ich das Klatschen der Hiebe, die er vom Bunkerkommandanten Sommer erhielt. Eines Tages ließ sich der Lagerführer, SS-Standartenführer Koch, den Pfarrer vorführen, hielt ihm seine Hartnäckigkeit vor und fragte ihn, ob er endlich dem Führer die ihm gebührende Ehre erweisen wolle. Als Müller dies verweigerte, erhielt er über Befehl Kochs „fünfundzwanzig”. – Einige Tage später starb er an Herzschwäche.

    Und jetzt kommt der Höhepunkt des Zynismus. Müller wurde im SS-Lager feierlich aufgebahrt. Koch versicherte dem Bruder des Toten, daß dieser ein besonders braver Häftling gewesen sei, der in Kürze entlassen werden sollte und dessen Tod er besonders bedauere. Die Heuchelei ging so weit, daß Koch auf dem Grabe seines Opfers einen Kranz roter Rosen niederlegen ließ. Bleibt zum Schluß nur die Feststellung: mit diesen Scheußlichkeiten hat sich Deutschland für immer außerhalb der Kulturnationen gestellt.

    http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nos&datum=19450512&seite=2&zoom=36

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Johann! Schon immer haben die Grausamkeiten der Faschisten alles nur denkbar Menschenmögliche weit übertroffen. Ein solcher Sadismus ist wahrscheinlich nur in den Hirnen völlig vertierter und krankhaft gefühlloser Kreaturen möglich. Das sind keine Menschen mehr! Doch bei all unserem Entsetzen: Es ist die unbestreitbare Realität!

      Schon beim Lesen von Robert Merle „Der Tod ist mein Beruf“ wird klar, welche Schizophrenie solchen Individuen eigen ist. Natürlich ist der Mensch nicht „von Natur aus böse“, doch die kapitalistische Verbrechensgesellschaft machte in dazu…

      Redеn wir hier also mal über den imperialistischen UNRECHTSTAAT „BRD“! (dto. Das Sein bestimmt das Bewußtsein!)

  3. Osti schreibt:

    Bitte korrigieren: illegales Internationales Lagerkomitee. Die Bezeichnung „illegal“ ist unsinnig! Es heißt Internationales Lagerkomitee abgek. ILK
    MFG

    • sascha313 schreibt:

      Das ist keine Erfindung von mir, das haben die Autoren so geschrieben, um zu unterstreichen, daß die Fortsetzung der politischen Tätigkeit der KPD und anderer Organisationen nach ihrem Verbot durch die Nazipartei auch im Lager fortgesetzt wurde.

      Legal waren in Buchenwald und anderen KZ z.B. die Arbeit in der Gärtnerei, der Wäscherei, den Krankenstationen, die Klempnertruppe, ja sogar eine Theatertruppe und ein Orchester. Legal waren auch die Fälscherwerkstätten.

      • Osti schreibt:

        Siehe die Abkürzung: ILK, das I steht für international. Der Begriff ‚illegal‘ hat sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit eingeschlichen. Daran festzuhalten wäre absurd, dann wäre ja das ganze Lager ‚legal‘ gewesen und jede Widerstandbewegung wohl ‚illegal‘ !?

        MFG

      • sascha313 schreibt:

        …da hat sich nichts eingeschlichen. Das Internationale Lagerkomitee (ILK) war immer „Illegal“, was hätte es auch sonst sein sollen?

    • Eleonore Kraus schreibt:

      In den Emslandlagern, in Esterwegen haben die Kommunisten illegal unter den schwierigsten Bedingungen ihren politischen Kampf und die unverzichtbare Solidarität mit den Mithäftlingen weitergekämpft. In Interviews, die im Zuge einer Promotion geführt wurden haben uns Genossen genau dieses berichtet. Sie waren mehr als hervorragend organisiert und haben unvorstellbares geleistet, vor allem, wenn es um den Schutz der Alten, Schwachen und Kranken ging. Sie haben gezeigt was es heißt ein Mensch in unmenschlichen Zeiten zu sein.

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    • sascha313 schreibt:

      Die fortgesetzten Lügen über die angebliche „verdienstvolle Befreiung Deutschlands durch die Amerikaner“ sind uns hier keine drei Zeilen wert. In der DDR gab es sie noch – die Häftlinge des faschistischen KZ Buchenwald (einige von ihnen kannte ich noch! Walter Barthel zum Beispiel). Sie berichteten uns oft über ihr Schicksal und über den Widerstandskampf der Kommunisten und anderer Antifaschisten im KZ. Und es gab darüber auch vielerlei Zeugnisse, Beweise – ja, ganze Bücher wurden darüber geschrieben!

      Doch die Nazis der BRD haben „gründlich aufgeräumt“: Dokumente und Beweismaterial aus der Gedenkstätte verschwanden, wurden beseitigt (z.B. die Lampenschirme aus Menschenhaut, Originalaufzeichnungen von Häftlingen, Erinnerungen an den KPD-Viorsitzenden und Reichstagsabgeordneten Thälmann, der in Buchenwald ermordet wurde). Und heute verdienen sich einige angebliche Historiker eine goldene Nase mit ihren „Dokumentationen“, „Richtigstellungen“ und geschichtsfälschenden Film-Drehbüchern.

      Doch es gibt sie noch: Die Bücher und Dokumente von Buchenwald, Sachsenhausen, Ravensbrück und anderen. Wer also die Wahrheit wissen will, sollte auch die Originale zurückgreifen, auf Bücher und Dokumente, die im antifaschistisch-demokratischen Teil Deutschlands, in der DDR, verlegt wurden, und nicht auf die Lügen und Geschichtsfälschungen der neueren Zeit.

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